Meine Oma ist im Januar dieses Jahr verstorben ich weine immer noch täglich und es tut einfach so weh sie verloren zu haben kann man was gegen die Trauer tun?

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8 Antworten

Hallo Mksnely,

einen geliebten Menschen durch den Tod zu verlieren, gehört mit zu den schlimmsten Erfahrungen, die man im laufe seines Lebens machen muss. Da ich selbst vor wenigen Jahren sowohl meine beiden Elternteile als auch meine Schwester verloren habe, kann ich Deine Empfindungen einigermaßen nachvollziehen.

Ich weiß daher, dass der Schmerz nach dem Verlust eines geliebten Menschen sehr groß sein kann und man braucht unter Umständen sehr viel Zeit, um diesen Schmerz verarbeiten zu können. Mir hat jemand einmal erklärt, dass jeder auf eine andere Weise trauert und es auch kein Zeitmaß für die Trauer gibt. Das hat mir schon sehr geholfen. Ich finde es auch immer sehr hilfreich, wenn man mit jemandem über seine Gefühle sprechen kann, der vielleicht Ähnliches erlebt hat und sich am besten in meine Lage hineinversetzen kann. Da es allerdings manchmal sehr schwerfallen kann, über seine Gefühle zu sprechen, fand ich den Tipp sehr hilfreich, einmal all das aufzuschreiben, was einen bewegt und es dann später wieder zu lesen.

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann ist, wie ich finde, zu weinen. Das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Du brauchst Dich daher nicht zu schämen, wenn Du weinen musst. Hinterher fühlt man sich immer ein wenig erleichtert. Ich glaube, es ist gar nicht gut, wenn man irgendwie versucht, vor anderen seine Gefühle zu verbergen und stark sein zu wollen. Seinen Tränen freien Lauf zu lassen, hilft am besten bei der Trauer.

Mir hilft auch ungemein die Hoffnung, die die Bibel im Hinblick auf die Verstorbenen gibt. Da ich mich viel mit der Bibel beschäftige, hat es mich sehr getröstet, das zu lesen, was Jesus einmal über die Toten sagte: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören   und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a). Diese Verheißung beschreibt, dass Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wir werden sie so sehen, wie wir sie gekannt haben und können sie dann endlich wieder in unsere Arme schließen! Ist das nicht großartig?

Diese Hoffnung lässt mich immer wieder aufleben, besonders dann, wenn alles um mich herum grau und trüb aussieht. Ich danke Gott oft dafür, dass er uns diese schönen Verheißungen gegeben hat und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er sie auch erfüllen wird.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es Dir gelingt, mit Deinem Schmerz zu leben und ihn nach und nach zu verarbeiten!

LG Philipp

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Kommentar von Adlerauge4
05.05.2016, 18:47

Lieber Philipp, danke für so viel Einfühlsamkeit. Besser kann man in diesem Fall gar nicht antworten. Auch ich bin davon überzeugt, daß die Verheißungen der Bibel, daß Gott, der Schöpfer, durch Jesus Christus alle Toten wieder zum Leben bringen wird, wahr sind.

Das ist kein billiger Trost, sondern eine strahlende Gewißheit. Die Trennung von unseren Lieben ist nur vorübergehend, sie befinden sich auf einer langen, weiten Reise, die enden wird und das Wiedersehen wird ein Fest werden, ganz bestimmt!

Offenbarung, Kapitel 21, die Verse 3 und 4 kann man in jeder Bibel lesen, gleichgültig in welcher Übersetzung:

"Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen und sie werden seine Völker sein. Und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen UND DER TOD WIRD NICHT MEHR SEIN, und kein Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn das erste ist vergangen".

Das alles wird in einer nicht mehr allzu fernen Zukunft geschehen. Google: "was lehrt die Bibel wirklich?" 

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Du darfst nicht so traurig sein sie würde das bestimmt nicht wollen. Sie ist jetzt an einem besserem Ort. Versuche mit jemanden darüber zu reden. Und Trauer ist keine Lösung

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Meine Oma ist auch im Januar gestorben und mir hat es sehr geholfen, etwas mit meinen Freunden zu unternehmen oder auch neue Sachen zu beginnen (ich male jetzt viel und habe angefangen Mangas zu lesen).

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Niemand kann im Voraus sagen, wie lange eine Trauerzeit dauert. Das ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Aber dennoch würde ich dir empfehlen, dich einer Trauergruppe anzuschließen. Bekannte haben gute Erfahrungen damit gemacht.

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Hast du mal versucht mit jemandem drüber zusprechen?

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Die Trauerzeit wird noch eine Weile anhalten. Das Gute daran ist, daß diese Phase irgendwann vorbei geht. Deine Oma würde sich bestimmt freuen, wenn du wieder Fröhlichkeit in die Familie einzieht.

Alles Gute!

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Such dir professionelle Hilfe oder eine Selbsthilfe Gruppe. Mit gleichgesinnten ist es sicher einfacher. Alles Gute!

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Mein Beileid

Wenn du immer noch so trauerst, dann hilft dir vielleicht eine Trauerselbsthilfegruppe. Jemanden zu verlieren ist alltäglich. Der Tod gehört zum Leben dazu. Es gibt bestimmt viele, denen es geht wie dir. Die jemanden verloren haben und damit nicht fertig werden.

Ich wünsch dir alles Gute und viel Kraft.


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