Frage von ShutterKitty, 75

Mercedes Benz W123 240 TD?

Könnt ihr mir vielleicht ein paar Infos geben oder mir sagen was ihr von dem Angebot haltet? Mir wurde ein 240TD (1981) angeboten, und ich gucke ihn mir (wenn alles gut läuft) Dienstag an, muss aber knapp 4 Stunden dahin fahren und wollte deswegen erstmal von euch wissen ob ihr meint dass das ne gute Idee ist:

Ein paar Daten zum Wagen:

Kilometerstand: 280.000 km
Hubraum: 2.350 cm³
Leistung: 53 kW (72 PS)
Kraftstoffart: Diesel
Schadstoffklasse: Euro1
Umweltplakette: 1 (Keine)
Erstzulassung: 06/1981
HU: 04/2017

Kosten soll der Spaß 3500€

Ich würde das Auto wahrscheinlich täglich fahren, und auch dran rumbasteln wenn ich denn dann das Geld wieder reinkriege. N neuen Motor wird das Schätzchen sowieso irgendwann kriegen, hoffentlich 2017/2018. Der Kilometerstand ist natürlich schon etwas kritisch, aber für einen Diesel... Naja, schreibt mal bitte was ihr von dem Wagen haltet!

Wäre sehr dankbar über ein paar Tipps für Dienstag, zB typische Roststellen die ich mir angucken sollte oder Fragen die ich stellen sollte. Und allgemeine Infos zu dem Wagen, weil der Verkäufer meinte es wäre ihm lieb wenn der Käufer wenigstens ein bisschen Ahnung von dem Wagen hat.

Danke im Voraus und viele Grüße!

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 15

Hallo :)

Den Kilometerstand würde ich nicht anzweifeln.. noch beim 124er Nachfolger kauften sich auch Opas oft den Diesel, obwohl es sich Kilometermäßig lang nicht gelohnt hat. Es kann schon stimmen, dass alte Diesel relativ wenig Kilometer runter haben & z.B. 30-35 Jahre von Opas gefahren wurden deren Laufleistung zum Schluss immer geringer wurde!

Die Motoren bei den Dingern halten ewig & es gibt alte 123er Diesel die mehr als eine Million (!) Kilometer zugebracht haben.. daher würde ich das zusätzlich für unbedenklich halten --------> kenne mich mit alten Benz recht gut aus & früher gab's den Spruch bei 200000 Km "Der ist ja grad erst eingefahren" oder "Da fängt der grad erst richtig an"^^ erinnert mir noch gut ;)

Kritischer ist allerdings die Karrosseriesubstanz: Wie bei allen alten Mercedes lautet das primäre Thema Rost, Rost und nochmal Rost. Allein aus Altersgründen aber auch wg. schlechtem Rostschutz rostet bei den Dingern echt alles.. die meisten 123er waren nach 10 Jahren schonmal geschweißt oder zumindest standen se kurz vorm Erstkontakt mit'm Schweißgerät... da rostet einfach alles. Neuralgische Stellen sind vor allem die Schweller, Radläufe, Federbeinaufnahmen und allgemein alles am Unterboden. Die gute Nachricht -------> sämtliche Blechteile kannste sogar bei Mercedes direkt noch bestellen. Aber das eben auch nicht billig!

Ob der 240D die 3500 Euronen nochw ert ist.. ich weiß es nicht, den müsste man halt gesehn haben.. mein Tipp ---------> lasse dir vorneweg ganz viele Fotos schicken, am besten von den typischen Rostnestern im Detail, lasse dir das Scheckheft als Beweis der Laufleistung abfotografieren wenn du Zweifel hast & fahre auf keinen Fall vier Stunden dorthin ohne mehr zu dem Auto zu wissen. 

Viel Erfolg!

Kommentar von Fraganti ,

Der W123 hat keine Federbeine, dementsprechend auch keine Federbeinaufnahmen. 

Scheckheft....hast du mal irgendein W123 checkheft gesehen, dass über die 90er hinaus geführt wurde? Ich nicht und ich habe viele gesehen!

W123 Laufleistung stellt man am Zustand fest, dafür muss man sich damit auskennen und bemerken, ob dort Teile aus verschiedenen Bauserien, von Benzin und Diesel und von den einzelnen Motorisierungen vermischt eingebaut wurden. Bei ungefähr 2 von 5 auf den üblichen Plattformen gehört die Tachoeinheit gar nicht zum angebotenen Wagen. Neuer, älter, falsche kmh Anzeige zur Motorisierung, falsche Schaltmarkierungen...wenn ein Drehzahlmesser drin ist, passt er oft nicht zum Motor oder zur Bauserie des Wagens usw. 

