Frage von iisii2001, 194

Meine reitbeteiligung ist soooo faul im Schritt was soll ich noch tun?

Egal ob ich sporren benutze oder gerte sie ist soooo mega langsam im Schritt, manchmal bleibt sie einfach so stehen und ich bring sie sehr schwer zum Schritt oder Trab. Ich hab auch schon gehört dass ich sie ein paar Meter rückwärts richten soll aber das macht oder kann sie nicht wirklich. Was soll ich noch machen?

Antwort
von Paprika3, 87

Zuallererst einmal: Sporen sind nicht zum Treiben gedacht...
Hast du schon mit der Besitzerin gesprochen? Was sagt sie dazu? Geht das Pferd bei ihr fleißigen Schritt?

Hast du auf deiner Reitbeteiligung auch Unterricht? Wenn ja was sagt dein Reitlehrer dazu?

Das Pferd ist wahrscheinlich entweder gelangweilt und unmotiviert oder sehr abgestumpft auf die treibenden Hilfen. Höchstwahrscheinlich beides.

Die Motivation kannst du durch Abwechslung und Lob im richtigen Moment wieder aufbauen. Darfst du mit dem Pferd ins Gelände? Dort gehen die meisten Pferde fleißiger, auch weil sie mehr Sinn darin sehen. Du kannst die Besitzerin fragen ob du Stangenarbeit machen darfst (aber bitte unter Anleitung, am besten in der Reitstunde) oder andere Geschicklichkeitssachen mit einbeziehen darfst.

Dauertreiben, also ständig links recht links rechts halte ich für kontraproduktiv. Du treibst, machst also Druck. Das Pferd folgt deiner Aufforderung und geht los oder geht schneller und der Druck hört nicht auf, weil du weiter treibst. Dadurch fehlt dem Pferd die Belohnung, egal was es macht der Druck bleibt ja doch bestehen, es stumpft also ab. Natürlich sollst du die Beine nicht wegstrecken, leichte Impulse der Beine entstehen eh automatisch durch die Bewegung im Schritt, der Bauch des Pferdes schwankt von links nach rechts und zurück.

Gib eine leichte Treibende Hilfe, läuft das Pferd schneller belohne es, indem du aufhörst aktiv zu treiben. Solange das Pferd das Tempo hält brauchst du nicht weiter zu treiben. Wenn es die Geschwindigkeit von selbst verringert gibst du wieder einen Impuls etc. Irgendwann wird es lernen, das Tempo von alleine zu halten.

Wichtig ist aber, dass die Besitzerin am selben Strang zieht, sonst hat man als Reitbeteiligung keine Chance.

Kommentar von iisii2001 ,

Ja im Gelände geht die ganz normal und ich nehma auch Unterricht aber meine reitbeteiligung wird eigentlich nur von mir geritten, da sie auch einen Hof steht mit Ca. 30 Pferden und meine Reitlererin also die Besitzerin hat ein eigenes Pferd dass sie reitet. Aber danke für die Tipps 

Kommentar von Paprika3 ,

Und was sagt sie dann dazu, dass das Pferd keinen fleißigen Schritt geht?

Kommentar von iisii2001 ,

Sie weiß auch nicht an was das liegt ihr verhalten kommt einfach nur stur rüber aber es wäre glaub ich gut wenn wir mal den Arzt kommen lassen vielleicht hat sie ja was mit den rücken oder so und geht wegen ihren schmerzen nicht aber so kommt es nichtb rüber 

Kommentar von Paprika3 ,

Natürlich müssen gesundheitliche Probleme und unpassende Ausrüstung ausgeschlossen werden. Wenn das Pferd nur "stur" ist, dann liegt es an euch ihm die Arbeit mit dem Menschen schmackhaft zu machen. Das geht am besten mit Abwechslung und Lob.

Kommentar von iisii2001 ,

Okay ja ich versuche dass ich auch mehr bodenarbeit mache. Danke für die tipps:) 

Antwort
von FelixFoxx, 104

Korrekt treiben, wechselseitig mit den Schenkeln und mit dem Kreuz nach vorne, um die Hinterhand zu aktivieren.

Antwort
von JaneDoe18, 47

Oft hilft "RRR". "Richtig Reiten Reicht".

Nimmst du regelmäßig guten Unterricht?
Wie geht das Pferd bei anderen?
Sind gesundheitliche Probleme ausgeschlossen?
Passt die Ausrüstung?

