Frage von Lillie201, 130

Meinem Verlobten verzeihen?

Hallo ich bin in diesem Forum gelandet weil ich mit niemanden über dieses Thema sprechen kann aber einfach es mal los werden muss... Es geht darum das ich mich mit meinem Verlobten extrem gestritten habe weil ich einfach überfordert bin zurzeit mit allem, wir wohnen schon zusammen aber immer wieder streiten wir uns um Geld und das er sich nichtmal mit mir darüber unterhalten kann wie wir die Hochzeit gestalten wollen weil er dann immer nur den Aspekt Geld sieht und meint ich soll mal einen Gang runter schalten. Es ist dann letztens total eskaliert weil das Thema Hochzeit wieder hochkam und ich dann sagte nagut dann heiraten wir eben nicht und er einfach dann kalt darauf ja genau... Ich war geschockt und hab angefangen zu weinen er meinte dann nur ich solle nicht wegen ihn weinen aber ich konnte nicht anders ihn hat es genervt weil er nicht wusste was er machen sollte so hat sich alles hoch gekocht und ich hab angefangen damit das ich auf dieses Leben keine Lust mehr habe am liebsten nicht mehr will mir das alles zu viel wird (ich habe noch ein paar Themen im Leben die mich unglücklich machen auf die ich aber nicht eingehen will) und ich mir am liebsten das Leben nehmen will... Er hat dann versucht mich zu beruhigen aber ich war so in Rage das ich Sachen gesagt habe die echt nicht gingen und dann hat er mir aus Verzweiflung anscheinend mehrfach eine geklatscht (nicht gerade feste man kann es ehr als aufwach Versuch hindeuten von wegen ich solle doch mal klar denken). Ich bin seit dem echt verwirrt und weiß nicht wie ich das deuten soll... Er hat sich entschuldigt und mir versichert das er mir niemals weh tun wollen würde sondern mich ehr aufrütteln wollte. Mich hat schon die Andeutung gestört überhaupt diese Grenze überschritten zu haben das er sowas tun muss ich hab es aber leider auch etwas übertrieben... Sorry für den langen Text aber was würdet ihr in meiner Situation tun ich bin echt überfordert.

Antwort
von Rockige, 15

Und alles nur wegen dem Auslöser "Kosten der Hochzeit"?

Ich versuch mal eben für mich aufzudröseln. Er ist derjenige von euch der die zu erwartenden Kosten der Hochzeit genauer im Auge behalten will - du hingegen möchtest einfach gerne dieses und jenes.

Dann bist du (da du zusätzlich unter Vorbereitungsstress etc stehst) ausgetickt und hast ihm den Satz an den Kopf geknallt "Na gut, dann heiraten wir eben nicht". Seine beipflichtende Reaktion hat dich geschockt. Du hast eigentlich gehofft bzw. erwartet das er umgehend klein bei gibt und alles versucht um dich umzustimmen.

Das ganze hat sich zwischen euch weiter hoch geschaukelt. Bis du mit einer mehr oder weniger direkten Selbstmorddrohung anfingst. Also sozusagen (eigentlich) emotionale Erpressung. Und so weiter, ein Wort gab das andere... Und dann hat er aus einer Kurzschlussreaktion - um dich aus deinem Zustand herauszuholen - dir eine Ohrfeige verpasst. Geht eigentlich nicht, denn man kann es sicher auch anders lösen.... Aber nun ja.

Und jetzt überlegst du ob du ihm diesen Schritt verzeihen sollst oder nicht.

Klingt für mich nach einem hausgemachten Problem.

Sprecht darüber, sprecht über den Auslöser und eure aktuelle Grundsituation. Sprecht genau über euer Hochzeitsbudget, über eure jeweiligen Erwartungen und Wünsche bezüglich der Hochzeit. Schaut was ihr wo machen könnt, ob denn wirklich der eine oder andere Posten genau so sein muss und ob es nicht irgendwo doch etwas kostengünstiger geht. Schaut gemeinsam was ihr mit dem eingesparten Geld anschließend gemeinsam machen könntet. Das motiviert noch zusätzlich.

Macht euch klar das es niemandem etwas bringt wenn ihr euch kaputtplant. Das belastet eure Beziehung ja offenbar zu sehr. Teilt euch die Arbeit auf, holt vielleicht eine vertraute Person mit ins Planungsboot.

Nur so könnt ihr den Planungsstress und Vorbereitungsstress im Rahmen halten. Und nur so könnt ihr die stressbedingten Auswirkungen minimieren.

