messemann am 10.05.2008 um 19:43 Uhr
sie haben sich sehr gern und ich unterstütze das auch. Wenn nun aber meine Tochter mit anderen Kindern spielt, und ihre Freundin kommt dazu, dann dauert es nicht lange und die anderen Kinder sondern sich von den zweien ab. Das tut meiner Tochter dann immer Leid für ihre Freundin. Macht dann aber folgendes, sie geht zu ihrer Freundin und sagt "die können uns mal", spielen wir eben alleine. Abend sagt sie mir immer wie gemein die anderen Kinder doch sind. Ich selbst habe schon mit den Kindern gesprochen das sie doch auch mit ihnen spielen sollen. Da kam unter anderem so ne Antwort:" wie mit so einer"... oder "das haben mir meine Eltern verboten". Ich finde das Abstosend. Was soll man tun?

Deine Tochter macht - vielleicht - ganz unbewusst etwas, was sehr schön ist... sie entwickelt Sozialverhalten, auch, wenn sie dabei auf der Strecke bleibt... Versuche mal ein Gespräch mit den Kindern zusammen... Der Umgang mit Behinderten ist ebenso spassig und gerade NOCH bei Kindern oft unbeschwert...
Meine Hochachtung für deine Kleine... sie sei hiermit lieb gegrüßt !
MP

Wenn dir so viel daran liegt(was ich übrigens gut finde)dann rede mal mit deren Eltern, die können am besten auf ihre Kinder einwirken und würden das sicher auch unterstützen!!!
gigaGurke am 10. Mai 2008 19:51 das ist wahrscheinlich wirklich das beste. DH
Du kannst sehr stolz auf deine Tochter sein, doch zwischen den Zeilen lese ich, dass du befürchtest, dass deine Tochter durch diese Freundschaft ins Abseits gerät. Menschen mit Mut und Charakter sind den anderen oft unheimlich.

Vielleicht mal ein Elterntreff veranstalten und die Familien aufklären über das Down Syndrom und über die Problematik, wie sich die Kinder verhalten. Evtl. Schule/Lehrer einbeziehen (Sozialkompetenz). Und deine Tochter weiter unterstützen und stärken, aber das machst du ja bereits. Toll!

Ich glaube, dass man da -spontan zumindest- leider nicht so wirklich viel tun kann... An sich haben Kinder ja ein ganz natürliches Gespür dafür, wie man mit anderen umgeht; sind aber -wie man auch an deinem Beispiel sieht- ebenfalls sehr geprägt von der Haltung ihrer Eltern. Die wird schlichtweg übernommen. Integrative Kindergärten (und Klassen) halte ich daher für eine prima Einrichtung. Da können die Kinder den selbstverständlichen Umgang miteinander haben, den es eigentlich bedarf. Aufklärung ist ansonsten wohl immer noch vonnöten, so ist es wohl... Womöglich der beste Ansatz; um dann über die Eltern auch diejenigen Kinder zu erreichen, die "mit so einer" nicht spielen dürfen. Wie schön, dass dir (und deiner kleinen Tochter!) gelingt, was für viel immer noch "nicht normal" ist! Lieben Gruß! ;-)
messemann am 10. Mai 2008 19:56 DH
Kinder sind immer der Spiegel ihrer Eltern. Dann weißt du ja auch, was das für Eltern sind, die die Freunde deiner Kinder erziehen. Vielleicht besser so, daß deine Tochter diese Freundin hat. Übrigens, die Tochter meiner Kusine, die auch das Down-syndrom hat, hat letztes Jahr geheiratet und lebt mit ihrem leicht behinderten Mann in einer WG.

Es sind Kinder... also nix.
Es gibt keine härtere Jury als einen Haufen Kleinkinder. Man kann ihnen nicht Pro und Kontra darlegen. Sie entscheiden spontan. Eine Entscheidung, die die eigenen Wünsche zurückstellt und den Versuch einbezieht, sich in die Lage anderer zu versetzen, ist eher etwas für ältere Menschen. Kinder hingegen...naja...sind sprichwörtlich grausam.
Aber Kompliment an deine Erziehung. Deine Tochter wird den anderen Eltern ihre Defizite aufzeigen. ;-)
messemann am 10. Mai 2008 19:53 Wollte nur dazu sagen meine Tochter und ich wir kennen die anderen Kinder nicht. Man trifft sich auf dem Spielplatz und das wars dann auch. Meiner Tochter geht das eben nur dehr nah. Das ist sie nicht von uns gewohnt. Bei uns ist jeder erst mal Mensch und basta.
gigaGurke am 10. Mai 2008 19:58 der verein der super mütter trifft sich wohl hir bei GF.net^^ soll positiv gemeint sein.

Super die Einstellung mancher Eltern! Da gibt es zig Initiativen zur Integration Behinderter und dann so eine Einstellung. Ich finde Dein Verhalten lobenswert! Und ich wünsche den anderen Eltern, dass ihr Kind nie durch Unfall oder Krankheit jemals eine Behinderung bekommt.

Super, wie sich deine Tochter und natürlich auch Du Dich verhälst. Ich habe meinen Kindern auch versucht beizubringen , dass Behinderte keine Menschen zweiter Klasse sind. Und im Kleinkindalter funktioniert das auch ganz gut. Nur leider sind in der Pubertät die äußeren Zwänge oft stärker als das eigene Gewissen oder das bisherige soziale Engagement. Kann man nur hoffen, das deine Tochter willenstark bleibt oder ist !
DH
Auch von mir DH.
find ich klasse ..DH..
;o))