Frage von Finibambini, 176

Meine Mutter kümmert sich nicht richtig um unseren Hund. Was kann ich tun?

Hallo, habe folgendes Problem. Meine Mutter ist Alkoholikerin, was sie nicht wirklich einsieht. Deshalb bin ich vor einiger Zeit von ihr weggezogen. Ich wollte schon damals unseren Hund mitnehmen, habe es jedoch nicht getan, weil sie doch irgendwie sehr an der Kleinen hängt und ich dachte sie hat dann eine Aufgabe und ist nicht ganz allein. Jedoch stelle ich fest, das sie sich überhaupt nicht richtig kümmert. Sie lebt in einem Haus mit Garten. Und wenn unser Hund mal muss, dann lässt sie sie nur auf den Hof, den sie nicht mal sauber macht. Ansonsten füttert sie den Hund nur. Kein Gassi gehen oder sonstiges. Dazu kommt das sie lange arbeitet. Letztens rief sie an, das Kira eine Menge Schokolade gefressen hat und das erwähnte sie auch nur beiläufig, weil ich im Hintergrund gehört hatte, wie sich der Hund übergeben hatte. Sie hielt es nicht mal für nötig zum Tierarzt zu fahren. Ich bin am Ende. Wie überzeuge ich meine Mutter, dass es besser ist das ich Kira nehme?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Berni74, Community-Experte für Hund, 44

Das ist echt sehr schwer zu beantworten.

Ich habe mir jetzt alles durchgelesen und finde nach wie vor, daß du kira zu dir holen solltest. Ja, es stimmt, deiner Mutter geht es schlechter als dem Hund. Jedoch hat der Hund keine Wahl. Er ist diesem Leben, das er führen muß, ausgeliefert, und du bist die einzige, die das ändern kann. Du mußt allerdings damit rechnen, daß sich deine Mutter dann noch mehr hängen läßt.

Das schlimme ist, daß du daran jedoch nichts ändern kannst. Solange sie nicht einsieht, daß sie ein Alkoholproblem hat, kannst du ihr nicht helfen. Eine Sucht kann man nicht besiegen, wenn der Betroffene das nicht aus freien Stücken will. Sie immer wieder darauf anzusprechen, bringt wahrscheinlich gar nichts, im Gegenteil. Und ihr alles abnehmen, putzen und vielleicht noch einkaufen u. ä. würde ich auch nicht. Damit unterstützt man das womöglich noch.

Wende dich doch mal an die anonymen Alkoholiker, vielleicht kann man dir da Tipps geben, wie man am besten mit der Situation umgehen sollte, damit sie irgendwann einsichtig wird.

Eine weitere Möglichkeit wäre, mal mit ihrem Hausarzt über das Thema zu sprechen. Vielleicht hat der auch Erfahrungen mit sowas.

Den Hund würde ich auf jeden Fall wegholen.

Antwort
von Lina19972012, 97

Zum Wohle des Hundes würde ich ihn an deiner stelle zu dir nehmen, sag deiner Mutter es ist das beste für den Hund. Und wenn sie ihn wieder haben möchte dann wird es Zeit sich ihren Problemen zustellen und dir zu beweisen das sie in der Lage ist sich um das arme Tier angemessen zu kümmern!

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 16

das sind komplexe problem.

bitte nimm kontakt zu den anonymen alkoholikern auf - es gibt auch eine gruppe fuer angehorige..

deiner mutter wie dem hund muss geholfen werden.

rechtlich ist es so, dass nur in sehr seltenen faellen, deiner mutter der hund entzogen werden wird.. oft sind hund gerade auch bei alkoholkranken menschen dier letzte halt und freund.

sprich auch mit euem hausarzt darueber. haettest du denn genugend zeit fuer den hund?

Kommentar von Finibambini ,

Ich hätte schon genug Zeit für die Kleine. Ich habe mich schon früher immer um sie gekümmert. Habe sie oft mit zu mir auf Arbeit genommen, damit sie nicht den ganzen Tag alleine ist und auch mal mit Artgenossen spielen kann. Ich war auch diejenige, die mit ihr zum Tierarzt fuhr, wenn irgendwas war. Ich kenne die kleine seit sie ein Welpe ist, habe ich meiner Mutter doch damals geholfen einen auszusuchen. Ich weiß, wie wichtig ihr der Hund ist, deshalb möchte ich nicht das der Kleinen was passiert und meine Mutter unglücklich wird.

