Frage von neuss2010, 82

Meinungen zur R&V Direktversicherung bei der betrieblichen Altersvorsorge!?

Meine Firma (kleines mittelständisches Unternehmem mit ca 150 Leuten) hat heute as Betriebsvorsorge Konzept vorstellen lassen, durch eben die R&V.

es geht um eine arbeitgeberfinanzierte Altersvorsorge im Rahmen einer Direktversicherung , wobei unser Beitrag von der Länge der Firmenzugehörigkeit abhängt, und der AG max 20% auf unseren Entgeltumwandlungsbetrag bezuschusst.

ich will keine Details von euch wissen, und ich weiss auch, dass sowas von vielen Faktoren abhängt, ob es sich für den Einzelfall lohnt, und was man nebenher noch alles an Vorsorgemaßnahmen schon hat, und Alter, Famlienstand , eigenes Gehalt, etc , ist mir alles klar.

ich will eigentlich nur erfragen hat jemand schon mit dieser Form der bAV hier Erfahrung, und oder kann generell was zu R&V als Versicherung sagen? sind die Berater kompetent, (relativ gesehen) , haltet ihr sie für besser (ausgebildet) als zb von MLP, AWD , oder DVAG oder sonstige , die als Drückerkolonnen verschrien sind?

bin dankbar über jede Meinung!

Antwort
von kevin1905, 49

Die R+V ist nicht der schlechteste Anbieter aber auch nicht durch die Bank weg erste Wahl.

Man hat dich darüber aufgeklärt, dass du nicht nur für die Abführung der Beiträge sondern mehr oder weniger auf für die Höhe der Rente haftest?

Ebenso hat man dir gesagt, dass du von jedem Arbeitnehmer der sich gegen eine bAV entscheidet eine entsprechede Seite unterschrieben zur Personalakte nehmen sollest?

Wie kam der Kontakt zustande?

Am sichersten ist es für den Arbeitgeber immer, wenn er die Anbieterwahl im Grunde seinen Arbeitnehmern überlässt. Dies führt aber ggf. dazu, dass keine günstigeren Kollektiv-Rahmenverträge mehr abgeschlossen werden können und es verursacht natürlich auch mehr Verwaltungsaufwand.

Ich bin als Makler da vielleicht voreingenommen, aber ich würde mich auch grundsätzlich an einen Makler wenden bei der Thematik.

Persönliche Anmerkung: Aufgrund der Thematik der Mitarbeiterbindung, Motivation und Identifikation mit deinem Betrieb würde ich vorschlagen mindestens die eingesparten SV-Abgaben weiterzugeben. BAV statt Gehaltserhöhung ist auch für dich günstiger.

Kommentar von NochWasFrei ,

Als Antwort auf deinen Kommentar unter RostockFinanceD:

Nein, ich hatte das auch erst so aufgefasst, dass er der AG ist ^^

Antwort
von RostockFinanceD, 58

R+V nicht schlecht, aber auch nicht meine erste Wahl. Frage deinen Arbeitgeber ob er auch andere Anbieter zulässt. Lasse dir noch 1-2 Vergleichsangebote geben. SwissLife select (ehemals AWD) hat im Bereich bAV Spezialisten und ziemlich viele Anbieter im Portfolio. Oder suche einen Makler der auf bAV spezialisiert ist.

Kommentar von kevin1905 ,

Bin ich der einzige der den Beitrag falsch gelesen hat und dachte hier fragt der Arbeitgeber? :o

Kommentar von MoechteAWissen ,

Hier fragt vermutlich ein R+V Vermittler der hören möchte
wie toll sein Laden ist ….

Kommentar von neuss2010 ,

ähh nein, ich Frau Neuss2010, bin schon eine reale Person, und ausserdem keine Mitarbeiterin von R&V. Ich glaube, dass kann man an der Historie meiner Fragen bei gutefrage auch leicht nachvollziehen, wenn ich ein komischer Spammer account wäre.

Kommentar von DolphinPB ,

"SwissLife select (ehemals AWD) hat im Bereich bAV Spezialisten und ziemlich viele Anbieter im Portfolio"

Und das als Versicherungsmakler - das kann doch nicht Ihr Ernst sein.

Kommentar von RostockFinanceD ,

Warum? Ich habe von einem ehemaligen AWD Mitarbeiter einen Teil seines Bestandes bekommen. Hatte dort nix zu bemängeln.