Antwort
von konstanze85, 14

Ein paar Satzzeichen und Absätze wären gut gewesen. Es ist sehr anstrengend Deine Frage zu lesen. Du wirst weniger Antworten bekommen als erhofft.

Ich denke, von einer Hochzeit seid ihr BEIDE weit entfernt. Wobei ich hier sagen muss, dass ich Dein Verhalten weitaus extremer und schlimmer finde.

Was ist los mit Dir? Du hast doch gesagt, dass ihr dann nicht heiraten solltet und er hat Dir im Grunde nur zugestimmt.

Und dann drohst Du gleich mit Selbstmord? Nein, normal ist das bei weitem nicht.

Ich möchte nicht wissen, was Du in Deiner blinden Wut noch alles gesagt hast. Du wirst wissen, warum Du uns das nicht erzählst.

Da ist es für mich kein Wunder, dass er (der ja nun kein Psychiater ist, denke ich, und nicht wissen kann, wie man mit solchen Ausrastern professionell umgehen sollte) in seiner Verzweiflung irgendwie versucht hat Dich wieder unter die Normalen zu holen.

Dir fehlt es auch sehr an Selbstreflektion.

Wenn Du es richtig machen willst, dann leg das Thema Heirat auf Eis und konsultiere einen Therapeuten.

Unter solchen Umständen sollte man nicht den großen Fehler begehen und eine noch stärkere Beindung eingehen, das endet im totalen Chaos.

Und iwe Du siehst, schreckt er auch schon vor dem Gedanken "Heirat" zurück. Soweit ist es also schon.

Antwort
von Muadeep, 28

Schreib doch mal alles sachlich in Strichpunkten auf, was dich überfordert und was deine ToDos sind. Dann hast du eine einfache Liste über die ihr in Ruhe sprechen und abarbeiten könnt.

Beim Thema Hochzeit kann ich ihn gut verstehen. Ein Hochzeit ist teuer und oft ein Kompromiss. Auch da würde ich dir eine Liste empfehlen. Eine von dir und eine von ihm. Gerade für Hochzeiten gibt es budgetplaner fürs Handy oder für den Laptop. Bei uns war eine grobe Richtlinie 150-200 Euro pro geladenen Gast. Eingerechnet war dabei alles vom Kleid über die Ringe bis zu der mitternachtstorte. Das ist wirklich viel Geld und wahnsinnig viel Planung, die viel Vorlauf braucht, Ca 6-12 Monate. Plane mit deinem Kopf und nicht nur mit deinem Bauch.

Der "wachrüttler" ist natürlich sehr bedenklich. Wenn das auch nur 1 weiteres mal vorkommt, solltest du deine Konsequenzen ziehen.

Und noch ein Tipp. Überforderung entsteht oft durch Chaos, weil du den Anfang nicht erkennst und das Ende nicht siehst. Also bring Ordnung und Verstand in dein Leben. Nichts ist so wichtig, dass du dich davon runterziehen lässt.

Antwort
von Ostsee1982, 26

und ich hab angefangen damit das ich auf dieses Leben keine Lust mehr
habe am liebsten nicht mehr will mir das alles zu viel wird (ich habe
noch ein paar Themen im Leben die mich unglücklich machen auf die ich
aber nicht eingehen will) und ich mir am liebsten das Leben nehmen
will...

Ich finde, dein Verlobter hat nicht Unrecht. Offenbar ist es nicht eine Hochzeit die du derzeit brauchst sondern eine Therapie. Ich kann mir diese Situation in etwa vorstellen und finde nicht, dass du deinem Verlobten "verzeihen" musst sondern dich mal selbst reflektieren wenn du wegen der Hochzeit so derart eskalierst, bei einem Ereignis was ja etwas gut durchdachtes und vorallem schönes sein sollte. Du erpresst ihn emotional, drohst damit dir das Leben zu nehmen aber bist jetzt verwirrt wenn er dir ansatzweise eine klatscht damit du wieder zur Besinnung kommst?

Was soll man da schon tun wenn der Partner so hysterisch wird? Er hätte dich auch alternativ wie ein kleines Kind in ein Zimmer sperren können bis du dich wieder beruhigst wenn du auf Worte nicht mehr reagierst. Ich würde mir dieses Drama an seiner Stelle nicht antun wenn das jetzt schon so los geht.

Kommentar von kugel ,

Danke Ostsee! Sehe ich genauso!

