Frage von vivilizzyili, 109

Meine Suizisgedanken gehen zu weit. Was soll ich tun?

Seit einiger Zeit geht es mir sehr schlecht. An manchen Tagen, wenn ich weinen muss/kurz davor bin, schlage ich mich öfters gegen die Venen am Arm, auf den Oberschenkel, beisse mir in die Hände, ziehe an meinen Ohren, zwicke mit den Nägeln in Fleisch. Ausser die blauen Flecken merkt niemand etwas, da es nicht wie beim Ritzen aussieht. An anderen Tagen, an den sehr schlimmen, habe ich Suizidgedanken. Keine, wie von den Brücke springen, sondern eher welche, dass ich mir Krebs wünsche. Ich weiss, dass ist ein sehr schlimmer Satz für alle Krebskranken, die nicht sterben wollen. Aber an Krebs bin dann nicht ich schuld. Nicht wie beim Selbstmord. Ich will, dass diese Gedanken aufhören, kann aber nicht zum Psychologen.

Support

Liebe/r vivilizzyili,

es schwierig Dir einen passenden Rat zu geben, ohne Deine tatsächliche Situation genauer zu kennen. Wir möchten Dir aber sagen, dass Selbstmord keine Lösung ist, egal in welcher Situation Du Dich befindest. Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule oder dem Beruf sein. Oder schau mal hier: http://www.nummergegenkummer.de

Herzliche Grüße

Oliver vom gutefrage.net-Support

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von schneeflocke49, 20

Hallo, ich habe auch deine vorherigen Fragen gelesen. Kann es sein, dass du dir wünschst, dass sich deine Eltern mehr Zeit für dich nehmen, dich ernst- und vor allen Dingen annehmen? Wenn du Krebs hättest dann würden sie sich um dich kümmern. Es ist nicht einfach im Schatten einer Schwester zu stehen. Was denkst du würde passieren, wenn du mit deinem Hausarzt erst mal sprichst oder wirklich zu einem Kinder- und Jugendpsychiater gehst? In aller ersten Linie bist du der Hüter deines Lebens und wenn da was nicht stimmt darfst du einen Fachmann/frau aufsuchen. Wenn ein Auto nicht mehr rund läuft, bringt man es in eine Werkstatt. Therapeuten oder Psychiater sind auch Dienstleister, die dir helfen können, weil sie es gelernt haben. Ich finde, dass du dich und deine Familienstruktur gut beobachtest. Du hast Feingefühl. Und weinen darfst du ohne dir weh zu tun. Es hört auch wieder auf. Und du sorgst schon für dich, wenn du hier Fragen stellst. Wichtig ist, dass du dich selbst lieb hast und schaust, was du brauchst. Da darfst du ruhig egoistisch sein. Egal, wie das auf andere wirken mag oder wie es mit der Zukunft aussieht. Ein Grabstein ist keine Zukunft. Dafür gibt es noch viel zu viele Bands zu entdecken. ;-)  Versuche Fan von dir selbst zu werden. Mit einer außenstehenden Person über alles offen sprechen zu können tut einfach verdammt gut. 

LG schneeflocke49

Kommentar von vivilizzyili ,

Danke, dass du dir so viel Zeit genommen hast, mir zu helfen. Ich denke, der Wunsch nach Krebs kommt auch davon. Es gibt viele Gründe. Ich würde gerne zu einer Fachperson gehen, aber momentan ist die Zeit knapp, habe kaum noch Zeit für mich.

Antwort
von Cruiser67, 17

Ähnliche Gedanken wie du hatte ich vor knapp 20 Jahren auch gehabt und ich bin wahnsinnig froh, dass mein Suizidversuch (Tabletten) mächtig in die Hose ging.

Ich hatte anfangs auch solche Überlegungen, dass eine schwere Krankheit ein gutes Alibi wäre, um aus dem Leben zu treten.

Ich wusste ja, dass bestimmte Menschen mich vermissen würden und aktiv zu werden fand ich diesen Menschen gegenüber unfair. Das ich dann doch Tabletten nahm, passierte unkontrolliert im Suff (ich war das erste mal richtig betrunken). Glücklicherweise hatte ich mich im Schlaf übergeben müssen und so kamen die Pillen wieder raus.

