Frage von guterfrager2211, 67

Meint ihr das sich private Rettungsdienste bewähren können?

Hey ihr! Ich habe mit einen Kumpel gerade eine Diskussion über den Privaten Rettungsdienst gehabt

Ich möchte euch gern fragen wie ihr die Chancen seht das sich eine private Rettungsdienst Organisation in der Regel Rettung bewähren können

Hier meine Meinung

Ich sehe in dem ganzen keinen Sinn ich arbeite persönlich selber im Rettungsdienst Aber sehr folgende Schwierigkeiten

Man braucht ja das Personal (RS,RA,NOTSAN,NA) die kann man ja einstellen das wäre nicht das Problem

Man braucht ein Objekt Ein Haus ein "hof"

Die Fahrzeuge (RTW,KTW, NEF/NAW)

Das og. Soll ja kein Problem sein kann man alles mieten und kaufen

Worin ich das Problem sehe ist Folgendes

-finanzielle Unterstützung (Finanzierung) -fehlende Einsätze (da ja keine alamierung durch ILS/LST -Blaulicht fahrerlaubnis

Das ist meine Meinung wie seht ihr das ? Interessiert mich sehr

Antwort
von Nomex64, 27

Rettungsdienst kann nur eine Organisation oder Firma fahren die vom Träger des RD, also dem Landkreis, damit beauftragt wird.

Ob das eine klassische HiOrg oder eine Firma ist spielt dabei absolut keine Rolle.

Als bei uns im Landkreis Falck die Ausschreibung gewonnen hat wurde damals der Untergang des Rettungsdienst prophezeit.

Denkst das läuft in Teilen sogar besser als das noch DRK oder Johanniter gemacht haben. Habe erst vorhin mit zwei der Kollegen zusammen gesessen, deren Rettungswache ist neben unserer Feuerwehr.

Die kenne ich schon seit Jahren, auch als sie auf der selben Wache noch fürs DRK gearbeitet haben. Den geht es heute nicht schlechter, eigentlich sogar besser, weil sie heute wenigsten einen Tarifvertrag haben. Das gab es beim DRK bis kurz vor Schluss nicht.

Erst als das DRK die Ausschreibung verloren hat wollten sie mit dem Tarifvertrag der Fa. Falck noch einen reinwürgen. Ist dan aber nach hinten los gegangen.

Bei der Übernahme durch Falck stellt sich z.B. auch raus das das z.B. vorgeschriebene Weiterbildungen nicht durchgeführt wurden. Fast die Hälfte der Leute hätte gar nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Falck hat das zum Glück schnell auf die Reihe bekommen.

Wenn man sich die HiORgs richtig anschaut hat der Regelrettungsdienst mit den eigentlichen HiOrgs auch nicht wirklich mehr was zu tun. Das sind in aller Regel eigenständige GmbHs die quasi nur noch das Zeichen der HiOrg spazieren fahren. Wenn man bei manchen hinter die Kulissen schaut ist das zum Teil schon Mafia-ähnlich. Das Schlimmste ist die Verquickung von Politikern und HiOrgs.

Zum Glück gibt es noch die Leute die tagtäglich auf den Rettungswagen sitzen und ihren Job tun.

Antwort
von triggered, 42

Ich könnte mir vorstellen dass die das günstiger hinkriegen als das rote Kreuz oder so. Es müsste natürlich strenge Vorschriften und Kontrollen zur Qualitätssicherung geben.

Das Geld dürfte von den Kommunen kommen.

Eigentlich hat der EUgh auch schon 2010 geurteilt dass private Unternehmen sowas übernehmen dürfen. (eben gelesen)

und tatsächlich gibt es jetzt auch schon private Rettungsdienste in Deutschland wie zb Falck, die mit rund 400 Fahrzeugen im Einsatz sind.

https://de.wikipedia.org/wiki/Falck_A/S#Deutschland

Kommentar von guterfrager2211 ,

Danke für Ihre Antwort da muss ich gleich mal suchen es wäre ja auch eine Entlastungen für "echte hiorgs" ich selbst habe mehr Überstunden als man eigentlich gebrauchen könnte am besten ja gar keine Überstunden aber das bleibt nicht aus in diesem Beruf schließlich ernähren wir ja alle eine Familie

Kommentar von triggered ,

Ich glaube nicht dass das gedacht ist um euch zu "entlasten". Das Geld geht halt entweder an eine Hilfsorganisationen oder an private Unternehmen. Das ist Wettbewerb, je nach dem müssen die Hilfsorganisationen auch Arbeitsplätze streichen

Antwort
von exxonvaldez, 31

Wieso?

Der Rettungsdienst wird in den meisten Komunen ausgeschrieben.

Der billigste Anbieter gewinnt. Wo ist das Problem?

Siehe Stadler oder Gard, die auch Regelrettung fahren.

Kommentar von guterfrager2211 ,

Ja das stimmt aber man hört ja von den meisten Mitarbeitern (die privaten nützen nix und so ein zeug) wie ich oben schon geschrieben hab ich sehe die gehassten "privaten" als Entlastungen danke für deine Antwort!

Kommentar von exxonvaldez ,

Meiner Erfahrung nach sind die oft sogar besser ausgestattet und tun mehr für die Patienten, zwecks Kundenbindung, Krankentransport usw.

Kommentar von guterfrager2211 ,

Ja ich muss dazu sagen ich meine jetzt nicht die großen privaten wie gard oder promedica oder den ktow sondern eher die ganze kleinen die darin das große Geld sehen also wirklich diese kleinen einzelunternehmer rettungsdienste die keiner kennt

Kommentar von exxonvaldez ,

Wenn ihr überlastet seid, ist die Bedarfsplanung falsch und muss angepasst werden.

Üblicherweise geschieht das, wenn die Hilfsfristen nicht mehr eingehalten werden.

Mit den sog. "privaten Rettungsdiensten" hat das aber nichts zu tun.

Kommentar von guterfrager2211 ,

überlastet ist so ein Wort worüber man streiten kann hilfsfristen werden schon eingehalten aber meiner nach ist der Bedarf der Notfallrettung weniger als angeboten zumal wir nur 5% richtige Notfälle haben und der Rest eigentlich nichts für den Rettungsdienst ist zbs. Großer zeh tut seit 8 Wochen weh was ich auch interessant fände wo die kleinen privaten die Blaulicht Erlaubniss herbekommen (die die nicht über die ILS alarmiert werden)

Antwort
von Rosswurscht, 35

Bei uns in Regensburg fährt der RKT, die werden über die ILS alarmiert.

Kommentar von guterfrager2211 ,

Ja in Leipzig gibt es auch 2 "private Rettungsdienste " die durch die ILS alarmiert werden doch durch Gesprächen mit den Kollegen und Kolleginnen stellte sich heraus das dies ein ziemlich harter weg ist diese werden auch gar nicht mehr als "privat" wahrgenommen ich meine es ja eher so Umfragen mäßig ich möchte die Meinungen anderer hören wie sie die Chancen sehen das sich private Rettungsdienste auf langer Zeit bewähren können

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community