Frage von Hopsfrosch, 94

Merkt mein Treuhänder, wenn ich das Konto wechsele?

Ich war im Privatinsolvenzverfahren und habe die 7 Jahre rum. Meine Schufa Auskunft ist negativ.

Mein Treuhänder schrieb mir, dass er dennoch noch weitere 3 Jahre "mein Konto beobachten" wolle. Neuerdings komme ich tatsächlich über meinen Selbstbehalt von 1085 Euro. Ich hatte die Idee, ein zweites Konto zu eröffnen, damit mir das Geld nicht weggenommen wird.

In den Vertragsunterlagen schrieb die Bank, dass sie automatisch die Kontoeröffnung der Schufa mitteilt. Die Frage ist nun: Teilt die Schufa dem Treuhänder mit, dass ich ein neues Konto eröffnet habe?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DerHans, Community-Experte für Recht, 66

Dazu bist du selbst verpflichtet. 

Wenn du dich nicht daran hältst, kann die Restschuldbefreiung verworfen werden.

Antwort
von schwachstromer, 14

Macht ja auch keinen Sinn irgendwas zu verheimlichen. Irgendwann rächt sich sowas immer. Ehrlich bleiben ist der erste Schritt zur Besserung.

Antwort
von waldschrat69, 36

Da scheint was nicht zu stimmen!

Die Inso ist vorbei und Du hast die Restschuldbefreiung. Dann hat der Treuhänder nichts mehr mit Dir zu tun und hat kein Recht irgendetwas zu beobachten. ...Du kannst Ihm sagen, dass er Deinen Ar....beobachten kann, aber sonst nichts...;-)

Du kannst tun und lassen was Du willst....allerdings steht der Eintrag der Inso noch 3 weitere Jahre in der Schufa...

Antwort
von Juyanbe, 48

Hä ?
Die Inso ist vorbei ?
Der Schufa Eintrag bleibt 3 volle Kalenderjahre bestehen , soweit normal .
Was hat bitte dein Treuhänder mit deinem Konto am Hut ?
Sorry , ich kann dir nicht folgen .
Ganz davon abgesehen , dass sich die Wege deines Treuhänders und dir nach erteilter Restschuldbefreiung ohnehin trennen .

Kommentar von Hopsfrosch ,

Und mein Treuhänder schrieb mir einen netten Brief: Liebe Frau XY, wir gratulieren, sie haben die Wohlverhaltensphase überstanden. Wir behalten uns aber dennoch vor, ihr Konto noch 4 Jahre (!) zu beobachten..." DARUM geht es. Der Schufa-Eintrag an sich ist gelöscht.

Kommentar von Juyanbe ,

Also .....ich bin nicht " vom Fach " , nur eine " Insolanerin " , die sich aufgrund ihrer Situation etwas mit dem Thema beschäftigt .
Am Anfang ( während des Verfahrens ) hatte ich ein P- Konto . Ich hatte ziemlich viel Stress mit der Bank und auf Nachfrage erklärte mir mein TH , dass er keinerlei Einblick auf mein Konto hat . Eben deswegen P- Konto , damit die Bank eine eventuelle Erbschaft einfriert . Mit dem Beschluss über das beendete Verfahren , blieb ja nur noch die WVP . Ich habe mein Konto sofort in ein Girokonto umgewandelt und hätte die Bank wechseln können . Du bist ja schon einen Schritt weiter , dir wurde Restschuldbefreiung erteilt . Hast du bereits den entsprechenden Beschluss vom Gericht ? Und die Rechnung über die Kosten des Verfahrens ? Mit dem Beschluss bist du frei , hast es hinter dir und kannst verdienen was du willst . Es gibt keinen Freibetrag mehr ! Wenn dein TH das anders sieht , solltest du mal bei Gericht nachfragen , oder bei der Schuldnerberatung , die dich damals betreut hat . Der Eintrag bei der Schufa ist keineswegs gelöscht . Du hast einen Anspruch auf Löschung , volle 3 Kalenderjahre , nach erteilter Restschuldbefreiung ! Sofern da keine Schulden sind , die aus kriminellen Handlungen entstanden sind , somit nicht von der RSB betroffen , wüsste ich nicht was dein TH da noch zu beobachten hätte .