Kommentar von rotesand ,

Ja, ich habe schon einige gesehen, die wirklich bis ins neue Jahrtausend scheckheftgepflegt worden sind. Meistens sogar bei Mercedes. Das waren dann aber keine Letzte-Hand-Exportautos oder Restaurationsobjekte, sondern wirklich gut erhaltene Fahrzeuge mit entsprechenden Vorbesitzern, die sich um alles kümmerten.

Expertenantwort
von ronnyarmin, Community-Experte für Auto, 24

Wer fährt mit einem Diesel im Jahr durchschnittlich nur 8000km? Den Kilometerstand bezweifel ich.

Und warum soll das Auto einen neuen Motor bekommen? Einfach so?

Im Übrigen besteht ein Auto nicht nur aus dem Motor. Der Rest verschleisst genauso.

Ob der Preis gerechtfertigt ist, kann man nicht wissen, ohne das Auto gesehen zu haben. In welchem Zustand ist die Karosserie? W123 sind schlimme Roster, wie jedes Auto aus dieser Zeit.

Und warum soll der Käufer Ahnung vom Auto haben? Du hast anscheinend keine. Ohne einen Sachkundigen mitzunehmen würde ich da nicht hinfahren.

Antwort
von Schwoaze, 32

Ich hatte mal einen 123er, allerdings einen Benziner. Den hatte ich bis...220.000 km. Der Motor war nicht das Problem, sondern die Karosserie. Es war kein garagengepflegtes Auto, als ich es gekauft hatte. Und das war nicht zu übersehen.

Die Kotflügel , auch oben neben der Motorhaube sozusagen;  die Türen unten, eine Katastrophe! Die Straßenlage - ein Witz aus heutiger Sicht.  Aber er war sooo schön! (Coupe) Damals war ich mächtig stolz auf ihn.

Heute - rückblickend - würde ich ihn nicht mehr kaufen.

Antwort
von Winkler123, 40

Du mußt dazu schreiben was er kosten soll. 280.000 Km sind für einen Daily Driver eindeutig zu viel !!! Such dir doch lieber einen der weniger runter hat, anstatt jetzt schon einen Motorwechsel im Hinterkopf zu haben.

( Hatte mal einen 240 D ).

Kommentar von ShutterKitty ,

Sorry, voll vergessen >.< Kosten soll der Spaß 3500, und ich überlege ja auch noch ob sich das lohnen würde.. Aber danke :)

Kommentar von Winkler123 ,

Der Preis ist grundsätzlich okay. Aber es werden massenhaft 240er angeboten. Da würde ich mir einen suchen, der weniger gelaufen hat.

Außerdem würde ich da nicht hinfahren. Wenn der Verkäufer schon am Telefon sagt, er hätte lieber einen Käufer mit Ahnung weist das nicht gerade auf ein problemloses Fahrzeug hin ...

Kommentar von Fraganti ,

:D Da haben sich ja zwei gefunden....

280.000km ist nicht mal eingefahren bei einem OM616. Die laufen zu hunderttausenden seit Jahrzehnten in Afrika als Taxi mit deutlich über 2 Millionen Km auf dem Motor und sie laufen!

Kommentar von Schwoaze ,

Jaaaa... und natürlich gelten dort die gleichen Richtlinien für die Verkehrssicherheit eines Autos wie bei uns, gelle?

Kommentar von Fraganti ,

Die Straßenrichtlinie schreibt dir also vor bei 280.000km deinen laufenden Motor weg zu werfen? 

Ihr habt doch null Ahnung von diesen Wagen. Spielt mit euren Bobbycars und gut ist es. 

Kommentar von Winkler123 ,

Es werden sehr viele davon angeboten. Da ist es für einen Anfänger nicht ratsam einen runtergerockten zu kaufen - Die Afrikaner können super schrauben, aber der Fragesteller nicht. Das ist ja wohl ein gravierender Unterschied !

Mein 240 D war ein gepflegtes Rentnerfahrzeug mit erst 90.000 Km auf dem Tacho. Trotzdem hatte ich immer wieder Probleme ...

Es ist ein Klischee das nicht stimmt, daß der W 123 so gut sein soll !!!

Kommentar von Fraganti ,

Manche Leute bekommen eben auch das beste Auto der Welt kaputt. 

Und seit wann schrauben Afrikaner? Die nehmen Draht und Klebeband, mehr braucht der w123 auch nicht um zu fahren. Dort kennt man keinen Tüv. Das ändert aber nichts daran, dass die Motoren und Getriebe ewig laufen. 

Kommentar von Winkler123 ,

Sorry, aber du bist ein simpler Schwätzer der sich hier so gern als großer Experte darstellen möchte. Lächerlich !!! Im Gegensatz zu dir hatte ich bereits einen W 123, und im Laufe der Zeit noch 24 andere Fahrzeuge ... Adios du Null !!!!!!!!!!!!!!!!!!

