Frage von Jana0127, 193

Meine Mutter möchte, dass ich sie besuche?

Meine Eltern sind getrennt und ich (fast 17) lebe bei meinem Vater. Also ich wusste, dass meine Mutter von ihrem Freund schwanger ist, aber interessiert hat mich das nicht wirklich. - Gestern hat meine Mutter dann angerufen und meinte, dass ich Schwester geworden bin und dass sie sich freuen würde, wenn ich nächstes Wochenende zu ihnen komme. Ich habe ihr gesagt, dass ich kein Interesse habe, meinen Halbbruder zu sehen. Daraufhin kam sie dann mit: "Aber deine Bruder möchte dich gerne kennenlernen!" und ich meinte dann erneut, dass ich kein Interesse daran habe. Ich habe ganz ruhig und in einem angemessenen Ton gesprochen und sie  schreit in den Hörer:"DU BIST SO UNDANKBAR! FREU DICH MAL! ICH SCHÄME MICH SOLCH EIN KIND WIE DICH ZUR WELT GEBRACHT ZU HABEN!" - Daraufhin habe ich aufgelegt. Nun aber ruft sie mich ständig an und das nervt so dermaßen -.- Selbst meinem Vater hat sie mehrere  E-mails geschrieben, aber mein Vater hat darauf nicht wirklich reagiert und meinte nur, dass er sich gerne da heraushalten möchte. Allerdings meinen er und auch mein Freund, dass ich hingehen sollte! Mein Freund würde mich auch fahren und dabei sein. Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll >.<

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Antwort
von conelke, 60

Deine Eltern sind getrennt! Dementsprechend führen Deine Mama und Dein Papa wieder ein eigenes Leben. Was sie noch verbindet, dass bist Du. Ich weiß nicht, was Du für ein Verhältnis zu Deiner Mutter hast und hattest, aber Deine Mutter versucht Dich in ihr Leben einzubinden und hätte Dich gerne bei sich. Sie möchte Dir Deinen Halbbruder vorstellen - ich finde, dass ist ein ganz normaler Wunsch gegenüber ihrerTochter. Und wenn das Verhältnis zwischen Euch gut wäre, dann würdest Du vermutlich auch Deinen Bruder gerne sehen wollen. Jedoch kann man das von hier aus nicht beurteilen. Ich habe das Gefühl, dass Du Deiner Mutter unbewusst große Vorwürfe machst, ihr vielleicht die Schuld für die Trennung gibst und Dich verraten und abgeschoben fühlst. Aber das kannst nur Du beurteilen, da wir nicht wissen, wie Du Dich mit Deiner Mutter vor der Trennung verstanden hast und wie es heute aussieht. Scheinbar gibt es viele ungeklärte Dinge zwischen Euch, die einfach mal auf den Tisch müssten. Deine Mutter ist immer noch Deine Mutter und Du scheinst ihr sehr wichtig zu sein. Dass sie am Telefon so ausgerastet ist, ist nur menschlich, da sie sehr enttäuscht über Deine Reaktion war, aber sie hat es im Effekt gesagt und nicht so gemeint. Warum willst Du Deinen Bruder nicht kennenlernen? Steckt Eifersucht dahinter oder bist Du wütend oder böse auf Deine Mama? Finde heraus, was es ist und sprich mit ihr. Deinen Bruder und Deine Mutter zu besuchen, wäre eine feine Geste und vielleicht kannst Du sie bei Deinem Besuch mal um ein Gespräch bitten, an dem sie mal 1 oder 2 Stündchen nur Zeit für Dich hat und Ihr mal über Eure Gefühle sprecht.

Antwort
von adianthum, 9

Mach das, wozu dir dein Bauchgefühl rät!

Dein Halbbrüderchen will dich kennenlernen? Was ist das denn für eine hirnverbrannte Aussage! Der Knopf ist noch keine Woche alt, und das Einzige was der braucht ist seine Mama.

Wenn sie sich in den letzten Jahren nicht um dich bemüht hat, woher rührt dann ihr plötzliches Interesse? Will sie, dass du dein Brüderchen so süß findest, dass du zu ihr ziehst und den Babysitter machst?

Dir wird hier teilweise vorgehalten, du hättest dich nicht genug um den Kontakt bemüht- und jetzt frage ich: Wo sind die Bemühungen deiner Mutter? Hätte nicht sie diejenige sein müssen, die den Kontakt sucht um das, was sie falsch gemacht hat wieder zu bereinigen?

