Frage von Claudia4711, 136

Meine Tochter ist vermögend. Muss sie für uns die Heimkosten übernehmen?

Hallo Experten,

gestern grosses Thema im Familienverband.

Vater 87 Mutter 77.

Was passiert wenn Beide in ein Heim kommen..

Die Kinder sind in jedem Fall unterhaltspflichtig.

Die Tochter verheiratet, gut situiert mit einem Kind , meint, dass SIE Nichts hat (!)

Sie nicht zahlen müsste ...

Wie sieht es rechtlich aus ?

Eigentum ist vorhanden, eine Firma und 2 Mietshäuser !

Ich würde gerne argumentieren können, wenn das Thema wieder einmal auftaucht.

Für verbindliche Aussagen wäre ich sehr dankbar.

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo Claudia4711,

Schau mal bitte hier:
Eltern Unterhalt

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von berlina76, 31

Nur wenn die Eltern selbst nichts haben. 

Vorrausgesetzt die Eltern haben eine Rente die über dem Grundbedarf liegt und dazu das Geld der jeweilige Pflegestufe sollte das Geld ausreichend sein. Wenn nicht, wird erstmal das Ersparte der Eltern mit angerechnet, bevor man an die Tochter geht.

Die Tochter hat dabei einen höheren Eigenbedarf/Freibetrag als bei der Umgekehrten Situation, wenn die Mutter für die nicht volljährige Tochter sorgt. 

Dazu gehen Verpflichtunger gegen die eigenen Kinder vor Verpflichtungen gegen die Mutter.

Hier aus dem Stehgreif zu sagen ob sie Unterhaltspflichtig ist ist also schwer einzuschätzen. 

Antwort
von sassenach4u, 53

Wenn die Eltern nicht in der Lage sind, aus Ihrem Einkommen die Heimkosten zu zahlen, werden die Kinder herangezogen.

Das geht natürlich nur dann, wenn sie selbst leitungspflichtig sind. D. h. wenn Sie eigenes Einkommen haben und dieses die Freibeträge übersteigt. Zu dem Einkommen zählen alle einnahmen, also auch Erträge aus Kapitalvermögen oder Mieteinnahmen- aber nur die EIGENEN. Hat der Ehemann der Tochter die Häuser allein im Besitz, dann können diese Einkünfte der Tochter nicht angerechnet werden.

Es zählt nur, was sie selbst erwirtschaftet. 

Kommentar von ichweisnix ,

Das stimmt so pauschal nicht. Die Rechtsprechung verwendet hier den Trick der indirekten Unterhaltspflicht, bei der eigene Unterhaltsansprüche als Leistungsfähgikeit gewertet werden.

Antwort
von ichweisnix, 1

Zunächstmal ist jeder selbst für seinen Unterhalt zuständig. Das heißt das die Heimkosten zunächstmal aus den Einkommen und Vermögen von Mutter und Vater zu tragen sind.

Bei der Unterhaltspflicht gilt nun dir Reihenfolge: Ehegatten, Kinder, Enkel, ...

Wobei es immer nur weiter geht, soweit vorher keine Leistungsfähigkeit vorhanden war.

Die Tochter verheiratet, gut situiert mit einem Kind , meint, dass SIE Nichts hat (!)

Die Unterhaltspflicht richtet sich gegen die Tocher und nicht gegen den Ehegatten. Einkommen und Vermögen des Ehegatten beeinflussen allerdings die Leistungsfähgikeit der Tochter und damit die Höhe des Unterhalts. Zu beachten ist ferner, das Kinder im Rang vor den Eltern stehen.









Antwort
von Norina78, 37

Selbstverständlich werden die Kinder belangt, wenn die Rente und/oder Pflegeversicherung die Heimkosten nicht auffängt. Der Selbstbehalt ist relativ groß, aber wenn die Tochter tatsächlich "gut" situiert ist, dann wird sie wohl zahlen müssen. Sie muss ihr Einkommen offen legen und dann wird man sehen, ob sie muss und wie viel....

Kommentar von Claudia4711 ,

.. angeblich hat sie NICHTS somit gehört Alles dem Ehemann  obwohl vor einigen Jahren zusammen gebaut wurde und der Vater der Ehefrau , weil vom Baufach, grösstenteils die Bauarbeiten in Eigenleistung vornahm.. Jetzt hat sie NIX.

Kommentar von Norina78 ,

Das gilt es dann zu beweisen....

Kommentar von ichweisnix ,

Das ist bei Häusern ganz einfach. Der der im Grundbuch steht ist Eigentümer.

Antwort
von janinaschirmel, 53

Also wie genau das rechtlich alles aussieht kann ich nicht sagen. Aber ich finde das Verhalten schon schändlich (bei Geld hört leider jede Vernunft auf). Die Tochter sollte sich schon bewusst sein was Ihre Eltern alles für Sie während der Kindheit, Ausbildung etc. getan und ermöglicht haben. Wenn man die Eltern schon in ein Heim schieben will, ist es in meinen Augen das mindeste, hier bei den Kosten zu unterstützen.

Es zeigt einfach auch das man sein Eltern wertschätzt für alles was Sie für einen getan haben. Wenn man das ganze jetzt vor Gericht oder so erzwingt erzeugt das nichts gutes. Ich kann mir auch vorstellen, das die Eltern über die Diskussion traurig sind. Ich würde meine Eltern, wenn es soweit ist, nach allen Kräften unterstützen damit Sie noch einen schönen Lebensabend haben. Das würde ich auch von meinen Kindern erwarten.

Kommentar von Claudia4711 ,

Es sollte NIEMAND  abeschoben werden in irgendein PFLEGEHEIM..  Das war gestern in einer Unterhaltung " Was wäre wenn  ? !

Kommentar von NormalesMaedche ,

Pflegeheime sind dazu da.

Kommentar von Claudia4711 ,

.. wenn es nicht anders geht, dann ist es auch OK. Mit guten Pflegekräften wäre auch eine Versorgung zu Hause machbar !

Antwort
von PapaSchlumpff, 57

Vom Gesetz aus ist die Tochter verpflichtet für ihre Eltern aufzukommen. Das Argument sie habe nichts würde in diesem Fall nicht relevant sein. Bei mehreren Immobilien die sie anscheinend besitzt wird ja Vermögen haben. Es ist unausweichlich und gesetzlich vorgeschriebene. Die einzige Lösung wäre gewesen eine sogenannte Pflege Rente für die Eltern abzuschließen in deren Zeit als diese noch arbeiten konnten. Falls du dazu noch Fragen hast kannst du mich gerne anschreiben.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten