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Meine Mutter leidet an Epilepsie

gefragt von Akelei2000Akelei2000 am 14.08.2008 um 2:46 Uhr

meine Mutter 72, und vor 3 Jahren wurde Epilepsie bei ihr erkannt, nachdem sie ein paar mal ohne Grund in ihrem Haus hingefallen ist. Der erste Anfall dauerte ca. 36 Stunden, nach dem ich sie glücklicherweise fand. Seit der Behandlung in der Klinik muss sie nun 13 verschiedene Medikamente einnehmen, ist unbeholfen u. zittrig. Sie will alleine leben, autofahren und Alles selbst bestreiten. großer Garten, Friseur, Resaurant, Auto und so weiter, kann aber im Prinzip nichts mehr wirklich alleine, (Arztbesuche, Tabletteneinteilung)lehnt aber jede Hilfe von außen ab und will nur uns Töchter als Hilfe. Sie hat sich total verändert und ist verbittert. Wer kennt dieses Problem? Guter Rat ist wi


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anonym
beantwortet von dasMimi am 14. August 2008 02:51
2x
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geht das langsam und behutsam an , die eigene Selbstständigkeit aufzugeben ist hart ,auch und gerade gegenüber den eigenen Kindern .

Kommentar von 9d9d5b32bb4a79d24a167cabbae1280fsmallMrsShinobi am 14. August 2008 02:56

Ja und auch für die Töchter selbst wird es hart werden, sowohl körperlich aber vor allem auch mental. Würde mir da professionelle Unterstützung holen, in Form von Selbsthilfegruppen für betroffene Familienangehörige, um sich auszutauschen und die Frust/Trauer rauszulassen.

Kommentar von dasMimi am 14. August 2008 03:19

Genau richtig ,DH !


gertrude2
beantwortet von gertrude2 am 14. August 2008 03:04
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http://forum.epilepsie-netz.de/index.php?board=27.0 das ist ein forum für angehörigen der epilepsie-erkrankten. vielleicht können sie dir einen brauchbaren tipp geben.

Kommentar von 3f902acbbee0a44f4b20aaf4c73e1e83smallAkelei2000 am 14. August 2008 09:48

Vielen Dank für eure Tips. Es ist wirklich nicht einfach, denn sie ist mamanchmal doch recht böse. Ich weihne mich dann zuhause aus, und gehe dann am nächsten Tag wieder hin. Ich muss es ja tun, auch wenn ich nicht mehr kann psychisch u. physisch. Sie macht sonst keinem die Tür auf. Sie kann ja nix für ihre Krankheit.Ich muss Tag u.Nacht parat sein. Die Medikamente (Keppra 1000 u. Ergynyl500 helfen zwar, aber sie kann dennoch nichts alleine machen. Fremden Leuten gegenüber tut sie aber völlig normal, und wenn die Tür zu ist lästert sie und schimpft auf alles und jeden und kriegt noch nicht eimal ein Bett bezogen. Manchmal ist es sehr schwer mich zusammenzureißen. Ich weiß das sie sehr viel kann, und übe alles mit ihr, dann geht es. Meine Schwester fährt jede Woche 500 km nur um ihr das Haus zu putzen,was ich angeblich nicht richtig mache.Ich fahre dreimal die Woche 50km, um zu gucken, wegen der Medikamente, Essen, einkaufen und so weiter. Ich werde mir wirklich Hilfe holen müssen, nur dann wird sie richtig sauer. Danke eure Abba08


liebeoma
beantwortet von liebeoma am 14. August 2008 03:10
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Oh ja , das kenne ich. Mein Mann hatte im Febr. diesen Jahres gleich 2 Änfälle. Er hat sich total geändert, aber nicht körperlich. Er streitet nur noch und will alles besser wissen, recht machen kann man ihn nicht. Ich hoffe auf bessere Zeiten


juangogh
beantwortet von juangogh am 26. August 2008 20:03
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Mein NeuroChirurg sagte mir, dass sicheres Autofahren erst nach einer 4-jährigen anfallsfreien Zeit überlegenswert sei. Ich hab noch 2 Jahre zu überstehen, bis ich endlich wieder mein Cabrio anmelden darf. freu Vergiss nicht, dass auch Wahrnehmungsstörungen auftreten können. Rationale Hinweise helfen meist nicht; bei mir jedenfalls nicht.

Kommentar von 3f902acbbee0a44f4b20aaf4c73e1e83smallAkelei2000 am 9. September 2008 01:18

Ja stimmt, aber was hilft denn weiter als meine rationalen Ratschläge? Ich liebe meine Mutter. Habe sogar das Gefühl, das es ihr manchmal besser geht als mir. Ihr Neurologe sagt : " Sie glauben doch nicht wirklich, das ich ihrer Mutter bestätige, das sie wieder Autofahren darf." Wer sollte dafür die Verantwortung übernehmen, sie vielleicht? Was rätst Du mir, lieber juangooh? Wie sollte ich mit meiner Mutter besser umgehen, als sie wieder zurück in`s ganz normale Leben zu führen? lieben Gruss Abba08