Ich denke nicht, dass es ein ernsthaftes Interesse an dir ist, sondern eher in Richtung schlechtes Gewissen beruhigen, dich eifersüchtig machen wollen oder emotionalen Druck ausüben geht.

Alleine die Aussage:

:"DU BIST SO UNDANKBAR! FREU DICH MAL! ICH SCHÄME MICH SOLCH EIN KIND WIE DICH ZUR WELT GEBRACHT ZU HABEN!"

Sie hatte die Entscheidung dich auf die Welt zu bringen getroffen, nicht du.

Sie hatte die Verantwortung für dich, nicht umgekehrt.

Und warum solltest du dann Dankbar für eine lieblose und gewaltvolle Kindheit zeigen?

Ich bin selber Mutter von 2 Töchtern, und ich habe niemals Dankbarkeit von ihnen verlangt, dafür, dass ich sie geboren habe. Denn es war meine Entscheidung, und ich hab sie vorher nicht gefragt.

Und wenn ICH Mist baue, dann entschuldige ich mich dafür, und verlange nicht von meinen Kindern, dass sie sich für meine gemachten Fehler entschuldigen sollen...

Kommentar von Janiela ,

Juhuuu!! Ein Mensch, der seine Kinder respektiert! :-)

Antwort
von Takeyna, 71

Ich kann schon verstehen, dass du sauer auf deine Mutter bist, wenn sie so etwas am Telefon einfach mal so brüllt, wenn du (wie du gesagt hast) in einem ruhigen Ton mit ihr gesprochen hast.
Allerdings würde ich wahrscheinlich auch nicht alleine hinfahren, wenn dein Freund sogar schon so lieb ist und meint, dass er dich hinfährt und auch mit hinein kommt, ist das eine große Hilfe für dich, denn dann bist du nicht allein und gibt dir höchstwahrscheinlich auch Zuversicht.
Ich würde hinfahren, wenn du einmal dort warst, wird sie wahrscheinlich erst einmal wieder länger brauchen bis sie dich wieder anrufen würde und mal nachfragen würde, ob du denn mal wieder vorbei schauen könntest.

Liebe Grüße, Lu

Kommentar von Janiela ,

...andererseits würde man damit dieses dominante und biestige Verhalten noch belohnen.

Kommentar von Takeyna ,

Jedoch hätte sie dann auch mal etwas ruhe von ihr, du könntest auch bei ihr anrufen und ihr eventuell mitteilen, dass du einen Tag abmachst wo du kommen willst und nicht darauf achtest, ob sie da Zeit hat, sie muss sich Zeit für dich machen, du bist ihre Tochter und somit würde sie auch nicht das Verhalten ihrer Mutter belohnen. 

Kommentar von Janiela ,

Ist ne Idee.

Antwort
von Janiela, 63

So, wie du die Situation beschreibst, kann man schon verstehen, warum du bei deinem Vater wohnst. Deine Mutter will deine Zuneigung (und schiebt das auf den Säugling, der sich wahrscheinlich ebenso wenig für dich interessiert, wie du für ihn, weil er ja noch gar nicht geistig dazu in der Lage ist, sich für dich zu interessieren). Wenn du kein Interesse daran hast, kann sie darauf nicht bestehen, das ist ihr Problem und sie hat kein Recht darauf, dich zu einem Besuch zu zwingen. Du scheinst generell kein großes Interesse an deiner Mutter zu haben und ihre Umgangsweisen dir gegenüber machen es dir auch nicht gerade leichter. Bleib dabei. Dein Vater soll die Emails weiterhin ignorieren und du solltest die Anrufe ignorieren (und wenn möglich die Nummer deiner Mutter blockieren, sodass sie dich nicht belästigen kann). Wenn du mal Lust und Interesse hast, deinen Halbbruder zu sehen, kannst du ihn bestimmt immer noch besuchen. Wenn dein Halbbruder mal in dem Alter ist, in dem er versteht, was es bedeutet, eine Halbschwester zu haben, die nicht zuhause wohnt, kann er ja selbst entscheiden, ob er dich kennen lernen möchte. Dann könntet ihr das unter euch ausmachen. Ich hätte an deiner Stelle auch kein wohliges Gefühl dabei, unter dem Vorwand, dass der Säugling "dich kennen lernen will" deine Mutter zu besuchen, die sich nach eigener Aussage dafür schämt, dich zur Welt gebracht zu haben.

