Frage von voelligkonfus,

Meine Tochter verweigert die Schule

Ich habe seit fast zwei Jahren Schwierigkeiten mit meiner pubertierenden Tochter die im Juni 15 wird. Fing alles auf der Realschule an mit dem schwänzen und wir haben auch schon einen Schulwechsel auf die Hauptschule hinter uns weil sie erst als Grund angegeben hatte sie hätte Schwierigkeiten mit dem Stoff. Jugendamt ist/war eingeschaltet, wir hatten Familienhilfe, die BNVHS, Kinder -und Jugendpsychatrie war am Werk ... also ich habe wirklich versucht was ich konnte, aber jetzt ist wirklich der Ofen aus. Sogar über eine Heimunterbringung wurde nachgebracht und nach zwei wirklich harten Monaten in denen ich mich damit auseinandersetzen musste als Mama versagt zu haben und mein Kind ins Heim zu geben haben wir mit dem JA ein Heim angeschaut. Aber die sagten D. ( meine Tochter) sei ihnen zu schwierig weil sie wütend wurde bei dem Gespräch und gesagt hat das sie nicht in ein Heim will ( ähm... warum auch? ich prügel sie nicht und es geht ihr auch nicht schlecht bei mir) Hallo? ich gebe mein Kind doch nicht weg weil es so nett und angenehm ist?!? Hä??? was hab ich denn da nicht verstanden?

Der einzige Vorschlag vom Jugendamt war dann eine geschlossene Unterbringung in der Kinder-und Jugendpsychatrie von mindestens 3 Monaten. Einzuklagen übers Familiengericht... Dort hat sie vor Weihnachten schon mal 4 Wochen gewohnt und auch während der Zeit Schule geschwänzt ( soviel mal dazu...)

Die BNVHS ( Schulverweigerer die 2.Chance) hat dann auch vor einer Woche noch hingeschmissen und gesagt das sie nichts mehr ausrichten können. D. selber ist dann immer ganz zerknirscht aber sie bekommt es einfach nicht auf die Reihe.

Ihre alte Schule hat sie erstmal bis auf weiteres suspendiert - ganz klasse. Wohin ich mich auch wende stehe ich vor Mauern. Der Vater ist auch keine Hilfe und hat fast noch mehr Probleme als ich an den Hacken.

Man. Ich war zwei Monate arbeitslos und wenn ich D. dann zur Schule gebracht habe ist sie vorne rein und hinten wieder raus.

Ich bin mit meinem Latein am Ende und weiß auch nicht an wen ich mich da noch wenden kann. Will nicht auf RTL2 "Die strengsten Eltern der Welt" landen... :/

Hat ihr vielleicht noch jemand eine gute Idee? manchmal sieht man selber ja den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Auf was ich gut verzichten kann sind Vorwürfe - die mache ich mir selber schon zu genüge und ich musste von Seiten der Schulen und Ämter schon genug einstecken - aber niemand steckt in meinen Schuhen...

LG und danke für das Lesen des Romans

Antwort von Soph93,

Hallo!

Okay, das ist schwer...Hattet ihr denn sonst ein gutes Verhältnis zueinander? Hat sie jemals irgendwie Schwierigkeiten in der Schule gehabt?(Also mit den Leuten,nicht mit der Schule).

Ich denke, ihr muss vor Augen gehalten werden, dass sie heut zu Tage einen guten Schulabschluss braucht, um einen Job zu bekommen! Sie muss ja auch irgendwie einen "Traumberuf" haben, für den es sich vllt für sie zu kämpfen lohnt!!! Und jetzt hat sie noch die Möglichkeit zu wiederholen und den Realschulabschluss zu erreichen. Sind ihre Freunde ähnlich, was Schule angeht?

Ich glaube auch, das ein Heim wirklich keine Lösung ist!!! Ich hatte diese Phase auch ganz schrecklich mit 14, damals hat mich ( schulisch und im Bezug auf mein Verhältnis mit meinen Eltern) ein Auslandsaufenthalt gerettet, die Entfernung und die neuen Erfahrungen haben mich ziemlich reifen lassen, und vorallem begreifen lassen, dass ich mich auf den Hosenboden setzen muss, um etwas zu erreichen!