Wolpertinger
beantwortet von Wolpertinger am 4. September 2008 11:47
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Hallo,

nehmt einfach mal Kontakt zu verschiedenen Pflegediensten auf, ihr die Töchter, berichtet von den Problemen und das die Mutter eigentlich keine Unterstützung von außen möchte. Fangt mit einer kleinen Unterstützung vom Pflegedienst an, z.B. Tablettenstellen und verabreichen. Achtet darauf das der Pflegedienst eine Bezugspflegekraft hat die immer kommt bis auf ihr freies Wochenende...es gibt Pflegedienste die auch feste Aushilfen für die Wochenenden beschäftigen.. Gibt der Schwester vielleicht einen Schlüssel, damit sie in die Wohnung kommt. Diskutiert gar nicht mit euer Mutter, sagt euch ist das zu viel, ihr kennt euch mit den ganzen Medikamenten nicht aus und deswegen soll das eine Fachkraft machen.

Vielleicht wird sie vertrauen zu der Pflegekraft fassen und sich mit der Zeit mehr unterstützen lassen von dieser.

LG Wolpertinger

Kommentar von 3f902acbbee0a44f4b20aaf4c73e1e83smallAkelei2000 am 7. September 2008 08:10

Lieber Wolperdinger, Danke für Deinen Rat. Ich habe genau diesen schon einmal durchgeführt, leider ohne jeglichen Erfolg. Das einzige was sie machen lässt, ist das ständige Rasenmähen, von einem Gärtner,weil uns das echt zuviel wurde. Einen Pflegedienst lehnt sie kategorisch ab. Ich kann sie ja auch nicht zwingen, weil sie dann automatisch wieder ihre Ausfälle bekommt. So geht es immer weiter im Trott, Dispender mit Tabletten füllen, für 3 Wochen, Rezepte besorgen, damit auch immer alles da ist, Wohnung putzen, mit ihr einkaufen gehen, nur vom feinsten. Wenn ich mit ihr einkaufen fahre, muss ich echt trennen, denn ich kaufe bei Aldi, sie bei Feinkost Käfer. Ich muss solange warten, weil sie ja sonst ihr Portmanaie verliehrt, oder sonstwas vergisst. Das ist manchmal stressig. Meine Schwester rührt so ziehmlich keinen Finger, und denkt sich wohl, och, die kleine wird sich schon kümmern. Nun will meine Mutter wieder autofahren, wenigstens bis zur Krankengymnastik, also 2 Häuserecken entfernt. Ich bot ihr an, dieses mit ihr zu üben, aber da hatte sie keine Lust! Auch vergisst sie stets ihr Handy mit zu nehmen, sodas sie Hilfe rufen könnte. So bin ich immer auf " hab Acht Stellung" Sie will Alles, und kann im Prinzip garnix mehr so richtig alleine machen. Außer sie hat mal einen guten Tag, was selten ist! Mit meiner Schwester kann ich mich leider nicht absprechen, da diese mich und meine Sorgen / Meinung völlig ignoriert, und meiner Mutter alles aber auch Alles vor den Ar...setzt, wenn sie denn mal da ist. Danach ist meine Mutter wieder wie ein Kind, und alle Übungen sind dahin. Ich bin aber doch keine Altenpflegerin, und habe auch mein eignes Leben! Ich will aber auch eine gute Tochter sein, obwohl sie mir eine schlechte Mutter wahr, und ich bereits mit 17 v. zuhause ausgezogen bin, ohne Kohle, außer meinem Unterhalt von meinem Vater. Ich will gern versuchen mir Hilfe zu holen, aber werde damit auf Granit stoßen, solange meine Mutter nicht einwilligt, wird sie sogar die Haustür noch nicht mal öffnen, für eine Hilskraft. LG Abba08

Kommentar von B7d6abe5fe68484f92d05ef92d30f748smallWolpertinger am 9. September 2008 11:00

Ich denke Du mußt dich von deiner Mutter abgrenzen.

Solange sie dich unter Druck setzen kann, wenn Du das nicht machst bekomme ich einen Anfall, wirst Du nicht für deine Entlastung sorgen können.

.

Lehne das Tbl. stellen ab.

Es geht ja nicht nur darum das die Tbl. in das richtige Fach gelangen und das die Rezepte da sind.

Sondern es geht darum das der jenige der sie stellt sich auch mit der Wirkung auskennt.

Diskutiere nicht, beauftrage den Pflegedienst bespreche die Probleme mit ihnen und gebe ihnen einfach einen Schlüssel.

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Autofahren darf deine Mutter nicht, eigentlich hätte sie nach der Diagnose Epilepsie den Füherschein abgeben müssen.

Stell dir mal vor sie bekommt während sie fährt einen Anfall und ein Kind wird verletzt oder es entsteht auch nur ein Sachschaden.

Die Versicherung wird diesen Schaden nicht zahlen.

Lass von jemanden die Kontakte zu Batterie entfernen wenn deine Mutter das nicht einsieht.

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Aber das wichtigste ist das DU lernst dich abzugrenzen von deiner Mutter.

Du bist nicht verpflichtet diese ganzen Aufgaben zu übernehmen.

LG Wolpertinger


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