Frage von Timchi, 75

Meister, Techniker oder Studium?

Hallo,
Ich weiss dass die Frage schon oft gestellt würde, möchte aber trotzdem eure Meinungen abholen.
Kurz zu mir. Ich bin weiblich, 30, habe als 2. Ausbildung Kfz mechatroniker gelernt. Jetzt arbeite ich seit einem Jahr als Monteurin. Ursprünglich wollte ich im Anschluss gleich Fzg-Technik studieren, nur leider mein ausländisches Abitur wurde nicht anerkannt. Jetzt kommt meine Frage. Ich möchte unbedingt weitermachen. Ich hätte die Möglichkeit Nächstesjahr die Meisterschule Vollzeit zu machen, dann hätte ich dez.17 meinen meisterbrief (wenn alles klappt) damit auch die Hochschulzulassung. Nur da bin ich ja schon 32 wenn ich Sept 17. anfange zu studieren.. Plus 3,5 Jahre Studiumzeit = bin mit 36 "ausgelernt". Hat das überhaupt ein Sinn? Bin ich da schon vielleicht zu alt einen Job zu finden? Meint ihr wäre es besser noch im Geschäft zu bleiben (Berufserfahrung zu sammeln) dann die Technikerschule machen? Da wäre ich 33 wenn ich mit der Techniker fertig wäre. Was ist eure Meinung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von mx2000, 31

Hi, hört sich ja so an das Du eigentlich einen Studienabschluss willst, dann solltest auch die Richtung gehen.

Leider gibt es in DE so viele Abschlussarten, auf mittlerer Ebene, welche dann oft nur einen Zwischenschritt darstellen und da berufliche Fortkommen nicht wirklich fördern.
Das Problem mit dem fehlenden Abi, wäre an einer privaten Hochschule wie Akad oder Wilhelm Büchner Hochschule kein Problem. Zudem studierst Du dort flexibler, so dass neben her Arbeiten möglich ist. Klar das kostet auch was, kann sich aber lohnen. Zudem wärst Du schneller fertig.

Gruß Micha

Kommentar von Timchi ,

Hi, danke für deine Antwort. Man kann leider Fzg Technik nur Vollzeit studieren. Hätte sowas auch gerne gemacht, wenn das möglich gewesen wäre.

Expertenantwort
von FORTBILDUNG24, Business Partner, 34

Hallo Timchi,

ganz klar die Meisterschule KFZ-Mechatronikerin und ab ins Mechatronik Studium. Unter Umständen kannst Du mit dem Meisterbrief (eigentlich schon die Qualifikation auf Bachelorniveau) um ein bis zwei Semester verkürzen und somit 6 bis 12 Monate früher fertig sein.

Auch wenn Du dann (schon) 35 oder 36 bist, hast Du immer noch mindestens 30 Jahre Job vor Dir - das sollte Deine Frage nach dem "lohnt es sich" beantworten.

Einen Job als studierte Fachkraft in Mechatronik wirst Du unserer Meinung nach immer finden. Wir haben nach wie vor einen Fachkräftemangel, der sich auch in den nächsten 5 jahren sicher nicht ändern wird.

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Viel Erfolg und alles Gute

Serviceteam FORTBILDUNG24

Antwort
von Funfroc, 33

Hallo,

ich würde nur Sinn darin sehen, wenn du bei deinem Studium einen Master-Abschluss anstrebst oder sogar noch promovieren willst.

Die von IHK angebotenen im für Techniker angebotene Meister-Abschlüsse und analog die für Büroberufe angebotenen Fachwirten sind im deutschen Qualifizierungsrahmen der Stufe 6 zugeordnet.

Stufe 6 ist ebenfalls der Bachelor-Abschluss.

Wenn den du also Meister in einem Jahr hast, bist du bereits auf einer Ebene mit dem Bachelor, daher macht es keinen Sinn nochmals einen Bachelor-Studiengang der gleichen Fachrichtung zu machen.