Inzwischen bin ich reifer geworden und habe gelernt mit allen Problemen klar zu kommen. Ich weiß jetzt nicht, was bei dir deine Qualen auslöst, aber ich kann dir versichern, dass der Tod keine Lösung ist!

Der kommt früh genug und bis dahin ist es zum großen Teil ganz allein unsere Entscheidung, wie wir unser Leben leben. Da du professionelle Hilfe, die mit Sicherheit das Beste für dich wäre, ausschlägst solltest du dich mit vielen Menschen austauschen und über deine Probleme reden, damit du andere Sichtweisen kennenlernst.

Viele Probleme lassen sich relativieren, wenn man sie aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, aber das erfordert eine gewisse Erfahrung und Mut, sich mit seinen Ängsten auseinander zu setzen.

Ich war selbst erfolgreich in Therapie (im Jahr 2000) und ich habe schwerste Depressionen überstanden. Inzwischen bin ich ein durch und durch positiv denkender Mensch, bei dem zwar nicht alle glatt läuft, aber der das Leben liebt und es zu genießen versteht.

Ich wünsche dir baldige Genesung und die Möglichkeit, schnellstens professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Liebe Grüße und alles Gute für dich!

Kommentar von vivilizzyili ,

Ich bin sehr froh, dass du dem Tod entkommen bist. Mir fehlt der Mut mich selber umzubringen, meinen Liebsten kann ich so was nicht antun. Aber ich habe einfach keine Motivation zu leben, wenn man das überhaupt leben nennen kann. 

Kommentar von Cruiser67 ,

Ich bin gerade auf deinem Profil gewesen, in der Hoffnung ein bisschen mehr über dich zu erfahren.

Du wächst mit einer älteren Schwester auf und ich wuchs mit älteren Brüdern auf. Ich weiß genau, wie ätzend das sein kann ;-) Aber das sind noch normale Probleme. Will deine Schwester nicht bald mal eine eigene Wohnung haben?
Könnte ein wenig helfen! Mein Verhältnis zu meinen Brüdern war auch sehr durchwachsen, aber es wurde besser, als wir anfingen unsere eigenen Leben zu leben.

Hast du dich selbst schon mal gefragt, wie für dich ein optimales Leben aussehen müsste, in dem du glücklich bist? Und wenn du darauf eine Antwort hast, frag' dich, was du dazu beitragen kannst. Es ist sehr bequem, sich dem Ärger hinzugeben, aber es bringt uns nicht weiter. Wir können selbst sehr viel beeinflussen, damit es uns besser geht. Dafür musst du deine Probleme aber erstmal eingrenzen und für dich definieren. Nicht alle auf einmal, sondern Schritt für Schritt!

Ich weiß, in deinem Alter ist das noch sehr schwer.., aber es ist nicht unmöglich!

Es ist jedenfalls keine Schande, eine zeitlang schwach zu sein, besonders in der Pubertät. Aber es ist ein tolles Gefühl, wenn man aus eigenem Antrieb etwas in seinem Leben zum Positiven verändert. Du kannst das auch, da bin ich mir ganz sicher! Das du dich hier angemeldet und dein Problem angesprochen hast, war schon ein Schritt in die richtige Richtung.

Das zeigt, dass du etwas verändern möchtest, aber einfach noch nicht weißt, wie du es anstellen sollst.

Das Gute hier ist die Anonymität, hier kannst du dich öffnen, ohne dich bloß zu stellen. Ich drück' dir die Daumen, dass es dir bald wieder besser geht!

Pass bitte auf dich auf und mach keinen Blödsinn!   Du hast das Leben noch gar nicht richtig kennengelernt und ahnst gar nicht, wie schön es noch werden kann. Auch für dich!

Antwort
von KatzenEngel, 44

Such Dir professionelle Hilfe.

Und noch was: nicht jeder Krebskranke bzw. überhaupt Schwerkranke stirbt, der leidet mitunter endlos, ich glaube nicht, dass Du DAS möchtest...also geh in Dich und sortiere Deine Gedanken.

