Frage von schachor, 64

Meine Tochter(30 J.) hat 3 Kinder(6 Monate,4 Jahre und 9 Jahre)und ist psychisch schwer krank.Am meisten leidet die Älteste(10)Wie bekommen wir das Sorgerecht?

Hallo,Ihr Lieben, um euch die ganze Sache verständlich zu machen muss ich etwas ausholen. Meine Tochter(30) war schon immer schwierig.Mit 12 hatte sie ihren ersten Freund der Albaner war und in einem Migrationszentrum wohnte.Danach laufend neue Männerbekanntschaften.Wir wussten uns nicht zu helfen und schalteten das Jugendamt ein.Sie lief dann laufend von zuhause weg und hielt sich immer in irgendeiner Asylunterkunft auf,wo wir sie dann jedesmal mit Polizei wieder zurückholen mussten.Dann wurde sie 18 und zog zu ihrem damaligen Freund.Der war drogenabhängig,schlug sie und am Ende nahm sie auch Drogen.Wir waren machtlos denn sie kam immer nur zu uns wenn sie ganz unten war.Sobald es ihr wieder besser ging,war sie wieder verschwunden.Das war für uns und unsere anderen 3 Kinder nicht leicht.Kurze Zeit später wurde sie dann schwanger.Das Kind kam gleich mit Entzugserscheinungen zur Welt.Als ich die Schwester darauf ansprach meinte sie das meine Tochter einen guten Eindruck machen würde und jetzt wo das Kind da wäre bestimmt die Finger von den Drogen lassen würde.Sie hätte sowieso Schweigepflicht.Als die Kleine 3 Monate war,hat der Typ sie so geschlagen das sie danach in ein Frauenhaus gegangen ist.Dann suchten wir ihr eine Wohnung und dachten das der Spuk jetzt vorbei wäre.Aber nein....sie lernte wieder jemanden kennen....wieder einen Drogenabhängigen.Auch von ihm wurde sie geschlagen und als meine Tochter dann von ihm auch schwanger wurde,stand nur noch dieses Kind im Mittelpunktund er beschimpfte die Erstgeborene immer mit Polenbastard und noch andere Wörter.(Ihr Vater ist Halbpole).Sie hat ihn zwar rausgeworfen,aber er wohnt nur zwei Häuser weiter.Er kommt laufend rüber um seine Tochter zu beschenken oder um sie abzuholen.Die Grosse muss sich beschimpfen lassen und zwar nicht nur von ihm,sondern auch meine Tochter beschimpft ihr eigenes Kind.Jetzt hat sie vor einem halben Jahr erneut ein Kind bekommen,wieder von einem anderen Mann.Zu ihm besteht kein Kontakt.Durch die jahrelange Drogenabhängigkeit ist sie oft aggressiv,wenn wir dort sind kann ich es kaum mitansehen,wie die Kinder behandelt werden.Es gibt kein Frühstück,kein Mittag,die Grosse kann machen was sie will.Um sie wird sich überhaupt nicht gekümmert.Sie wird nur beschimpft.Meine Tochter geht mit den Kindern nicht raus,die Grosse ist den ganzen Tag alleine draussen.Sie geht nicht einkaufen und ein mehrmaliger Versuch der Lehrerin zu einem Gespräch wurde abgeblockt.Der Exfreund holt seine Kleine ab und bringt dann abends was zu essen für die anderen mit.Er bringt die Kleine zum Kindergarten und macht alles was sein Kind betrifft.Meine Tochter und die Grosse werden nur beschimpft.Meine Tochter hat ausserdem seit Jahren Magersucht,sie wiegt momentan nur noch 38 Kilo und das mit drei Kindern.Wir sind sehr traurig.Wir wohnen 500 Kilometer weit weg und haben mit unserer Enkeltochter immer per Handy geschrieben.Wir haben sie getröstet,damit sie schlafen kann.Wie bekommen wir das Sorgerecht ??

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mirarmor, 20

Hallo. Die Geschichte klingt dramatisch und wenn das alles wahr ist, dann glaub ich, dass ihr euch große Sorgen macht. :-( Tut mir sehr leid.

Aber ich fühl mich nicht wohl dabei, Ratschläge zu geben, wie jemand anderen die Kinder "weg nimmt".  Selbst wenn das bei euch gut wäre, wer weiß, wer das hier liest und mißbraucht. Im Grunde ist es für das Kind ein hohes Gut, wenn ein Kind bei seinen Eltern leben kann, auch wenn die Kernfamilie nicht perfekt ist!

Sollte das Kindeswohl aber sehr gefährdet sein, ist das natürlich etwas anderes. Aber die Kinder 500 Kilometer weit weg von ihrem bisherigen Wohnort, ihren Schulen, ihren Freunden zu schicken, das halte ich auch für eine Belastung der Kinder. Seht ihr das nicht ähnlich? Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, dass ihr in die Nähe eurer Tochter zieht, um eure Enkel erst mal auch ohne Sorgerecht mehr zu unterstützen?

Hat eure Enkelin denn selbst den Wunsch geäußert, von zuhaus weg zu euch zu wollen oder sind das nur eure Gedanken?

Für die schlechten Zustände spricht es tatsächlich, dass Lehrer schon das Gespräch gesucht haben. :( Sonst hätte ich Zweifel, ob ihr das aus der Ferne nicht etwas überbewertet in eurer Sorge. Ihr kennt doch den Alltag gar nicht aus eigener Erfahrung. Vielleicht rufen eure Enkel immer dann an, wenn gerade was schlechtes war und sie sauer sind, aber das müssen keine objektiven Bewertungen sein?

