Frage von methkuchen, 71

Meine Mutter ist streng gegen Antidepressiva-Dreck, wie kann ich trotzdem was beantragen?

Halli Hallo, Erstmal Entschuldigung wegen der Fragestellung, aber mir viel nichts anderes ein, um die Tabletten zu beschreiben. Ich bitte um Gnade.

Ich bin weiblich, 13 Jahre jung und leide unter schweren Depressionen. Psychotherapie ist alles schon gestartet und ich komme auch in frühstens 6 Wochen in eine Klinik, zumindest stehe ich auf einer netten Warteliste. Aber ich habe derzeit sehr große Schwierigkeiten meinen Alltag zu bewältigen. In der Schule sind mal hier und da ein paar Tränen Alltag geworden und so wirklich hoch komme ich auch nicht. Über die Ferien lag ich eigentlich nur im Bett und sah keinen motivierenden Grund mich auch nur Ansatzweise zu bewegen, an Hausaufgaben oder mal ein Schulbuch aufzuschlagen war nicht zu denken. Sprich: Mein Leben ist für mich derzeit eine unglaublich große Belastung.

Meine Psychotherapeutin hatte mal den Vorschlag über Tabletten gemacht. Ich bin kein großer Freund von Tabletten, also war ich dagegen - wie auch meine Mutter. Nur sie noch extremer. Sie hatte selbst mal Antidepressiva verschrieben bekommen, aber nie genommen. Sie findet Eltern, die ihren Kindern so etwas geben wirklich unglaublich schrecklich und gibt Hasspredigten... Das will man nicht gehört haben.

Nunja, aber meine Psychotherapeutin meinte auch, dass es hilft, sich wenigstens aus dem Bett zu bewegen. Und verdammt, wenn es wenigstens nur ein bisschen hilft, dann her mit dem Zeug. Mal extrem gesagt. Aber ich will wenigstens ein bisschen raus kommen. Das einzige, was ich vielleicht noch hinbekomme, ist mich selbst Psychisch komplett fertig zu machen, und das ganze schon absichtlich. Yeah.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wie zu Hölle bekomme ich meine Mutter umgestimmt - oder sollte ich sie überhaupt umstimmen? Hat jemand Erfahrung gemacht mich Antidepressiva - oder wie man es auch nennen will? Wäre sehr erfreut über ein paar nette Antworten.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von norbert9014, 50

Also ganz ehrlich: Auch ohne eine erbliche/genetische Vorbelastung oder andere Dinge die eine "eigene" Depression begründen können: In der Erziehung hat der Vorbildcharakter der "Erzieher" eine zentrale Bedeutung für die Entwicklung des Eigenen Ichs. (u.a. "Lernen am Modell" usw.)

Heißt für mich: Es kann sein, dass ein großer Einfluß- sehr unbewusst- durch die enge Bindung mit Deiner Mutter für Deine Depression mitverantwortlich sein kann.

Deine Mutter umzustimmen kann hier deswegen sehr schwierig sein. Deine Mutter hat aufgrund ihrer eigenen Erfahrung eine sehr differenzierte Meinung: Das wirst Du ihr nicht nehmen können... das ist übrigens auch gar nicht sinnvoll.

Medikamente können sinnvoll sein: Aber sie wirken eben in alle Richtungen: Nichts wirkt ganz gezielt nur auf eine Hirnregion oder auf ausschließlich eine Emotion: Medikamente beeinflussen generell... sagen wir mal einen Hauptstrom: Da münden aber viele Flüsslein ein... und gehen wieder ab. Bei allen Hervorhebungen und Dämpfungen von belastenden Emotionen wird man wahrscheinlich auch z.b. eine Apetittlosigkeit entwickeln...oder Heißhunger... oder Müdigkeit...oder Aufgekratztheit.... 

Beklagt wird oft, dass man verschiedene "Schwingungen" - eigene tiefergehende Gefühle nur noch eingeschränkt miterlebt: das ist der Grund, warum viele Medikamente von den Betroffenen nach einiger Zeit abgesetzt werden: Ihre Lebendigkeit geht ihnen verloren.

Das andere ist: Wieviele Anteile Deiner Depression kommen aus einer "normalen" Niedergeschlagenheit heraus, die alle Teenager in der Pubertät (Stichwort "Hormonumstellung" bzw. "-schübe") durchleben müssen, heraus? Mal einen schlechten Tag zu haben, auch mehrere am Stück... ist normal. Da kommt man wieder raus.