Kommentar von conelke ,

Ohne Dir zu nahe zu treten zu wollen, halte ich Deinen Vorschlag für nicht ganz so geeignet...wenn man die zusätzlichen Beiträge der Fragenstellerin liest, liegen die Probleme schon sehr weit zurück - schon in der frühen Kindheit der Fragenstellerin -. Es scheint, dass sie sich von ihrer Mutter niemals richtig angenommen fühlte. Das ist sehr traurig - und so etwas schleppt man sein ganzes Leben mit sich, ob man es nun will oder nicht, denn es ist ja die Mutter, von der man sich ein herzliches Miteinander wünscht und alle Liebe empfangen möchte, die ein Mensch nur geben kann. Ich würde mir wünschen, dass die Posterin die Kraft und den Mut aufbringt, mit ihrer Mutter zu reden. Sie sollte ihren Gefühlen freien Lauf lassen und ihrer Mutter erklären, was sie empfindet und wie es zu ihrer Abneigung kommt. Nur so kann sie die Vergangenheit und die damit verbundene Enttäuschung bewältigen. Sich bockig zu stellen nach dem Motto: Wie Du mir, so ich Dir. bringt leider keinem etwas. Da ist vieles schief gelaufen und ich kann verstehen, dass die Posterin so reagiert, aber es wäre schön, wenn die Beiden wieder zueinander finden könnten.

Kommentar von Janiela ,

Aus den gleichen Gründen, aus denen du zu deiner Ansicht kommst, komme ich zu meiner. Wenn die Mutter sich in der Zwischenzeit wesentlich "gebessert" hätte, wäre es für die Fragestellerin sicher leichter, ihr die frühe Überforderung und die daraus resultiert habenden Grausamkeiten zu verzeihen. Zum Verzeihen braucht es aber auch Reue auf der anderen Seite.

Wenn die Mutter ihrer Tochter eine Email schreiben würde, vielleicht in dem Tenor "Ich habe verstanden, dass ich früher vieles falsch gemacht und dir sehr viel Schlimmes angetan habe und das tut mir leid. Ich möchte unsere Beziehung zu einander verbessern. Was kann ich dafür tun?", wäre die Fragestellerin vielleicht eher bereit, ihre Mutter zu besuchen. Stattdessen behauptet die Mutter, dass der Säugling seine Schwester sehen wolle und schreit ihre Tochter im nächsten Moment an, dass diese undankbar sei und dass sie sich schäme, so ein Kind zur Welt gebracht zu haben.

Natürlich wäre es schön, wenn die beiden zu einander finden könnten, aber schon das "wieder" in deinem letzten Satz ist irreführend, weil es da keine positive Beziehung gegeben hat, auf der man "wieder" aufbauen könnte. Komischerweise: wenn ein Mädchen von ihrem Vater als Kind vergewaltigt worden ist, erwartet kein Mensch, dass die Tochter da in irgendeiner Form den Kontakt wiederherstellen und an der Beziehung arbeiten soll. Kaum geht es um die Mutter und "nur" um unsexuelle Gewalt seelischer und physischer Art, sieht das wieder anders aus. Kann es sein, dass du ein etwas optimistisches Bild von der Mutterliebe und der potenziellen Sozialkompetenz dieser Frau hast?

Kommentar von conelke ,

Ich habe in diesem Fall überhaupt kein Bild von der Mutterliebe und der potenziellen Sozialkompetenz der Mutter, da ich diese nicht kenne und auch nicht die Hintergründe bzw. Gegebenheiten. Seelische Grausamkeit wiegt nicht minder schwer, als sexuelle Gewalttätigkeiten, da gebe ich Dir völlig recht. Letztendlich ist es ja auch eine Entscheidung der Fragenstellerin, wie sie hier weiter vorgehen möchte. Meine Argumentation ergab sich lediglich aus dem, was ich gelesen habe - von dem E-Mail-Verkehr wusste ich bis dato nichts. Letztendlich spürt man aber, dass die Posterin sehr unsicher ist, sonst würde sie diese Frage nicht stellen. Ob man hier den Vergleich mit sexueller Gewalt stellen kann, weiß ich nicht, da ich eben auch nicht weiß, wie die Kindheit von Jana0127 tatsächlich verlaufen ist. Ich persönlich halte es aber für wichtig, dass Ungesagtes auf den Tisch kommt, sofern man das möchte und dazu bereit ist.

Kommentar von Janiela ,

Noch ein kleiner Nachtrag:

Sie sollte ihren Gefühlen freien Lauf lassen

Das hat sie offenbar getan, sowohl in

Was denkst du, was ich getan habe? Ich habe mir erhoft, dass sie sich geändert hat, habe 1000e Mails geschriebene.. aber keine Antwort!

als auch in der ehrlichen Äußerung, dass sie kein Interesse hat, ihre Mutter und ihren Halbbruder zu besuchen.

Kommentar von ExBenz ,

Ich sehe das anders. Dies ist keine Angelegenheit nach dem Prinzip "kein Recht darauf haben" oder "kein Interesse", da sich hier alles auf der Gefühlsebene Abspielt und nicht im Gerichtssaal. Diese Gefühlsebene wird einzig durch unser genetisches Programm gesteuert und dieses Programm folgt anderen als den rechtliczhen Regeln. Die ist der Bereich, wo "Recht haben" und "Recht bekommen" zwei verschiedene Dinge sind. Auch wenn sie das recht hat, das Treffen abzulehnen, so begeht sie hier einen Verstoß gegen die Sippe/Familie/Rudel". Welche Aussagen wörtlich gefallen sind, ist völlig egal - es wäre so oder so etwas Verletzendes gewesen, da sich die Mutter verletzt fühlte. Wie bei zwei Hündinen im selben Rudel die sich plötzlich beißen - selbe Verhaltensmuster. Das Problem lässt sich nur auf interner Gefühlsebene durch den Besuch lösen. Beharrt sie auf ihr recht als freier Mensch sich für das Fernbleiben entscheiden zu können, hat sie zwar recht, aber das Problem des konfliktes ist nur bis zum nächsten Kontakt vertagt - und dann ist es sogar noch größer.

Kommentar von Janiela ,

Der Konflikt wird doch nicht durch den Besuch beigelegt. Das einzige, was man damit macht, ist die Mutter zufrieden stellen und die Tochter muss sich schon wieder beugen. Nee. Echt nicht. Im Großen und Ganzen trifft der Kommentar, den ich eben auf conelkes Kommentar hin gepostet habe, auch auf deinen Kommentar zu. Betrachte ihn also auch als Teil meiner Antwort an dich.

Kommentar von Janiela ,

Und nur, um das noch einmal ganz klar und deutlich herauszustellen:

Sie hat mich angeschrien, eingesperrt, körperlich und seelisch verletzt. 19 war sie als sie mich bekommen hat. Sie kam damit wahrscheinlich nicht zu recht.. hat während der Schwangerschaft geraucht; ein Wunder das ich gesund bin! Sie wollte mich nicht und das hat sie mir zuspüren gegeben!

Ich habe mir erhoft, dass sie sich geändert hat, habe 1000e Mails geschriebene.. aber keine Antwort! 

Es geht hier nicht darum, dass die beiden sich mal laut gestritten haben oder dass die Mutter weggezogen ist, sondern es geht um ernsthafte Gewalterfahrungen. Werdet ihr irgendwie davon geblendet, dass es von der Mutter ausging und nicht von einer Person, von der man Gewalt eher erwarten würde?

Es kann doch nicht in der Verantwortung des Gewaltopfers liegen, dem Täter (hier: der Mutter) hinterher zu laufen, um die Beziehung wieder gerade zu rücken!

Kommentar von conelke ,

Als ich meinen Kommentar geschrieben habe, wusste ich nichts von den Äußerungen, die Du oben zitierst. Das ist schlimm und man kann die Reaktion von Jana durchaus nachvollziehen. Nicht zuletzt frage ich mich, was der Vater hier für eine Rolle gespielt hat und dies so zugelassen hat...aber das ist ein anderes Thema. Nachdem, was man hier im Folgenden so mitbekommt, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass Jana hier in einem echten Gefühlskonflikt steht. Ich weiß nicht, wie es wirklich in ihrem tiefsten Inneren aussieht, ob sie damit irgendwie klar kommt oder ob es doch unterschwellig Probleme bereitet. Vielelicht wäre hier ein Therapeut eine Hilfe, der sie an die Hand nimmt und ihr den richtigen Weg weist.

