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Meint ihr, dass jeder das Recht auf einen Job hat?

gefragt von heidemarie am 21.08.2007 um 19:10 Uhr

Also rein philosophisch? Ist Arbeit nicht ein essentieller Bestandteil unseres Lebens, ja sogar des Überlebens. Was ist mit denen die nicht arbeiten, was denkt ihr über die? Habt ihr Mitleid, oder beneidet ihr sie?


Reply


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 21. August 2007 19:21
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Ja, jder, der zu einem Job qualifiziert ist, hat das Recht auf ihn, ebenso wie die anderen, die sich darauf bewerben. Ich bedaure die, die nicht arbeiten.


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 21. August 2007 19:29
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Seien wir mal ehrlich:

Es geht nicht darum, Arbeit zu haben, sondern darum, genug Geld zu haben, selbstbestimmt zu leben. Außerdem geht es darum, dieses Geld so zu erweben, daß man niemandem etwas schuldet und niemandem Dank sagen muß. Ich habe bisher keine andere Methode gefunden, als dieses Geld zu erarbeiten, aber ich würde mich über eine andere Möglichkeit freuen.

Was ich damit sagen will: Arbeit ist kein Wert an sich. Arbeit ist ein Übel; ein notwendiges Übel zwar, aber eben ein Übel. Arbeit ist ein Mittel zum Zweck, mehr nicht.

Kommentar von 1e984dbe12c8a779526c498701b8bc73smallKnowledge am 21. August 2007 19:42

Na, Wolf...ich habe mir bisher immer den Luxus geleistet, Spaß an meiner Arbeit haben zu wollen (meistens). Dafür nehme ich gern finanzielle Abschläge in Kauf (ich glaube nicht, dass ich dadurch verhungern werde).

Kommentar von poetvl am 21. August 2007 20:34

Hallo, Knowledge. Da gebe ich dir recht. Ohne etwas Spass an de Arbeit ist die ganze Arbeit nichts wert. Arbeit lässt sich dauerhaft nicht alleine in geld Bemessen.

Kommentar von 3fbf5ae46c56cf6a0189124c48debdfcsmallWolfRichter am 21. August 2007 20:54

Ich sage nicht, daß ich unter meiner Arbeit leide, aber wenn ich nicht gut bezahlt würde, würde ich sie nicht machen.

(Übrigens hatte ich eingangs geschrieben, daß es hier um die EHRLICHE Sicht geht, also nicht die offizielle und staatstagende.)


anonym
beantwortet von Albrecht am 21. August 2007 19:34
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Nicht jede Arbeit ist Erwerbsarbeit. Daneben gibt es auch unbezahlte Freizeitbeschäftigungen, ehrenamtliche Arbeit und Arbeit auf Familienebene. Nahrungsmittelproduktion ist natürlich zum Überleben unverzichtbar. Für die Herstellung von Lebensmitteln und anderen Gütern werden aber zunehmend weniger Menschen als Arbeitskräfte gebraucht.

Solange Arbeit das Hauptmittel ist, um seinen Lebensunterhalt zu erwerben, sollten große Anstrengungen unternommen werden, allen, die arbeiten können und wollen, die Möglichkeit einer Erwerbsarbeit zu bieten. Ein allgemeines Anrecht auf ausreichend bezahlte Arbeit ist aber kaum realisierbar. Dann bleibt ein Recht auf Sozialleistungen.

Wer zu krank ist oder keinen bezahlten Arbeitsplatz bekommen konnte und dadurch unter Armut leidet und von grundlegenden Möglichkeiten des gesellschaftlichen Lebens teilweise ausgeschlossen ist, verdient Mitleid. Neid ist eine schlechte Einstellung und daher ganz allgemein nicht richtig. Wer durch starke Arbeitsbelastung unter Stress leidet, wünscht sich vielleicht manchmal ein ruhigeres Leben und mehr Gelegenheit, privaten Leibhabereien nachzugehen.


