Meinungumsfrage - Ist Bildung wieder eine Luxusfrage?

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Das Ergebnis besteht aus 13 Abstimmungen

Nein. 84%
Ja. Aufjedenfall! 15%

14 Antworten

Nein.

Jetzt lese ich, dass zwei drittel aller deutschen Studenten inzwischen verschuldet sind.

Im Schnitt sind die Gehälter danach auch höher. Klar gib es Fälle, in denen es nicht so ist, aber wer ein wirtschaftlich gesehen nutzloses Fach studiert oder keine guten Leistungen bringt, der trägt selber die Schuld für sein finanzielles Desaster. Im internationalen Vergleich ist das Studium in Deutschland quasi geschenkt. Ich verstehe nicht, was du noch willst.

Es geht mir nicht um die Entscheidung die jeder einzelner trägt, sondern viel mehr das Prinzip, dass Menschen, die keine andere Finanzierungsmöglichkeiten haben, eben gezwungen sind Bafög, Studienkredite und anderes aufzunehmen, um hinterher das gefühlt doppelte zurückzahlen zu müssen.

Zunächst mal: Wer BAföG bekommst hat zwar zu Beginn des Arbeitslebens Schulden, aber da nur die Hälfte zurück gezahlt werden muss, kriegt der BAföG-Empfänger de facto Geld geschenkt. Studienkredite sind in den meisten Fällen gar nicht nötig. Ich kann dir auch erklären wieso:

Wenn du selbst Vermögen besitzt, kannst du selber für dich sorgen. Solltest du keins haben, sind deine Eltern für deinen Unterhalt zuständig (per Gesetz). Wenn deine Eltern zu geringe Einnahmen haben, wird via BAföG die Differenz ausgeglichen, sodass du insgesamt genug Geld zum Leben hast. Dass man damit nicht unbedingt in Städten wie München leben kann ist klar, aber das muss man auch nicht. In der Theorie musst du also nicht arbeiten, um das Studium zu finanzieren. Das einzige Problem ist, dass beispielsweise im Zusammenhang mit dem Umzug Liquiditätsengpässe entstehen können, da du zu diesem Zeitpunkt kein BAföG erhälst. Aber auch dafür gibt es Lösungen.

Zusätzlich kann man auch noch in der vorlesungsfreien Zeit oder auch während der Vorlesungszeit in Teilzeit arbeiten. Ersteres beeinträchtigt das Studium in vielen Fällen nicht merklich.

Das Argument dafür, hinterher in einer besseren gut bezahlten Führungsposition arbeiten zu können, gilt heutzutage als längst nicht mehr haltbar ("schneller Schuldenabbau" durch guten Job = Augenwischerei).

Quelle?

Ich bin der Meinung: Wer studiert, soll studieren - und nicht noch nebenher arbeiten müssen! (Studium ist auch harte Arbeit - nur mal am Rande!) Genauso für die Leute, die eine Ausbildung machen, bin ich der Meinung dass diese davon gut leben sollten - ohne weitere Stütze.

Wie hart das Studium ist, hängt sehr stark vom Fach ab. Bei mir ist es so, dass das Hauptfach deutlich anstrengender und zeitintensiver ist als das Nebenfach. Wenn ich mein Nebenfach als Hauptfach hätte und mein derzeitiges Pensum durchziehen würde, wäre ich nach spätestens 5 Semestern mit dem Studium durch. Oder ich chille halt und genieße das klischeehafte Studentenleben. Wer 40 Stunden pro Woche fürs Studium braucht bei 30 ECTS pro Semester der sollte absolute top Noten schreiben, andernfalls ist man vermutlich nicht für das Studium geeignet.

Dass man in der Vorlesungszeit nicht arbeiten muss, habe ich oben bereits angesprochen. Und wenn man sich eben auch mal was gönnen will, kann man ja in der vorlesungsfreien Zeit arbeiten.

Was ich sehe, ist ein agressiver Angriff der Regierung, die Mittelschicht auszuradieren und eine Zwei-Klassengesellschaft zu bilden (Reiche Elite - Arme Schicht). Was meint ihr?

