Frage von KimAlexandra, 48

Menschenwürde im Christentum?

Hallo. Ich halte bald einen Vortrag in Sozialkunde über Menschenwürde. Dazu wollte ich ein wenig in Erfahrung bringen, wie genau die Menschenwürde im Christentum definiert/angesehen wird. Was fällt euch dazu ein? Und was kann ich noch in den Vortrag mit hineinnehmen? Danke.

Antwort
von Eselspur, 16

Nach christlichem Verständnis ist jeder Mensch nach dem Bild Gottes geschaffen und erhält dadurch seine einzigartige Würde. Die Kirche ist aufgerufen, Anwältin dieser Würde zu sein. 

http://weltkirche.katholisch.de/Themen/Menschenrechte/Die-Kirche-Anw%C3%A4ltin-f...

Antwort
von oelbart, 22

In der ersten Schöpfungsgeschichte im Alten Testament ist die Rede davon, dass Gott den Menschen als sein Ebenbild/Abbild als Mann und Frau geschaffen hat. Der Mensch hat also seine Würde dadurch, dass er ein Bild für Gott ist, und die Gleichheit der Geschlechter ist hier gleich mit inbegriffen.

(In der zweiten Schöpfungsgeschichte - die mit Adam und Eva - wird letzterer Punkt etwas anders dargestellt)

Antwort
von Strassraider, 34

Na erst einmal die 10 Gebote. Da sind ein Haufen gute Beispiele für "Menschenwürde" dabei. ;)

Antwort
von NewKemroy, 12

Laut Augustinus und (Pseudo) Dionysius Areopagita (= Kirchenvater, Syrien um 500 n. Chr.) ist das, was aus Gott ist immer das Gute schlecht hin. Wollte ich also Christus (Gott) nacheifern, sollte ich nach dem Guten für alle streben.

Dass der "alte Mensch" ein Recht hat auf Würde hat, ist meines Erachtens eher eine Erfindung der Aufklärung siehe John Locke und das Recht auf Leben.

Eine Ansicht im Christentum ist, dass der Mensch dermaßen sündig ist, dass er überhaupt nichts für sich selbst verdient. Alles was er hat, hat er aus Gott und soll sich nicht anmaßen etwas aus sich selber heraus zu besitzen oder fordern zu dürfen. Siehe hierzu z.B. "Die Theologia deutsch":

http://www.evangelischer-glaube.de/theologia-deutsch/

Antwort
von frider123, 28

Im Christentum wird die Nächstenliebe gepredigt. Man soll den anderen mit Respekt gegenüber stehen und ihn nicht verurteilen, wenn er unschuldig ist.

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