Du solltest mit jemandem sprechen: Nummer gegen Kummer oder Telefonseelsorge...

Hol Dir unbedingt Hilfe!

Alles Gute :)

Kommentar von vivilizzyili ,

Ich will es auch nicht, weil ich eine Freundin habe, die Brustkrebs hatte und ich habe es immer live miterlebt. Trotzdem kann ich den Gedanken nicht abschütteln.

Kommentar von KatzenEngel ,

Ich verurteile ja nicht mit meiner Antwort, hoffe, es kam nicht so an? Aber ich meine es nur gut, suche Dir Hilfe!

Kommentar von vivilizzyili ,

Nein, natürlich nicht. Ich kann verstehen, wieso man keine tödliche Krankheit will. Danke :)

Antwort
von milena5353, 23

Haben neulisch in einer gruppe über das thema gesprochen einige wünschen sich das auch ich hingegen halte es für keine sinnvolle lösung. Klar kannst du es dir wünschen aber du weist das dein wunsch warscheinlich nicht wahr wird. Und früher oder später wirst du dich entscheiden müssen wilk ich leben oder sterben. Auch wenn du jetzt sagst du willst sterben denk dran es gibt noch viel zu erleben und es kann besser werden.. Ich weis wie du dich fühlst mache das selber gerade durch.. Und vlt hilft uns da nurnoch ein fachmann der uns begleiten wird und uns unsre ejtscheidung erleichtert...

Alles gute dir

Milena

Kommentar von vivilizzyili ,

Dir auch alles gute. Ich hasse es an die Zukunft zu denken, man kann da nur spekulieren. Ich will jetzt sterben, die Zukunft ist mir relativ egal.

Antwort
von DieseProbleme, 57

Hey, die Beste Lösung wäre, wenn du dir einen Psychater/ Psychologen
deines vertrausen gehst was du leider nicht willst.

Oder mit jemandem darüber redest, dem du Vertrauen kannst wie Freund, Freundin, etc.


Kommentar von vivilizzyili ,

Ich kann mit keinem drüber sprechen. 

Kommentar von DieseProbleme ,

Hm villeicht hilft es einfach, dass ( klingt jetzt villeicht Komisch) du dich einweisen lasst in eine Psychatrie.

Außerdem ist dass ja ein Großer Fortschritt, dass du dein Problem bekennst und es schon mal schildern kannst.

Kommentar von vivilizzyili ,

Aber was denken dann meine Eltern über mich? Und meine Zukunft? Ich kann das nicht.

Kommentar von DieseProbleme ,

Schaumal es ist so, dass deine Eltern es besser finden wenn du dir Hilfe suchst am besten Professionelle Hilfe, als wenn du dir weiter Blaue Felcken hinzufügst oder schlimmeres Passsiert...

Antwort
von Kuifje, 50

Vielleicht solltest du erst einmal versuchen, dahinter zu kommen warum du diese Gedanken hast? Warum hast du solche Gedanken?

Kommentar von vivilizzyili ,

Private Gründe. Ich habe mich gut auseinandergesetzt mit meinen Gedanken, kann aber Suizid nicht aus meinem Kopf verbannen.

Kommentar von Kuifje ,

Und wie kommst du auf die Lösung, dass sterben das beste wäre? 

Kommentar von vivilizzyili ,

Nicht die beste, aber das schnellste, einfachste. Freiheit.

Kommentar von Kuifje ,

Wenn du tot bist, hast du keine Freiheit mehr, dann bist du für immer tot. Solange du lebst, hast du beide Optionen! 

Kommentar von milena5353 ,

Weil alles besser ist als mit qualen zu leben.

Antwort
von imaawesomee, 54

"Ich will, dass diese Gedanken aufhören, kann aber nicht zum Psychologen."

Hält man dich irgendwo gefangen? Also doch, kannst du. 

Ansonsten find dich damit ab und versuch lockerer zu werden und Sachen zu ändern die dich stören.

Kommentar von vivilizzyili ,

Natürlich haltet man mich nicht gefangen. Aber in meiner momentanen Lage will ich zum Psychologen, kann aber nicht.

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