Nachtflug am 30.03.2009 um 23:33 Uhr
Ich will nicht, dass sie öffentlich aufgebahrt wird, und jeder kann ihre sterbliche Hülle betrachten. Ich weiß , dass ihr das nicht recht wäre. Aber sie kann sich ja nicht mehr wehren. Soll ich meinem Bruder sagen, dass wir den Wunsch unseres Onkels nicht akzeptieren? Andererseits hat unser Onkel nun niemanden mehr, und seine Schwester lange nicht gesehen. Er möchte sich auf seine Weise verabschieden.

Herzliches Beileid. Beides ist möglich. Der Onkel kann seine Schwester auch noch einmal sehen, ohne dass dies öffentlich sein muss. Ich würde auf jeden Fall versuchen, seinem Wunsch zu entsprechen. Abschied nehmen zu können ist wichtig

Die letzte Ehre heißt eben, den Verstorbenen noch einmal zu sehen, das letzte mal. Das ist kein Voyeurismus, nur das letzte Bild eines lieben Menschen der endgültig geht.
Blackshep am 30. März 2009 23:39 Das hast Du sehr schön in Worte gefasst.
Mephista am 30. März 2009 23:50 Ich muss nur für mich persönlich sagen, ich habe mich bewusst gegen die Betrachtung des Toten (in meinem Fall meine Oma) entschieden, da ich sie so in Erinnerung behalten will, wie sie gelebt hat. Fröhlich und lebendig. Das Bild von ihr im Sarg hätte sich traumatisch eingebrannt. Aber da ist jeder anders! Meine Mutter brauchte das zB um Abschied zu nehmen, bzw es zu begreifen, dass meine Oma jetzt fort ist.
ToDieFor am 30. März 2009 23:53 Auch sehr wichtig. Ich habe auf solch einen Kommentar gehofft.

Du musst sie doch deshalb nicht oeffentlich aufbarren. Das kann man doch auch einzeln fuer eine bestimmte Person beantragen. Mein Beileid

Mein herzliches Beileid!
Eurem Onkel würde ich auf jeden Fall die Möglichkeit geben, seine Schwester noch einmal zu sehen. Ich kenne es so, dass man sich beim Beerdigungsinstitut erkundigen kann, wann es möglich ist, dass der Sarg noch einmal geöffnet wird, und dann sind nur die Personen in der Friedhofskapelle, für die das Öffnen bestimmt ist.

Ich würde ihm seinen Wunsch erfüllen, dass er sie nochmal sehen kann. Dazu muss sieh nicht öffentlich aufgebahrt werden.

Lass ihn, soll er sie noch mal sehen. Es gibt Menschen,die erst dann einen Punkt setzen können. Vielleicht hilft es dem Onkel mit der Trauer fertig zu werden. Ausserdem muss sie dafür nicht aufgebahrt werden! Tut mir leid für Dich

Erst mal mein herzliches Beileid. Und dann: wwenn sich dein Bruder so verabschieden möchte, soll er es tun. Ansonsten: Redet miteinander !!! Es sollte eine Lösung gefunden werden, die allen Hinterbliebenen gerecht wird. also geht zusammen in der Familie zur Mutter und dann zu.
Als mein Vater gestorben ist, haben wir ihn uns noch einmal angesehen. Allerdings nicht "öffentlich", sondern in aller Stille beim Bestatter!
Auch von mir mein herzlichstes Beileid.

Mein aufrichtiges Beileid !
Leider kenne ich solche Situationen zu gut und verstehe auch Deine Vorgehensweise. Hat Dein Onkel nicht die Möglichkeit, so zeitig anzureisen, daß er seine Schwester, Deine Mutti, nochmal sehen kann, bevor sie in der Halle aufgebahrt wird ?
Vielleicht solltest Du in auch im Zusammenhang mit Deiner Einstellung zu einer offenen Aufbahrung darauf ansprechen.

Ich gehe ausnahmsweise mal über die Antwortfunktion um Euch allen zu danken. Ihr habt mir sehr bei der Entscheidungsfindung geholfen.

Mein Beileid! Mehr kann ich nicht sagen,da ich auch gerade vor einem Jahr meine Eltern innerhalb von 8 monaten verloren habe und es tut noch sehr weh! bitte entschuldige!Sie waren auch nicht Aufgebahrt
unbekannterweise spreche ich dir mein beileid aus es ist schwer für dich diese entscheidung zu treffen aber überleg einmal dass, auch deine mutti und dein onkel als kinder vergnügt waren und gutes und schlechtes bestimmt geteilt haben du mußt deine mutti nicht öffentlich machen aber überleg es dir, ob du deinem onkel den letzten abschied verwehren möchtest, es sei denn, das deine mutti unter ihm ein leid erfahren hat, welches nicht zu entschuldigen ist alles gute für deine entscheidung

Er kann sich vor der Beerdigung im Bestattungsunternehmen allein von ihr verabschieden und sie dort noch einmal sehen. Meist gibt es dort einen extra Raum dafür, wo das sehr würdig stattfindet. Man kann vereinbaren, dass er der einzige ist, der sie noch einmal sieht. Du kannst ihm das nicht verwehren!

Es gibt sehr liebevoll eingerichtete Verabschiedungsräume, wo jeder hingehen kann, der möchte. Wurde bei meiner Oma auch gemacht. Bei der Beerdigung war der Sarg geschlossen, da man soetwas niemand aufzwingen sollte. Jeder hat seine eigene Art, sich zu verabschieden!

erstmal herzliches beileid. normalerweise kann er sie doch noch einmal im bestattungsinstitut sehen, ohne andere zuschauer. ich würde da mal nachfragen.
erst mal mein beileid! aber du kannst sie aufbahren und den kreis der menschen bestimmen, die das rein dürfen, dann wird der sarg geschlossen und die trauerfeier beginnt. so hab ich das bei meinem sohn auch gemacht. lg
Nachtflug am 30. März 2009 23:38 Ich glaube, das ist ein guter Gedanke. danke

Ihr braucht ja nicht mit rein zu gehen und wenn dein Onkel sich so verabschieden möchte dann lass ihn es doch machen...
Dann kann man für ihn den Sarg öffnen. Muss ja nicht für die Allgemeinheit sein.
Das ist auch meine Überlegung. (danke)