Kommentar von Hopsfrosch ,

Vielen, vielen Dank, liebe Insolanerin. Als Insolanerin bist du ja quasi sowas von Fachfrau... Bei meinem Verfahren scheint irgendwie vieles anders zu sein! Wird das vielleicht von Bundesland zu Bundesland verschieden gehandhabt? Denn meinem TH musste ich damals eine Vollmacht unterschreiben, dass er jederzeit Einsicht in mein Konto nehmen kann... Ich hatte das auch so verstanden, das die Restschuld ja die Kosten des Verfahrens SIND. Oder nicht?! Ich bin verwirrt... Dass der Schufa Eintrag gelöscht ist, hat mir meine Beraterin bei der Bank gesagt. Sie hat in den Computer geguckt. Und mir auch bestätigt: Schufa Eintrag weg, aber man wird IMMER noch 3 Jahre beobachtet... Betreut hatte mich damals ein Anwalt, der mich wohl aber falsch beraten hat, wie ich später erfahren habe. Ich wollte ja, dass er mir hilft, gegen die Menschen vorzugehen, die mich damals betrogen haben. Er meinte, da müsse ich Insolvenz anmelden... Bei "läppischen" 3000 Euro Schulden "lohnt" sich wohl keine Insolvenz. Das sehe ich ja jetzt, da die Verarbeitungsgebühr jetzt über 2000 Euro beträgt... Schulden habe ich leider auch nur, weil andere Leute mich über den Tisch gezogen haben, wofür ich geradestehen musste, nicht aus kriminellen Handlungen... Aber deine Antwort bestätigt mich darin, doch kein neues Konto zu eröffnen, da das nicht nötig ist. Danke!!!

Kommentar von Juyanbe ,

Woher die Schulden kommen ist sekundär . Mitgegangen , mitgefangen , mitgehangen ;-)
Ein Insolvenzverfahren kostet Geld . Die Gerichtskosten werden zunächst gestundet , nach erteilter RSB werden sie jedoch fällig . Dann kann man immer noch schauen ob man sie a) voll zahlen kann , b) in Raten zahlen kann , oder c ) sie aufgrund zu geringen Einkommens weiterhin gestundet werden .
Wenn dein TH Einsicht in dein Konto wollte , ist das wohl so . Dennoch erschließt sich mir nicht was er jetzt noch will . Ich würde mir auch , allein aus Neugier , eine Info über deine Schufa holen . Banken haben auch keine 100% Einsicht . Kann mir nicht vorstellen das die jetzt schon " rein " sein soll .
Wegen 3000€ bist du in die Inso ? Alter Schwede ......da hätte es doch sicher andere Wege gegeben ? :-(
Wie auch immer , ich wünsche dir weiterhin alles Gute :-)
Und mir auch . Ich muss noch bis November 2018 :-(

Kommentar von Hopsfrosch ,

Ja, leider, mitgehangen und selber besch issen worden...

Ich habe mir heute noch mal den Ordner vorgenommen. Wenn ich das Beamtendeutsch richtig verstanden habe, habe ich "Restschuld" mit dem Verdienst des Treuhänders an der ganzen Sache verwechselt. DerHans hat wohl Recht: Wenn ich jetzt mauschele und erwischt werde, werden sofort ALLE 3000 Euro von damals fällig, und alles war umsonst. Das ist es nicht wert. Der Treuhänder selbst will 870,00 Euro haben. Nicht 2000. Habe jetzt nicht mehr nachvollziehen können, wie ich auf diese Summe gekommen bin. Und DAS Geld soll er auch gerne haben.

Um Gottes Willen, welche Gerichtskosten denn noch? Ich werd noch wahnsinnig! Bei diesen Summen ist wohl jedem klar, dass sich bei 3000 Euro Schulden kein Insolvenzverfahren lohnt. Ich sag ja, der RA hat mich da so richtig reingeritten. Ich hatte den Auftrag an ihn, diejenigen, die mich über den Tisch gezogen haben, zu belangen und das Ganze Aufzuklären. Er war wohl zu faul dazu. Seine Worte waren: "Ach, da machen wir einfach eine Privatinsolvenz draus!"so, als ob das gar nichts wäre.... Ich könnte ihn jetzt noch in den Hintern treten dafür.

Wie auch immer: DIR wünsche ich auch weiterhin alles Gute! Ach, sieh´s doch mal so, du hast ja schon die Hälfte rum... LG!

Antwort
von Artus01, 40

Hat diese Verfahren in Deutschland stattgefunden?

Kommentar von Hopsfrosch ,

Ja.

Kommentar von Artus01 ,

Das kann nicht richtig sein. Juyanbe hat Recht, nach 6 Jahren hast Du mit deinem Treuhänder nichts mehr am Hut. Dein Konto geht dem ehemaligen Treuhänder nichts mehr an. Frage ihn doch einfach mal auf welcher rechtlichen Grundlage sein Schreiben basiert.

Allerdings ist der Schufaeintrag nicht gelöscht, das geschieht erst nach 3 Jahren zum Jahresende. Es kommt lediglich ein Erledigungsvermerk dazu.

Kommentar von Hopsfrosch ,

Danke!

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