In Deinem Erfahrungskontext könnte es sein, dass Du, in Verbindung mit Deiner Mutter  hier einfach eine große Bedeutung drauf gelegt hast, die in anderen Familien als Alltag abgetan würde... und sich so selbst wieder abgebaut hätte. >> Diese mögliche Entwicklung mit Deiner Mutter ist ohne jede negative Bewertung!!! Das sind unbewusste Prozesse, die niemand steuert, die man nicht willentlich beabsichtigt und lenkt!!

Ich gehe aber mal davon aus, dass---- wenn Du eine halbwegs fitte Therapeutin hast,- die dieses auch schon mal angesprochen hat.

Denk einfach mal drüber nach. Auch: Welchen möglichen Nutzen hast Du aus Deiner Depression? Oft wird man sehr rücksichtsvoll behandelt... muss nicht jede Alltagsaufgabe erledigen, muss sich nicht mit diesem und jenem beschäftigen undundund...

sincerely, Norbert

Antwort
von Realisti, 68

Warum schickt sie dich denn erst zum Psychodoc. wenn du dann die verschriebene Medizin nicht nehmen darfst? Was soll denn dort ihrer Meinung nach passieren? Geistheilung?

Da deine Mutter auch in Behandlung war, hast du eine erbliche Vorbelastung. Es scheint also gar keine Alternative zur Medikation zu geben.

Du solltest dir einen erwachsenen Verbündeten suchen. Was sagt dein Vater dazu, deine Großeltern oder Tanten und Onkel? Wenn gar nichts hilft, dann wende ich an deinen Hausarzt und schildere ihm, dass deine Mutter die Medikation verhindert. Der wird ihr dann schon ein paar Takte dazu sagen.

Die heutigen Tabletten sind nicht mehr mit denen von früher zu vergleichen. In aller Ruhe wird die ausreichende Dosierung ermittelt, damit die Nebenwirkungen nicht größer sind als nötig. Es ist auch ein Unterschied, ob ein Mangel z.B. an einem körpereigenem Hormon oder Botenstoff ausgeglichen wird oder ein Kind ruhig gestellt wird.

Du brauchst eine Diagnose vom Facharzt mit Therapie. Starke Antidepressiva gibt eigentlich nur für Erwachsene.

Kommentar von methkuchen ,

Mein Vater hat kein Sorgerecht und wohnt fast 400km weg. Kontakt besteht zwar, aber er kann meiner Mutter sicherlich nichts einreden. Meine Oma ist ebenfalls gegen sowas. Andere Verwandten wissen, um ehrlich zu sein, noch gar nichts. Zum einen, weil ich relativ wenig Kontakt mit ihnen habe, zum anderen ist dort immer noch die Angst, es offen anzusprechen.

Gegen starke Tabletten wäre ich persönlich ja auch. Eine Freundin von mir meinte mal, sie habe Antidepressiva bekommen, die ihr komplett alle Lichter ausschalten. Musste zwar auch feststellen, dass sie nicht ganz vertrauenswürdig in der Hinsicht ist, aber vor solchen hätte ich aufjedenfall auch bedenken... 

Danke für deine Antwort. :)

Antwort
von Muslimaxyz, 54

Ich würde gucken, ob nicht doch vllt was anderes hilft. Du kannst das ja mit deiner Mutter zusammen besprechen. Sag ihr, dass du selbst keine willst, aber wenn es nichts gibt, was dir sonst noch gut tun würde, wäre es eben eine der letzten Möglichkeiten, die man probieren könnte. Man muss dich ja nicht gleich volldröhnen mit dem Zeugs. 
Ich bin auch nicht gerade der Tabletten-Fan, hatte aber selbst vor 2-3 Jahren so eine ''Zeit'', wo ich einfach nichts anderes machen konnte, als solche Tabletten zu schlucken.Also, ich bereue es total, seitdem kriege ich voll die Angst zustände, also ich konnte mir damals z.B. voll viele Horrorfilme reinziehen und jetzt bei einer kleinen gruseligen Szene kriege ich totale Panik und kann dann auch schlecht einschlafen und das geht dann Tagelang so. Oder ich kann z.B. auch nicht mehr so oft vor der Klasse stehen und Vorträge oder so halten. Manchmal geht es, aber seitdem ich mal Tabletten genommen habe ist es voll schlimm geworden. :/ 
Will dir keine Angst machen, aber es gibt bestimmt eine Alternative. Hoffe ich. Probiere einfach Dinge aus, die dir gut tun. Überlege, was du gerne machst, oder was du noch nie gemacht hast und mach einfach jeden Tag etwas ''neues'', was dich auf trapp hält. 
Das wäre so ein Ratschlag von mir. Dann kannst du dich wenigstens auf etwas anderes konzentrieren und findest vllt auch so etwas, was die Depressionen etwas abdämpft. 
Rede einfach offen mit deiner Mutter darüber, ich denke auch nicht, dass du mit 13, ohne die Zustimmung und überhaupt hinter dem Rücken deiner Mum eh keine kriegen würdest. 
Sie würde es ja so oder so erfahren, spätestens bei einem Eltern-Kind-Arzt gespräch. Da müssen die ja deine Mutter aufklären, was die da mit dir machen. Die können das ja auch nicht verheimlichen. 

