Frage von XCookiesX, 78

Meine Periode kommt sehr unregelmäßig aber ich bin noch nicht bereit zum Frauenarzt zu gehen?

Hallo

Ich (15/w) fühle mich gerade ein bisschen komisch weil ich hier fremde Menschen um Rat fragen muss aber ihr werdet in diesem Text lesen warum ich nicht noch bereit bin zum FA zu gehen.

Also ich (15/w) habe meine Periode schon seit 2 1/2 Jahren. Ich weiß, das die Periode am Anfang sehr unregelmäßig kommen kann aber nach 2 1/2 Jahren auch noch? Meine Periode bekomme ich ca 3-5mal im Jahr. Ich habe mir am Anfang nichts dabei gedacht aber ich denke in letzter Zeit schon öfters darüber nach. Ich habe noch nie wirklich einen Kalender geführt aber das werde ich demnächst machen weil ich das schon als wichtig empfinde. Das Problem ist auch das ich vorallem das letzte Jahr viele psychische Probleme hatte und mich das sehr belastet hat aber ich versuche damit klar zu kommen. Ich habe gehört das psychische Probleme auch ein Grund sein kann warum die Periode ausbleibt? Ich mache mir trotzdem Sorgen das mit meinem Körper etwas nicht stimmen kann. Aber die einzigen denkbaren Gründe wären für mich das ich in der Pubertät bin und eben paar psychische Probleme hatte. Aber das nervt schon etwas, das die Periode nicht jedes Monat kommt weil ich dann überhaupt nicht einschätzen kann wann sie dann kommt und ich kann mich überhaupt nicht darauf vorbereiten.

Ich würde ja schon zum Frauenarzt gehen aber es gibt da einige Dinge mit denen ich nicht noch klarkomme. Ich habe Berührungsängste und da kommt das mit der Untersuchung überhaupt nicht in Frage. Ich könnte mich nie dazu überwinden. Ich weiß das es nicht soo schlimm ist aber ich fühle mich nicht noch bereit dazu. Dazu kommt das ich zu Menschen erster Vertrauen aufbauen muss und das dauert bei mir sehr lange und wenn ich diese Person sowieso nicht mag dann wird das mit dem Vertrauen auch sehr schwer. Ohne Vertrauen geht eine solche Intime Untersuchungen für mich garnicht.

Also da viele von euch Mädels wahrscheinlich schon Erfahrungen damit gesammelt haben könnt ihr mir da vllt weiterhelfen Ich weiß nicht ob das mit meiner Periode “normal“ sein kann also das sie so unregelmäßig kommt und ein paar Monate ausfällt? Ist das in euren Augen iwie normal oder sollte ich mir mehr Sorgen machen? Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

Expertenantwort
von HelpfulMasked, Community-Experte für Periode, 15

Also ich (15/w) habe meine Periode schon seit 2 1/2 Jahren. Ich weiß,
das die Periode am Anfang sehr unregelmäßig kommen kann aber nach 2 1/2 Jahren auch noch?

Ja natürlich. Du bist doch noch jung.

Der weibliche Körper ist kein Computer und nicht immer punktgenau. So wünscht man es sich zwar aber so ist es schlichtweg nicht.

Meine Periode bekomme ich ca 3-5mal im Jahr

3-5 x die Periode zu bekommen ist schon recht wenig. Da hast du Recht.

Ich habe noch nie wirklich einen Kalender geführt aber das werde ich demnächst machen weil ich das schon als wichtig empfinde.

Das stimmt das würde ich dir aufjedenfall anraten. Hier gibt es ja auch unzählige Apps die dir dies ermöglichen und vereinfachen.

Ohne Vertrauen geht eine solche Intime Untersuchungen für mich garnicht.

Das ist doch bei allen so. Vor einem ausführlichen Beratungsgespräch wirst du ohnehin nicht untersucht. Wenn du dich dann nicht wohlfühlst kannst du immernoch gehen und einen anderen Arzt aufsuchen. Du wirst zu nichts gezwungen.