Kommentar von inicio ,

dann nimm den hund zu dir, falls das moeglich ist  und nimm wirklich die hilfe in ansoruch. auch angehoerige von alkoholkranke brauchen viel unterstuetzung!

Antwort
von myplace, 71

Nimm den Hund auf jeden Fall an dich ! Falls sie ihn dir nicht geben will informiere den Tierschutz bzw das veterinär Amt !
Ich wünsche dir viel Glück
LG

Antwort
von razorback08, 99

Mach es einfach. Wenn sie vor deiner Tür steht und den Hund haben will nicht aufmachen und ggf. Ordnungsamt / Polizei benachrichtigen

Kommentar von Finibambini ,

So drastisch will ich eigentlich nicht sein. Ich liebe meine Mutter, auch wenn sie ihre Probleme hat. Ich würde gerne eine Lösung finden, mit der wir beide leben können.

Kommentar von razorback08 ,

Manchmal muss man durchgreifen würde ich sagen 

Kommentar von Finibambini ,

Das ist leider leichter gesagt als getan. Und darf ich ihr überhaupt so einfach den Hund wegnehmen? Unsere Hündin ist auf sie eingetragen...

Kommentar von razorback08 ,

Hunde werden in Deutschland fast verehrt. Kannst davon ausgehen dass die Ämter auf deiner Seite sein werden.

Antwort
von Losloslosx3, 62

dann musst du halt etwas dahinter sein, für beide, mutter und hund... d.h. du solltest oft vorbei kommen und den hund gassi führen, und auch schauen, was deine mutter macht...

Kommentar von Finibambini ,

Ich bin weggezogen, weil ich genau das nur noch gemacht habe und psychisch und physisch nicht mehr damit klar kam und ich wohne nicht um die Ecke. Ich wohne mehr als 3 h entfernt. Ich hatte gehofft, das das ein Weckruf wird für sie. Aber ich wollte nicht das der Hund darunter leidet.

Kommentar von Losloslosx3 ,

Also ehrlich: ich hätte da mit der Mutter mehr Mitleid als mit dem Hund, wenn sie ihn für ihr Seelenleben braucht...

Kommentar von Finibambini ,

Meine Mutter braucht kein Mitleid oder Seelenheil. Was sie braucht ist Hilfe. Ich kann aber nicht ständig ihren Babysitter spielen. Ich bin an dem Punkt, wo ich ihr nicht mehr hinterher rennen. Wenn sie Hilfe möchte, dann bin ich die Erste die für sie da ist. Das steht außer Frage. Ich liebe meine Mutter und ich möchte das es ihr gut geht. Ich will keine Hetze gegen Sie oder das sie bemitleidet wird, das tut sie selbst schon genug. Der Zustand meiner Mutter steht auch nicht zur Frage. Ich möchte eine Lösung finden, bei denen es allen gut geht. Meiner Mutter, unserem Hund und meinen Nerven. Ich will ihr Kira ja auch nicht unweigerlich wegnehmen. Sei es vorübergehend, bis sie sich gefangen hat. Wenn der Hund krank wird oder schlimmeres passiert, ist niemandem geholfen!

Kommentar von Losloslosx3 ,

Ich sage dir: ich würde ihr den Hund lassen, weil es sie vielleicht noch fertiger macht, wenn der Hund weg ist. Und würde die Tierquälerei in Kauf nehmen. Es sei denn, du bist dir sicher, dass es deiner Mutter nichts ausmacht, wenn der Hund weg ist...

Kommentar von Finibambini ,

Tierquälerei wie du es nennst, sollte nie eine Option sein! Wenn der Hund stirbt, weil er das nächste mal vielleicht nicht so viel Glück hat, soll das meiner Mutter nicht den Boden unter den Füßen wegreißen?! Ich will ihr den Hund nicht wegnehmen aus Spaß oder so! Ich mache mir ernsthaft Sorgen! Ich möchte ihr ja den Hund lassen. Aber wenn der Hund das nächste Mal stirbt, säuft meine Mutter sich vielleicht zu Tode! Das ist meine Angst! Ich will das meine Mutter gesund wird und glücklich ist. Ich bin nicht so grausam und nehme ihr einfach ihren Hund weg. Ich würde die kleine vielleicht vorübergehend zu mir nehmen. Bis meine Mutter zurecht kommt. Einen Entzug gemacht hat. Aber doch nicht für immer. 