Antwort
von NB123, 49

Hallo Lillie201.

Zum ersten Mal weiß ich tatsächlich nicht sofort, wie ich auf eine Geschichte reagieren soll. Allein die Vorstellung, dass es zwischen mir und meinem Verlobten zu so einer Situation kommen könnte, erscheint mir absurd. Auf jeden Fall zu Anfang:

Gewalt, in jeder Art von Beziehung, ist absolut nicht zu entschuldigen!

Ich weiß durchaus, wie man sich gut in eine Situation hineinsteigern kann, aber seine Reaktion war absolut unpassend und nicht nachzuvollziehen. So wie sich dein ganzer Text anhört, läuft eure Beziehung mehr als schief.

Du beschreibst, dass ihr Geldnöte habt und dass er sich darüber aufregt, wie du an das Thema Hochzeitsplanung gehst. Doch ist seine Meinung in der Hinsicht unsinnig? Wir sparen seit 2 Jahren für unsere Hochzeit, die sehr klein ausfallen wird, aber wir entscheiden solche Dinge zusammen. Mir erscheint es nicht besonders angemessen, eine Hochzeit ausrichten zu wollen, wenn man überhaupt kein Geld zur Verfügung hat. So wie es scheint, nimmst du seine Meinung in dieser Hinsicht nicht so ernst wie deinen Wunsch, deine Hochzeit zu planen.

Darüber hinaus scheinen sich manche Probleme bei euch sehr hochgeschaukelt zu haben, sodass zumindest dein Verlobter schon darüber nachdenkt, eure Beziehung nicht mehr zu vertiefen. Anscheind sind da viele Dinge zwischen euch nicht ausgesprochen, dabei ist das - meiner Erfahrung nach - das A und O einer Beziehung. Ihr müsst ehrlich damit anfangen, offen über eure Gefühle, Sorgen, Ängste, aber auch glücklichen Momente zu reden. Und eventuell solltest du lernen, ihm gegenüber Gefühlsausbrüche zu meiden, da es ihn scheinbar sehr überfordert. Wenn es so viele schreckliche Dinge in deinem Leben gibt, solltest du eventuell über eine Verhaltenstherapie nachdenken, da auch eine angeschlagene Psyche eine Beziehung arg belasten oder gar zerstören kann, wenn der Partner mit der Gesamtlage überfordert ist.

Also, um es zusammenzufassen: Redet miteinander, sonst kannst du dir die Hochzeitsvorbereitungen tatsächlich sparen. Nimm ihn und seine Sorgen so ernst, wie du es dir auch von ihm wünscht und arbeite auch an dir. Versuche, eine gute Struktur in dein Leben und in euer gemeinsames Leben zu bringen und trefft Entscheidungen gemeinsam. So läuft eine Beziehung und so sollte auch eine Ehe laufen.

Ich wünsche dir und ihm viel Kraft & Glück

NB123

Kommentar von konstanze85 ,

Gewalt, in jeder Art von Beziehung, ist absolut nicht zu entschuldigen

Und wie steht es mit emotionaler Erpressung und übler Beleidigung? Doch hoffentlich genauso.

Ich denke auch, dass es Gewalt in einer Beziehung nicht geben darf, aber was er in dieser Situation getan hat, kann ich absolut nachvollziehen. Sie war total hysterisch und außer Kontrolle. Und er wusste sich nicht anders zu helfen. Wäre er gegangen, wäre es sicher weiter eskaliert.

Kommentar von NB123 ,

Das wollte ich nie bestreiten. Meiner Ansicht nach, kann man in diesem Fall auch noch nicht von der "klassischen Gewalttätigkeit" sprechen, da es - so wie beschrieben - eine Verzweiflungsaktion war. Dennoch halte ich körperliche Gewalt trotzdem für eine Straftat, während emotionale Erpressung und üble Beleidigung bei einem Streit für mich schlicht unter "Trennungsgrund" fallen.

Antwort
von SirRamic, 32

Das Problem ist vermutlich auf beiden Seiten weit vielschichtiger als es auf den ersten Blick wirkt. Ich weiß sehr gut, wie stressig solche Hochzeitsvorbereitungen sein können (bei mir geht's nächste Woche auch zum Standesamt).

Das mit dem Geld ist nicht immer ein Zeichen von Geiz, sondern kann auch ganz andere Gründe haben. Einerseits spielt Erziehung hier natürlich auch eine sehr große Rolle. Wenn man immer beigebracht bekommen hat, dass man sparen muss und ein einziger Tag so etwas nicht Wert ist, hat man da natürlich eine andere Einstellung als eine Person, der ein Leben lang gesagt wurde, dass dies der wichtigste und festlichste Tag im Leben ist.

