Frage von rennmausen, 72

meine tochter harz4 lebt in einer wg nun haben sie sich verliebt und wollen heiraten gibt das ärger?

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Hartz IV, 12

Es kommt darauf an wie lange sie schon zusammen in der WG - leben,in einer reinen WG - würde das ja keine Rolle spielen,weil da eh keiner für den anderen einstehen muss !

Wenn es sich aber dann gar nicht mehr um eine solche handelt,dann könnte man davon ausgehen,dass sie dann im ersten Jahr des gemeinsamen Zusammenlebens nicht für einander einstehen müssen,wenn sie es nicht freiwillig wollen bzw.das Jobcenter ihnen das Gegenteil nachweisen müsste,wenn sie dann ein Paar wären.

Denn man entscheidet sich ja in den seltensten Fällen von heute auf morgen,dass man dann mal so eben heiraten möchte,in der Regel ist man dann vorher ein Paar und lernt sich erst einmal kennen und das hätte sie mitteilen müssen,weil sie dann eben keine WG - mehr gebildet hätten !

Dann wäre er ein Mitglied ihrer BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) gewesen,der sie aber weder wirtschaftlich noch finanziell unterstützt hätte und das hätte sie dann in ihrer Veränderungsmitteilung angeben müssen.

Es könnte dann also durchaus passieren das hier das Jobcenter einen Betrug unterstellt und wenn sie über einem Jahr zusammen wohnen,dann müssten sie den Nachweis erbringen,dass es ab dem zweiten Jahr eben keine wirtschaftliche wie finanzielle Unterstützung vom Partner gab.

Hat er auch nicht viel gehabt,also anrechenbares Einkommen,dann würde es ja auch nicht viel bis gar nichts anzurechnen geben,selbst wenn sie rückwirkend als BG - betrachtet würden,es würde sich dann eben der Regelsatz von 404 € ab 2016 auf 364 € verringern und 2015 von 399 € auf 360 €.

Sollte eine BG - unterstellt werden und sie beschuldigt werden zu unrecht Leistungen bezogen zu haben,dann bleibt der fristgerechte Widerspruch mit Begründung und am Ende die Klage vor dem zuständigen Sozialgericht,die dann über die Forderung des Jobcenters entscheiden müssten.

Antwort
von Gerneso, 33

Nein, auch HartzIV-Bezieher dürfen heiraten. Sollte der WG-Partner und jetzige Verlobte Einkommen durch Arbeit erzielen, freut sich das Amt sogar, denn dadurch ist Deine Tochter ja nicht mehr bedürftig. Er kommt dann ab sofort für sie auf.

Antwort
von MaraMiez, 32

Ärger mit wem?

Sie muss das beim Jobcenter mitteilen (reicht nach der Eheschließung, mit Kopie der Eheurkunde), dann wird die WG als Bedarfsgemeinschaft geführt (logisch, sie ist ja dann verheiratet), was ja bisher vermutlich nicht der Fall war und der Ehepartner muss sein Einkommen offenlegen. Dann wird ihr Bedarf neu berechnet. Wenn er genügend Einkommen hat um auch ihren Anteril der KDU und des Grundbedarfs abzudecken, kann es halt sein, dass sie dann nichts mehr, oder weniger bekommt.

Antwort
von Erklaerbaer17, 25

Etwas mehr Info wäre gut gewesen.

Was meinst du mit Ärger? Heiraten kann jeder. Wie oder wo her sein Geld bekommt spielt da herzlich wenig eine Rolle.

Wenn sie nun also Heiratet, und ihr Mann dann Geld verdient, ist das ihr gemeinsames Einkommen und wird auch von der ARGE so berechnet. 

Wie viel das im Einzelfall ist, werdet ihr dann sehen.

Antwort
von NomiiAnn, 25

Nein. Aber je nach dem wie gut der zukünftige verdient, wird sie kein Geld vom Staat mehr bekommen.

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