An Jana0127: Wie es wirklich tief in Deinem Inneren aussieht, mag hier keiner zu beurteilen. Ich weiß lediglich - selbst Mutter -, dass es für ein Kind das Schlimmste sein muss, wenn es erlebt, dass die Mutter es nicht annimmt. Dies kann viele Gründe haben, Überforderung etc. aber ein Kind kann dies natürlich noch nicht verstehen, sondern muss mit dieser Gegebenheit einfach zurecht kommen. Wenn Dir die ganze Situation seelische Probleme bereitet und Du das Gefühl hast, Du bräuchtest Hilfe, dann scheue nicht, einen Therapeuten aufzusuchen...er wird Dich in allem was Du tust oder nicht verstehen kannst, unterstützen. Alles Gute Dir.

Kommentar von Janiela ,

Das erklärt natürlich die Diskrepanz. Wegen

wenn man die zusätzlichen Beiträge der Fragenstellerin liest, liegen die Probleme schon sehr weit zurück - schon in der frühen Kindheit der Fragenstellerin

ging ich davon aus, dass du dasselbe wie ich bereits gelesen hattest.

Antwort
von ExBenz, 56

Versuche dich in deine Mutter hineinzuversetzen. Versuche dir vorzustellen, dass alles, was deine Mutter gerade erlebt hat, selbst nachzuempfinden - wie würdest du reagieren, wenn es umgekehrt wäre? Deine Wahrnehmung der vergangenen Zeit ist aber eine andere. Du bist "erst" 17, d.h. die Zeit vergeht für dich noch relativ langsam und die Trenneung deiner Eltern, respektive die zwischen deiner Mutter und dir, ist für dich lange her - du hast Abstand gewonnen und dich selisch zum Teil abgekoppelt. Deine Mutter empfindet das anders. Für sie bist du erst seit gestern verschwunden. Ihre Bindung zu dir ist noch stark. Sie hat mit der Geburt deines Halbbruders ein extrem bindendes Erlebnis gehabt, dass sie mit dir unbedingt teilen will. Für sie bist du immer Bestandteil der Familie. Instinktiv wird sie immer versuchen dich mit einzubeziehen. Zuwachs ist ein elementares familiäres Ereignis. Wenn du sie da zurückweist, dich also selbst "aus der Sippe entfernst", wird das von deiner Mutter wie eine elementare Verletzung der Sippe (Familie) empfunden. Das ist nicht bewusst, sondern durch unser genetisches programmiertes Verhaltensmuster so festgelegt. Lehnst du sie hier ab, kommt das einer Atacke gleich. Sie fühlt sich vorsätzlich angegriffen. Infolge dessen hat sie dich angeschriehen - rein instinktiv (aus dem Bauch raus). Das ist es was auf der Gefühlsebene hier abläuft. Lehnst du sie weiter bei diesem intensiven Familienereignis ab, erteilst du ihr unbewusst eine Kriegserklärung. Daher empfehle ich Dir dringend, den Besuch anzutreten. Du musst deinem kleinen Brüderchen ja nicht gleich aus Solidarität die Windeln wechseln.

Behandle deine Mitmenschen immer so, wie du selbst behandelt werden möchtest - besonders bei leiblichen Angehörigen - du bekommst viel mehr zurück!

Antwort
von Hexe121967, 65

mmmhhh - schwer zu sagen. kommt wohl auf die umstände an. wie lange hast du deine mutter schon nicht mehr gesehen. hattet ihr keinen regelmäßigen kontakt seit der trennung?  wenn nein, warum nicht?

Kommentar von Jana0127 ,

Als meine Eltern leben seit 7 Jahren getrennt. Die ersten 5 Jahre habe ich sie "regelmäßig" getroffen! Dann schlief das ein, somit hatte ich sie dann 2 Jahre nicht gesehen. Vor 9/10 Monaten bekam ich dann einen Anruf von ihr! Da bekam ich dann gesagt, dass sie schwanger ist. Während der Schwangerschaft hat sie sich nicht gemeldet, ich habe ein paar mal angerufen, aber niemand ging ran! Nun ja gestern bekam ich dann den Anruf, dass mein Bruder da ist!

Kommentar von Hexe121967 ,

du bist jetzt 17 also auch mit 15 durchaus in der lage, die mutter auch von sich aus zu besuchen. ein paar mal angerufen und niemand ging ran? hat mama kein handy? kann man nicht ne nachricht hinterlassen? sms, whattsapp, email etc.

auch wenn dir das jetzt nicht gefällt: aber du scheinst schlicht und einfach eifersüchtig und beleidigt zu sein und darum bist du so patzig zu deiner mutter!

ich finde deine reaktion auf den neuen erdenbürger der noch dazu dein bruder ist und nicht dafür kann ziemlich armseelig!