Xy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^›
beantwortet von Xy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^› am 21. August 2007 19:22
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ich finde es sehr schade das es kein grundrecht des menschen in deutschland ist.

mitleid habe ich mit den leuten, die wirklich arbeiten wollen und keinen job finden.

hier kann man auch nachlesen, das deutschland mal in der uno-menschenrechtsdeklaration ein gewisses recht auf arbeit unterzeichnet hat.

de.wikipedia.org/wiki/RechtaufArbeit - 21k

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallEdgar Niklaus am 22. August 2007 00:17

Grundrecht auf Arbeit. Dass ist totaler Quatsch meine Liebe. Und du regst dich auf, wenn jemand was über den Osten sagt?

Wo soll denn die Arbeit herkommen und wer soll sie bezahlen.

Kommentar von 0be3f38dc2e1d93bdb932d581b9a02easmallXy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^› am 22. August 2007 00:29

ja, edgar, so ist das leider in der marktwirtschaft. grundrechte der menschen zählen da auch nicht mehr als anders wo.

und das wäre nur ein wünschenswertes grundrecht.

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallEdgar Niklaus am 22. August 2007 10:31

ein absolut weltfremdes und illusorisches Recht.


Kai aus  Berlin
beantwortet von Kai aus Berlin am 21. August 2007 19:38
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Theoretisch hat jeder das Recht, sich eine Arbeit zu suchen. Das verbietet ihm keiner. Nur erwarten zu viele Menschen, dass Ihnen ihr Traumjob direkt vor der Haustür angeboten wird, und manche zu Konditionen, die einfach absolut unrealistisch sind. Zudem bekomme ich immer wieder mit, dass garnicht mal so wenige sich für irgendeine Arbeit zu schade ist, trotzdem er/sie Almosen vom Staat beziehen. Vor solchen Leute kann ich keine Achtung haben. Trotzdem ist es aus eigner Erfahrung schwer, geeignete Arbeitskräfte zu finden. Nun höre ich noch etwas von Fachkräftemangel in Deutschland ... Wegen fehlender Arbeitskräfte holt man für Pflegedienste, Hotelgewerbe und für die Ernte Leute aus dem Ausland. Also es ist nicht so, dass einfach keine Arbeit da wäre ...





ulrich46
beantwortet von ulrich46 am 21. August 2007 19:38
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Also, es ist Grundsätzlich so, nach der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland hat jeder Bürger des Staates selbst für seinen Unterhalt aufzukommen. Das Recht auf Arbeit verfassungsmäßig zu verankern, scheitert schon am realen Arbeitsmarkt. Woher Arbeit nehmen und nicht stehlen, wenn keine da ist. Natürlich ist Arbeit genug vorhanden, aber so lange die Sozialabgaben auf den Arbeitslohn aufgeschlagen werden, so lange wird die Arbeit im Lande teuer bleiben und dahin ziehn, wo sie für die Arbeitgeber billiger zuhaben ist. Es dürfen keine Reförmchen gemacht werden, sondern es muß eine radikale Revolution auf dem Arbeitsmarkt stattfinden.

Kommentar von Kaldex am 21. August 2007 19:43

Und wie soll diese angebl. Revolution aussehen? Soll der Staat (der doch jetzt schon 5,63 % des MwSt.-Aufkommens in die Rentenkassen überweist!) die Sozialabgaben komplett übernehmen? Das wäre ein Griff in die eine Tasche um in die andre was zu stecken!


LittleGiant
beantwortet von LittleGiant am 21. August 2007 19:44
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Ist das "Recht auf Arbeit" nicht sogar Bestandteil des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland!? Natürlich hat jeder ein Recht auf Arbeit! Leider hat der Arbeitsmarkt aber nicht für jeden was zu bieten... Ich denke, dass man heute jeden Job annehmen muss, den man kriegen kann - auch Jobs, die man nicht mag. Ist jedenfalls besser, als von dem bisschen ALU und Sozialhilfe zu leben.

Kommentar von 3fbf5ae46c56cf6a0189124c48debdfcsmallWolfRichter am 21. August 2007 20:37

Nein; es gibt im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland kein Recht auf Arbeit.

(Du verwechseltst das mit der Verfassung der weiland DDR, die als Kehrseite allerdings auch die Arbeitspflicht kannte. - Auch im Westen konnte man sich im Jurastudiumr rechtsvergleichend mit der Verfassung der DDR beschäftigen.)

Wohl deshalb hat die Verfasserin der Frage diese auch richtigerweise philosophisch betrachtet wissen wollen.

Kommentar von 2dc56293bded079f1517504c274b3034smallengelhaar am 21. August 2007 20:38

Genauso ist es, und weil es heute keine Vollbeschäftigung mehr gibt muß etwas völlig Neues her, auf dieser Site ist es sehr gut geschrieben:

http://www.unternimm-die-zukunft.de/

ich hoffe ich erlebe die Einführung noch.


anonym
beantwortet von poetvl am 21. August 2007 20:32
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Ich denke mal jeder hat schon das Recht auf Arbeit, allerdings auf solche die im ein Leben in Ehre und Würde ermöglichen. Arbeit muss allerdings auch zumindest mehr Spass machen als frusten, sonst geht man kaputt. ( Man arbeitet ein Drittel seiner Lebenszeit.) Arbeit heisst auch, dabei zu sein, in der Gesellschaft,in der Gemeinschaft. Kontakte mit Menschen zu haben, kurzerhand ein soziales Umfeld zu haben. Wenn man mit solchen Sachen noch seinen angemessenen Lebensunterhalt verdient ist es noch besser.


M S
beantwortet von M S am 21. August 2007 21:57
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Auf jeden Fall, jeder hat ein Anrecht auf Arbeit. Das ist eines der Dinge die man sich ruhig von der ehemaligen DDR abgucken könnte.

Kommentar von 6d7dedd6cb0cf31d8895af96b8052ffcsmallkrauthexe am 21. August 2007 22:02

Da hatte zwar jeder Arbeit,aber noch längst nicht jeder was zu tun.Eh hier das Geschrei losgeht:Ich bin selbst gelernter Ossi!:-)))

Kommentar von 6d7dedd6cb0cf31d8895af96b8052ffcsmallkrauthexe am 21. August 2007 22:04

1x hätte auch gereicht.:-)

Kommentar von Afa7322d43476ffb81dc69b9b1dba8desmallM S am 21. August 2007 22:18

Ist aber wie die Kinderkrippen oder die 0-Promille-Grenze. Es gibt Dinge die man (bin kein Ossi) ruhig von drüben übernehmen könnte. Auch wenn es nicht immer was zu tun gab (was ja auch teilweise daran lag daß der Westen ein Embargo unterhielt, strenggenommen), die Idee an sich ist richtig.


ichdaampc
beantwortet von ichdaampc am 21. August 2007 19:25
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ich finde jeder sollte einen job haben und wenn er keinen hat soll er sich bemühen (rentner und arbeitsunfähige ausgeschlossen)einen zu bekommen. ich hab keine lust steuern zu zahlen, damit andere leute ihre ärsche auf ihrem sessel vor der glotze mit der teuren heitzung zu wärmen... sogar ich habe schon einen job, obwohl ich schon noch ziemlich jung bin zum arbeiten und noch nicht mal (fertig) studiert habe. jeder kann sich nen job besorgen. mit nem job ist das leben viel angenehmer! man hat was zu tun und kann sich eine schöne wohnung zulegen, sich auch mal was leisten...


neurodoc
beantwortet von neurodoc am 21. August 2007 21:32
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Jeder Mensch hätte ein Recht auf Arbeit, wenn diese Verfassung nicht wäre! Es schien zu Zeiten der Verfassungsgründung nicht notwendig, dieses Gesetz mitaufzunehmen, wohlwissend, was die Marktwirtschaft für Folgen hat!


anonym
beantwortet von pepe33 am 22. August 2007 21:48
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Hallo Heidemarie und alle Interessierten:

Recht auf Arbeit oder nicht? Das ist völlig egal.