Knackpunkt sind aus meiner Sicht die Drogen:

Wenn eure Tochter allerdings tatsächlich drogenabhängig ist, dann gebe ich euch recht, dann sollten keine Kinder von ihr betreut werden. Aber das kann man doch feststellen, ob jemand Drogen nimmt, also wieso ist das Jugendamt da nicht tätig? Habt ihr das selbst mit dem Jugendamt noch nicht besprochen oder habt ihr da Bedenken, eure Tochter "anzuschwärzen"? Wenn ihr das dem Jugendamt gesagt habt, verstehe ich nicht, wie das Jugendamt irgendein Kind dort lassen kann???

Kommentar von schachor ,

Hallo,ja unsere Enkelin hat schon den Wunsch geäussert dort weg zu wollen.Ich bin auch immer dafür das ein Kind bei seiner Mutter bleibt,aber in meinem Fall muss ich einfach jetzt was tun.Es ist richtig das wir nicht immer da sind,aber wir waren schon öfter dort im Urlaub und haben die Zustände gesehen.Es gibt kein Frühstück,kein Mittag,nichts.Erst abends wenn der Exfreund wiederkommt,bringt er Pommes oder Pizza mit.Ich weiss nichtmal ob meine Enkeltochter davon abbekommt.Sie sagt uns immer das Mama keinen Plan von ihrem Leben hat.Sie kommt von der Schule nicht nach Hause,bleibt bis abends weg.Ich denke das sie von Freunden was zu essen bekommt oder sie stiehlt es.Wenn ich sie frage sagt sie das sie eh kein Hunger habe.das Jugendamt unternimmt nichts und wie gesagt,eine Familienhelferin hat meine Tochter abgelehnt und hat auch die Tür nicht aufgemacht,als ein Mitarbeiter vom JA vor der Tür stand.Sie geht auch nicht ans Telefon,lässt die Leute auf AB sprechen um danach über sie zu schimpfen.Sie ist absolut menschenscheu.Die Kleine ist jetzt schon schwer traumatisiert,sie tut als wäre ihr alles egal,erzählt das der Exfreund meiner Tochter sie laufend mit schlimmen Wörtern beschimpft.Sie sieht wie die jüngere Schwester von dem Papa Geschenke bekommt und entwickelt Hass auf die kleine Schwester.Sie muss ab und zu zu ihrem leiblichen Vater,der auch Drogen nimmt und in einer 1 Zimmer Wohnung lebt.Dann wird sie mitten im Schuljahr als krank entschuldigt und wird dorthin geschickt,einfach damit meine Tochter sie mal für ein paar Tage los wird.Sie sagte das sie unsere Enkeltochter nicht lieben kann,da sie aussehen würde wie ihr Vater und den würde sie hassen.Das sagt sie auch zu dem Kind.Ich kann da nicht die Augen verschliessen.Nein wir können und wollen nicht dorthin.Meine Tochter wohnt in einer Grossstadt mit hohem Ausländeranteil,wir wohnen auf dem Land.Hier ist es ruhig und wir sind immer viel draussen an der Luft.Haben noch eine 17 jährige Tochter,die das genauso sieht wie wir....die Kleine muss da raus.

Kommentar von Mirarmor ,

Hallo, wäre es eine Möglichkeit, dass die Enkelin sich direkt mit dem Wunsch ans Jugendamt wendet? Ich weiß das nicht für alle Bundesländer, aber es kann sein, dass das Jugendamt, wenn ein Jugendlicher in Not sich meldet, sogar verpflichtet ist, den Jugendlichen sofort aus der Familie zu nehmen und anderswo unterzubringen! Und der Wunsch der Kinder, wohin sie langfristig kommen, zählt ja sicher auch etwas.

Antwort
von blackforestlady, 17

Dann müsst ihr zu einem Fachanwalt für Familienrecht gehen und vor Gericht das Sorgerecht einklagen. Vielleicht auch überlegen, ob ihr nicht die zwei kleineren aufnehmen könntet. Sobald das Jugendamt dahinter kommt und sehen die Familienverhältnisse Deiner Tochter, werden sie die zwei jüngeren in Pflegefamilien unterbringen. Einfach wird es für euch Großeltern nicht. 

Antwort
von martinzuhause, 23

ihr könnt euch da nur an das jugendamt wenden damit  diese das prüfen. stellen diese dann eine kindeswohlgefährdung mit bekommt die kindesmutter da erst mal hilfe. klappt es dann nicht bekommt das jugendamt evtl. die vormundschaft vom familiengericht und kann dann prüfen was für die kinder am besten ist und sie anderweitig unterbringen

Kommentar von schachor ,

Danke für Deine Antwort.Leider lässt sich meine Tochter auf kein Gespräch ein.Sie ist der Meinung alle wollen was von ihr.Man bekommt sie nicht vor die Tür.Das Jugendamt hätte schon längst eingreifen müssen,aber die sind überfordert,sagen solange das Kind nicht unterernährt aussieht und nicht geschlagen wird,können sie nichts machen.Eine Familienhilfe hat meine Tochter abgelehnt,weil sie denkt das sie eine super Mutter ist und alles richtig macht.Dieses falsche Denken kommt von den Drogen.

Kommentar von Mirarmor ,

Und das Jugenamt hat keine Möglichkeit, einen Drogentest bei der Mutter anzuordnen?

Kommentar von blackforestlady ,

@Keine gute Idee mit dem Jugendamt, sobald die Kinder durch das Jugendamt aus der Umgebung heraus genommen werden. Um so schwieriger wird es für die Großeltern, die Enkelkinder zu bekommen.

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