Antwort
von Schocileo, 33

Sei dir bitte darüber im klaren dass diese Tabletten höchst abhängig machen.. und wie willst du so lernen wieder von selbst glücklich zu werden und Motivation zu finden? Mach das lieber nicht und vorallem nicht in deinen jungen Jahren, such dir lieber einen Sport den du verfolgen kannst oder lerne ein Instrument oderwasauchimmer. Aufjedenfall etwas wofür man sich aufraffen muss und das einem Beschäftigung gibt damit man den Kopf frei kriegt

Antwort
von darsideoflife, 34

Wirst du denn in der Klinik die Antidepressiva weiterhin nehmen? Die Einstellungsphase dauert ca 6 Wochen, dann kann die erste Wirkung festgestellt werden. Akut welche zu nehmen bringt also nichts. Hast du dich schon mit einem/einer Psychiater/in in Verbunding gesetzt (bzw. hat deine Therapeutin das gemacht) ?

Es gibt verschiedene Arten von Antidepressiva. Das, was bei Jugendlichen oftmals verschrieben wird, gehört zu den Selektiven Serotonin Hemmern. Ein Beispiel ist Citalopram, ein anderes Fluoxetin. Ersteres hat bei mir z.B. rein gar nichts geholfen, außer starke Müdigkeit und Verstärkung von Suizidgedanken. Eine fortwährende Begleitung durch einen Psychiater (ich gehe davon aus, dass du den Unterschied zwischen Psychotherapeut und Psychiater kennst) ist absolut notwendig. In der Klinik hättest du damit keine Probleme.

Ich kenne deine Mutter jetzt nicht, aber es würde sicherlich helfen, wenn du sie über die verschiedenen Arten aufklären würdest. Mir kommt es so vor, als würde sie deine Depression nicht ernst nehmen, à la "das ist normal in dem Alter" (was häufig vorkommt). Vielleicht hilft ihr eine Analogie weiter: Wenn du [hier eine beliebige Krankheit einfügen] hättest, würde sie es auch zulassen, dass du eine medikamentöse Unterstützung erhälst. Du bist krank, du brauchst Unterstützung, und wenn es durch solch ein Medikament geschehen soll, dann wäre es das einzig Richtige von ihr, dich dabei zu unterstützen.

Eine weitere Möglichkeit ist die, dass deine Therapeutin auch nochmal mit ihr spricht, vielleicht sogar mit euch zusammen, um zu vermitteln

Kommentar von Coza0310 ,

Unter 18 Jahre ist Citalopram nicht zugelassen. Es kämen also nur Fluoxetin oder Sertralin infrage.

Kommentar von darsideoflife ,

Das wusste ich nicht. Ich bin auch minderjährig und habe das verschrieben bekommen. Warum ist es denn nicht zugelassen?

Antwort
von Jaqulline, 56

Mann muss wirklich aufpassen mit diesem medikat... du mussd dir bewusst sein dass wenn du es nimmsd du dich so fühlst als wärst du nicht du selbst

Kommentar von methkuchen ,

Ist mir auch bewusst, doch nur vorübergehend, dass ich wenigstens nicht jeden Tag einen Heulanfall bekomme, dass wäre schon wirklich sehr gut. Ich würde ja auch gleich Fragen, wie stark die Wirkung ist. Unüberlegt werde ich sicherlich keine nehmen.

