Frage von marieluie, 63

Menschenrechte - Einleitungsgedanke?

Hallo! In zwei Wochen muss ich in Politik ein Referat über die Menschenrechte halten und unser Lehrer ist bei Referaten ziemlich anspruchsvoll, weshalb ich das Referat jetzt schon vorbereite (schon fast fertig). Für den Einstieg in das Referat brauche ich aber noch eine gute Idee und leider fällt mir nichts gutes ein.. man könnte ein Zitat verwenden oder irgend eine zum nachdenken anregende Frage oder ähnliches stellen, damit es ein 'knalliger' Einstieg wird. Ich habe schon nach Zitaten gegoogelt aber ich finde kein passendes :(

Habt ihr einen Vorschlag oder Hilfe für mich? Ich wäre euch sehr dankbar!

Lg Marieluie

Antwort vom Arzt online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Gesundheitsfrage. Kompetent, von geprüften Ärzten.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Philippus1990, 40

Du könntest Fragen, warum ihr in der Schule seit - und dann auf Art. 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte eingehen:

Artikel 26

    1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.
    2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förder-lich sein.
    3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

    https://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenre...
Antwort
von HREnthusiast, 19

Menschenrechte sind die grundlegensten Rechte überhaupt. Für viele Europäer sind MR eine Selbstverständlichkeit und sie nehmen nicht mehr wahr, dass sie täglich Gebrauch von diesen Rechten machen. Ein guter Einstieg ist darüber nachzudenken, von welchen Rechten du von zuhause bis zur Schule gebrauch gemacht hast.

zb.: Recht auf Nahrung (Frühstück)

Recht auf Wohnen (dein Haus/Wohnung)

Bewegungsfreiheit (Schulweg)

Recht auf Sicherheit (Staat sorgt dafür dass Polizei verhindert, dass du überfallen wirst od. versucht es zumindest)

Recht auf Gleichbehandlung (Du wirst wegen deiner Hautfarbe/Herkunft nicht anders behandelt bei der Benotung oder beim Sitzplatz in der Schule)

Recht auf Bildung (Es gibt eine Schule die für dich erreichbar ist und du musst nicht über eine gefährliche Brücke laufen)

uvm.

Antwort
von atzef, 11

Zig Jahrtausende lang haben Menschen unter ungleichen Verhältnissen gelebt, in denen es selbstverständlich war, dass Menschen ungleiche Rechte hatten.

In der Sklavenhaltergesellschaft galten Sklaven als Produktionsmittel und ihre Tötung allenfalls als Sachbeschädigung fremden Eigentums. Menschenopfer und Kanibalismus zeichneten viele menschliche Gesellschaften aus.

Erst das entstehende Christentum entwickelte die Idee einer Gleichheit aller Menschen und trat mit ihr von Palästina aus den Siegeszug durch Europa an. Allerdings war diese Gleichheit auf das Jenseits beschränkt und auf Gott als Instanz.

Und so löste in Europa erst auch nur die leibeigenschaftliche feudale Ständegesellschaft die Sklavenhaltergesellschaft ab, in der die Menschen kraft Geburt und vermeintlich göttlichem Willen in verschiedene Stände mit ungleicher Rechtsposition hineingeboren wurden.

Es dauerte weitere ca. 1800 Jahre, ehe man in der Französischen Revolution auf die Idee kam, die formale (Rechts)Gleichheit aller Menschen vom Jenseits ins Diesseits zu befördern und "Gott" durch eine "Erklärung über die Menschen- und Bürgerrechte" zu ersetzen.

Erst seit der Französischen Revolution werden allen Menschen* gleiche Grundrechte kraft Geburt zuerkannt, etwas, das für uns heute selbstverständlich ist, aber in vielen Teilen der Welt immer noch nicht verwirklicht wurde.

* Beiläufig: Es dauerte noch einmal ca. 130 Jahre, bevor man die Idee formal auch auf Frauen ausweitete...

Antwort
von Daspasstschon, 28

Samuel Pufendorf: „Der Mensch ist von höchster Würde, weil er eine Seele hat, die ausgezeichnet ist durch das Licht des Verstandes, durch die Fähigkeit, die Dinge zu beurteilen und sich frei zu entscheiden, und die sich in vielen Künsten auskennt.“

Er war ein Aufklärer. Allein die Tatsache, dass er den Menschen als einen mit Würde ausgestattetes Wesen erkennt, erklärt die Menschenrechte. Denn alle Menschenrechte sind dazu da, um die Würde des Menschen zu verteidigen, was sehr sehr wichtig ist!

Antwort
von kloogshizer, 28

Ich würde entweder mit den alten Griechen anfangen, oder mit der Flüchtlingskrise, und dem Begriff der Obergrenze, welcher ja für Manche eine direkte Einschränkung der Menschenrechte bedeutet.

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte & Politik, 11

Ich zitiere: "... weshalb ich das Referat jetzt schon vorbereite (schon fast fertig)."

Nun, wenn das Referat "schon fast fertig" ist, dann wundert es mich doch sehr, dass du nicht einmal ein Zitat zur Verfügung hast! Wie kann das sein?

Ich kann mir das nur so erklären, dass deine Quellen- und Literaturbasis äußerst dünn ist. Und da du als möglichen Einstieg "nach Zitaten gegoogelt" hast, schließe ich daraus, dass du nicht einmal ein grundlegendes Buch zum Thema gelesen, sondern deine kompletten Ausführungen alleine dem Internet entnommen hast.

Ob dein Lehrer, der ja "ziemlich anspruchsvoll" sein soll, damit zufrieden sein wird, weiß ich nicht. Das beurteile bitte selbst. Ich rate dir jedoch, dich nicht allein auf das Internet zu verlassen! Du hast noch Zeit und Gelegenheit, ein Buch zum Thema zu lesen und auszuwerten. In jedem guten Buch findest du zudem eine ganze Reihe von Zitaten, mit denen du einen Einstieg bestreiten könntest. Schließlich diskutieren kluge Menschen schon seit der Antike über Menschenrechte!   ;-)

MfG

Arnold

Antwort
von kath3695, 17

Vielleicht kannst Du auch auf die Selbstverständlichkeit der Menschenrechte hinweisen.

Kommentar von atzef ,

Die gibt es nicht, die hat es nicht gegeben und es bleibt noch eine Menge Arbeit, bevor die weltweit gilt...

Kommentar von kath3695 ,

Ich habe nie von weltweit gesprochen. Im westlichen Teil Europas ist das bei sehr vielen Menschen durchaus der Fall. Sie sehen die Menschenrechte als selbstverständlich an, obwohl sie das nicht sind.

Antwort
von Daniel363, 31

Einem guten Kumpel die Menschenrechte nehmen und ihn beispielsweise für eine kurze Zeit an die Tür "fesseln" oder den Mund zulegen oder ähnliches... Dann fragen was sie davon halten

Antwort
von tupper4ever, 5

Hi, bau auf einen Schockmoment: nimm eine Klassenkamaradin und hülle diese in Tücher. Entweder Du fesselst Sie und führst Sie hinter Dir ins Klassenzimmer. Du kannst aber auch auf Deinen eigenen Arm einen Strichcode aufmalen und Ihn vor Beginn des Reverates entblösen und vorzeigen. Oder Du nimmst eine Baby-Puppe und machst die Bekleidung blutig, oder Du hälst ein Bild von Donald Trump hoch und schreibst darunter mit mir (also Trump) stirbt das Recht der Menschen ....

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community