Ein Wundermittel gibt es wohl kaum, aber ich denke, ihr vor Augen zu führen, dass sie einen Abschluss braucht, und dass du hinter ihr stehst ist das wichtigste...Eine Therapie zusammen wäre dann noch ideal, aber lass sie nicht durch diese Phase ihr Leben verhauen!:)

Ich hoffe, ich konnte dir irgendwie helfen, und vorallem viel Glück und Durchhaltevermögen dir :)

Lg

Antwort von Emoblume,

Du spielst deine Mutterrolle wirklich rührend. Und die Tochter spielt die Rolle als pubertierender Teufel auch herovrragend.

Was hast du ihr denn schon alles für Verbote erteilt? Denn aus der Geschichte sehe ich keine andere Lösung mehr.

Das mit dem Heim ist auch unterste Schublade.

Und wenn deine Tochter zwar von Verbesserung spricht, aber nichts durchsetzt dann würde ich dir einen Kinesiologen empfehlen. Ein Arzt, der Blockaden löst und wirklich gut hilft. (Ich habe jedenfalls nur von positiven ergebnissen gehört und es selbst gemerkt)

Einen anderen Rat als weiter die strenge Mami zu sein, kann ich dir nicht raten. Du tust das Richtige und wenn deine Tochter dann die Verständniss zeigt, wird sie dir danken.

LG und viel, viel glück.

Antwort von Boo2710,

Man muss konsiquenzen ziehen sie dazu zwingen den schwachpunkt finden und sagen wenn das und das nichts word wenn du meinetwegen so rumläufst so in die schule gehst kannst du das und das knicken und da eiskalt dran bleiben.

Kommentar von voelligkonfus,

aha... wie ziehe ich den Konsequenzen? Soll ich sie einsperren, kündigen und mich vor die Zimmertür setzen? Was für Konsequenzen meinst du denn genau? Was für Schwachpunkte? Der Schwachpunkt sind sicherlich ihre derzeitige kleinkindliche Bedürfnisorientiertheit :/ .. aber das sieht sie natürlich ganz anders :(

Kommentar von Arjaden,

Ich würde sie nicht unter den Druck setzen und erpressen, dass du ihr sehr viel verbietest oder wegnimmst, dann endet nur in noch größerem Trotz. Sie muss das gefühl haben dass du hinter ihr stehst egal was ist und sie sich immer auf dich stützen kann. Aber auf der nase rumtanzen darf sie dir deswegen natürlich nicht und muss sich an Regeln wie in die schule gehen halten, auch deine "geduld" hat natürlich grenzen. Vielleicht hat sie Probleme die sie niemandem erzählt die sie sehr belasten und deshalb so ausflippen lassen. Nur auf die Pubertät würde ich es auf jedenfall nicht schieben. Ein Psychologe würde auch nur was nutzen wenn sie es auch wirklich will. Vielleicht öffnet sie sich mal in einem ruhigen gespräch, aber das hattet ihr wohl schon. Aber gib dir nicht alleine daran die Schuld, du bist deswegen keine schlechte Mutter. Du hast sicherlich deine fehler gemacht aber die machen alle Eltern.

Antwort von BoltokTheRaper,

Hast Du mit Deiner Tochter darüber gesprochen? Was meint sie denn so?

Kommentar von voelligkonfus,

klar - spreche dauernd drüber. Mal gegen eine Wand aus Wut und "du hast doch keine Ahnung", mal die Zerknirschung und Einsicht in Person - aber ihre "ich werde das ändern, ich will mich ändern -Phasen" halten eigentlich nie länger als ein zwei Tage an. Ich glaub ich hab schon alles an Gesprächstaktiken durch die letzten zwei Jahre... auch ( ich gestehe!) die Anschreitechnik ( auf die ich sicher nicht stolz bin, aber auch ich mache mir Sorgen und musste mit MEINER wut mal raus)

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