Frage von EsWerdeLight, 15

Menschen haben keinen freien Willen?

Traum: Ich befinde mich da in einem (Naja, sagen wir´s mal so: eine für Hollywood modern aussehende futuristische) Forschungseinrichtung - Ich glaube halt dass moderne Forschungszentren nicht so in der Realität aussehen wie in den allermeisten Spielfilmen ;) Dort erstellen wir eine exakte Kopie (Genauigkeit -> Sogar die Komponenten der Atomkomponenten werden exakt kopiert) des Umweltes mit einem Radius von 1 Lichtjahr. Es wird in diesem Radius alles Schockgefrostet bis auf wenige °K über dem absoluten Nullpunkt. Dadurch kann man halt leichter Materie analysieren, damit man anhand dieser Daten fehler- und abweichungsfreie Klone bauen kann. Es werden für unser Experiment 1212 Kopien erstellt. Ein Computer zeichnete jede einzelne Änderung jeder einzelnen Komponente der Atomkomponenten(Elektronen/Protonen/Neutronen/Photonen/usw) (Da z.B. Elektronen ja auch aus diversen Komponenten bestehen) auf. Nach 100 Jahren mussten wir schweren Herzens das Experiment abbrechen, da die Menschheiten in den 1212 Kopien im gescannten Radius von 1 Lichtjahr bald die Grenze überschreiten werden. Das experiment schlug fehl, wir konnten überhaupt keinen freien Willen feststellen. Unsere Programme fühlten jedes kleinste Partikel auf den Zahn. d.h. ein du bestehend aus dem exakt gleichen Materialien in einer exakt nachgebauten Umwelt würdest immer das Selbe machen, die Selben Entscheidungen treffen, die Selben Fehler, auch in der 12^99sten Kopie würdest sogar zum 12^99sten Mal das Selbe von der Geburt an bis zum Tode immer die selben Dinge immer wieder und wieder machen, ohne dass du auch je nur einen Hauch von freien Willen hast. Was ist dann der Unterschied zwischen Leben und Tod? Man reagiert immer nur. Schon anfang des 21sten Jahrhunderts war man im stande anhand des EEG Entscheidungen vorauszusagen. Wir reagieren nur, entscheiden nicht willkürlich, sondern werden von der Umwelt entschieden. Wir wagten ein mal in 50% der Kopien, einer alkoholsüchtigen Frau ihr ganzes Leben in einem Zeitraffer im Traum zu zeigen. Solche Experimente führten wir 10^12 mal durch. Immer das Selbe, keine willkürliche Entscheidungen. z.B. bei der Frau war es so: Die 50% ohne unseren Einfluss starb an Alkoholvergiftung alle 50% machten logisch immer das identisch gleiche wie die anderen Klone ohne unseres Eingreifens. Die Anderen 50% grübelten eine Woche nach. Alle trafen dann die Selben Entscheidungen.Als ich klein war, sagte Mein Großvater nachdem ein Räuber unseren kleinen Lastwagen geklaut hatte verbittert(Ohne den musste er das Gemüse jeden Tag vom Berg selber mit seinen Händen zum ca. 1-2 Stunden fahrt entfernten großen Markt schleppen), er würde diesem Verbrecher doch verletzen als er den Sichel noch in der Hand hatte, wenn er doch in die Zeit zurückreisen könnte. Ich dachte mir damals nur, wie er, wenn er tatsächlich in die Zukunft gereist wäre doch gewusst hätte, dass dieser Verbrecher nichts Gutes im Schilde führte. Sicher nicht wegen einer Erfahrung den er erst nach dem Verlust hat

Antwort
von Danke777, 10

in der modernen Gehirnforschung geht man davon aus, dass viele Prozesse im Gehirn rein zufällig aus dem Chaos passieren. Daher würde auch niemand jemals alle Handlungen eines Menschen vorhersagen können. 

Als Gedankenexperimemt:  Wenn man jetzt mit einer Zeitmaschine in das Jahr 1930 zurückreisen würde, dann heißt das noch lange nicht dass auch 1939 wieder der 2. Weltkrieg ausbrechen muss. Denn in den 9 Jahren, werden wieder viele Entscheidungen der Menschen in den Gehirnen quasi aus dem Chaos entschieden, weshalb sich auch die Zukunft ab 1930 (in dem Jahr in dem man als Zeitreisender dort angekommen ist) nicht zwangsläufig wieder so verlaufen muss wie man sie schon kennt.

