Meint ihr wäre das sehr riskant - medizinische studie?

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6 Antworten

Ich werte die Daten klinischer Studien aus und kenne mich daher recht gut damit aus. Es wird im Vorfeld alles getan, damit dem Patienten möglichst nichts passieren kann. Bist Du bereits ein Patient, der ein möglicherweise neues Medikament bekommen kann, oder testest Du als gesunder Freiwilliger (Proband) ein Medikament?

Für Probanden ist das Risiko am höchsten, denn sie testen so ein Medikament als erste, vorher wurden allerdings schon umfangreiche vorklinische Studien an Zellen und Tieren gemacht. Die sogenannten Phase I Studien an gesunden Probanden dienen dazu, die Aufnahme und den Abbau des Medikamentes im Körper zu untersuchen. Es ist heute vorgeschrieben, das Medikament erst an maximal 3 Probanden zu testen, bevor es, falls nichts aufgetreten ist, an mehr Probanden zu testen.

In Phase II Studien wird das Medikament dann zum ersten Mal an Patienten getestet, um ebenfalls mehr über die inneren Vorgänge bei Aufnahme und Abbau des Medikamentes zu testen.

Phase III Studien testen dann umfangreich die Wirkung und die Nebenwirkungen des Medikamentes an Patienten aus, bevor es zugelassen wird. Es müssen bis zur Zulassung sehr viele dieser Studien durchgeführt werden.

Nach der Zulassung gibt es dann noch Studien der Phase IV, die sogenannten Marketingstudien, wo man noch weitere Erkenntnisse gewinnen will.

Wenn Du an einer Medikamentenstudie teilnehmen willst (die Teilnahme ist immer freiwillig!), wirst Du zuerst sehr umfangreich von Deinem Arzt aufgeklärt und bekommst auch schriftliche Unterlagen. die Bereitschaft zur Studienteilnahme musst Du dann unterschreiben und kannst sie jederzeit widerrufen ohne Gründe nennen zu müssen.

Danach gibt es umfangreiche Untersuchungen, bevor Du zum ersten Mal das Medikament bekommst. Du wirst dann regelmäßig untersucht und zu Nebenwirkungen und anderen Erkrankungen befragt. Dabei ist sehr wichtig, dass Du das ehrlich und ausführlich beantwortest.

Patienten, die an solchen Studien teilnehmen, werden im allgemeinen viel öfter und besser betreut als im normalen Praxisbetrieb.

Die Entscheidung, an der Studie teilzunehmen, liegt allein bei Dir. Du hilfst mit einer Teilnahme anderen Patienten, möglicherweise durch ein neues Medikament bessere Bedingungen bzgl. Heilung, Hinauszögerung eines Krankheitsverlaufes oder zumindest bessere Lebensbedingungen zu haben.


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Kommentar von SamsungGalaxy97
10.04.2016, 16:21

ich bin bereits Patient, nur hilft mir kein medikament mehr.

Also schlimme Sachen wie davon zu sterben kann man nicht unbedingt oder? bin ja erst 18, davor habe ich am meistens angst.

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Der Impfpass muss dich nicht beunruhigen, die Erhebung der genauen Krankengeschichte jedes Teilnehmers ist Bestandteil einer jeden klinischen Studie und wenn es nur um eine Hautcreme geht. Das gehört einfach zur Dokumentation und Praxis.

In jedes Präparat sind Jahre der Forschung, Tierversuche etc. geflossen bevor es überhaupt für einen Humanversuch zugelassen wird, sollte es dabei tatsächlich zu Komplikationen kommen wäre das für den Produzenten des Wirkstoffs eine Katastrophe, allein schon aus finanzieller Sicht. Deswegen wird Sicherheit und genaue Dokumentation hier wirklich an oberste Stelle gestellt. Dennoch bleibt natürlich ein Restrisiko. 

Da du aber die Krankheit hast, gegen die sich das Medikament richtet, befindet sich das Medikament nicht mehr in Phase 1 der klinischen Studie, es wurde also schon an gesunden Menschen getestet und die Nebenwirkungen waren vertretbar. Du gehörst also nicht zu den ersten Menschen die es bekommen und bis jetzt gab es keine groben Probleme.

Viel mehr kann man ohne den Namen des Medikaments und Art des Wirkstoffs eigentlich nicht sagen.

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Kommentar von SamsungGalaxy97
10.04.2016, 16:22

den namen und wirktstoff kenn ich auch noch nicht.

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Aber wenn es eine Studie ist, dann gibt's doch dazu keine Erfahrungsberichte bei Google oder?

Genau so ist es.

Meint ihr wäre das zu riskant wenn man für so eine Studie geeignet wäre, diese mitzumachen?

Das kann man überhaupt nicht sagen! Ne Studie für Krebskranke im Endstadium ist natürlich risikoreicher als ne Studie für Hautcremes gegen Neurodermitis, oder pflanzliche Beruhigungsmittel!

Im allgemeinen sind Studien relativ sicher - sicherer als Holzfäller oder Bauarbeiter zu sein!

Gruß Chillersun

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Kommentar von SamsungGalaxy97
09.04.2016, 23:06

Geht um zu wenig Thrombozyten, das ist ja auch nicht ohne, hatte dieses jahr schon etliche Probleme, da die werte nicht steigen, nehm Tabletten plus zweimal im Monat zurzeit Infusionen zustäzlich und hab maximal 30 tausend.

hatte auch schon innere blutungen und Blutgerinnsel dieses jahr was ich davor in 6 jahren nicht hatte, da die Krankheit chronisch ist.

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Kommt ganz darauf an welche Krankheit du hast und worum es geht. Bevor du mitmachen kannst musst du eine Einverständniserklärung unterschreiben. Da ist alles genau erklärt. Also auf jeden Fall genau durchlesen und Im Zweifel vor dem Unterschreiben mit heimnehmen!

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Kommentar von SamsungGalaxy97
09.04.2016, 23:05

habe ITP, also zu wenig Thrombozyten.

ich bin halt sehr ängstlich was Medikamente angeht, und googel davor immer nach Erfahrungsberichten eigentlich.

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Wenn es kein Medikament für deine Krankheit ist ("will nicht noch kränker werden"), frage ich mich, weshalb du dann mitmachen willst.
Außerdem denke daran, in Frankreich sind bei einer Studie mehrere Menschen voriges Jahr gestorben. Es gibt also immer einige Risiken.

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Kommentar von SamsungGalaxy97
09.04.2016, 23:04

Doch es ist ein medikament gegen meine Krankheit, aber ich will eben nicht kränker werden dadurch da bei den ganzen Medikamenten die Nebenwirkungen nicht ohne sind wenn welche auftreten.

Zurzeit nehme ich Tabletten wo bei gelegentlich steht knochenmarkversagen, ich bin so ängstlich was Medikamente angeht, will ja nicht davon sterben, zusätzlich zweimal pro Monat ein medikament menschlichen ursprungs, also tja ich bin generell ängstlich was neue Medikamente angeht zu denen man eben keine Erfahrungen googeln kann.

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Naja, dem Impfausweis will der Betriebsarzt auch nach Möglichkeit haben, zumindest in medizinischen Berufen. Das heisst also nichts. Aber je nach Studie hast du schon mögliche gesundheitliche Risiken,aber du bist ja unter Kontrolle und ggf. sogar stationär, d.h. man kann entsprechend Gegenmaßnahmen ergreifen. 

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