Meine Mutter ist der Meinung ich sei ihr für nichts dankbar?

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7 Antworten

Kinder kriegen und aufziehen ist ein Full-Time-Job, der leider wenig Anerkennung geniest. Man wird sich dessen meist auch erst dann richtig bewusst, wenn man selber Kinder hat; es ist fast gruselig, wenn ich meinen Kindern etwas sage und mir dann gleichzeitig denke "Genau so hat meine Mum mir das auch gepredigt... na toll...^^"

Allerdings ist das natürlich von Familie zu Familie unterschiedlich, wie damit umgegangen wird. Meine Eltern haben nie von uns verlangt, dass wir ihnen danken. Bei uns kam das von selber. Manchmal kommt so ein Moment, da erinnert man sich an all das, was nebenher geschah... das Aufräumen, Kochen, Wäsche waschen (alles Dinge, die wir als selbstverständlich hinnahmen)... und man ist überwältigt von der Arbeit, die da drin steckt.

Meiner Meinung nach darf man seinen Eltern dankbar sein. Aber man muss es nicht. Erstens gibt es auch genug Eltern, die ihrer Aufgabe nicht nachkommen. Ich meine damit nicht, dass man sobald man Kinder hat zur Supermami oder zum Superpapi mutieren muss, aber es gibt auch richtig üble Fälle von Eltern, denen ihre Kinder tatsächlich egal sind... wie viel Dankbarkeit schuldet man seinen Eltern, wenn diese ihr Kind verwahrlosen lassen?

Ich finde es auch fragwürdig, ob man seine Kinder darauf hinweisen muss, dass man ihnen gefälligst zu danken hat für ihre "Aufopferung". Als Kind einer tollen Mutter und als Mutter von tollen Kindern ist meine Meinung: "Aufopferung" ist das falsche Wort. Es ist nicht leicht - das ist es wirklich nicht. Aber es gibt auch gleichzeitig nichts Schöneres... naja... warten wir es ab, ob ich noch der Meinung bin, wenn die Kleinen in die Pubertät kommen :-D

Letztendlich geht es aber um die Beziehung zwischen dir und deiner Mutter. Denk mal darüber nach, was sie alles für dich macht. Vielleicht merkst du nicht, wie viel sie im Hintergrund arbeitet. Oder wenn das gar nicht der Fall ist, woher kommt die Unzufriedenheit? Manchmal ist das nicht leicht, vor Allem, wenn das Verhältnis vielleicht schon ein bisschen angespannt ist, aber wie wäre es mit einem ruhigen Gespräch? Zum Beispiel in einem Café oder bei einem Spaziergang.

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Warum sollen Kinder ihren Eltern nicht dankbar sein? Man kriegt ja meist ein bequemes Leben geboten. Alles gratis und alles inklusive. Man wohnt gratis, es wird gekocht, geputzt, gewaschen... man kriegt Ferien geschenkt und Wünsche erfüllt...

...für all den Luxus sollte eigentlich schon ein klein wenig Dankbarkeit gegenüber den Eltern drinn liegen. Oder sollen diese sich daran erfreuen, dass sie immer mehr Untertanen oder Hausmädchen für ihre immer grösserwerdenden Kids werden.

Ich persönlich finde es halt irgendwie ein wenig schade, wie selbstverständlich es für gewisse junge Leute ist, dass ihre Eltern ihnen alles bieten, was ihr Herz begehrt. - Aber meist versteht man dies erst, wenn man selbst plötzlich auf den eigenen Füssen stehen und sich täglich abrackern muss, um überhaupt Leben zu können.

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Ja. Aber nur, wenn deine Eltern positives bei dir bewirkt haben. Es gibt sicher Beispiele, bei denen Elter durch falsche Erziehung psychische ode sonstige geistige Schäden erzeugen. Denen muss man sicher nicht danken. Eher vor dem Kopp hauen.

Das Kinder in jungen Jahren sich darüber eher selten Gedanken machen und alles als selbstverständlich hinnehmen, ist normal. Die Einsicht, das man seinen Eltern idR dankbar sein kann, kommt meist erst im erwachsenen Alter ab 25-30 oder so. Kommt auf die geistige Entwicklung jedes einzelnen an.

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Kommentar von Lucifer93
08.08.2016, 13:40

Na sie hat ja bei mir psychische Probleme schon ausgelöst sie hat es selbst zu gelassen das ihr Stecher mich schlägt 

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@Lucifer93,

wenn Deine Mutter meint, Du seist ihr nicht dankbar, dann sieht sie das wohl so. Ja, Kinder sollten ihren Eltern dankbar sein. Im Gegenzug sollten Eltern im Alter ihren Kindern dankbar sein.

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Natürlich sollten Kinder ihren Eltern dankbar sein.

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Es kommt drauf an was man für eine Kindheit hatte.

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Zumindest für das Geschenk des Lebens!

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Kommentar von mistergl
08.08.2016, 13:54

Das "Geschenk" kann für manche auch das Ticket in die Hölle sein. Von daher reicht das mMn nicht als Dankbarkeit. Nicht mehr in unseren modernen Zeiten. Wenn du ein Kind das Leben schenkst, muss du auch dafür sorgen können, das das Leben nicht zur Bürde wird.

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