Dennoch:

Spätestens wenn du dir Sorgen machst, sexuell aktiv bist oder dir ein geeignetes Verhütungsmittel aussuchen möchtest solltest du allerdings zum Frauenarzt gehen und dich auch untersuchen lassen!

Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

Ich würde in deinem Fall den Gyn aufsuchen. Klar ist das sicher nicht das was du hören möchtest - du weißt aber selbst das die nötig wird..

Was passiert beim Frauenarzt?

Zunächst sollte ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patientin stattfinden. Es werden Fragen zur Krankengeschichte gestellt bzw. zu vorangegangenen Operationen und Erkrankungen.

Wichtig sind auch Angaben über den Zeitpunkt der ersten Periode (Menarche), das Datum der letzten Blutung bzw. zur Zyklusdauer und Blutungsstärke. Mitunter wird auch nach der Art der Monatshygiene gefragt, ob Tampons oder Binden verwendet werden.

Der Gesprächsverlauf ist sicher individuell unterschiedlich und abhängig vom Arzt, der Patientin und auch von der Situation. Damit sich der Arzt ein umfassendes Bild machen kann, sind auch Angaben zum sexuellen Verhalten notwendig. Sehr junge Mädchen brauchen davor keine Angst haben, denn das Gespräch kann auf Wunsch selbstverständlich ohne Beisein der Mutter geführt werden. Nicht vergessen: Der Arzt steht unter Schweigepflicht!

Erste Untersuchung beim Frauenarzt

Wichtig ist, dass beim ersten Besuch der Arzt vor der Untersuchung erklärt, was gemacht wird. Falls der Arzt dies unterlässt, kann die Patientin ihn darauf ansprechen und ihn bitten, ihr die Untersuchungsschritte zu erklären. Zusätzlich zu den Erklärungen zeigen manche Ärzte auch an Hand von anatomischen Zeichnungen oder Modellen, wie die Schritte ablaufen. Damit hat man eine bessere Vorstellung von dem, was während des Untersuchungsvorgangs passiert.

Da für die Patientin ein direktes Zuschauen nicht möglich ist, - was unter Umständen manchen Frauen die Angst nehmen könnte - besteht auf Wunsch eventuell die Möglichkeit, dass der Arzt der Patientin den Muttermund mit einem Spiegel zeigt.

Zunächst betrachtet der Arzt das äußere Genitale, um eventuell bestehende Hautveränderungen, äußere Infektionen oder Ähnliches festzustellen. Anschließend werden die Scheide und der Muttermund untersucht. Dazu muss die Scheide mit zwei Instrumenten (Spekula) - diese ähneln gebogenen Löffeln - entfaltet werden. Dieser Vorgang ist etwas unangenehm, vor allem wenn man sich sehr verkrampft und die Luft anhält.

Um diese Untersuchung für sich einfacher zu gestalten, ist es wichtig, den Po "fallen zu lassen", schwer zu machen und gleichzeitig tief ein- und auszuatmen. Die Instrumente können auch etwas kalt sein. In manchen Praxen werden sie daher leicht angewärmt.

Die Abstrichentnahme an sich merkt man fast nicht. Es kann etwas ziehen, was aber nicht weiter problematisch ist.

Bimanuelle Untersuchung

Die bimanuelle Untersuchung ist die typische Untersuchung des Frauenarztes, bei der Größe, Lage, Druckempfindlichkeit und Beweglichkeit der Gebärmutter beurteilt werden. Zusätzlich gibt sie Aufschluss über die Eierstöcke, welche jedoch besser durch den Ultraschall beurteilt werden.
Neben den Geschlechtsorganen wird dann noch der Aufhängeapparat der Gebärmutter untersucht, der z. B. bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen verändert erscheint.

Bei der bimanuellen Untersuchung führt der Arzt einen oder zwei Finger der rechten Hand in die Scheide ein, die Gebärmutter wird auf denFinger geladen und nach oben gedrückt. Die linke Hand liegt auf dem Unterbauch und drückt gegen die Bauchdecke. Dadurch kann man die Gebärmutter tasten, beziehungsweise schieben sich die Eierstöcke und die Gebärmutter in eine Position, in der sie beurteilt werden können.

Ein sehr wichtiger Befund ist z. B. der Portioschiebeschmerz. Das istein Schmerz, der durch das Wackeln am Gebärmutterhals hervorgerufen werden kann und einen Hinweis auf eine Infektion darstellt. Diese Untersuchung ist etwas unangenehm, aber einfach zu überstehen, wenn man sich entsprechend entspannt. Zudem sollte die Harnblase leer sein. Wichtig ist es wiederum, den Po "fallen zu lassen" und tief ein- und auszuatmen.

Ultraschalluntersuchung

Oft erfolgt auch eine Ultraschalluntersuchung durch die Scheide.Sie ergänzt die vorangegangene Untersuchung. Durch den Ultraschall kann man die Struktur der Gebärmutter, die Schleimhaut, die Zyklusphase oder auch andere Strukturen erkennen. Wichtig ist die Beurteilung der Eierstöcke, die mit Ultraschall genauer möglich ist.

Brustuntersuchung

Die Brustuntersuchung findet entweder vor oder nach der gynäkologischen Untersuchung statt. Das bedeutet, man braucht nicht völlig nackt vor dem Arzt stehen, sondern es kann zuerst die Brust und dann das Genitale entblößt werden. Wenn man nicht komplett nackt ist, fühlt man sich auch nicht ganz so ausgeliefert.

Abschließendes Gespräch

Nach der Untersuchung sollte in einem Gespräch eine Befundbeurteilungerfolgen. Je nachdem was die Untersuchung ergeben hat, wird die notwendige Therapie besprochen bzw. das entsprechende Verhütungsmittel (Pille, Dreimonatsspritze etc.) verordnet, falls die Verhütung der Grund für den Arztbesuch war.

Generell sollte sich der Frauenarzt für seine Patientin beim ersten Besuch viel Zeit nehmen, um einen guten Kontakt zu gewährleisten, so dass sich die jungen Mädchen/Frauen wohl fühlen. Das kann man als Patientin vom Arzt auch einfordern. Hilfreich ist es, wenn man sich vor dem Besuch überlegt, was man den Arzt fragen möchte.

http://www.netdoktor.at/untersuchung/der-erste-frauenarztbesuch-8229

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

Lg

Helpful Masked

Antwort
von LiselotteHerz, 39

An Deiner Stelle würde ich mit meiner Mutter oder einer sehr guten Freundin zu einer Gynäkologin gehen.

Wenn Du nur 3-5 mal im Jahr Deine Menstruation hast, stimmt da etwas nicht. Andere Frauen bekommen die regelmäßig im Durchschnitt alle 28 Tage.

Fange an, einen Kalender zu führen bzw. schreib Dir wenigstens grob auf, wann und in welchem Abstand Du Deine Monatsblutungen hast.

Bei einem ersten Besuch bei einer Gynäkologin wird Dich die Ärztin nach diesem Kalender fragen und mit Dir sprechen. Und erst dann wird sie Dich untersuchen wollen.

Wenn Du Dich wohler fühlst, wenn eine vertraute Person (Mutter, beste Freundin, Tante) bei Dir ist, darf sie bei der Untersuchung dabei sein. Das musst Du der Ärztin nur einfach sagen, das ist überhaupt kein Problem.