Gerte und Sporen kannst du zum Treiben mal getrost vergessen. Das ist nicht die Aufgabe dieser Hilfsmittel.

Eventuell hast du hier auch tatsächlich einfach ein absolut unmotiviertes, Faules Pferd. Aber mal im Ernst, würde deine Motivation auf Hausaufgaben steigen, wenn du einen Klaps auf den Hinterkopf, oder ein Piecken in die Rippen bekommst?
Wohl kaum.

Vermutlich wärst du motivierter, wenn dir eine Belohnung versprochen wurde.

Bei Pferden ist es nicht anders. Du möchtest doch mit dem Pferd arbeiten, statt dagegen, oder?
Bau viele Pausen ein, Lobe großzügig. Wenn sie etwas schneller geht als normal, ruhig mal loben. Das muss kein Halsgetätschel sein, auch ein Zügelnachgeben, oder eine kurze Denkpause zählen schon als Lob.
Mach ihr die Arbeit mit dir so angenehm wie möglich.

Antwort
von Muffinxoxo69, 59

Hi,

meine ist oft im Schritt auch nicht ganz motiviert bei der Sache. Der größte Fehler dabei ist, ununterbrochen zu treiben und zu quetschen. Das wird es nur noch schlimmer machen. Meine Reitlehrerin sagt mir immer (so hart es auch klingen mag), lieber gibt man dem Pferd einmal eine ordentliche Treibende Hilfe (zur Not auch mit Sporen- das heißt nicht, dass man mit Sporen treibt, sonder lediglich die Treibende Hilfe verdeutlicht),welche gleichzeitig durch den Einsatz der Gerte verstärkt wird. Reagiert das Pferd, schenkel wieder locker lassen und abspannen, den Schritt versuchen fleißig beizubehalten

Also lieber einmal ordentlich aufwecken, anstatt andauernd versuchen zu treiben, dadurch wird das Pferd nämlich nur stumpf.

Was das Antraben angeht, scheint mangelnde Durchlässigkeit zu sein. Reite viele Übergänge und es wird besser gehen. Wichtig dabei ist, darauf zu achten, dass bei dem Übergang vom Trab zum Schritt, der Trab sozusagen in den Schritt mit genommen wird, also der Fleiß auch hierbei beibehalten werden soll. Wie gesagt so viele Übergänge jeglicher Art reiten wie möglich! :)

Hoffe ich konnte helfen :)

LG

Kommentar von iisii2001 ,

Ja danke konntest du:) gut dass ich da nicht die einzige bin die nach der Meinung von anderen “nicht reiten kann“  

Kommentar von Muffinxoxo69 ,

Ja, ich habe den Eindruck, dass hier manche der Meinung sind Gerte und Sporen sind gaaanz pööse xD Aber mal ehrlich, wenn ein Pferd einfach Stur und (evtl auch Respektloses) Verhalten durch unaufmerksamkeit beim Reiten zeigt, dann muss man einfach mal härter Durchgreifen. Und das soll ja nicht heißen, dass das Pferd mit Gerte und Sporen gestraft wird, sondern nur einmal richtig Aufmerksam gemacht wird. Das ist besser als andauernd sinnlos am Bauch rumzuquetschen mit den Beinen, in der Hoffnung das würde das Pferd interessieren ;)Aber Gerte und Sporen sollen zwischen durch natürlich nur dezent eingesetzt werden, um das Pferd nicht noch mehr abzustumpfen ;) Aber vorallem über Sachen wie "kündige die RB, lern alles nochmal neu" kann ich nur lachen :D
Das sind meiner Meinung nach "Wendyreiter", die eine Rosarote Brille aufhaben :D

Ich bin, als ich noch kein eigenes Pferd hatte auch grottig geritten (Schulbetrieb die mir wirklich kein schönes Reiten beigebracht haben). Aber deswegen alles noch mal neu lernen? Guter Reitunterricht kann mit ganz viel Arbeit alle Fehler wieder ausbessern, also hör nicht auf so dummes Geschwätz ;)

Kommentar von JaneDoe18 ,

Nicht jeder hier ist "Wendyreiter". Sporen und Gerte sind schlicht und ergreifend nicht zum Treiben, und auch nicht um mal "durchzugreifen"

wenn ein Pferd einfach Stur und (evtl auch Respektloses) Verhalten durch unaufmerksamkeit beim Reiten zeigt

Dann bist du im Sattel nicht "präsent" genug. Dann musst du dich durch korrektes Einwirken "interessant" machen.