Kommentar von Jana0127 ,

Bevor man hier irgendwelche Vermutungen auf stellt, sollte man mal mehr hinterfragen! Was denkst du, was ich getan habe? Ich habe mir erhoft, dass sie sich geändert hat, habe 1000e Mails geschriebene.. aber keine Antwort! 

Sie hat mich mit 19 Jahren bekommen und war einfach überfordert..genauer möchte ich darauf nicht eingehen...

Antwort
von Undsonstso, 59

Darf ich mal wissen, seit wann du generell schon keinen Kontakt mehr zu deiner Mutter hast...?

Kommentar von Jana0127 ,

Vor 2 Jahren und 9/10 Monaten habe Ich sie das letzte mal gesehen! Telefoniert haben wir in den Jahren 1x 

Kommentar von Undsonstso ,

Danke.

Nach dieser Auskunft kann ich i-wie verstehen, dass du nicht so den Drang verspürst, deine Mutter und den kleinen Halbbruder zu besuchen.

Ich kann nicht verstehen, dass eine Mutter in fast 3 Jahren nicht versucht, Kontakt mit ihrem Kind zu halten, dass sie es nicht anruft o.ä. (Ich nehme einfach mal an, dass sie nichts dergleichen getan hat)

Ich weiß nicht, warum sich deine Eltern getrennt haben und warum du bei deinem Dad lebst.... Es muss hier auch nicht geklärt werden..... Eines ist für mich jedoch klar, es gab nur dürftigen Kontakt zwischen euch und du bist nicht bereit, deine Mutter zu treffen.

Manche Dinge brauchen Zeit. Vllt. bist du eines Tages bereit, dich deiner Mutter wieder anzunäherrn. Wenn du meinst, dass ein Treffen dir derzeit nicht gut tut, dann finde ich deine Entscheidung völlig okay.

Antwort
von Schnuppi3000, 49

Ohne die Vorgeschichte zu kennen, ist es schwer, deine abweisende Reaktion zu verstehen.

Das Kind ist immerhin dein Halbbruder, der dir sicher nichts getan hat. Daher kann ich nicht nachvollziehen, warum du ihn nicht sehen willst.

Kommentar von Janiela ,

Ich nehme mal an, weil man das Baby nicht besuchen kann, ohne dabei die Mutter zu treffen.

Antwort
von Garfield0001, 50

Du kannst dich entscheiden, ob du möchtest oder nicht. deine Mutter soll nicht mit verbalen Drohungen ankommen. dein halb Bruder kann es noch gar nicht "wollen" wenn er gerade erst geboren ist.
lass dich da auf keinen Fall darauf ein. das grenzt an Gewalt, was sie tut.

Kommentar von Hexe121967 ,

"das grenze an gewalt"  selten so einen blödsinn gelesen!

Antwort
von ErsterSchnee, 75

WARUM willst du denn nicht hingehen? Das wäre einfach nur höflich! 

Kommentar von Jana0127 ,

Höflich wäre, wenn sie sich zwischen 9 Monaten mehrmals gemeldet hätte. Auch wenn sich mich als Kleinkind besser behandelt hätte.. uff

Kommentar von ErsterSchnee ,

Achso, und weil andere Leute unhöflich sind, vergisst du dein gutes Benehmen und deine Erziehung, blamierst deinen Vater und schmollst?

Kommentar von Janiela ,

Was hat das mit gutem Benehmen zu tun, sich das Baby einer (scheinbar unliebsamen) Verwandten anzugucken, wenn diese sich das wünscht? Und vor allem: Was hat das mit Blamage des Vaters zu tun, das nicht zu wollen?

Kommentar von xXxNameless ,

Vielleicht möchte er einfach nicht?

Kommentar von Garfield0001 ,

höflich oder nicht. sie hat ihre Gründe. und das genügt

Kommentar von ErsterSchnee ,

Sie ist kein kleines Kind mehr!

Kommentar von Jana0127 ,

Sie hat mich angeschrien, eingesperrt, körperlich und seelisch verletzt. 19 war sie als sie mich bekommen hat. Sie kam damit wahrscheinlich nicht zu recht.. hat während der Schwangerschaft geraucht; ein Wunder das ich gesund bin! Sie wollte mich nicht und das hat sie mir zuspüren gegeben!

Antwort
von nachhilfenoetig, 1

Wieso willst du deinen Halbbruder nicht kennen und wieso hasst du deine Mutter ?
Wurdest du von ihr geschlagen ?

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