Am Sinnvollsten wäre vermutlich die Stufe 7 auf IHK-Ebene anzugehen, in deinem Fall z.B.: den geprüften technischen Betriebswirt oder einen strategischen Proffessional. Dies entspricht dann einem Master-Abschluss.

LG, Chris

Kommentar von Marcel89GE ,

Will dir ja nicht die Illusion nehmen. Aber die Stufen interessieren niemanden. Wer z.B. ein Bsc. an einer Uni mit einem IHK Fachwirt oder ähnliches vergleicht, vergleicht Äpfel mit Erdnüssen.

Und damit will ich weder den einen Abschluss runter machen, oder den anderen erhöhen. Jede Qualifikation hat verschiedene Zielgruppen, Inhalte und Ansätze. Dieses Stufensystem ist völliger Blödsinn.

Antwort
von Joergi666, 41

mit entsprechender Berufserfahrung kannst du ggf. auch ohne Abitur studieren- auch ohne Meister, siehe: http://www.studieren-ohne-abitur.de/web/ - Meister oder Techniker lohnen sich auf jeden Fall nicht, wenn du den absoluten Wunsch hast zu studieren. Ansonsten haben alle drei Optionen ja unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte- hier würde ich eher sagen, dass du die Qualifikation wählen solltest, die dich von der Arbeit her am meisten interessiert und die für dich vom finanziellen her am besten machbar ist. Das Alter ist in der ganzen Geschichte absolut zweitrangig.

Antwort
von Chrisgang, 15

Es kommt drauf an, wie sehr du dich motivieren kannst zu lernen! Das Fahrzeugtechnik Studium ist wie alle Studiengänge die vorwiegend auf Maschinenbau aufbauen extrem fordernd. Besonders die ersten 3 Semester sind wirklich schwer und die Meisten bestehen nicht! Sehr ärgerlich wäre es, wenn du dich an das Studium ranwagst und dort dann scheiterst. Zu alt bist du auf keinen Fall, grade an FHs gibt es regelmäßig Studenten in höherem Alter, also da bist du keineswegs ein Oldie! Deswegen mein Tipp: Studium nur, wenn du sicher bist, dass du es unbedingt willst und dich dazu motivieren kannst dich nochmal die ganze Zeit hinzusetzen und zu lernen! Hinzu kommt, dass du mit nem Bachelor eigentlich nicht allzuviel anfangen kannst und fast noch einen Master dazu machen müsstest! (insgesamt könnten sich da durchaus 6 Jahre Studium anhäufen - die wenigsten schaffen den Bachelor in 7 Semestern + Master obendrauf - auch die Finanzierung müsstest du klären, das ist garnicht so leicht)

Mit Meister bist du ja eigentlich auch sehr gut aufgestellt, was spricht dagegen einfach Meister zu sein?

Der Techniker hat ja vom Stellenwert eigentlich den gleichen wie ein Bachelor, wäre aber die harmlosere Variante (was nicht heißt, dass du das geschenkt kriegst, die Prüfungen sind auch schwer, so ist es nicht!). Was spricht gegen einen Techniker?
Zudem kannst du dabei im Geschäft bleiben, oftmals wird das sogar vom Unternehmen unterstützt!

Fazit: Meine empfehlung wäre der Techniker, da du damit meist gleich bezahlt wirst wie der Bachelor aber mit Berufserfahrung deutlich leichter rein kommst als ins Studium und dich unter Umständen leichter motivieren kannst. Gegen das Studium spricht außerdem die lange Dauer und die unklare Finanzierung.
Solltest du dir aber nicht sicher sein, bist du mit einem Meister auch sehr gut aufgestellt und kannst auch erstmal einfach das Berufsleben wirken lassen.