Nein, im Gegenteil. Es wird z.B. durch den Wegfall der Studiengebühren den Personen aus schwächeren Einkommensschichten die finanzielle Bewältigung des Studiums nicht unerheblich erleichtert.

Noch nie zuvor haben uns Maschinen so viel Arbeit weggenommen wie zuvor

Die Arbeit, die Maschinen übernehmen, ist vor allem eintönig, repititiv und geistig meistens nicht fordernd. Solche Tätigkeiten übt fast niemand gerne aus, insofern ist es mittel- bis langfristig sehr gut, dass Maschinen solche Tätigkeiten vermehrt übernehmen. Außerdem steigert dies die Effizienz, auch das ist positiv. Kurzfristig gibt es Probleme, da einige Leute sich umorientieren müssen. Insgesamt überwiegen aber insbesondere auf lange Sicht die Vorteile.

und trotzdem steigt das Arbeitspensum aller Menschen weltweit an

Quelle?

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Kommentar von ChildofGod
25.11.2015, 20:38

Im Schnitt sind die Gehälter danach auch höher. Klar gib es Fälle, in denen es nicht so ist, aber wer ein wirtschaftlich gesehen nutzloses Fach studiert oder keine guten Leistungen bringt, der trägt selber die Schuld für sein finanzielles Desaster. Im internationalen Vergleich ist das Studium in Deutschland quasi geschenkt. Ich verstehe nicht, was du noch willst.

Die hohen versprochenen Gehälter bekommt man nur in großen Industriefimen, etwa beispielsweise in der Ingenieur oder Informatikbranche. Bei Kleinbetrieben sieht sowas leider sehr oft mau aus. Zudem gibt es kein wirtschaftlich gesehen nutzloses Fach. Es ist immer eine Frage der Organisation und das Verkaufstalent einzelner Berufbranchen. Manche Berufsbilder geraten in Vergessenheit wodurch diese später durch einen "Trend" wiedergefunden oder ergänzt werden (Beispiel Grafikdesign, dass durch Kommunikationsdesign nach und nach ersetzt wird). Und klar, wer mit Geld nicht umgehen kann, ist oft selbst für sein finanzielles Desaster verantwortlich. Das kannst du aber nicht verallgemeinern. Man findet oft genug Vergleichsstudien, in denen Kinder aus ärmeren Verhältnissen immer finanziell viel stärker unter Druck stehen und auch weniger Unterstützung bekommen, als solche aus gehobenen Schichten (ganz gleich wie gut diese in der Schule/Uni abschneiden). Im internationalen Vergleich mögen wir gut abschneiden. Aber das tut nichts hier zur Sache. Wir sind hier in Deutschland, und nicht in einem der Entwicklungsländer. Das sind nochmal ganz andere Sachen. Das Studium in Deutschland ist nur zu einem hohen Preis quasi geschenkt."

Ich kann dir auch erklären wieso:

Wenn du selbst Vermögen besitzt, kannst du selber für dich sorgen. Solltest du keins haben, sind deine Eltern für deinen Unterhalt zuständig (per Gesetz). Wenn deine Eltern zu geringe Einnahmen haben, wird via BAföG die Differenz ausgeglichen, sodass du insgesamt genug Geld zum Leben hast. Dass man damit nicht unbedingt in Städten wie München leben kann ist klar, aber das muss man auch nicht. In der Theorie musst du also nicht arbeiten, um das Studium zu finanzieren. Das einzige Problem ist, dass beispielsweise im Zusammenhang mit dem Umzug Liquiditätsengpässe entstehen können, da du zu diesem Zeitpunkt kein BAföG erhälst. Aber auch dafür gibt es Lösungen.

Zusätzlich kann man auch noch in der vorlesungsfreien Zeit oder auch während der Vorlesungszeit in Teilzeit arbeiten. Ersteres beeinträchtigt das Studium in vielen Fällen nicht merklich.