Wenn dein Verlobter durch andere Gründe Zukunftsängste hat, kann auch das sich darin äußern, dass er Angst davor hat, zu viel Geld auszugeben.

Einerseits musst du deshalb auf seine Wünsche und Ängste eingehen, andererseits ist es wichtig, dass er auch deine Bedürfnisse versteht und ihr beide solltet zu Kompromissen fähig sein.

Beleidigungen und Gewalt sind nie hilfreich und sollten eigentlich auch im Streit nie passieren. Versucht, dass ihr eine ruhige Atmosphäre schafft, euch irgendwo gemütlich hinsetzt und ruhig und offen über eure Bedürfnisse redet. Ganz wichtig ist, dass ihr nicht anschuldigt ("Immer bist du so sparsam"), sondern Ich-Botschaften sendet ("Ich finde, dass es uns gut genug geht, mir ist dieser Tag sehr wichtig, wieso ist er dir zu teuer?") usw.

Ich hoffe, dass du über die anderen Aspekte, die es dir so schwer machen und dich sogar zu Selbstmordgedanken treiben, offen mit ihm reden kannst. Auch so etwas ist in einer Beziehung sehr wichtig.

Wie weit seid ihr denn schon mit der Planung? Steht ein Termin fest oder sind es nur allgemeine Überlegungen? Wie lange seid ihr zusammen/verlobt?

Antwort
von nnblm1, 48

Geht zu einer Paarberatung.

Antwort
von Nico63AMG, 47

Hallo! Zu deiner Situation kann ich sagen, dass Geld eine große Rolle spielen kann, aber niemals größer als eure liebe!!
Sprich mit ihm drüber, erklär ihm deine Situation, und er für seine. Es ist schade, dass eine Hochzeit wegen Geld vielleicht nicht zustande kommt. Ihr liebt euch doch und das ist das was zählt. Eine Hochzeit ist in der Regel ein einmaliges Ereignis und sollte dann auch unvergesslich sein. In 10 Jahren ist es euch egal ob diese jetzt 5000 oder 10.000 gekostet hat..
Zu dem Thema mit der Backpfeife, das ist Grenzwertig, natürlich kann es sein, dass mal Emotionen überkochen, aber handgreiflich sollte niemand werden, sofern es ein wachrütteln war, gut - müsst ihr wissen.
Ich wünsche euch viel Kraft

Kommentar von NB123 ,

Liebe hat m.E. nichts mit Hochzeit zu tun. Wenn die Liebe im Vordergrund steht, sollte man auch auf so eine kostspielige Feier zugunsten seines Partners verzichten können oder einen Kompromiss finden.

Antwort
von Wippich, 30

Ich denke mal das Du ihn nicht mehr lange halten kannst.

Antwort
von howelljenkins, 32

ihr wohnt zusammen und streitet ueber geld. du drohst sogar mit selbstmord.

ganz offenbar habt ihr fundamentale probleme in eurer beziehung. deshalb solltet ihr meiner ansicht nach das thema hochzeit vorlaeufig komplett zurueckstellen und erst einmal eure alltagsbeziehung in ordnung bringen.

darueber hinaus frage ich mich, ob du moeglicher weise psychische probleme hast, die mit der beziehung gar nichts zu tun haben. mal eben mit selbstmord zu drohen und komplett die fassung zu verlieren ist ja auch nicht ganz unbedenklich.

Antwort
von Jersinia, 40

Ich würde die Hochzeit erstmal sehr weit nach hinten schieben und

1. abwarten ob dasmit der Gewalt nochmal passiert und dann SOFORT gehen

2. mir sehr genau überlegen, ob jemand, mit dem ich über Geld streite, der richtige Ehemann für mich ist. Dieses Streitthema wird euch vermutlich für den Rest Eurer Ehe  begleiten.

Antwort
von SirGeforce, 34

Ich habe mir den Text 3 mal durchgelesen. Ich sehe bei seinem Handeln keinen Fehler.

Kommentar von howelljenkins ,

naja, ueber die ohrfeigen kann man schon streiten

Kommentar von SirGeforce ,

Es gibt schon einen Unterschied zwischen n paar leichten Schellen, um wieder klar zu kommen und häuslicher Gewalt, findest du nicht?

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