Antwort
von Dickie59, 45

Hallo,

Laut Betriebsrentengesetz kann der arbeitgeber den Anbieter aussuchen, dass ist seine Entscheidung in deinem Fall und er wird auch keine von dir vorgeschlagenen Anbieter zulassen, wie es ein anderer User hier empfiehlt. Die R+V ist ein starker Versicherer, ich gehe davon aus das ein Kollektivrahmenvertrag angeboten wird. die Berater sind gut ausgebildet, sie sollten dir bei der Beratung die Gehaltssimulation mit den Beitragsbestandteilen( AG-Lesitung, Eigenbeitrag, ettobelastung, Bruttobeitrag darstellen) Ich hoffe, das eine Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit angeboten wird, da die baV zu Höchstbeiträgen und tragende Säule der Altersvorsorge vom Arbeitnehmer gemacht wird. Lasse dir genau die steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Leistung bei der Kapitalauszahlung und Rentenleistung erläutern.

Ich teile nicht die Auffassung, das Die Swiss life ein guter Anbieter ist, da sie unter den Absturz des AWD gelitten haben. eine erste Wahl wäre aber die R+V auch nicht, dass hängt oft mit der Hausbank der Firmen zusammen.

Der Arbeitgeber ist lediglich verpflichtet, einen guten Anbieter auszuwählen, dass Hat er damit getan. Bei einer Maklerberatung wäre es ein anderer Versicherer.

Beste Grüsse

Dickie59

Kommentar von NochWasFrei ,

Lasse dir genau die steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Leistung bei der Kapitalauszahlung und Rentenleistung erläutern.

Ganz wichtig!

Gibt vor allem mit den Krankenkassenbeiträgen immer wieder Ärger in der Leistungsphase...

Kommentar von Dickie59 ,

ja, weil nicht aufgeklärt, den wenn Nachteile und Vorteile sachlich übersichtlich aufgezeigt werden, dann gibt es für viele Arbeitnehmer Vorteile. Deshalb Vorsicht mit Maximumbeiträgen auch bei Besserverdienenden...

Kommentar von neuss2010 ,

heisst das, da ich keine Besserverdienende bin, dass ich mir da eher keine Sorgen machen muss? auf jeden Fall muss ich aber sagen, ja wir wurden darüber aufgeklärt, dass in der Leistungsphase auf die Erträge dann normal der dann in der Zukunft gültige Steuersatz anfällt, plus natürlich auch Sozialabgaben.

Kommentar von Dickie59 ,

sorry, dann habe ich mich nicht gut ausgedrückt. Ich habe aus einem Flugzeugwerk in der Nähe von Hamburg Ingenieure unter meinen Kunden, die sämtlich Wege der betrieblichen Altersvorsorge ihres Arbeitgebers nutzen, einschließlich Arbeitgeberleistungen, aufgrund ihrer max. Beitragszahlungen in die gesetzlcihe Rentenversicherung und damit Höchstrenten haben wir die leistungspahse simuliert, da gab es ein böses Erwachen...Deshalb sollte man mehrere Strategien prüfen. Das ist aber ein Exkurs zu der eigentlcihen Frage. Der Hinweis bleibt aber bestehen, die Gesamtheit in der Lesitungsphase zu berachten und vorsichtig dann unwissentlich mit den Höchstbeiträgen der baV (4% der BBG + 1.800€ im Jahr wenn es keine DV nach § 40b EStG gibt.)

Antwort
von Apolon, 44

Hallo Neus2010,

bei welcher Versicherung du die betriebliche Altersversorgung abschließen kannst entscheidet der Arbeitgeber und nicht der Arbeitnehmer.

Außerdem wird der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer eingetragen.

Also stellt sich gar nicht die Frage welches andere Versicherungsunternehmen bzw. welche Makler bzw. welche Strukkis besser sind.

Gruß N.U.

Kommentar von Dickie59 ,

Lt. Gesetz kann der Arbeitnehmer eine Direktversicherung verlangen, wenn der Arbeitgeber keinen Durchführungsweg anbietet. Dann hat der Arbeitnehmer das Vorschlagsrecht. richtig, hier ist es nicht der Fall.

Kommentar von neuss2010 ,

genau, die R&V ist die einzige, die vom Inhaber der Firma hereingeholt wurde. bzw von den beiden Geschäftsführern. Vorher gab es gar kein Konzept, oder Plan, sondern jeder Mitarbeiter hatte zwar rechtlich den Anspruch, dass er eine Direktversicherung über die Firma abschließt, aber er musste alles selbstständig machen. So hab ich das bei den schon länger hier arbeitenden Mitarbeitern verstanden.

Kommentar von Dickie59 ,

Der Makler haftet vermögensrechtlich, wenn er ein Versicherungsunternehmen mit schlechten Leistungen vorschlägt. Ein Ausschliesslichkeitsvermittler ( weil er nichts anderes anbieten kann) und der Strukki ( hoffentlich weiss der User, was damit gemeint ist, nicht). Also mein Lieber, so egal ist das nicht!