Selber für das Vermögen sorgen. Aha, so einfach ist das nicht. Neben dem Studium jobben (das ist mir klar, aber auch dazu hab ich kontraproduktive Argumente genannt, nochmal ganz kurze Stichpunkte: Menschen sind im Einzelfall zu betrachten, Zeitaufwand=früher war der Generation einfach nur Arbeit wichtig, heute ist es die Zeit. das Jahr 2015 ist komplett anders als das 2010. Da hat sich im Alltag der Studenten eine Menge geändert, zumindest für die, die ab dieses Jahr angefangen haben). Wie das Bafög die Differenz ausgleicht, wenn Eltern nicht unterstützen können, da kann ich ein Lied davon singen - beruhigt mich also keineswegs. Und was ist mit solchen, die nunmal aus den Großstädten wie München nicht wegkommen?? Tja, da haben solche Leute die Arschkarte gezogen. Die Liquidätsengpässe beim Umzug sind ein anderes Thema. Die verbreiteten Ansichten, dass die ältere Generation 30+ behauptet, die jüngere Generation sei Weicheier, ist schlicht dumm und sehr ingnorant. Es ist nunmal Fakt, dass die Generation in meinem Alter (20-28) nur noch Maschinen sind. Ich habe viele Freunde, die in verschiedenen Bereichen studieren (und diplomierte Bekannte, die jetzt beruflich zwar erfolgreich sind, aber den Kopf schütteln wie heute Studenten leben müssen), und alle sagen, sie haben eine 60 Stunden Woche, und wer mal in der Vorlesungsfreien Zeit seine Zeit einem Teilzeitjob widmet, statt dem Studiem, der kann nur mit einem durchschnittsabschluss rechnen. Das ist nicht mehr so wie früher, wo man die Zeit mal einfach so gemütlich zwischen Arbeit und Studium wechseln kann. Jemand der sagt: "Alles kein Problem, habe Master studiert, 10k bafög schulden, und 2 Jobs nebenher", der hat den Knall nicht verstanden, wie sehr der Durchschnittsdeutsche körperlich und seelisch mit einem sehr hohen Preis dafür zahlt. Ich schüttele da nur den Kopf, wenn ich sehe, was für Pillen die Studenten heute alles reinschlucken.

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Nein.

Hallo ChildofGod,

das für Studenten kostenlose, durch allgemeine Steuern finanzierte Studium führt zu einer volkswirtschaftlichen Umverteilung von unten nach oben. Dies ist nicht meine Meinung, sondern von Fachleuten ausgerechnet worden. Vereinfacht formuliert: der Bäcker finanziert das Studium der Zahnarzttochter.

Bildung ist heute weniger Luxus denn je. Allerdings wissen immer weniger Leute die Möglichkeiten zu schätzen, die ihnen geboten werden. Was aber auch nachvollziehbar ist. Stichwort "Anspruchs-Anpassungs-Hypothese".

Studienkredite und anderes aufzunehmen, um hinterher das gefühlt doppelte zurückzahlen zu müssen.

Ich denke, mit Fakten kommt man in dieser Diskussion weiter als mit Gefühlen.

Studium ist auch harte Arbeit - nur mal am Rande!

Das könntest Du sicherlich auf der Basis eigener Erfahrung besser beurteilen.

Noch nie zuvor haben uns Maschinen so viel Arbeit weggenommen wie zuvor

Hast Du schon mal in einem Job gearbeitet, der später von einer Maschine übernommen worden ist? Das sind eigentlich durchwegs Jobs, die eine Beleidigung für das geistige Potenzial des Menschen darstellen. Insofern sage ich: Die Maschinen nehmen uns nicht die Arbeit weg, sie befreien uns von menschenunwürdigen Arbeiten. Und sie erleichtern uns diejenigen Arbeiten, für die man das geistige Potenzial des Menschen wirklich braucht.

Vielleicht macht ein Grundeinkommen doch Sinn?!

Schon möglich, aber ich sehe nicht den Zusammenhang zu Deiner Frage.

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Ja. Aufjedenfall!