Die Weichen für die Zukunft eines Menschen werden in der Kindheit gestellt. Und je früher eine Weiche nach oben gestellt wird, desto größer ist die Chance für einen "Traum-Job"

Somit sind in meinen Augen in erster Linie die Eltern in der Pflicht!

Bitte nicht falsch verstehen: Ich meine nicht, dass die Kinder gedrillt werden. Doch Eltern sollten sich Zeit nehmen und viel Zeit mit ihren Kindern verbringen und sie entsprechend fördern. Leider werden diese oftmals einfach nur abgeschoben oder beide Elternteile sind gezwungen voll zu arbeiten, und dann ist es schwer, sehr schwer, viel Zeit für die Kinder übrig zu haben. Ich spreche da aus Erfahrung..:-))

Wären Jobs heutzutage gut bezahlt, bräuchte ja ggf. nur ein Elternteil arbeiten oder man arbeitet jeweils 2/3.

Folge: Zeit für die Familie, weniger Betreuungskosten für den Staat, gute Bildung der Bevölkerung, kein Mangel an Fachkräften (siehe aktuelle Presse), effektive Wirtschaft, weniger Arbeitslosigkeit, weniger Sozialkosten, somit auch weniger Staatsverschuldung, weniger Kriminalität, weniger Suchtkranke, daraus resultierende Ersparnisse im Krankenkassensystem + + +...

Also, liebe Eltern: an die Kinder und los...:-)


Katzentatze
beantwortet von Katzentatze am 25. August 2007 13:03
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Philosophisch gesehen möchte keiner wirklich arbeiten und würde es wahrscheinlich auch nicht tun, wenn er es nicht müßte. Das heißt nicht, dass sich nicht jeder gerne mit etwas beschäftigen möchte. Realistisch sehe ich das ganz anders. Jeder, der körperlich dazu in der Lage ist sollte auch bis zu einer gewissen Altersgrenze arbeiten müssen. Und wenn er die Straße fegt. Wer heute arbeitsfähig ist und es nicht tut, weil es ihm zu wenig Geld ist, er keine Lust hat aufzustehen, etc. ist ein Schmarotzer und hat kein Geld vom Staat verdient. Ich bin davon überzeugt, wenn der Staat den Leuten bei Arbeitslosigkeit noch 1 Jahr den "Lohn" weiterzahlen würde, damit sie sich in Ruhe neue Arbeit suchen können, und dann nichts mehr, hätten wir lange nicht so viel Arbeislose. In Schweden wird es so schon lange gemacht und es funktioniert prima. Das gesparte Geld steckt der Staat dann in die Kinder- und Jugendbetreuung. Darum gibt es dort auch nur noch sehr wenig Kinderarmut und die Kinder sind dort wesentlich besser entwickelt.


anonym
beantwortet von Azila am 25. August 2007 12:38
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Eher anders herum: jeder hat Anrecht auf ein ausgefülltes Leben in dem er sich nützlich fühlt. Das hat mit Grundsicherung wenig zu tun, sondern mit natürlichen Bedürfnissen: wer sich nicht nützlich fühlt ist unglücklich. Da wir auch Verbrecher wieder in unsere Gesellschaft einzugliedern versuchen haben wir erkannt, dass es notwendig für den Menschen ist zu einer Gesellschaft zu gehören. Und andersherum ist es eine Schande für unsere Gesellschaft was wir an Ressourcen (Hirnkapazität) brach liegen lassen. Gebt den Menschen eine Aufgabe- und bezahlt sie dafür. Damit meine ich allerdings auch gesellschaftsfördernde Tätigkeiten wie Erziehung, Sauberkeit, Erfindung, Dichtkunst...


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