Kommentar von Apolon ,

mein lieber Dickie59,

doch es ist völlig egal, was wir hier schreiben.

Der Arbeitgeber entscheidet alleine, welcher Versicherungsvermittler die Betriebliche Altersversorgung vermittelt und bei welchem Versicherungsunternehmen dies möglich ist.

(Natürlich könnte er es auch seinen AN überlassen, muss aber nicht)

Und du kannst es nicht ändern.

Also erspare ich mir alle weitere Diskussionen zu diesem Thema.

Gruß N.U.

Kommentar von Dickie59 ,

Im letzten Monat 3 Firmen mit je einer Einzel DV mit Kleinkollektivrahmen, da nichts angeboten wurde, über die Arbeitnehmerinfo an mich, habe ich die Firmenleitung angesprochen, informiert, Versorgungsordnung erarbeitet und installiert. Ich ändere es. Wenn in einer kleinen Firma bisher die baV  nicht angeboten wurde, dann fehlten die Informationen oder Anrufe von Vertrieben die ihn störten, nervten, meine Erfahrung.

Gern reiche ich dir Erfahrungen weiter.

Kommentar von Apolon ,

@Dickie59,

du scheinst meine Antwort nicht zu verstehen.

Wenn der AG keinen anderen Vermittler rein lässt, dann bleibt er draußen.

Ende!

Kommentar von Dickie59 ,

denke schon, lese meine Antwort langsam, dann weißt du, wann der AN ein Vorschlagsrecht hat

Kommentar von Apolon ,

@Dieckie,

was sollen deine unsinnigen Kommentare?

Bist du noch in der Lernphase?

Kommentar von neuss2010 ,

so wie du es sagst, stimmt es, die R&V war tatsächlich als einzige vorgestellt worden, bzw es haben keine anderen vorgestellt.  aber so wie ich die anderen Antworten verstanden habe, kann man dann doch angeblich auf das von der Firma vorgestellte Konzept verzichten, und dann natürlich aber auch auf die Zuschüsse verzichten, und sagen, ist nett gemeint, ich möchte trotzdem eine Art von Direktversicherung.

man muss nur unterschreiben, dass man weiss, das die Firma dieses Konzept angeboten hat, und dass man persönlich informiert wurde.

Kommentar von Apolon ,

@neuss2010,

es kommt auf den AG an - dieser hat ein sogenanntes Direktionsrecht und kann entscheiden, welches Versicherungsunternehmen, wie auch welche Art von Betrieblicher Altersversorgung,   z.B. Direktversicherung, Pensionskasse usw.abgeschlossen werden wird.


Dann hat der AN die Möglichkeit eine BAV bei diesem Versicherer zu beantragen, oder darauf zu verzichten.

Der AG kann natürlich auch die Wahl des Versicherers dem AN überlassen.

Aber dies musst du ihn fragen, denn hier im Forum kann dir dies niemand beantworten.

Bitte beachte auch, die betriebliche Altersversorgung muss der AG als Versicherungsnehmer unterschreiben.

Antwort
von Arridor, 24

Hallo neuss2010,

Deine Frage ist hochinteressant, allerdings als erstes eine
Gegenfrage: Wozu überhaupt Versicherung?

Zum einen ist die gesamte Presse derzeit voll mit Meldungen
darüber, dass Versicherer neben den wegfallenden Überschüssen z.Z. noch nicht einmal ihre Garantiezinsen erwirtschaften können. Die ersten Pensionskassen wie NeueLeben (NLP), Deutschlands größte - die BVV (Bankgewerbe) senken sogar ihre bestehenden(!) Garantiezinsen Und die DeHoGa (Deutscher Hotel- u. Gaststättenverband) hat nach jüngstem Ausstieg von ERGO und HDI gar keine Deckung mehr.

Übrigens muss ich meinen Vorrednern Recht geben, der richtige Berater ist
entscheidend - allerdings setze ich hier einen drauf: es sollte schon
jemand sein, der sich eher mit Arbeitsrecht und Versorgungswerken als mit
Produkten auskennt (sind ja auch nur für die Ausfinanzierung und daher erst an zweiter Stelle zu sehen), also am besten gar keine Produkte vermittelt. Jetzt aber erst mal genug davon.

Ich würde auf eine, seit 150 Jahren bewährte, echte betriebliche Vorsorge als
Win-Win-Modell zwischen AG und AN setzen. Also, als erstes wird - nur von
Juristen - eine eigene "Euer Name GmbH"-Versorgungsordnung erstellt,
in der festgelegt wird, wer, wann, wieviel bekommt, was im Sterbefall passiert
etc. etc.