Und einen freien Willen hat man auch, man kann zum Beispiel immer entscheiden, wenn man auf einer Brücke steht, springe ich runter oder nicht. Klar wenn man jetzt z.B. Depressionen hätte, dann hat man etwas weniger freien Willen da nicht runter zu springen;), aber letzten Endes muss man es nicht tun und hat immer die freie Wahl.


Kommentar von EsWerdeLight ,

Ok, fangen wir mal mit was ganz einfachem an. Stell die vor, in einem Vakuum würden wir einen Würfel mithilfe eines nanometer-genauen Wurfgerätes auf einer Plattform. Ist das Wurfgerät ungenau gevaut, führen diese Abweichungen zu immer verschieden gewürfelte Ergebnissen. Macht aber dieses Wurfgerät, das Vakuum, alle Energiefelder, die Plattform, der Würfel keine Aweichung, so kommt man doch immer zur selben gewürfelten Zahl. Da alle Bewegungen die dieser Würfel X gemacht hat, um letztendlich die Zahl Y anzuzeigen, exakt wiederholt werden.

Übertragen wir diese Idee der "Abweichungslosigkeit in der exakt wiederholten Welt" auf jede einzelne Nervenzelle. Speichere dies ab.

1e Minute bevor der (zu jenem Zeitpunkt doch "nur") gescheiterter Künstler und ex-Gefreiter und freiwillig zum Kriegsdienst im 1. Weltkrieg gemeldeter Soldat Adolf Hitler in die Kneipe der damalig noch sehr kleinen Arbeiterpartei betritt beginnen wir seine Neuronalen Aktivitäten aufzuzeichnen und zu analysieren. Wird er (Wenn wir unzählige Male in die Zeit zurückreisen und seine Hirnaktivitäten scannen ohne ihn oder irgendetwas in der damaligen Welt zu beeinflussen) immer die Selben Hirnaktivitäten, ergo, immer wird er das tun, was wir alle befürchten. Da um eine andere Entscheidung treffen zu können, ein anders Muster von Hirnaktivität sein muss, dazu kommt es nicht, da alles eben gleich geblieben ist. Jede einzelne Hirnzelle wird jedes mal wenn wir zurückreisen immer das Selbe noch einmal exakt durchführen, wodurch wir die ein und diw selbe Art der Hirnaktivität wiedersehen

Kommentar von Danke777 ,

Also ich bin auch ein ziemlicher Laie auf dem Gebiet.

Aber damit eine Entscheidung im Gehirn getroffen werden kann, müssen doch erstmal eine unzählige Anzahl an elektrischen Impulsen über die Nervenbahnen weitergegeben werden. Bloß weil ein Impuls schonmal das eine Ende der Leitung erreicht hat, heißt dass doch noch lange nicht, dass er es nochmal schafft. Ich glaube man könnte nie vorhersagen, ob er es schafft, oder der wievielte Impuls es schafft. Und wie dieser Impuls dann wieder einen anderen Impuls im Gehirn beeinflusst. Und ob es spontane Fehler bei der Gedankenübertragung im Gehirn gibt??? 

Als selbst wenn du recht hast und man die Vergangenheit wieder so abspielen kann, bei einer Zeitreise, ist es doch unmöglich so die Zukunft zu bestimmen.

Man geht ja bis jetzt sogar davon aus, dass das Gehirn das komplexesten Gebilde im ganzen Universum ist. Daher glaube ich nicht, dass es sich so leicht berechnen lässt.

Kommentar von EsWerdeLight ,

"Man geht ja bis jetzt sogar davon aus, dass das Gehirn das komplexesten Gebilde im ganzen Universum ist. Daher glaube ich nicht, dass es sich so leicht berechnen lässt." - Da hast du absolut Recht, heutzutage ist das noch pure sci fi :) - Es ist wie mit der Quantenphysik, man kann vieles überhaupt nicht(Niemals - Auch nich in x-beliebig Jahren) nachweisen bzw genau bestimmen, man redet aber trotzdem darüber und versucht, eine möglichst realistische Erklärung dafür zu finden. Der Mensch ist durstig, nach Wissen, ohne Ausnahmen ;)

Antwort
von mayaillusion999, 8

Habe nicht alles gelesen - zu viel Wirrwarr .. 

ABER: In der Dualität gibt es einen freien Willen UND es gibt ihn nicht. 

Aus der Perspektive des Verstandes, der Identität, erscheint er als gäbe es einen freien Willen. Doch nach der Erleuchtung erkennt man, dass es immer das Universum war, dass die Entscheidung getroffen hat. Das Universum möchte, dass wir die Person-Illusion erleben und dass wir denken, wir haben eine freie Wahl. Je nach Perspektive haben wir also einen freien Willen und haben ihn nicht. 

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