Das erste Mal wird Dir das vielleicht noch unangenehm sein, aber man gewöhnt sich schnell daran. Frau sollte mindestens zweimal jährlich zu einer Kontrolluntersuchung gehen.

lg Lilo

Antwort
von heidemarie510, 27

Weißt Du, in Deinem Alter ist es schon normal, dass Du Deine Regel (noch) unregelmäßig bekommst. Auch psychische Ursachen können ein Grund dafür sein, oder isst Du vielleicht zu wenig? Kannst Du mit Deiner Mutter nicht mal darüber reden?

Wenn Du Dich sonst gesund fühlst, mach Dir mal erst keine Sorgen. Ich würde Dir aber trotzdem mal empfehlen zu einer guten Frauenärztin zu gehen.

Da musst Du KEINE Angst haben. Sie versteht Dich und spricht ausführlich mit Dir und untersucht Dich ganz behutsam.

Alles liebe für Dich!

Kommentar von XCookiesX ,

Danke für deine Antwort!

Nein, ich esse eigentlich normal. 

Ich habe schonmal mit meiner Mutter darüber geredet aber das war vor mehr als einem Jahr. Und sie sagte dann nur das ich zum FA soll, weil das auch wichtig wegen so ner Vorsorgeuntersuchung ist. Ich habe ihr erklärt das ich da noch nicht bereit dazu bin und dann haben wir nie wieder dafüber geredet. 

Ich werde endlich mal anfangen einen Kalender zu führen und ich nehme mir auch vor nach meinen 16.Geburtstag (in 6Monaten) einen Termin auszumachen und mal nur zu einem Gespräch zu gehen und mich ein bisschen “beraten“ lassen. Dann kann ich ja weiter schauen. Wenn er/sie dann meint das es schon seehr wichtig wäre dann würde ich mich auch untersuchen lassen. 

Ich danke dir nochmal für deine Antwort! (:

Antwort
von Schuhu, 18

Hast du einen Hausarzt oder einen Kinderarzt, dem du vertraust? Vielleicht kannst du den um Rat fragen. Wenn der Arzt eine Hormonstörung vermuten, musst du dich gar nicht untersuchen lassen. Da reicht ein bisschen Blut, um festzustellen, ob hormonell alles in Ordnung ist.

Solltest du doch zum Gynäkologen gehen, kannst du jederzeit sagen, dass du nicht untersucht werden willst, bis du genug Vertrauen gefasst hast.

Antwort
von steffiii91, 21

Überlege dir mal was dir lieber ist, deine angst zu überwinden und Gewissheit zu haben oder ständig mit der Angst leben zu müssen, dass da womöglich etwas nicht passt?

Ich hatte beim ersten Frauenarztbesuch auch Angst, aber die Angst geht weg, überhaupt wenn er/sie nett ist! :)

Antwort
von Amalthia86, 31

Ich würde dir empfehlen eine ärztin aufzusuchen und erstmal nur ein gespräch führen ohne untersuchung. Sie wird dir erklären können wieso und warum. Frauenarztbesuche ist für keine frau angenehm aber trotzdem wichtig 1x im jahr zu gehen.

Antwort
von Wurzelstock, 22

Gut nachvollziehbar geschrieben. Ich bin zwar ein Mann, aber eben deshalb frage ich: Hast Du denn keine Mutter, die Du um Rat fragen könnest? Ich weiß - da muss man vielleicht über seinen Schatten springen. Normalerweise sind aber Mütter verständnisvoller, als die Töchter erwarten. Sie haben meist auch die beste Hilfe in Rat und Tat. Das gilt sogar für die Söhne.


Kommentar von XCookiesX ,

Danke für deine Antwort! 

Ich habe schon eine Mutter und sie hat mich vor über einem Jahr mal darauf angesprochen. Da haben wir das erste und auch das letzte mal darüber geredet. Sie hat nur gesagt das ich unbedingt zum Frauenarzt soll weil das auch sehr wichtig wegen einer Vorsorgeuntersuchung ist. Ich habe ihr dann erklärt das ich nicht noch bereit dazu bin. Sie hat das so hingenommen und dann haben wir nie wieder darüber gesprochen. 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community