Antwort
von Zwergio, 36

Ich muss sagen, bei mir war es einfach eine Sch eiß Idee! Ich habe sie in der Klinik mit Suizidgedanken bekommen. Durch die Medikamente ging es mir zwar nicht mehr schlecht, aber auch definitiv nicht gut. Es war mir alles unglaublich egal. Ich hatte keine Angst vorm Sterben mehr und es war mir egal, ob sich andere sorgten. Mir war alles egal. Und aus dem Grunde hatte ich einen Suizidversuch. Die medikamentöse Behandlung wurde eingestellt und ich hatte nur noch Gruppentherapie und Einzeltherapiegespräche

Antwort
von derapfelbaum, 35

Vllt kannst du sie für Johanneskraut gewinnen? Meine Mutter hat genau die Selbe Einstellung und Johanneskraut hilft gegen Depressionen, es dauert allerdings lange, bis es anschlägt.

Informier dich mal mit deiner Mutter und deiner Therapeutin darüber!!

Lg und gute Besserung. Ich glaub ganz fest an dich!

Antwort
von stracciatella33, 33

Psychotherapeuten können im Allgemeinen keine Medikamente verschreiben - will deine Therapeutin dich dazu an einen Psychiater überweisen? Schlecht wäre das so oder so nicht, so hättest du 2 Leute, die davon wirklich Ahnung haben, die deine Mutter (am besten in einem direkten Gespräch) davon überzeugen können, dass mit deiner Krankheit erstens nicht zu spaßen ist und zweitens dir ein Antidepressivum die Genesung leichter machen würde. Ich spreche da aus Erfahrung, leider.

Du solltest deiner Mutter aber auch sagen, dass nicht jeder Mensch gleich auf jedes Antidepressivum positiv reagiert, manchmal braucht es Zeit und manchmal "verträgt" man eines überhaupt nicht. Da heißt es dann ausprobieren - was deine Mutter allerdings als "Bringt doch eh nix, das Teufelszeug" deuten könnte. Deshalb: Warne sie vor, oder bitte einen Psychiater/Therapeuten darum, ihr das zu erklären.

Viel Erfolg und gute Besserung :)

Antwort
von TheDarkHow, 35

Also ich will mit dieser Antwort keinen beleidigen ! ( wichtig ) . Außerdem werde ich deine frage nicht direkt beantworten.

Ich lese sehr oft solche Fragen, und um ehrlich zu sein nervt es mich schon.
Und immer lese ich diese Fragen von 13 bis 15 jährigen . "Ohh mein Hamster ist gestorben ich bin depressiv " so etwas ist nicht normal nur weil ein Haustier stirbt oder ja sogar ein Familien Mitglied muss man nicht einfach gar nichts mehr machen. Denn zu sagen ich bin depressiv ist für die Person immer am einfachsten aber die die es wirklich schwer haben sind die Mitmenschen . Deshalb denke ich ist es auch arogant zu sagen ich bin depressiv.

Was mich allerdings NOCH mehr stört ist das einige die solche Fragen stellen NUR Aufmerksamkeit und Mitleid wollen.

Also bitte überleg nochmal ob du vielleicht doch ein gutes Leben hast in dem man keine Gründe hat depressiv zu sein.

Solltest du wirklich alle Gründe haben Depression zu haben tut mir das natürlich leid .

In diesem Fall würde ich trotzdem Nein zu denn Tabletten sagen, denn ich denke es ist eine Sache der Willenskraft . In dem Moment können Tabletten dich glücklich machen aber nicht auf Dauer.

Kommentar von kayo1548 ,

"Also bitte überleg nochmal ob du vielleicht doch ein gutes Leben hast in dem man keine Gründe hat depressiv zu sein. "

so leicht funktioniert das leider nichht - rationale Überlegungen helfen da recht wenig.

Ob eine psychische Störung vorliegt oder nicht kann natürlich dann nur ein entsprechender Psychotherapeut entscheiden; aber anscheinend scheint das hier ja so zu sein

 

Kommentar von TheDarkHow ,

ich wollte nur das die Leute die so etwas schreiben noch mal nach denken. und das sie nach der Pubertät nicht denken das wa ja damals albern von mir.

Kommentar von NotHappyEnogh ,

Sie ist auf der Warteliste in eine Klinik, Therapie läuft und der Therapeut hat sie ihr empfohlen- meinst du nicht die Diagnose stimmt? "Ob du nicht doch ein gutes Leben hast"- Denkst du echt depressive suchen sich die Depressionen aus? Ich weiß ja nicht ob und in wie weit du Erfahrungen damit hast, aber meinst du wirklich sie würde die Frage so stellen, wenn sie nur Aufmerksamkeit sucht?

Kommentar von methkuchen ,

Deine Ansichten kann ich auch zum Teil nachvollziehen, keine Frage, doch an dieser Stelle kommt das große aber:

Und immer lese ich diese Fragen von 13 bis 15 jährigen .