Z. B. eine Zinszusage von echten 1,25-1,5% p.a. ohne langwierige Abschluss- u. laufende Verwaltungsgebühren, also transparent. Dann wird in einer
Betriebsversammlung das eigene Versorgungswerk vorgestellt und die Mitarbeiter inspiriert, mitzumachen. Erfahrungsgemäße Mitmachquoten liegen bei ca. 80 bis 100%, da das Geld ja nicht irgendwohin geht, sondern im Betrieb bleibt, also quasi in den Arbeitsplatz investiert wird.

Hier das Prinzip von einem Wirtschaftsprüfer/Steuerberater in
7 Minuten erklärt:

Wenn Dein Chef seine Mitarbeiter mag und er die Vorsorge wirklich

ernsthaft – also nicht nur zur „Pflichterfüllung“ - etablieren will, dann

könnte er seinen Beschäftigten durch eine geschickte 'Entgeltoptimierung' sogar die ‚bAV zum Nulltarif‘ anbieten, also jeder Mitarbeiter wandelt 150 - 200 Euro mtl. um, ohne weniger Netto als vorher zu haben - Begeisterung garantiert! Und durch die gewonnene Lohnnebenkostenersparnis geben die meisten AG noch was dazu - bleibt ja in der Firma! Und was hat der Chef davon? Naja, kontinuierlich wachsende Firmenliquidität zur freien unternehmerischen Verwendung - und glaub mir, wenn erst mal genug in der Kasse ist, fällt nahezu jedem Unternehmer etwas damit ein . . .

Die einzige Frage, die sich die Mitarbeiter (immer!) stellen ist, was ist mit

unserer Rente, wenn die Firma mal insolvent sein sollte? Nun, in einem solchen Fall springt per Gesetz der Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) ein. Aktuelles Beispiel:

Karstadt

! Die Mitarbeiter haben zwar leider ihren Job verloren, aber deren Betriebsrenten sind Dank PSVaG sicher!

Zusammengefasst: Mitarbeiterfinanzierte Firmenliquidität mit staatlicher

Ausfallgarantie als BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHES Versorgungsmodell wie es börsennotierte Firmen schon seit 150 Jahren machen.

Bei Win-Win gibt es eigentlich nur einen Verlierer: die Versicherung. Die

braucht man für eine arbeits- u. steuerrechtlich sauber installierte

betriebliche Vorsorge gar nicht.

Für den Fall, dass sich das alles zu exotisch anhört, gibt es einen tollen

Artikel von

FOCUS aus 2014

http://t1p.de/FOCUS oder schau mal hier https://betriebssparen.de vorbei. Einen aktuelleren Artikel aus diesem Jahr findest Du als Foto anbei.

Da allein Dein Chef darüber entscheidet, schick‘ ihm einfach diese Informationen weiter. Vielleicht könnt Ihr als Mitarbeiter Euren Chef gemeinsam überzeugen?!?

Egal wofür sich Dein Chef am Ende entscheidest – Euch und Eurer Firma viel
Glück dabei!

Kommentar von Dickie59 ,

Nun ja, rechtsanwaltliche Begleitung von Versorgungsordnungen haben wir im Portfolio...mir liegen aber solche Unterlagen vor, wo Juristen vor 26 Jahren gerade die PK der neuen leben empfohlen haben, wichtig neben dem Arbeitsrecht (bei dem man als Spezialist für betriebl. Altervorsorge geschult wird) sind die Kenntnisse über Unternehmensentwicklungen, Zahlen, Daten und Fakten. Dann hätte die damals junge PK der neuen leben nie empfohlen werden dürfen. Weiterhin nennen Sie hier Dinge die nicht erfragt waren und durchaus erläuterungswürdig sind. Das beziehe ich auf die Pensionskassen, die kaum noch in der baV bei Neukunden als Durchführungsweg angeboten werden (ebenso Pensionsfonds). In der Regel wird die Direktversicherung, die leidet bei der neuen leben (klassische Verzinsung) überhaupt nicht! Schauen Sie dazu in die Geschäftsberichte.

Mit journalistischen Veröffentlichungen für Spezialthemen bin ich immer vorsichtig für Arbeitnehmer und ist kontraproduktiv zu ihren Ausführungen zur Heranziehung von Spezialisten. Dazu gibt es spezielle Literatur die zu empfehlen wäre, aber nur für geschulte Leute. Führend in iesen Sachen ist die geschätzte Henriette Meißner die schnell Rechtssprechung verarbeitet und finanzrechtliche Entscheidungen fordert und verarbeitet.

Einen Arbeitnehmer aufzufordern die gefällte Entscheidung zu kippen, nicht schlecht. Zu prüfen wäre, ob der Betriebsrat auch zugestimmt hat, wenn es einen gibt, da mitbstimmungspflichtig. Dann alles kippen? Schwierig.

Beste grüße

Dickie59

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