Frage von Blubbpaule, 59

Merkt man das kein Sauerstoff in der Luft vorhanden ist?

Also. Jeder kennt das Gefühl beim Tauchen oder auch Luft anhalten. Dieses undurchdringliche, wirklich schlimme gefühl unbedingt atmen zu MÜSSEN. Soweit ich aber weiß, entsteht das Gefühlt nur, wenn man das Kohlendioxid welches im Blut sich anreichert nicht durch Atmen los wird. Das heißt also, wenn man in einem Raum ist welcher frei von Sauerstoff ist, und auch relativ Kohlendioxid arm ist, man selber nicht bemerken würde das man erstickt? Man würde demnach also weiter atmen, sich normal fühlen wie immer und irgendwann bewusstlos werden. Das dringende Gefühl des Atmens / erstickens müsste aber ausbleiben oder ?

Ich gehe hier von einem Raum in welchem kein Luftaustausch vorhanden ist, d.h. kein Sauerstoff dazukommt.

Z.B wenn man mit Flüssigem Stickstoff arbeitet, der Raum nicht gut bis überhaupt nicht gelüftet ist, dann müsste sich der Sauerstoff ja auf dauer von dem verdampfenden Stickstoff ersetzt / verdrückt werden. Und da man dann nur noch kaum/garkein Sauerstoff zu sich nimmt, sondern eher nur noch Stickstoff könnte man gefahr laufen zu ersticken ohne das die Körperliche "ICH MUSS ATMEN" warnung auftaucht.

Ich beschäftige mich freizeitlich gerne mit Physik und Chemie, und hab andauernd solch seltsame Fragen. Meist schau ich Videos von vsauce etc bei sowas, oder les nach. Aber darauf gabs nirgends eine direkte Antwort.

Antwort
von Skinman, 38

Der Britische Physiologe John Scott Haldane "erkannte, dass der Atemreflex ausschließlich vom Partialdruck des Kohlendioxides in der Atemluft abhängig ist." (https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Tauchens)

Und ich kann aus dem Selbstversuch bestätigen, dass man nicht die geringste Atemnot oder dieses erwähnte schreckliche Erstickungsgefühl bekommt, wenn man ein inertes Gas wie Helium oder Stickstoff einatmet.

Es wird einem nur halt nach einer gewissen Zeit schwindelig und dann relativ schnell schwarz vor Augen.

Antwort
von voayager, 21

Ist der Kohlendioxyd-Gehalt zu hoch merkt man das im allgemeinen nicht, was verhängnisvoll zuweilen werden kann. So mancher Mensch, der mal in den Weinkeller hinabstieg und das ohne Kerze, ist dort verstorben, wenn denn keine Hilfe nahte, so jedenfalls einst,heutzutage wohl in diesen Breitengraden äußerst selten vorkommend. Gefährlicher ist es, wenn der eine oder andere Bauer ins Futtersilo krabbelt, um mal nach den Rechten zu schauen. Da kommt es immer mal wieder zu tödlichen Unfällen. die Opfer schlafen sanft ein und wachen nicht mehr auf.

Antwort
von Flohrianus, 30

Sie dir am Besten Historische Beispiele in Berkwerken an. Die Arbeiter werden meist müder und merken es meist viel zu spät. Daher wurden früher Kanarienvögel mitgenommen. Diese sind empfindlicher, und sobald diese umkippen wissen die Menschen, das etwas nicht stimmt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten