Frage von Rosenblad, 107

Meine "Sonntagsfrage" - Was bedeutet und beinhaltet Christ zu sein?

Der Theologe Ulrich Neuenhausen hat einmal über das Christsein folgendes geschrieben: "Die Herausforderung, dem Tier zu widerstehen und sich an den König des Reiches Gottes zu klammern, gilt seit dem ersten Jahrhundert bis heute – und nicht erst für eine ferne Zeit. Sie gilt unter Hitler so wie unter Kim Yong-un, unter Barack Obama wie unter Angela Merkel. Mal ist sie größer, mal kleiner. Mal besteht sie im Widerstand gegen den Druck von oben, mal in der Standhaftigkeit gegen Versuchung von unten. Sie wehrt sich gegen die Verführung des Geldes genauso wie gegen die Unterdrückung der Schwachen und die Ungerechtigkeit der Mächtigen. Sie ringt um das Leben von Ungeborenen im Mutterleib genauso wie um die faire Bezahlung von Textilarbeitern in Bangladesh." (Ulrich Neuenhausen "Zukunftserwartungen in der Offenbarung des Johannes", S.50,51)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sonja66, 73

"Das Wort schon »Christentum« ist ein Missverständnis -, im Grunde gab es nur einen Christen, und der starb am Kreuz." - Friedrich Nietzsche, Der Antichrist, Kapitel 39

:D
Folglich:
Christ zu sein bedeutet für mich, Christ zu werden.
Es ist anstrengend und oft genug unbequem, und doch ergeht es mir sehr gut damit.  :-)
Bei allem spielt die Liebe bzw. das Lieben und ein gesundes Gleichgewicht zwischen allen Polen eine entscheidende Rolle.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Um das zu können, muss ich also erst mal mich selbst lieben. Naja, und damit habe ich erst mal genug zu tun......  ;-)))

"Wissen Sie, ich bin als Atheist in das Konzentrationslager
gekommen, und nach allem, was ich dort erlebt habe verließ ich es als
gläubiger Christ. Mir ist klargeworden, dass ein Volk ohne metaphysische
Bindung, ohne Bindung an Gott, weder regiert noch auf Dauer blühen kann."
- Carlo Mierendorff, nach seiner Befreiung aus der Lagerhaft, zitiert in die-tagespost.de, 15. September 2007

Kommentar von Rosenblad ,

Vielen Dank für die Antwort: Sie schreiben "Es ist anstrengend und oft genug unbequem, und doch ergeht es mir sehr gut damit. "

Wenn ich mir die Frage erlauben darf, was ist in Deutschland am Christsein anstrengend und unbequem - ohne natürlich jetzt ihren ganz persönlichen Lebenshintergrund ausfragen zu wollen und Sie mir die Frage nicht verübeln?

Kommentar von Sonja66 ,

Ach, mit Deutschland hat das weniger zu tun....  ;-)

Vielmehr damit, dass man beim Christ-sein/werden ja schon mal bei sich selbst schaun, weniger mit dem Finger auf andere zeigen sollte..... :-)
Schuld auf andere schieben ist einfach einfacher, aber nie lohnender.  ;-)

Zitat aus der Bergpredigt:[1]
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
(Matthäus 7,3 www.bibleserver.com">EU)

Kommentar von Rosenblad ,

Typische Familiendynamik - allerdings haben wohl die Frauen doch meist eher "recht" - ich weiß als Mann wovon ich spreche.

Kommentar von Sonja66 ,

Och, das muss keiner zwingend auf die Familie beschränken.... ;-)

allerdings haben wohl die Frauen doch meist eher "recht" - ich weiß als Mann wovon ich spreche.

Also, wenn du das sagst......  0:-)

Antwort
von Viktor1, 34

Wenn du schon U.Neuenhausen so ausreichend zitierst, was fragst du hier ?
Willst du seine Aussage diskutieren , analysieren ?
Solche langatmigen Sprüche  (Aussagen) sind meist absoluter selbstgefälliger Quatsch - wie auch hier.
Hast du keine eigene Vorstellung davon ? Wenn nicht, was könnte für dich hilfreich (das sollten doch Antworten dazu bewirken) sein ?
Oder möchtest du nur unverbindlich plaudern ?
Gut - ich nehme mal deine Frage ernst, so als wärest du noch ein "Suchender" statt ein gelangweilter Sonntagsfrager.
Christ zu sein bedeutet zuerst , die Botschaft Jesu zu befolgen.
Wer dies ausklammert oder hintenan stellt, ist kein Christ, auch wenn er stundenlang betet, Halleluja singt, Gott (Jesus) preist und an die "Erlösung" glaubt.
Mt.7,12,21,22   13,50    25,35-40 u.a.
Diese und ähnliche Aussagen von Jesus sowie die "Logik" welche sich aus seiner Botschaft ergibt sind wohl deutlich genug.
Alles andere ist Geschwafel, geht am Kern vorbei, meist um sich vor den Konsequenzen zu drücken.
Christen sind "gefordert" zu allen Aspekten des Lebens.

Kommentar von Rosenblad ,

Lieber Viktor auch wenn Deine Antworten immer das geistige Chili auf meine Fragen manifestieren, Du bist natürlich nicht gezwungen auf solche "Spiegelfragen" zu antworten, denn davon werde ich noch einige stellen.

Antwort
von Maikiboy29, 76

Für mich bedeutet Christ sein, allen Lebewesen unvoreingenommen gegenüber zu treten und sie nicht auf Grund ihrer Religion oder ihrer sexuellen Ausrichtung auszugrenzen oder zu diskriminieren. 

Antwort
von Azizamasrya, 14

Klingt ja wie ein Ausschnitt aus einer Zeugen Jehova Zeitschrift. Als Christ bin ich ja eben nicht in der Lage, dem Tier zu widerstehen. Es ist auch nicht meine Aufgabe, mich mit jeder Regierung anzulegen. Ich soll für die Regierenden beten und das Beste für meine Stadt suchen. Widerstand gegen das Böse entsteht nur, wenn ich mich ganz nah bei Jesus halte, und er wird mich durch alle Widrigkeiten hindurch führen. Was ich selbst in einem diktatorischen Land, wo ich unschuldig ins Gefängnis geworfen wurde, erlebt habe. Trotzdem habe ich nicht gegen diese Regierung gekämpft...

Antwort
von Naemi777, 32

Es bedeutet für mich, Christ zu sein, dass ich meine Nächsten liebe und Gott liebe, und dass mein  Auftrag hier auf Erden darin besteht, Gott zu dienen und ihm eine Freude zu machen (auch wenn das nicht immer klappt :-))

Antwort
von chrisbyrd, 17

Vielleicht könnte man dies mit 2 Bibelversen zusammenfassen:

1. Alles anhand von Gottes Wort, der Bibel, zu überprüfen und nicht anhand von menschlichen Meinungen, Traditionen oder Modeerscheinungen. Das Vorbild sollten die Beröer sein, über die in Apostelgeschichte 17,11 steht: "Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte."

2. Natürlich an Gott glauben und ihm vertrauen, dass wir allein durch den Glauben und durch Gottes Gnade errettet werden. Doch zum Glaube gehören auch gute Werke bzw. der Glaube führt automatisch zu guten Werken (Jakobus 2,14-26).

 Deshalb ist es richtig und wichtig, das Gute und Gottwohlgefällige zu tun und dafür einzustehen. Einige Beispiele dafür finden sich in dem Zitat von Herrn Neuenhausen über ein sehr spannendes und interessantes Thema ("Zukunftserwartungen in der Offenbarung").

Antwort
von Bodesurry, 56

Jesus Christus hat die Antwort gegeben: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." 

Kommentar von Rosenblad ,

Diese Formel impliziert einen fast schon übermenschlichen Altruismus - lebt den überhaupt jemand oder ist dieser Satz - wenn ich mir die reale Wirklichkeit "unseres" ökonomischen Wachstumsystems anschaue nur eine plakative Symbolhaftigkeit die mehr einer Chiffre ohne Übersetzung oder gar Umsetzung gleicht? (sie wie der Fischaufkleber auf den antiökologischen SUV´s vieler Christen wenn sie wie heute wieder zu ihren "Gottesdiensten" bis vor die Kirchentür fahren)

Kommentar von Bodesurry ,

Du hast recht, wenn jeder Christ nach dem Leitspruch von Jesus "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" leben würde, dann würde unsere Welt sich völlig verändern. Es wäre die grösste Revolution, die es je gegeben hat. Für viele Christen bedeutet das Christ sein am Sonntag in die Kirche zu fahren und an diesem Tag nicht arbeiten zu müssen. In der restlichen Woche spürt man vom Christ sein nichts. Wenn Du fragst, ob überhaupt jemand danach lebt, so kann ich Dir antworten: Ja, es gibt Christen, die danach leben. Ich versuche es zumindest auch.

Liebe deinen Nächsten heißt für mich, den Mitmenschen so zu behandeln, wie ich es erwarte, dass man mich behandelt. Ohne darauf zu achten welche  Religion, Herkunft, Geschlecht und  Alter diese Person hat. 

Antwort
von fricktor, 40

Ein "Kind Gottes" (Joh.1,12) glaubt Jesu.

Kommentar von Rosenblad ,

Die Antworten werden immer "einfacher" und damit anspruchsloser in der Umsetzung?

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