Kommentar von Timchi ,

Hi,
Genau die gleichen Gedanken habe ich auch, deswegen bin ich so unentschlossen. Studieren oder Techniker- finde ich eben am Ende fast gleichgestellt. Meister alleine bringt nach meiner Meinung heutzutage nicht viel und Vorallem möchte ich von den praktischen bisschen mehr wegkommen und möchte mehr wert auf theoretisches Wissen legen. Ich möchte in der Zukunft mehr mit dem Kopf arbeiten und eigentlich vom "werkstattalltag" wegkommen. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin zufrieden mit meinem Beruf, aber kanns mir nicht vorstellen 40 Jahre in einer Werkstatt zu arbeiten.
Die Entscheidung ist jetzt bisschen schwer, entweder mache ich die Meisterschule und Studium oder bleibe im Geschäft und dann Techniker. Muss mich jetzt entscheiden, kann nicht nochmal 1,5 Jahre arbeiten und überlegen. Die Meisterkurse fangen im Januar an.

Kommentar von Chrisgang ,

Wenn du aus der Werkstatt weg willst ist Meister eigentlich der richtige Schritt! Denn üblicherweise schraubst du da nicht selbst viel rum, sondern bist vorwiegend mit administrativen Aufgaben betraut!

Der Techniker wird mit seinem Fachwissen dann doch meist in der Werkstatt selbst gebraucht, da wäre dann unter Umständen doch das Studium das richtige. Aber Studium nur, wenn du wirklich nochmal richtig büffeln und lernen willst (wie oben beschrieben), sonst wirst du nicht glücklich damit.

-> Meisterschule wäre so oder so die bessere Grundlage, das würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall machen. Ob Studium oder nicht kannst du danach immernoch entscheiden.

Antwort
von Marcel89GE, 29

Das kommt auch darauf an in welcher Branche und bei welchem Unternehmen du bist. Wenn es eine Branche ist wo du mit Berufserfahrung + Techniker gewisse Aufstiegschancen hast (vielleicht sogar automatisch durch Tarifverträge etc.) kann das durchaus Sinn machen.

Musst du dich, egal was du machst, sowieso neu erfinden, kannst du auch den langen Weg über das Studium gehen. Oder beim Meister aufhören. Das Studium muss man ja auch erstmal schaffen.

Bedenke aber: Meister sein, heißt nicht Jobgarantie. In vielen Branchen haben es Meister sogar schwerer in den Job zu kommen als Gesellen.

PS: Weiblich, 30 - Sollte Familienplanung ein Thema bei dir sein, überlege bitte ob du die nächsten 7 Jahre überhaupt fest einplanen kannst.

Antwort
von Huflattich, 18

Hmmm, willst Du nicht irgendwann mal Geld verdienen mit 30  ? Familienplanung ?

Also spontan würde ich deshalb  sagen Meisterschule machen und dann bis zum evtl. ersten Kind im Beruf weiterarbeiten .

Antwort
von lifefree, 11

Entscheidend für Dich sollte sein, wohin Du beruflich willst. Jetzt meine ich, kommt es auf ein Jahr auch nicht mehr an, dennoch hast Du noch Jahrzehnte Arbeitsjahre vor Dir.Würde an Deiner Stelle über die Botschaft Deines Abiturlandes versuchen ob es mittlerweile doch eine Anerkennung gibt, da in letzter Zeit auch ausländische Berufabschlüsse mehr anerkannt wurden.Evtl. wird Dir Dein Abitur als  Fachabitur anerkannt, dann könntest Du gleich loslegen.Lass Dir auch von der Botschaft deutsche Stellen nennen, an die Du Dich wenden kannst.

Antwort
von teafferman, 23

Dann wirst Du größere Chancen für einen Führungsjob haben. 

So knapp, so wahr. 

Antwort
von robi187, 21

soviel ich weis hat man mit techniker >650h unterricht auch die meister-abi?

aber dies muss wohl in einer stattichen anerkannten technikerschule sein?

am beste du läst dich beraten an der hochschule auf die du gehen willst?

was die sagen ist wichtig?  dann erst den weg suchen nach meister oder techniker und das was am küzesten geht? z.b. kann man den betriebswirt des hwk in einem viertel jahr machen und kann dann auch studieren?

es gibt viele möglichkeiten die frage ist aber (und das ist heute unterschiedlich? was die hochschule sagt?

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