Und mal so nebenbei, es gibt da immer einen ganz einfachen Gedankengang. "Wie du mir, so ich dir." Würdest du bei dir selbst mit Gerte und Sporn "härter durchgreifen", wenn du zu faul und unmotiviert bist, oder würdest du doch lieber mit Lob und Pausen motiviert werden?

Es gibt ein Zitat von Pat Parelli, welches mir tatsächlich unheimlich gut gefällt.

"Wenn dein Pferd Nein sagt, hast du entweder die Frage falsch gestellt oder die falsche Frage gestellt" - 

Pat
Parelli
Kommentar von Muffinxoxo69 ,

Ich treibe nicht mit Sporen und Gerte, ich gebe einmal ein deutliches Signal und danach wird wieder abgespannt. Der Schritt meines Pferdes hat sich verbessert, so falsch wird es ja nicht sein ;)

Kommentar von JaneDoe18 ,

Und, würdest du einem Kind einen kräftigen Klaps geben, damit es seine Hausaufgaben macht?

Klar wird durch Druck gearbeitet, klar wird durch Druck auch schneller gearbeitet. Aber gut ist es nicht.

Gerte und Sporen sind weder zum Treiben, noch zum verdeutlichen und verstärken. Sie sollen viel sensiblere Punkte "aktivieren" die aber beide nichts mit Tempo zu tun haben. Zumindest bei korrekter Anwendung nicht.

Meiner war selbst sehr triebig, "faul" und unwillig. Hatte man eine Gerte in der Hand (ohne sie zu nutzen) rannte er nur noch. Ehemaliges Schulpferd. Er hat nie Gerte oder Sporn zur verdeutlichung gesehen, und trotzdem geht er nun selbstständig und motiviert, und arbeitet gern.

Ich möchte dass mein Pferd mit mir arbeitet, weil es ihm Spaß macht, weil es das möchte. Nicht, weil es weiss, wenn ich nicht gehorche gibts Druck.

;)

Antwort
von Feivel93, 22

Hallo iisii2001,

wichtig bei faulen Pferden ist, dass man sie nicht ständig treibt.

Zum "schneller reiten" ein mal kurz das Bein benutzen (nicht knuffen, eher kurz "zucken" indem man die Wade ganz kurz anspannt). Reagiert das Pferd nicht, mit der Gerte einen Klaps geben, gerade so doll, dass das Pferd reagiert. Dann loben, das Pferd wieder in Ruhe lassen und einfach locker weiterreiten. Wichtig ist, dass du wirklich ganz locker da oben sitzt, mit dem Po schön rechts-links im Takt mitwackelst, die Beine locker hängen lässt und nicht ständig treibst. An sonsten behinderst du das Pferd in seiner natürlichen Bewegung.

Wird das Pferd wieder langsamer, wieder kurz mit dem Bein anzucken, bei Reaktion gleich loben und in Ruhe lassen. Kommt keine Reaktion, die Gerte nutzen und dann erst loben, ...

Mit der Zeit wirst du die Gerte nur noch anlegen müssen oder sie sogar garnicht mehr einsetzen müssen. Sporen würde ich bei faulen Pferden nicht benutzen. Zum einen verleiten sie den Reiter dazu den Absatz hochzuziehen, wodurch sich der Reiter verspannt und das Pferd behindert, zum anderen verspannen faule Pferde durch Sporen oft die eigene Bauchmuskelatur, was das Vorwärts ebenfalls behindert...

Zum "eine Gangart hochschalten" ist es eigentlich genau das gleiche, nur dass man zusätzlich vor dem "Beinzucken" das Becken nach hinten kippt. (Dadurch kann das Pferd die Kommandos "schneller" und "hochschalten" unterscheiden.) Keine Reaktion --> Gerte. Sobald das Pferd in die höhere Gangart gewechselt ist, stellt man das Becken wieder gerade, loben, in Ruhe lassen, mit dem Popo locker mitwackeln und die Beine locker hängen lassen...

Wie kippe ich eigentlich das Becken? Das Becken muss man sich dazu vorstellen, wie eine Schale mit Wasser. Sitz man normal (neutral), steht das Wasser in der Schale. Kippt man das Becken nach hinten, würde das Wasser hinterm Sattel rauslaufen.