Kommentar von Losloslosx3 ,

das stimmt auch wieder...

Kommentar von Alicechen1234 ,

Wieso soll denn der Hund darunter leiden !? @losloslosx3 Es gibt doch für Alkohol suchten Beratungsstellen! Dafür muss man keinen Hund quälen!

Kommentar von Losloslosx3 ,

Stimmt. Aber grundsätzlich habe ich mit dem Hund weniger Mitleid als mit dem Menschen. Es gibt wahrscheinlich genügend unfähige Hundehalter, die niemanden haben, der sie beaufsichtigt....

Aber natürlich: wenn der Hund dann stirbt, hat sie auch nichts davon...

Antwort
von Pyrut, 67

Schokolade ist für den Hund Lebensgefährlich nimm den Hund zu dir ! Das arme Tier hat das nicht verdient. Sag ihr was sie alles falsch macht und was du besser machen würdest wenn der Hund bei dir ist. 

Kommentar von Finibambini ,

Ich habe ihr schon versucht klar zu machen das sie was ändern muss. Aber sie ist so belehrungsressitent. Ich denke das hängt mit dem Alkohol zusammen. In ihren Augen macht sie alles richtig und die anderen alles falsch. Ich wünsche mir das sie wenigstens einmal auf mich hört.

Kommentar von Pyrut ,

Ja schon klar, sie denkt nur sie hat recht und der Rest hat keine Ahnung. Versuche sie nicht zu belehren den es bringt nichts, bis sie mal ein Körperliches Problem haben wird dann wird sie verstehen dass sie was ändern muss... schnapp dir den Hund und nimm ihn zu dir.

Antwort
von Welfenfee, 51

Hallo Finibambini,
sicherlich bin ich eine sehr große Tierfreundin, doch denke ich, dass die Probleme Deiner Mutter größer sind, als die von dem Hund. Es ist gut, dass Du dort weg bist, denn sonst wird man zur Coabhängigen und schleppt die Probleme eines Suchtkranken mit sich rum. Du solltest wenn möglich Dich halt trotz Deines Auszuges noch ein wenig kümmern und einen Blick auf den Hund haben und Dir die Kleine halt mal zum Spazierengehen abholen und wenn Du die Zeit und Kraft hast, dann vielleicht auch mal den Hof etwas saubermachen. Die im Handel zu kaufende Schokolade ist sicherlich nicht gesund für einen Hund, doch enthält so wenig Schokolade, dass es wahrscheinlich gar nicht ins Gewicht fällt. Achte darauf, ob die Krallen von der Länge her in Ordnung sind und ob das Tierchen sich wohl fühlt und wenn nicht, dann halt schauen, woran es liegt und eventuell zu einem Tierarzt fahren. Es wäre fatal, wenn Du Deiner Mama das Tier wegnehmen würdest, doch auch Du darfst Dich nicht überlasten. Deine Mutter wird so ihre Probleme haben und Dein Wegzug war und ist sicherlich nicht leicht für sie. Vielleicht gibt es in der Nachbarschaft einen zuverlässigen und tierlieben Jugendlichen oder ein Kind, welches sich einen Hund wünscht und keinen halten darf und froh ist, wenn es eine Aufgabe hat, sich ein wenig Taschengeld hinzuverdienen kann und mit Kira gerne spazierengeht und sie beschäftigt, während Deine Mama arbeitet. Hunde schlafen auch sehr gerne und brauchen auch viel Schlaf und wenn sie kein Theater macht, weil sie sich verlassen fühlt, dann ist es doch ok. Es gibt so viele Menschen, die keinerlei Probleme haben und sich trotzdem nicht gut um ihre Tiere kümmern und vielleicht ist Kira bei Deiner Mama glücklich und wäre es bei Dir nicht, weil die Bindung fehlt. Manche Schilderungen hören sich auch dramatischer an, als sie in Wirklichkeit sind und man muss auch nicht immer sofort bei jeder Kleinigkeit zu einem Tierarzt rennen und auch wenn sie mal gebrochen hat, so wird sie sich nicht stundenlang und anhalten übergeben haben. Du bist den ganzen Daheim? Wenn Du doch so viel mehr Zeit als Deine Mutter hast und auch Dich dann in Deinen Augen besser um das Tier kümmern würdest, dann hole Du sie doch zu Dir, wenn Deine Mama keine Zeit hat und bringe sie dann wieder nach Hause. Was und wieviel trinkt Deine Mutter und wirkt sie oft benommen? Vielleicht bringt es ja was, wenn Du sie mal aufnimmst. Vielleicht reicht ein Gespräch, wenn sie am lallen ist und Du spielst es ihr dann vor, wenn sie nüchtern ist, damit sie versteht, warum Du denkst, dass sie ein Problem hat. Es gibt auch Suchtberatungsstelellen, die Dich sicherlich beraten können, was und wie Du Deine Mama zu einer Einsicht bewegen kannst oder wie Du Dich verhalten solltest.