Das liegt wahrscheinlich daran, dass dort die Pubertät, gerade bei Mädchen sehr verrückt spielt und depressive Phasen nicht undenkbar sind. Ob diese Phasen zu einen Ernstfall werden und psychologische Hilfe in Anspruch nehmen, oder es sich tatsächlich nur um eine Phase handelt, kommt auf verschiedene Faktoren an. Sind Suizidgedanken bzw. Suizidpläne im Spiel, dann sollte man sich definitiv Hilfe suchen. 

"Denn zu sagen ich bin depressiv ist für die Person immer am einfachsten aber die die es wirklich schwer haben sind die Mitmenschen . Deshalb denke ich ist es auch arogant zu sagen ich bin depressiv."

Depressionen sucht man sich nicht aus. Nach diesem Zitat habe ich deutlich gemerkt, wie wenig du davon weißt. Mit Halbwissen kannst du hier nicht landen. 

"Was mich allerdings NOCH mehr stört ist das einige die solche Fragen stellen NUR Aufmerksamkeit und Mitleid wollen."

Die suche nach Aufmerksamkeit kann tatsächlich auch ein Schrei nach Hilfe sein, und nur ein Zeichen, wie verzweifelt die Betroffene Person ist. Es ist also ein ebenfalls ernst zunehmendes Problem. 

"Also bitte überleg nochmal ob du vielleicht doch ein gutes Leben hast in dem man keine Gründe hat depressiv zu sein.

Solltest du wirklich alle Gründe haben Depression zu haben tut mir das natürlich leid ."

(Nach diesem Sätzen war ich bereits auf 180 und wollte dir deinen Laptop auf den Kopf schmeißen, mfg) Mein Leben ist tatsächlich schön. Ich habe eine liebevolle Mutter, tolle Geschwister. Mein Freundeskreis ist klein, aber fein und auch so fehlt es mir an nichts. Ich bin mir das bewusst. Deshalb werde ich jetzt aufstehen und lachen, was ich sogar tue (!) und werde vollen Herzens nun beschließen keine Depressionen mehr zu haben, endlich wieder glücklich zu sein! Du hast mich auf den richtigen Weg gebracht!

"denn ich denke es ist eine Sache der Willenskraft . In dem Moment können Tabletten dich glücklich machen aber nicht auf Dauer."

Ich werde nun versuchen von meinem ironischen Trip runterzukommen (und ich bete, du hast es gemerkt!). Natürlich können Tabletten mich nicht auf Dauer glücklich machen. Doch sie können helfen, dass es einen wieder besser fühlen lässt. Und diesen Kommentar mit "Willenskraft"; Sage zu einem jahrelangen Alkoholiker, er soll Knall auf Fall trocken werden und wenn dieser das schafft, dann werde ich zur Willenskraft greifen. 

Endfazit: Nichts zu wissen ist keine Schande und heißt nicht, dumm zu sein. Nichts zu wissen und trotzdem einen Haufen Mist hinzuschreiben, und das auch noch als eine ernstgemeinte Antwort zu veröffentlichen, ja, dass ist dumm. 

Liebe Grüße, und kaufe bitte einen Duden! 

Kommentar von TheDarkHow ,

Du hast zu 100% recht ich habe kein fach wissen in dieser Richtung, keine Ahnung null. doch ich weiß was ich sehe. (deshalb War diese Antwort auch nicht auf dich bezogen denn ich weiß fast nichts über dich und kann dich erst recht nicht sehen.) und würde ich hier einen anderen Namen haben würde ich noch ein paar Sachen dazu sagen doch das ist mir unangenehm. Weshalb ich nichts mehr dazu sagen kann also ist diese Diskussion für mich abgeschlossen. ich Danke dir für diese direkte und wahrscheinlich sehr ehrliche Antwort.

Kommentar von Zwergio ,

man braucht keine Gründe für Depressionen! an Depressionen erkrankt vor allem die Mittel- und Oberschicht. es gibt Auslöser für Depressionen. die können im Erlebten liegen oder in den Genen oder (man glaubt es kaum!) weil schlichtweg Botenstoffe im Gehirn fehlen. Depressionen sind eine absolut reale Krankheit, genauso wie Migräne oder eine Mittelohrentzündung! Epilepsie oder ADHS zweifelt doch auch keiner in ihrer Existenz an?