Kommentar von Fraganti ,

Geh irgendwo anders trollen.

Antwort
von Fraganti, 39

Du hast doch null Ahnung vom w123. Lass die Finger davon, bevor du über den Tisch gezogen wirst und vor allen bevor du deb Wagen verhunzt!

Kommentar von ShutterKitty ,

Wow du wurdest wohl mit dem Wissen über alte Mercedes geboren, wa *-* Nicht schlecht >.>

Kommentar von Fraganti ,

Ganz richtig erkannt! 

Man fährt keine 4 Stunden für einen W123. 90% der angebotenen Karren sind kompletter Kernschrott und oder hoffnungslos verbastelt. 50km Maximum, ansonsten fragt man wen aus der Nähe, damit der vorher gucken geht. 

Kommentar von Fraganti ,

Typische Roststellen willst du wissen? 

Wartungsfuge Kotflügel vorne ("Windleitblech" unter der Frontstoßstange)

Kotflügelecken (sollte man die Blinker für ausbauen)

Die Leisten unter den Scheinwerfern

Motorhaubenkannte, Motorhaube innen, Kühlergrill von inne 

Scharnierkästen (dort wo die Haubenscharniere drin verschwinden) ganz schlecht instandzusetzen, und sehr schlecht einzusehen. Wenn er dort durch ist, merkst du es an den nassen Fußräumen bei Starkregen. 

A-Säule unten, dafür sollten die Kotflügel ab - die sind aber nicht nur geschraubt. 

Schwellerköpfe, traditionell mit U-Schutz zugepammt und nicht ersichtlich, außer manche, die glänzen braun, wenn nass und Rost dahinter ist. 

Übergang Bordwand zu fußbodenblech vorne.von außen u-schutz drüber, von innen werksseitig verklebte bitumenplatten (Achtung, die sind teuer, bzw. nicht mehr lieferbar, nicht kaputt machen)

Frontscheibenrahmen

Türböden und türaußenhaut

Wagenheberaufnahmen

Innenschweller

Alle Radläufe, alle Radkästen

"Tellerminen" (Anschlagsdämpfer über der Hinterachse), dass es dahinter gammelt, bemerken die meisten erst, wenn der Tüv feststellt, dass einer oder beide abgefallen sind und den Blick auf große Rostlöcher freigaben. 

Seitlichefensterrahmen beim Kombi

Heckklappe beim Kombi. 

Reserveradmulde

Endspitzen (unterer Bereich der hinteren Kotflügel. Sollte man auch von innen angucken, nur muss dafür das ganze Ladeabteil demontiert werden -Verkleidungen)

Heckabschlussblech unter der Stoßtange

Stoßstange hinten

Bei Wagen mit Anhängerkupplung: die verstärkungsverstrebungen, bzw. der Boden darüber und die Befestigungspunkte. Bei wagen mit nachgerüstetwr Anhängerkupplung wurde oft vergessen die Verstrebung überhaupt zu montieren und das ist auch nicht gut. 

Wenn Schiebedach vorhanden: das Dach drumherum und der schiebedachdeckel selbst. Der schiebedachrahmen eigentlich immer, nur sieht man das erst, wenn er ausgebaut ist.

Antennenloch (gehört beim Diesel vorne rechts in den Kotflügel ab Werk), nachgerüstet sind meist falschplatziert und das gebohrte Loch wurde in der Regel gar nicht mit Frostschutz behandelt.

Beim Kombi: das Dach unter und um die ganzen leisten der Dachrehling. 

Batterieblech und Luftfilterkasten sind auch nicht selten durch oder kurz vor durch, aber das ist leicht zu tauschen. Unter dem Batteriblech ist durchaus auch der Innenkotflügel morsch.

Halterungen der Schmutzfänger und ihre Befestigungspunkte

Wenn erst mal ein Wasser Einbruch da ist (Abläufe verstopft oder durchrostung oben) sucht sich das Wasser seinen weg und unten sind irgendwo mehrere Löcher, wo es wieder raus läuft. 

Rost Am Tankdeckel und um den Einfüllstutzen gibt es bei den Exemplaren, bei denen der Ablauf dort lange verstopft war oder bei denen dort der Lack beschädigt wurde. 

Das sind die Typischen stellen. 

Kommentar von Schwoaze ,

Warum schreibst nicht einfach, dass die 123er  heute nur noch Müll sind!?!?!

Kommentar von Fraganti ,

Bei weitem nicht so ein Müll, wie dein Kommentar. 

Da du ganz offensichtlich nicht die geringsten Erfahrungen mit dem Thema hast, halte dich doch einfach raus, anstatt dich selbst zum Seppel zu machen.

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