Nun ich finde die Bildung in Deutschland gerät zunehmend zu einer Wirtschaftsware.

Das offensichtlichste ist der Nachhilfeunterricht. Derzeit durchschnittlich bei 200€ pro Jahr / Schüler. (laut Statista). Bei manchen Familien gehen die Ausgaben über 1000 € hinaus pro Jahr. Da immer mehr ins Abitur (G8) wechseln, werden diese Kosten in den nächsten Jahren schön steigen.

Bei den Universitäten bin ich mir nicht ganz sicher. Einerseits ist der größte Anteil der Kosten der Lebensunterhalt (Miete, Nebenkosten, Essen, Lehrmittel usw.)

Die Mobilität in den Städten und das Essen sind durch den Staat in Form eines Semesterticket und Mensa-Rabatten subventioniert. Zudem gibt es Studentenwohnheime und private Anbieter. Wobei bei letzteren oft mehr als 600€ für ein Apartment verlangt werden. Man bekommt mit dem Studentenausweis meist auch Vergünstigungen in anderen Bereichen.

Zudem gibt es noch Bafög oder Stipendien.

Man wird sich wohl etwas verschulden durch das Studium in Deutschland.

Zum Glück sind wir noch Lichtjahre von der amerikanischen Situation entfernt, wo insgesamt 1300 Millarden $ privatschulden aus Studienkrediten angehäuft wurden, was im Durchschnitt zu 30.000 $ pro Student bedeutet. Dort ist die Bildung auf jeden Fall ein Luxusgut geworden. Aber ebenso eine Immobilie und vernünftiges Auskommen.

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Nein.

Es ist nicht einfach Luxus, wofür es Anstrengung braucht.

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Nein.

Was du erzählst, ist ziemlicher Unsinn, geprägt von deinem Standpunkt.

Wenn du aber mal die Froschperspektive verlassen würdest, würdest du sehen, dass in kaum einem anderen Land Bildung so günstig zu haben ist wie in Deutschland. Du kannst jede Schulform kostenlos besuchen, das Abitur gibt es ebenfalls gratis. Auch der Besuch einer Universität kostet dich gemeinhin nicht mehr als die jährlichen Semestergebühren für Verwaltung u.ä.

Wenn du dir allerdings einen ebenso teuren wie vermutlich nutzlosen Studiengang aussuchst, der eben nur an privaten Lehranstalten angeboten wird, ist das wirklich dein persönliches Problem. Du könntest hunderte anderer Sachen machen, die dich nichts kosten.

Das Anspruchsdenken ist kleiner geworden? Ganz im Gegenteil...

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Kommentar von ChildofGod
14.11.2015, 18:47

"Wenn du aber mal die Froschperspektive verlassen würdest, würdest du sehen, dass in kaum einem anderen Land Bildung so günstig zu haben ist wie in Deutschland."

Schlimm genug, oder sogar noch schlimmer dass es in anderen Ländern so ist. Der Vergleich mit anderen Ländern ändert aber nichts daran, das gute Bildung kostenintensiv ist.

Du kannst jede Schulform kostenlos besuchen,

Auch das ist totaler Quatsch. Jede Schulform ist in verschiedenen Bundesländern anders geregelt. Sowas ist Ländersache. Ich hab ganz normales Abi gemacht und es war keinesfall "gratis". Es gibt zudem vermehrt Schulformen die eine Mischform von Staatlichen und privaten Lehranstalten existieren. Staatliche Schulen/Unis sterben aus, und private schießen nur so aus dem Boden.

Auch der Besuch einer Universität kostet dich gemeinhin nicht mehr als die jährlichen Semestergebühren für Verwaltung u.ä

Seit die Studiengebühren abgeschafft wurden, haben sich demenstprechend auch die jährlichen Semestergebühren geändert. Und das sind nur die Unis, an denen das Rosinenpicken stattfindet. Es gibt aber mehr Studieninteressierte als es staatliche Unis gibt, die es ermöglichen können.