Kommentar von darsideoflife ,

Ich finde es schon ziemlich anmaßen, was du da geschrieben hast. Beispiel: zu einem Diabetiker würdest du auch nicht sagen, dass er das Insulin nicht braucht, das geht alles mit Willenskraft.

Die Medikation scheint in diesem Falle der Richtige Weg zu sein. Und auch, wenn sie nicht helfen, können sie immer noch abgesetzt werden.

Ich will keineswegs Antidepressiva als wundersames Heilmittel anpreisen, allerdings kann es als Unterstützung, ergänzend zu Psychotherapie etwas nützen. 

Eine Krankheit kann man sich nicht aussuchen, und die Schuld auf den Erkrankten zu schieben ist nicht nur falsch, sondern auch total kontraproduktiv. Schuldgefühle, wie du sie hier vermittelst, holen niemanden aus dem Tief raus. Je nachdem, wie empfänglich derjenige ist, lässt ihn das sogar noch mehr verzweifeln.

Denk bitte zwei Mal nach (oder wenigstens ein Mal), bevor du so ein Geschmiere da lässt. Man geht nicht aus Spaß an der Freude zur Therapie oder gar in die Klinik. Das zu vergleichen mit Traurigkeit darüber, dass der Hamster gestorben ist, lässt nicht nur darauf schließen, dass du vollkommen uninformiert, sondern auch realitätsfern.

Kommentar von TheDarkHow ,

Zwergio oh so sollte das gar nicht rüberkommen ich wollte eher den trend kritisieren

Antwort
von Leylaxd, 41

Diese Tabletten helfen wirklich ich bin 13 und hatte das auch mal als ich 12 war. Du darfst aber Nicht zu viel nehmen, denn davon kannst du süchtig werden, weil du wenn du diese Tabletten nimmst ein "normales" leben führst, du bist mit diesen Tabletten gar Nicht mehr depressiv, so hat es sich bei mir angefühlt, ich habe so gefühlt wie jetzt. Wenn du schon auf einer Warteliste stehst, dann würde ich dir empfehlen diese tabletten zu nehmen bis du in der klinik bist ! Du wirst aber wiegesagt ein bisschen süchtig danach, kommt drauf an wie viel du nimmst! Nimm ja Nicht zu viel. Sie helfen wirklich! Wobei es aber auch schlechte und schädliche Tabletten gibt.Aber deine Therapeutin wird schon wissen was richtig für eine 13 jährige ist! Zeig das was ich geschrieben habe deiner mutti vllt.stimmt sie das um. Ich habe gute erfahrungen damit gemacht!

Antwort
von JaniXfX, 29

Hallo Methkuchen,

es klingt zwar nicht ganz zutreffend, aber ich habe in meiner Bachelorarbeit eine Studie darüber gemacht, weshalb Mütter ihre Kinder nicht impfen lassen und so starke Abwehr gegen Impfungen entwickeln (aus konsequenter psychologischer Perspektive heraus). Kurz gesagt: dahinter liegt eine sehr vergrabene Angst um die Bindung zum Kind. Angst davor, dass sich das Kind in ungewollte Richtung entwickelt, zu schnell erwachsen wird und der Abnabelungsprozess der Kinder zu schnell passiert. In manchen Fällen lassen Mütter ihre Kinder sogar krank werden, um sich besonders um sie kümmern und gesundpflegen zu können... Wenn ich das so erzähle möchte ich die Leser nochmals bitten, hier keine Wertung reinzulegen! Wie auch immer: Medizin scheint (psychologisch) die Mutter-Kind-Bindung zu gefährden.

Deine Mutter wird zwar bei den Medikamenten über Nebenwirkungen reden, doch unbewusst und Psychologisch spielen diese Medikamente mit ihrer (irrationalen) Angst, sie könnte die Bindung zu Dir verlieren. Vielleicht ist Eure Bindung ohnehin schon schwierig bzw. gefährdet. Ein getrennter Vater oder auch, dass Du keinen Kontakt zu Deiner Familie hast (bzw. haben sollst) deuten darauf hin. Du wirst also so viel über Nebenwirkungen usw. reden können - die Angst, die dahinter steht, wirst Du schwierig wegbekommen. 

Ich würde Deine Therapeutin ansprechen, was sie für eine Lösung sieht. Dass Du selbst bereit für einen Versuch wärest, aber Angst vor der Reaktion Deiner Mutter hast. Vielleicht ist es eine Möglichkeit, ein Gespräch zu Dritt (Mutter, Therapeutin, Du) zu suchen und sich mal darüber auszutauschen... 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community