Frage von Shadow105, 27

Meinung zum Inhalt?

Hi. Ich habe schon seit längerem vor ein Fantasy Buch zu schreiben, doch erst vor kurzem übermannte mich die zündende Idee:

Das Schattenkind ist eine prophezeite Kriegerin welche Nyciantha von dem Krieg befreien soll und den Bewohnern eine bessere Zukunft schenken soll. Jedoch hat sie sich für den dunklen Herrscher Gralton entschieden und ist nun die oberste Heerführerin seiner Truppen. Mit ihren Kräften stürzt sie die Welt ins Chaos und hat viele Leben auf ihrem Gewissen. Doch ihr gefällt es ihre Macht zu missbrauchen und tut es auch nur allzu gerne, was Gralton und seinen Plänen Nyciantha zu unterwerfen zu gute kommt. Doch während einer Schlacht schaffen die Wiederständler es, das Mädchen unschädlich zu machen und es in das Königsschloss von König Salerion zu bringen und sperren sie ein. Verzweifelt versucht sie auszubrechen doch es ist zwecklos und auch jegliche Befreiungsversuche von Gralton wurden vom König zurückgeschlagen. Der Krieger der das Mädchen überwältigt hat versucht sie auf die Seite des Königs zu ziehen, was jedoch von ihr mit Beleidigungen und Ignoranz zur Kenntnis genommen wird. Doch ein Spitzel Graltons schafft es das störrische Mädchen aus der Festung zu befreien und sie zurück zu seinem Herren zu bringen. Dort geht der Kampf weiter und die alles entscheidende Schlacht rückt näher. Lithil (Schattenkind) steckt momentan in einem Strudel der Gefühle denn der Krieger Sanji geht ihr nicht mehr aus dem Kopf, auch wenn sie es sich nicht eingestehen will. Auf dem Schlachtfeld muss sie nun wählen was sie will und eine Entscheidung treffen.

Das Ende und einige andere Fakten habe ich aus gutem Grund nicht beigefügt, da es überall Menschen gibt, die die Ideen anderer klauen. Ich bitte euch nun mir eine stichhaltige Antwort mit zu geben, die gerne Kritik und Verbesserungsvorschläge beinhalten soll. Und damit ihr es gleich wisst, ich werde mich nicht von meinem Vorhaben abbringen lassen, also ist es zwecklos es zu versuchen, dafür bin ich zu stur. Und sollte jemandem mein Alter auffallen, ich weiß dass man mit 14 noch sehr jung ist, aber Christopher Paolini hat Eragon ja auch mit 15 veröffentlicht. Schon einmal Danke im Vorraus.

lg

Shadow

Antwort
von Wolfnight, 27

Das klingt doch schon nach einem guten Ansatz. Hier noch ein paar Punkte, die du vielleicht noch zu Ende denken musst, wenn du es noch nicht hast:

  • Was für besondere Fähigkeiten hat dieses Schattenkind denn? Wahrscheinlich hast du hier schon einige Ideen gesammelt.
  • Woher stammt die Prophezeihung? Von jemandem, der in die Zukunft sehen kann? Und warum hat genau sie diese Fähigkeiten erhalten? Stammt sie von einer Blutlinie ab? Mit einem "weil es so ist" bin ich bei Geschichten nicht zufrieden.
  • Was war Lithils Motiv, sich für das Böse zu entscheiden? Es muss etwas sein, dass sie dazu gebracht hat, Menschen zu töten. Also eine starke Entschlossenheit. Nur faule Autoren machen eine ihrer Figuren des Bösens willen zum Bösen. Um einen tiefgründigen Charakter zu erschaffen, musst du dir über dessen Ansichten, Motive und Ideale bewusst sein. Du musst dich in ihn hineinversetzen können und seine Gedankengänge glaubhaft schildern. Das kann dir nur gelingen, wenn du die Person genau kennst.
  • Wie kann der Krieger eine so starke Überzeugung wie die von Lithil ins Wanken bringen? Schafft er es, dass sie bereut, was sie getan hat? Bitte mach es nicht so, dass sie nur die Seite wechselt, weil sie sich in ihn verliebt hat. So lässt du sie erscheinen wie ein naives Mädchen, das tut, wonach ihm der Sinn steht und nicht über die Folgen nachdenkt. Die sich nicht einmal bewusst ist, was ihr Handeln angerichtet hat. Das ist kein Charakter, in den man sich hineinversetzen, geschweige denn mögen kann.

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig weiterbringen. Es ist gut, dass du dich durch nichts von deinem Plan abhalten lässt. Dir ist bewusst, dass es viel Durchhaltevermögen braucht, um ein Buch zu schreiben und du scheinst es trotzdem zu wollen. Das ist ein guter Anfang.

Ich wünsche dir noch viel Spaß beim Schreiben^^

Antwort
von RenaUchiha, 17

Ich schließe mich Wolfnight an. Vor allem in dem Punkt mit dem plötzlichen Sinneswandel. Wenn sie zuvor bereitwillig die Waffe des Bösen ist, wirkt es seltsam, dass sie sich auf einmal Hals über Kopf in einen der Guten verliebt und alles stehen und liegen lässt, um bei ihm zu sein. Sollte sie die Seite wechseln würde sie mit Sicherheit wieder eingesperrt werden, um sicher zu gehen, dass sie sich nicht doch wieder umentscheidet, oder nur wieder als Waffe benutzt werden, was nicht unbedingt viel besser ist.

Wenn er ihr auf einmal nicht mehr aus dem Kopf geht, würde ich, so wie sie bisher auf mich wirkt, erwarten, dass sie nicht an Liebe denkt, sondern vor allem aus Neugierde ihn heimlich aufsucht, Fragen stellt. Es müsste eine Weile dauern, bis sie zu dem Schluss kommt, dass es mehr als das Böse gibt. Vorher hat sie sich schließlich nicht überzeugen lassen, warum dann jetzt auf einmal? Was ist anders?

Momentan ist sie mir mit anderen Worten zu flatt als Charakter. Ich habe mich die ganze Zeit über gefragt, wer eigentlich die Hauptperson ist, wem man folgt in der Handlung. Ich vermute mal, dass sie das sein soll, allerdings braucht sie dann unbedingt Motivation für ihre Handlungen!

Abgesehen davon klingt es als Zusammenfassung schon ganz gut. Ich frage mich ein wenig, was genau man später zu lesen bekommt, welche Teile wie ausführlich beschrieben werden und so weiter, aber das ist alles eine Frage der Umsetzung. Die Geschichte hier hat denke ich schon Potential.

Viel Spaß beim Schreiben.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community