Wenn du dir allerdings einen ebenso teuren wie vermutlich nutzlosen Studiengang aussuchst, der eben nur an privaten Lehranstalten angeboten wird, ist das wirklich dein persönliches Problem. Du könntest hunderte anderer Sachen machen, die dich nichts kosten.

Stimmt, ich könnte durch den Wind pfeifen. Kostet auch nichts. Es gibt viele "teure und vermutlich nutzlose" Studiengänge, die staatlich anerkannt werden und wofür der Staat auch Werbung macht. Es gibt private Unis, die inzwischen das Aushängeschild in der Berufswelt sind. Die staatlichen Unis sind zum Teil so unterirdisch ausgestattet, dass man sich schon fremdschämen müsste. Nicht ohne Grund wollen viele lieber private Unis, mit kleneren Hörsäälen und modernste Auststatung um in der Berufswelt aktuell auf dem Ball bleiben zu können.

Das Anspruchsdenken ist sehr wohl klein geworden!

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Nein.

Wer studiert, soll studieren - und nicht noch nebenher arbeiten müssen! (Studium ist auch harte Arbeit - nur mal am Rande!)

Jammer nicht! Generationen von Studenten haben ihren Lebensunterhalt verdient und gleichzeitig studiert. Nur die "Generation Weichei" ist damit überfordert?

Und wenn Du Studiengebühren vermeiden willst, musst Du eben einen Studiengang an einer staatlichen Hochschule belegen.

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Kommentar von Fortuna1234
14.11.2015, 17:20

Du hast absolut Recht. Die heutige Generation möchte bloß keinen Finger krümmen. Wenn ich das schon höre. Ich hab neben meinem Studium im Master auch 20 Std/Woche gearbeitet und hab das wunderbar hinbekommen. Wer studieren und jobben nebenbei nicht schafft, ist in der realen Arbeitswelt wohl auch nicht gut aufgehoben.

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Kommentar von Twinkles
14.11.2015, 19:15

Jammern auf hohem Niveau!!! Es gibt Alleinerziehende, die drei Jobs haben um ihre Kinder satt zu bekommen, ja in unserem Land! Die haben gar keine Zeit darüber nachzudenken, wieviel Zeit für Sozialkontakte ihnen zusteht.... Die jammern doch auch nicht.... Vor solchen Menschen ziehe ich meinen Hut!

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Nein.

Du musst beim Schülerbafög nichts zurückzahlen, für Das Studium die hälfte... Also absolut nicht das doppelte. In Deutschland gibt es fast keine Studiengebühren, wie es durchaus üblich ist... Ich sehe hier absolut kein Problem :)

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Nein.

Bildung an sich ist zum Glück noch kein Luxusgut geworden. Man kann zwar nicht alles machen und studieren was man möchte, aber es gibt zu jedem Berufswunsch und/oder Studienwunsch Alternativen die  nichts kosten oder machbar sind.

Bilden kann man sich kostenlos es gibt zum Glück noch genug Angebote die auch kostenlos sind. 

Das man nach dem Studium in der Regel ein wesentlich höheres Einkommen hat und die Schulden zurück zahlen kann ist für mich doch schon ein Argument. Ist ist (zwar nicht immer aber sehr oft) so. Man trägt auch selber die Verantwortung etwas zu studieren bei dem man gute Chancen hat und später viel verdient.....Das Leben ist eben kein Ponnyhof und man studiert und lernt nicht aus Hobby sondern meistens aus wirtschaftlichen Gründen.

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Arme bekommen Bafög, bei reichen bezahlen die Eltern und haben dafür Steuervorteile. Meine Mutter war Witwe und eher arm, aber meine Schwester und ich haben trotzdem studiert. Das Bafög habe ich mit einer kleinen monatlichen Summe über mehrere Jahre zurückgezahlt.

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Nein.

