Mendelsche Kombinatorik
Hallo, ich habe mal eine Frage zur menschlichen Kombinatorik, es ist keine Hausaufgabenfrage, ich sollte Meiose lernen etc. und bin dann bei Wikipedia darauf gestoßen. Also: Dort stand, dass sich bei Menschen aufgrund der 23 Chromosomenpaare und der Mendelschen Kombinatorik folgende Rechnung für die Möglichkeit der Rekombination ergibt:
2^23 = 8,39 Millionen (so viele Keimzellen können ausgebildet werden) und dann: (2^23(2^23+1)):2 =3,510^13=35 Billionen.
Okay, also das 2^23 leuchtet mir ja noch ein. Und das zweite 2^23 ist ja vielleicht, weil man sowohl Spermium als auch Eizelle hat und das :2 dann auch, oder? Aber ich verstehe die +1 absolut nicht. Kann mir jemand erklären, warum man das so rechnet?
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Hi,
also mir erscheint die gesamte Rechnung nicht logisch
Wenn es 2^23 Möglichkeiten für ein Spermium und 2^23 Möglichkeiten für eine Eizelle gibt, dann ist die Gesamtzahl der Möglichkeiten 2^23 * 2^23 = 7*10^13 = 70 Billionen
Mir ist weder klar warum die +1 dazugerechtnet wird, noch warum das ganze durch 2 geteilt wird (und die +1 wird garantiert nicht dazugerechnet, weil eine Keimzelle mit zusätzlichem Chromosom entsteht, denn dafür besitzt eine andere Keimzelle ein Chromosom weniger)
Aber man sollte auch nicht alles glauben was auf Wikipedia steht...
nur nebenbei: die Zahl der Unterschiede erhöht sich durch Crossing Over noch einmal gravierend
mfG
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Das ist ein Zufallsereignis. Gelegentlich entsteht eine Keimzelle mit einem zusätzlichen Chromosom.
Kommentar von enteenteente2enteenteente2 28.08.2012Okay, also rechnet man die eins dazu, weil es grundsätzlich möglich wäre, dass noch eine Keimzelle entsteht?
Kommentar von Theddy99Theddy99 28.08.2012Ich hab die Rechnung zwar noch nie gesehn aber so erscheints mir logisch.
Kommentar von enteenteente2enteenteente2 28.08.2012Okay dankeschön :-)
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Also dass die andere Keimzelle dann eins weniger hat ist mir neu. Weißt du wieso das ist?
wenn es zu einer "Nondisjunction" während der Anaphase 1 der Meiose kommt, also wenn sich ein Paar der homologen Chromosomen nicht trennt, dann wandern die zwei Homologen gemeinsam zu einem der beiden Zellpole und gelangen damit nach der Cytokinese in eine der beiden Tochterzellen. Der anderen Tochterzellefehlt dann entsprechend das Chromosom, weil dieses ja in die andere Zelle gewandert ist. Dementsprechend besitzt diese Zelle ein Chromosom weniger, die andere eins mehr.
der gleiche Mechanismus kann aber auch in der Anaphase 2 stattfinden, wenn die Schwesterchromatiden eines 2-chromatid-Chromosoms nicht ordnungsgemäß getrennt werden, auch dann entsteht eine Tochterzelle, die ein Chromosom zu viel besitzt, und eine, die eines zu wenig hat.
wenn ich noch etwas hinzufügen darf: Im oben von mir beschriebenen Vorgang der Anaphase 1 entstehen sogar gleich zwei Zellen, die ein Chromosomen zu viel besitzen, und zwei Zellen, die eines zu wenig haben, da die dabei entstehenden Tochterzellen sich ja noch einmal teilen ...
MfG
danke für den Stern ;-)