Frage von Schischa3, 53

Meine Mutter möchte die Wohnung nicht vermieten?

Mein Vater wohnt jetzt alleine in einem 7,5 Zimmer Haus und meine Mutter wohnt mit meiner Schwester seit 1,5 Jahren in einer Wohnung. Die Wohnung haben wir vor 5 Jahren gekauft, früher als Ferienwohnung benutzt und ein Mal für 10 Tage vermietet. Die gleichen Menschen möchten wieder kommen, doch meine Mutter möchte das nicht. Es sind ganz sympathische, anständige, reiche, doch meine Mutter möchte die Wohnung nur für sich haben. Mein Vater fände es eigentlich sehr gut und meine Mutter ist nicht die, die das Geld verdient. Findet ihr es fair, dass sie sich dagegen stellt? Würdet ihr wie sie denken?
Mein Vater und ich dachten, wir könnten dann während dieser Zeit irgendwo hinfliegen oder sonst in unserem Haus sein.

Antwort
von Giwalato, 21

Hallo Schischa, 

weshalb vermietet Dein Vater nicht einige Zimmer in seinem Haus an seine Freunde, sieben Zimmer braucht er doch als Einzelperson nicht, den meisten Singles reichen ein bis drei Zimmer. 

Die Ferienwohnung ist sicher nicht so groß wie das Haus, und dort leben jetzt zwei Personen, Deine Mutter und Deine Schwester. 

Und diesen Rückzugsort sollen die beiden jetzt aufgeben, nur damit Dein Vater wieder zusätzliches Geld verdienen kann? Das ist Jammern auf hohem Niveau.

Deine Mutter hat Deinem Vater den Rücken frei gehalten, Repräsentationspflichten erfüllt und sich der Kindererziehung gewidmet. Sie war mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf Wunsch Deines Vaters nicht berufstätig. 

Und jetzt soll sie ihr letztes bisschen Privatsphäre aufgeben. Findest Du das  in Ordnung? Ich nicht!

Giwalato 

Kommentar von Schischa3 ,

Danke für Deine Meinung.

Meine Mutter muss sich jetzt nur um meine Schwester kümmern und mein Vater möchte, dass sie arbeitet, oder zumindest Teilzeit arbeitet. Sie hat also seit dem Sommer mit solchem Zeugs von Magie und Therapie etwa 3000 Franken verdient. Für die Wohnung würden wir 11000 Franken bekommen. Meine Mutter geht spazieren, liegt an der Sonne, ... und mein Vater macht manchmal auch am Sonntag anrufe.
Meine Mutter ist eher gegen Luxus und meint immer, dass es Leute gibt, die mit 10 anderen Personen eine kleine Wohnung teilen oder gar keine Wohnung haben. Dann sollte sie doch zu den Armen (am liebsten im Ausland) geschickt werden und nicht mit einem Mutterberuf so viel haben können.
Mein Vater hat sich schon überlegt, das Haus umzubauen und es zu vermieten, doch jetzt möchte er das nicht. Wenn es ein guter Zeitpunkt zum verkaufen ist, dann verkauft er es vielleicht. Das Haus ist wirklich zu gross für eine Person.

Hast Du eventuell Tipps, wie ich mich beruhigen kann? Ich fühle mich unwohl mit weniger Geld und mein Vater möchte das Geld auch haben. Ich bin am verzweifeln und fühle mich so schlecht.

Kommentar von Schischa3 ,

Niemand kann es verstehen und ernst nehmen, wenn ein Mensch Geldmangel spürt, wenn er mehr als der Durchschnitt hat. Niemand hat eine Ahnung davon, dass es sich manchmal schlimmer als bei denen anfühlen kann, die wirklich kein Geld haben.

Man muss günstige Kleidung anhaben und bei Fremden jammern, wenn man Mitleid haben möchte, dass wir Geld brauchen. Sonst nimmt es kaum ein Mensch ernst.

Ich gehe meistens sehr sorgfältig mit dem Geld um. Als ich etwa 12 war, wollte ich sogar nicht Essen kaufen, wenn ich alleine Unterwegs war, weil ich Angst um das Geld hatte. Es tut wirklich weh, wenn wir eine so gute Chance auf Geld verpassen.

Kommentar von Giwalato ,

Du könntest Dir selbst einen Job suchen. Geld ist ein Tauschmittel, mit dem man sich kaufen kann, was man zum Leben braucht. Dazu bietet es eine gewisse Sicherheit. Aber es ist kein Wert an sich.

Die Privatsphäre Deiner Mutter ist viel wichtiger als zusätzliches Geld. 

Auch ich leiste mir den Luxus eines privaten Refugiums. Die Miete, die ich dafür erzielen könnte, steht für mich in keinem Verhältnis zu dem persönlichen Gewinn, den ich habe, wenn ich dort allein für mich sein kann.

Ich glaube, was Dir am meisten fehlt ist Selbstwertgefühl. Du bist ein liebenswerter Mensch. Und das unabhängig vom Kontostand Deines Vaters. 

In Krisenzeiten trennt sich die Spreu vom Weizen. Menschen, die Dich nur mögen, weil sie Dich für reich halten, sind keine echten Freunde. 

Freundschaften gründen sich auf gemeinsamen Interessen und Wertvorstellungen und nicht darauf, daß man in den gleichen Designerboutiquen einkauft.

Ich wünsche Dir, daß Du in Deiner Situation echte Freunde hast, die Dich spüren lassen, daß Du ihnen als Mensch wichtig bist.

Alles Liebe für Dich,

Giwalato 

Antwort
von Guekeller, 31

Die Wohnung besteht ja nicht nur aus Räumen, sondern auch aus persönlichen Dingen. Ich würde auch nicht wollen, dass da vorübergehend Fremde einziehen.

Kommentar von Schischa3 ,

So fremd sind diese nicht, weil wir ihnen die Wohnung schon für 10 Tage vermietet hatten.
Diese Leute haben eine Person, die alles organisiert und mit ihnen Programms macht (sportliche Sachen beibringt oder schöne Orte zeigt). Diesen kennen wir sehr gut und wegen ihm kennen wir die Leute, die gemietet hatten/nochmals wollen.

Antwort
von anitari, 18

Mal von dem privaten abgesehen, es ist nicht überall erlaubt Wohnungen einfach so als Ferienwohnungen zu vermieten.

Stichwort Zweckentfremdung.

Kommentar von Colombo1999 ,

Genau! Oder umgekehrt. in einer Ferienwohnung fest zu WOHNEN.

Kommentar von Schischa3 ,

Mein Vater kennt sich mit finanziellen Sachen, Bank und Verkauf ziemlich gut aus. Er tut manchmal sogar Hotels und Firmen verkaufen und hat früher in 3 Grossbanken gearbeitet. Er kennt deshalb rechtliche Sachen von der Schweiz und anderen Ländern. Ich denke, er weiss, was er genau tut. Und vielleicht sind die Regeln in der Schweiz anders als in Deutschland. Ich werde mich aber um das Thema genauer informieren. Mein Vater sucht immer kreative Lösungen zu Problemen.

Antwort
von robi187, 28

es ist nicht jedeman sache seine sachen ander zu überlassen?

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