Hi,

also Schulden gehören zum Leben dazu. Fast jeder mit Auto ist verschuldet Leute bauen Häuser und sind verschuldet, es gibt sogar Leute die sich wegen Handy oder TV verschulden. Warum dann nicht für die Zukunft? Ich hab aufgrund meines Studiums 13.000€ Schulden. Andere Studenten wurden von der Familie unterstützt oder haben sich komplett alleine finanziert und haben jetzt keine Schulden. Es geht also auch ohne Schulden, ich habe mich für ein entspannteres Leben entschieden und hab jetzt Schulden. So what? Ich hab einen Job und baue diese Schulden jetzt nach und nach ab. Ist doch kein Ding.

Wer also nur studieren will und nicht jobben, das ist eben eine Entscheidung, die mit Schulden einhergeht. Andere verbinden praktische Erfahrungen mit dem Studium und gehen nebenbei jobben und leben auf kleinem Fuß. Das bedeutet eben keine Schulden. Man kann nicht alles haben.

Bildung ist kein Luxusgut. Bildung ohne sich nebenher irgendwie anstrengen zu müssen, nur zu studieren und die Freizeit zu genießen schon. Früher war Bildung Luxusgut, heute kann jeder studieren, der den Abschlus dazu hat. 

Ich würde die Finger von solchen Studiengängen lassen. Was nicht auf einer staatlichen Uni zu studieren ist, sollte man lassen. Es hat einen Grund warum 3D-Design ein totaler Randstudiengang ist. Wenn du damit keinen Job findest, ist es nur herausgeworfenes Geld und Zeit.

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Kommentar von ChildofGod
14.11.2015, 17:25

"Bildung ohne sich nebenher irgendwie anstrengen zu müssen, nur zu studieren und die Freizeit zu genießen schon."

Ich freue mich für dich, dass es so für dich klappt, aber

genau das ist das niedrige Anspruchsdenken was ich bemängele. Studium wird im Mainstream nicht als "Anstrengung" gesehen - man erkennt diese Arbeit nicht als solche Arbeit an, wie ein solche in der man Geld für Arbeitszeit bei einer Firma/Unternehmen erhält. Genauso mit der freien Zeit. Man weiß schon längst, dass es reicht wenn jeder Mensch auf der Welt eine Stunde arbeiten würde, und jeder Mensch wäre mit gutem Unterhalt versorgt. Das ist alles eine Frage des Anspruchsdenken und der des Systems. Uns ist es eingetrichtert worden, dass nur "Arbeit" als etwas respektvolles ist bzw. das sinnvoll beiträgt. Aber Menschen die sich in der freien Zeit entfalten nicht.

Zu meiner Sache: Ich lasse auch die Finger von solchen nicht staatlichen Unis. Und es gibt auch staatlich anerkannte Unis in der trotzdem monatliche sehr hohe Gebühren anfallen. Allerdings ist "3D" die Zukunft - da bist du falsch informiert worden. 3D wird immer mehr gefragt sein. Sowohl in der Unterhaltungsbranche, aber auch in der Industrie, Immobilien und Medizinbranche. Aber um meine Zukunft geht es weniger bei der Frage, sondern der von allen und das Prinzip, dass wir uns zu tote schuften müssen. Wir sind ja alle so brav und behalten so wie es ist.

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Kommentar von Fortuna1234
26.11.2015, 00:14

nur als kurze Antwort: ich habeein Studium im juli 2015 beendet und habe 2010 angefangen. ist also keine 10 jahre her, meine masterarbeit hab ich juli 2015 abgegeben. ich kann das also schon zur heutigen Zeit sehen...

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Nein.

"Ich hatte immer den Wunsch 3D-Design zu studieren."

3D Design wird aber von privaten Unis angeboten, so weit ich weiß gibt es so einen Studienang in einer öffentlchen Uni nicht. Was du stattdessen probieren könntest, wäre Medieninformatik.

Leider gibt es kein Jain ;-)

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Nein.

Auch wenn die frage etwas älter ist:

Ich finde das System gut!

Durch den "Finanzierungsplan-zwang" schafft man bei den Studierenden einen höheren Antrieb, das Studium asap zu absolvieren!

