Meine Mutter will ein 5.tes Kind.Ich bin aber schon mit 3 Geschwistern überfordert...Was soll ich tun?

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7 Antworten

Puh, Lukas, das ist natürlich keine leichte Situation für dich. Es ist ja sehr schön von dir, dass du deine Mutter sehr unterstützt, und mit den jüngeren Geschwistern hilfst, aber du musst jetzt an dich und deine Zukunft denken. Dazu gehört auf jeden Fall eine gute Schul- und Berufsausbildung, die dir in jedem Fall zusteht. 

Sprich einmal in aller Ruhe mit deiner Mutter darüber und frag sie, wie sie sich das in Zukunft vorstellt, wenn du viel mehr Zeit und Ruhe brauchst, um gute Noten und Abschlüsse hinzubekommen, aber noch ein Baby da sein wird, das Betreuung und viel Aufmerksamkeit benötigen wird. Schlage ihr vor, dass ihr gemeinsam zum Jugendamt geht und dort um Beratung und Hilfe bittet. Ihr müsst keine Angst haben, dass die Geschwister, oder du, woanders untergebracht werden sollen bzw. sollst, denn daran hat das Jugendamt überhaupt kein Interesse. Die Mitarbeiter sind heilfroh, wenn sie solche Maßnahmen,  die immer nur eine allerletzte Notlösung sind, nicht setzen müssen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ihr z.B. eine Familienhelferin bekommt, die euch, besonders dich entlastet. Auch eine Familienberatung oder Paarberatung wäre eine Möglichkeit,  um dem Partner deiner Mutter klarzumachen, dass es zu wenig ist, Kinder nur zu zeugen, sich aber dann kaum oder gar nicht zu kümmern und die Arbeit allein deiner Mutter und dir umzuhängen.

Sollte deine Mutter nicht bereit sein, mit dir diesen Weg zu gehen, dann musst du das leider alleine machen und dir Hilfe holen. "Drohe" deiner Mutter nicht damit, zum Jugendamt zu gehen, sondern erkläre ihr immer wieder, dass es eine Chance für euch alle ist, Hilfe zu bekommen, um mit dieser schwierigen Situation zu euer aller Wohl umgehen zu lernen. Es ist ja auch für die kleinen Geschwister nicht einfach, eine ständig überforderte Mutter, einen ebenso überforderten großen Bruder und einen nie anwesenden Vater zu haben, der, wenn er schon einmal da ist, weder dran denkt, im Haushalt zu helfen, noch sich um die Kinder zu kümmern.

Meinst du, du schaffst das? Wenn du glaubst, dass du das nicht kannst, sprich bitte n der Schule einen Lehrer (Vertrauenslehrer, Klassenlehrer,....) an, dem du vertraust und erzähle ihm genau das, was du uns hier geschrieben hast. Auch der Schulpsychologe wäre ein geeigneter Ansprechpartner, wenn du das möchtest. 

Dass du seitens der Familie keine tatkräftige Unterstützung zu erwarten hast, nehme ich an, denn sonst würde sich ja schon jemand um euch kümmern. Wenn du aber meinst,  doch von einer Tante, Onkel, Oma, Opa Hilfe bekommen zu können, kannst du natürlich auch versuchen, sie zu bitten, mit deiner Mutter zu sprechen. Lass dich aber bitte nicht auf "ja, ja" und "wird schon werden" Beschwichtigungsversuche ein, denn davon hast du nichts. ihr braucht alle Hilfe und zwar JETZT!

Es wäre nett, wenn du erzählen würdest, wie es dir geht und ob und wie du etwas erreicht, denn ich mache mir schon Sorgen um dich und andere Mitglieder der Community wahrscheinlich auch.

Viel Kraft und Mut und liebe Grüße

Lilly "Tanzistleben"

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Kommentar von karin69
09.11.2016, 14:08

Tanzistleben... Gute und richtige Gedanken!! 👍 Tolle Antwort‼️Dem braucht man nicht mehr viel dazu tun!

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Hallo Lukas, das ist sehr schwierig denn du kannst ja deine Mutter nicht dazu bewegen das Kind nicht zu bekommen, meine Idee wäre das du mal zum Jugendamt gehst und um Hilfe bittest, vielleicht bekommt ihr eine Familien Helferin aber da muss deine Mutter schon mitmachen, wie alt bist du denn wenn man fragen darf? 

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Wieso "was soll ich tun"?

Was du tun kannst? Nix, zumindest nichts gegen die Situation. Deine Mutter ist und bleibt schwanger, bringt nächstes Jahr ihr Kind auf die Welt. Ändern kannst du nix daran.

Ist halt so, es gibt Familien mit vielen Kindern, es gibt Familien in denen die Kinder von versch. Vätern sind.

Für dich gibts 2 Möglichkeiten: Wenn du bereits erwachsen bist kannst du ausziehen, wenn du noch minderjährig bist dann bleibst daheim wohnen und machst das was du bisher gemacht hast: Mitgeholfen bei den kleinen Geschwistern (das ist übrigens völlig normal das ältere Geschwister bei jüngeren Geschwistern helfen.... vor allem dann wenn das jüngste ein Baby ist).

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Es ist weder deine Aufgabe dich in die Familienplanung einzumischen, noch für den Haushalt und die Erziehung deiner Geschwister zu sorgen. Das ist der Job deiner Mutter / der Eltern.

Natürlich ist es in Ordnung, wenn du mithilfst. Aber die Betonung liegt eindeutig auf "mit" und "helfen".

Darüber solltest du in erster Linie mit deiner Mutter reden. Wenn das nichts hilft, vielleicht auch mit deinem Vater. Notfalls kannst du ja auch zu ihm ziehen.

Und wenn alle Stricke reißen und deine Mutter wirklich überfordert ist - geh zum Jugendamt.

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Einfach mal mit deiner Mutter darüber reden.

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zuerst einmal. das ist Sache der mutter, du kannst höchstens die Veto einlegen, mehr aber auch nicht. das du da kein bock auf das Baby hast, ist nachvollziebar, aber das kann nichts dafür,

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Kommentar von Tanzistleben
08.11.2016, 17:21

Doch, er kann und muss schon mehr tun als ein Veto (DAS Veto) einlegen. Da er jetzt bereits viele Aufgaben erfüllen muss, die eigentlich die überforderte Mutter und der sichtlich nie anwesende, unwillige Vater der Kleinsten tun sollten, muss er sehen, Hilfe zu bekommen!.

Dass das neue Baby nichts dafür kann, scheint Lukas mehr als nur klar zu sein, sonst würde er sich nicht diese Sorgen machen!

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Wenn sich Deine Mutter zutraut, ein weiteres Kind zu bekommen, ist das einzig und allein ihre Sache.

Dich geht es schlichtweg nichts an.

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Kommentar von Tanzistleben
08.11.2016, 17:12

Es geht Lukas insofern etwas an, da er ja scheinbar in Haushalt und Kinderbetreuung heftig mit eingebunden ist. Daher muss er sich Hilfe holen, um nicht unterzugehen und selbst auf der Strecke zu bleiben!

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