Als Ergänzung:

Würde man das Becken nach vorn kippen (Wasser also vor dem Sattel rauslaufen lassen) würde das Pferd abbremsen. Faule Pferde machen dann aber meist eine Vollbremsung auf der Vorhand ;) Bei denen reicht es meist, wenn man nur kurz die Absätze tief nach unten durchfedert und sich etwas im Sattel aufrichtet. Schon steht das Pferd, ganz ohne Zug am Zügel.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

VLG - Feivel

Antwort
von SunshineHorse, 90

Sporen ist keine treibhilfe sondern einer Verfeinerung der Hilfengebung ! Lass dir Sporen weg , Gerte auch ! Hol dir einen vernünftigen Trainer , kündige die RB und lern nochmal alles von vorne !

Kommentar von iisii2001 ,

Danke aber ich lasse die sporren zurzeit auch weg und versuche die gerte nur im Notfall zu benutzen und ich hab auch Unterricht und werde die reitbeteiligung sicher nicht kündigen weil ich sie trotzdem lieb habe!

Kommentar von StromerSchatz ,

Wieso glaub ich das nicht? Meinst du hier kann dir irgendjemand helfen wenn das scheinbar noch nicht einmal deine Reitlehrerin in den Griff bekommt?

Kommentar von ReterFan ,

"Kündige die RB und lern nochmal alles von vorn" ?!? Ist das dein Ernst???

Kommentar von SunshineHorse ,

Ehm ja ? Wenn dir jemand erklärt Sporen und Gerten seien eine treibhilfe , dann passt da was nicht

Antwort
von LyciaKarma, 70

Unterricht nehmen, wenn gesundheitliche Gründe ausgeschlossen sind.  

Sporen und Gerte sind nicht zum Treiben!  

Kommentar von chrissi2108 ,

Für was sind denn sonst Sporen und gerte😂

Kommentar von iisii2001 ,

Ja sie sind ja nicht wirklich zum treiben da, zum treiben benutzt man ja die Schenkel und die gerte und sporren sind ja nur Hilfen zum treiben aber ich versteh auch nicht warum ich beides weglassen soll

Kommentar von Paprika3 ,

Gegen die Gerte ist bei richtigem Gebrauch in meinen Augen nichts einzuwenden. Aber Sporen sind dazu da, um punktuelle Impulse setzen zu können, grob gesagt helfen sie überwiegend bei der Versammlung. Sie machen also Sinn, wenn man sich ca. auf M Niveau befindet. Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber wenn der Schritt nicht "funktioniert" seid ihr davon noch sehr weit entfernt.

Kommentar von LyciaKarma ,

Sporen sind zur Verfeinerung der Hilfen, nicht zur Verdeutlichung.. 

Die Gerte ist dafür, um die Hinterhand genauer aktivieren zu können, wenn man denn schon damit reitet. 

Eigentlich sollte sie nur als verlängerter Arm bei der Bodenarbeit dienen.  

Was macht das Pferd bei der Besi? 

Antwort
von ReterFan, 19

Erstmal Sporen und Gerte weg, ist beides nicht zum treiben da!! Stumpft nur ab! Gestalte dein Training interessanter und abwechslungsreicher.

Antwort
von StromerSchatz, 44

Wenn ich das schon höre scheinst du nicht wirklich reiten zu können. Ich will gar nicht wissen wie du mit Gerte und Sporen umgehst. Auch ein Pferd ist feinfühlig. Wenn du keine Ahnung hast dann nimm gefälligst Reitstunden oder lasse es gleich ganz zu Reiten. Setze dich mit dem Pferd auseinander und nicht wie du es am besten durch schmerzliche Hilfsmittel vorwärts bekommst!

Kommentar von iisii2001 ,

Ich hasse sowas einfach nur! Du hast keine Ahnung wie ich reite klar bin ich kein Profi und ich weiß vielleicht nicht so viel wie du aber dann würde ich ja nicht Frage und ich habe nach Tipps und eine sinnvolle Antwort gefragt und nicht nach so was dass mir null hilft! Aber hatte schon gedacht dass der eine oder andere so ein dummes Kommentar abgeben muss..!

Kommentar von horsegirl1112 ,

Du bist kein Profi und reitest mit Sporen?

Die verdient man sich und nicht um einem faulen Pferd Löcher in den Bauch zu rammen dass es geht

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