Warum? Entweder weil man sich die nervigen Fragen der Eltern nach dem "warum das so lange dauert" ersparen will, oder weil einen die Tätigkeit als schlecht bezahlte studentische Hilfskraft so nervt, das man sich evtl doch kein -oder weniger- bummel-Semester "gönnt" weil es einfach nervt seine freie Zeit mit Hiwi Jobs vergeuden zu müssen -zumindest mehr als zum Leben nötig wäre.

Wie heißt es? Lehrjahre sind keine Herrenjahre!

Und wenn so mancher fauler Apfel aussortiert wird, der einem fleißigen den studienplatz weg nimmt,  ist das völlig ok!

Das Bafög ist in seiner Rückzahlung so gering bemessen, das das nachher keinevechte Belastung ist...

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Nein.

Ich bin zwar grundsätzlich gegen Studiengebühren, aber ich kann auch die Position für Studiengebühren nachvollzeihen, denn warum soll die Verkäuferin bei Aldi, die sowieso wenig verdient, mit ihren Steuern Dein Studium finanzieren, mit dem Du später viel mehr verdienst.

Ich selbst habe nach dem Hauptschulabschluss mit Handelsschule, Lehre, Ausbildung, gute Qualifikation erreicht, mit 35 Hochschulreife auf 2. Bildungsweg, Studium 1, dann Arbeit und mit 47 Studium 2, alles selbst finanziert.

Aus Arbeiterhaushalt und als ich 15 war starb mein Vater.

Also es geht. und wer sich mit 15 hinsetzt und sagt: Ich habe nur Hauptschule und keine Chance, der hat die "keine Chance" auch redlich verdient.

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Kommentar von ChildofGod
14.11.2015, 18:29

Ich habe großen Respekt wie Sie das alles geschafft haben.

Aber: "denn warum soll die Verkäuferin bei Aldi, die sowieso wenig verdient, mit ihren Steuern Dein Studium finanzieren, mit dem Du später viel mehr verdienst."

Die Argumentation hinkt ein wenig hinterher. Wieso sollte ich auch Steuern zahlen, damit Menschen Hartz IV beantragen können? Ist auch so eine Frage, und trotzdem gibt es Hartz IV und ich habe nichts davon. Klar das beim Studium kosten entstehen ist keine Frage, aber zu welchem Preis und Bedingungen?! Es ist ja noch nichteinmal sicher, ob man dann hinterher mehr verdient als die ALDI-Kassiererin (mit Verlaub - Aldi entlohnt inzwischen ihre Angestellten besser als die bei EDEKA und Rewe)  Die knallharten Zeiten heute im Studium sind anders, als die vor 10 Jahren - gerade jetzt wo sich alles mit Bachelor und Master etc. etabliert hat. Und sie selber sagen, sie haben mit 47 studiert. Über sehr lange Zeit und erst dann, als Sie in der Lage waren alles selbst finanzieren zu können.

Und wer sagt, er hat nur Hauptschulabschluss und er hat keine Chance, dann ist das ziemlich kurzsichtig und arrogant zu sagen, dass er es eben so verdient hat. Es gibt übergewichtige Menschen, die aus Krankheitsbedingten Fällen nicht abnehmen können oder sogar dürfen. Sage ich etwa auch, dass diese Menschen diese "keine Chance" eben verdient haben?

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Ja. Aufjedenfall!

In alten Zeiten war' s so, daß nur die Söhne reicher Adliger und höherer Beamter eine gute Bildung erhielten.

Die Absicht dahinter war die gleiche wie heute : Ungebildete Menschen lassen sich leichter regieren, rumschubsen und verar### .

So ist das im Asozialstaat.

Ist so ähnlich wie mit der tollen Gesundheitsreform : Wenn du arm bist, mußt du früher sterben (alte Weisheit aus dem Mittelalter) und wer nix zu beissen hat, der braucht auch keine Zähne.

x-(

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Kommentar von Fortuna1234
14.11.2015, 17:17

Dir ist aber klar, dass heute mehr Leute denn je studieren? Das macht deine seltsame Theorie aber sowas von kaputt...

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Kommentar von Twinkles
14.11.2015, 21:17

Und warum???!!!!!!

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