Frage von Pastelnova, 33

Meinen Teil vom Mieterlass nicht bekommen, welche Moeglichkeiten bieten sich mir?

Momentan wohne ich zur Untermiete. Letztes Jahr wurde bei uns das Badezimmer renoviert, was sich sehr lange hinzog. Nach mehrmaligem Fragen ob meine Mitbewohnerin, die Hauptmieterin ist, einen Mieterlass erreichen konnte, verneinte sie. Nun habe ich mit dem Vermieter gesprochen und dieser teilte mir mit, dass wir neben der gleichbleibenden Miete auch eine Monatsmiete erlassen bekommen haben. Was fuer Moeglichkeiten habe ich nun? Habe ich vollen Anspruch auf meine Monatsmiete? Waere der Unterschlag Grund genug fristlos zu kuendigen?

Vielen Dank schonmal

Antwort
von anitari, 8

Da Du keinen Rechtsanspruch auf den Mieterlass Deines Vermieters hast liegt hier keine Unterschlagung vor.

Du hättest für die Zeit der Badsanierung, wie jeder andere Mieter auch, die Möglichkeit gehabt die Miete zu mindern. Von dem Recht hast Du aber keinen Gebrauch gemacht. Sprich der Drops ist gelutscht.

Fristlose Kündigung aus diesem Grund ausgeschlossen.

Antwort
von ChristianLE, 10

Ob der Vermieter deinem Untervermieter einen Mieterlass gewährt hat, ist für dich eigentlich unerheblich.

Es besteht bei Dir nur ein Vertrag mit dem Hauptmieter. Dieser ist nicht verpflichtet, die Mietminderung anteilig an Dich weiterzugeben.

Ansonsten verweise ich auf die Antwort von Gerhart:

Bestandteil deines Mietvertrags dürfte in erster Linie vermutlich nur ein Zimmer sein. Die gemeinschaftlichen Räume darfst Du nur mitbenutzen.

Solange also dein Zimmer nicht von den Baumaßnahmen betroffen ist, dürfte hier auch keine Mietminderung möglich sein.

Antwort
von Gerhart, 12

Du als Untermieter hast lediglich ein Zimmer in der Wohnung deiner Vermieterin (Hauptmieter) gemietet. Üblich ist, dass dir die Benutzung des Badezimmers im Mietvertrag eingeräumt wurde. Die Benutzung kann vermutlich nicht immer oder gar nicht möglich gewesen sein. Deshalb hättest du diesen Mangel deiner Vermieterin nachweislich anzeigen müssen und damit die Miete mindern können. Beides hast du nicht getan. Im Nachgang ist die Mietminderung nicht möglich. Die Benutzung der Mietsache, dazu gehört das Badezimmer nicht, war dir vermutlich immer möglich. Du hast keinen Rechtsgrund von der Vermieterin einen Schadensersatz wie auch immer verlangen zu können.

Antwort
von Orsovai, 18

Ich bin kein Experte, aber ich meine, ein Mieter darf sich am Untermieter nicht bereichern, d.h. beispielsweise durch seine Miete mehr Geld verdienen als der ursprüngliche Vermieter.

Ich denke, Die steht Deine gesamte Monatsmiete zu.

Ich würde das einfach mal ansprechen und sagen, dass Du das Geld haben willst. Wenn Dein Vermieter sich quer stellt auf die rechtlichen Konsequenzen hinweisen.

Kommentar von anitari ,

Wenn Dein Vermieter sich quer stellt auf die rechtlichen Konsequenzen hinweisen.

Welche zum Beispiel?

Kommentar von bwhoch2 ,

aber ich meine, ein Mieter darf sich am Untermieter nicht bereichern, d.h. beispielsweise durch seine Miete mehr Geld verdienen als der ursprüngliche Vermieter.

Mit Deiner Meinung liegst Du aber daneben. Angenommen, ein Hauptmieter mietet sich eine 4-Zimmer-Wohnung für 900 €, kann er ohne weiteres, wenn es der Markt her gibt, drei Zimmer davon für je 300 € vermieten. Wenn er Mieter findet, die das bezahlen, ist es für ihn ein Geschäft, aber keine ungesetzliche Bereicherung.

Unser ganzes Wirtschaftssystem ist doch darauf angelegt, dass Menschen, die unternehmerisch geschickt sind, sich bereichern, also Gewinne erzielen können. Wieviel, das bleibt jedem selbst überlassen.

Angenommen aber, ein Vermieter bekommt mit, dass der Hauptmieter für 3 Zimmer, also nur rund 80 % der Fläche genauso viel bekommt, wie er für die ganze Wohnung, wird er ab bei nächster Gelegenheit so viel Mieterhöhung verlangen, dass die Kröten an ihn weiter wandern oder zumindest möglichst viel davon.

Alles erlaubt, wenn die gesetzlichen Beschränkungen und Vorgaben für Mieterhöhungen eingehalten werden.

Im Fall der Frage hier könnte das bedeuten, dass der Hauptmieter mit seinem Vermieter eine Mietminderung vereinbart hat, weil er selbst das Bad nicht nutzen konnte und weil es sein kann, dass Untemieter/in auch mit Mietminderung daher kommt.

Dass Untermieter/in keine Mietminderung gemacht hat, berechtigt sie nicht dazu, nachträglich die Miete zu mindern. Da hat er/sie das Nachsehen.

Kommentar von Orsovai ,

Okay, dann lag ich daneben, sorry!

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