Kommentar von Welfenfee ,

Ich habe gerade erst gelesen, dass die räumliche Trennung schon ganz gewaltig ist und Du Dich sicherlich nicht mehr täglich da einbringen kannst und für Dich wird es auch gut sein. Vielleicht sind dort liebe Nachbarn, die sich ein wenig kümmern.

Kommentar von Finibambini ,

Vielen lieben Dank für deine Antwort. Ich hatte schon befürchtet  meine Frage ist nicht richtig rüber gekommen. Natürlich will ich ihr Kira nicht wegnehmen. Das ist das letzte was ich tun möchte. Ich liebe meine Mutter und ich liebe die kleine. Ich habe halt nur Angst, das jetzt wo ich nicht mehr da bin. Ihr oder dem Hund was schlimmes passiert. Beides wäre katastrophal. Meine Mutter ist schon ein Starktrinker. Und ich habe es schon sehr oft versucht ihr klar zu machen. Ich befürchte wenn der Kleinen was passiert, dann verliert meine Mutter komplett den Boden unter den Füßen. Es ist schwer für mich so weit weg zu sein, aber auch als ich noch bei ihr gewohnt habe, war ich so machtlos. Ich habe mich um alles gekümmert. Ich hoffte, durch meinen Auszug wird sie selbstständiger...

Gibt es solche Beratungsstellen in jeder Stadt?

Kommentar von Welfenfee ,

Da kann ich Dir leider keine Antwort drauf geben, doch ich denke, dass es in sehr vielen etwas größeren Städten auf jeden Fall Anlaufstellen gibt und sogar hier auf dem Land gibt es z.B. die AA (anonymen Alkoholiker), die ja gerade auf die Probleme Deiner Mama spezialisiert sind. Du bist weggegangen, weil Du die Probleme nicht mehr mittragen konntest und doch hast Du sie mitgenommen, was gar nicht gut ist, weil Du einfach zu weit weg wohnst, um überhaupt noch einen richtigen Blick auf die Situation zu bekommen und dann ist es für Dich wohl der einzige Weg gewesen und sicherlich auch darum wieder gut. Sie wird sicherlich erst mal den Verlust von Dir verarbeiten müssen und es ist sicherlich nicht leicht. Vielleicht fängt sie sich oder ihre Situation verschlimmert sich, doch es ist nicht Deine Schuld. Du bist das Kind und ganz bestimmt nicht die Mutter und ihr habt wohl lange Zeit vertauschte Rollen gehabt. Dem Hund wird es schon gut gehen und vielleicht habt Ihr ja noch Verwandte oder Bekannte oder gar Freunde in der Nähe, die einen Blick auf die Situation haben können, ohne Deine Rolle der letzten Jahren einzunehmen. Aber es ist bewundernswert, dass Deine Mama noch arbeitet und dann ja wohl auch recht lange den Tag über.

Antwort
von 1ManekiNeko1, 27

Versuche den Hund vorübergehend zu Dir zu nehmen. Sag ihr,das sie Kira jederzeit besuchen kommen kann.Du musst sie überzeugen,das es das Beste für den Hund ist. Rede ruhig und vernünftig auf sie ein. Und das mit dem Alkohol solltest Du auch auf den Tisch bringen. Solange sie die Finger davon nicht lassen kann,kann sie unmöglich die Verantwortung für ein Tier tragen. Alles gute.

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