Frage von Abbygalesms, 64

Meine Mutter ist Alkoholikerin, was kann ich tun um ihr zu helfen?

Hallo, ich bin 16 Jahre und meine Mutter hat vor einem halben Jahr den deijährigen Kampf gegen den Krebs gewonnen. Doch weil sie während dieser Zeit sehr depressiv war hat sie angefangen Alkohol zu trinken und wurde Abhängig. Sie trinkt 1-2 Flaschen Wein am Tag und sitzt nur vorm Fehrnseher oder liegt im Bett. Mein Vater hat schon alles versucht doch er konnte ihre Sucht nicht stoppen und wenn sie ansprechbar ist, leugnet sie, dass sie Alkoholsüchtig ist. Mein Vater ist tagsüber arbeiten und deswegen sind meine kleineren Geschwister und ich auf uns alleine gestellt. Durch all den Alkohol den sie kauft haben wir auch ernste Geldprobleme bekommen und müssen uns oft Geld für essen leihen. Was soll ich tun um ihr zu helfen???

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Einstein2016, 19

Dein engagiertes Verhalten ehrt Dich !  Die Lage scheint sehr ernst zu sein. Deine Mutter benötigt dringend ärztliche Hilfe, ein stationärer Entzug oder sogar eine längere "Reha" wären sehr ratsam. Hierfür braucht Ihr ganz klar ausreichende Unterstützung.

Wende Dich (mit Deinem Vater wäre natürlich sinnvoll !) am besten an Ihren Hausarzt sowie parallel - falls das mit Deinem Vater NICHT klappen sollte -   (über das Gemeindeamt) schnellstens auch an das zuständige Sozialamt  Gibt es volljährige enge Verwandschaft von Euch welche helfen könnte(n) ?

Euer Hausarzt kann eine notwendige stationäre Behandlung für Deine Mutter auf jeden Fall in die Wege leiten. Dazu benötigt es grundsätzlich auch der Bereitschaft Deiner Mutter hierfür. Dein Vater sollte hier natürlich den entscheidenden positiven Einfluss auf Deine Mutter nehmen. Ansonsten eben sollten enge volljährige Verwandte oder gute Bekannte Deiner Mutter dabei helfen ! Scheu Dich nicht diese anzurufen !

Alles Gute Euch ! Du bist offenbar ein guter Junge !

Kommentar von palusa ,

lieb gemeinter rat, aber solange die mutter selbst nciht will, hilft keiner guter einfluss von irgendeiner seite :/

Kommentar von Einstein2016 ,

Das ist leider zutreffend. Es gab den gleichen Fall schon mehrfach in meiner Familie. Von daher hilft da nur behutsames, wiederholtes Zureden (wenn sie nüchtern ist) möglichst von mehreren solchen Leuten aus dem "engeren Bekanntenkreis", wo sie evtl. sonst auch schon mal drauf gehört hat (meist Leute mit starker Persönlichkeit).

Viel Glück dabei !

Antwort
von einfachichseinn, 24

Nimmt sie denn noch regelmäßig ihre Medikamente und geht noch regelmäßig zu den Nachuntersuchungen? Das ist auch nachdem ein Patient krebsfrei ist enorm wichtig!

Das bringt dich jetzt mit deinem Problem nicht weiter.

Bei Familien-Angehörigen stellt sich schnell das Problem ein, dass sie Co-abhängig werden.  Das heißt du rutscht mit in diese Sucht rein, nur in einer anderen Perspektive. Du richtest dann dein Leben nach der Sucht deiner Mutter aus.

Bevor es soweit kommt, solltest Du Dir Hilfe holen.

Frage mal bei der Caritas nach. Die können dir auf jeden Fall weiterhelfen.

Deine Mutter muss sich allerdings selbst helfen.

Solange sie nicht (ein)sieht, dass sie ein Problem hat, wird es mit einer Therapie o.ä. schwierig. 

Antwort
von huldave, 20

Wenn deine Mutter keine Hilfe will, solltet ihr euch unbedingt welche holen.
Es gibt auch Beratung für Angehörige, zB beim sozialpsychiatrischen Dienst eurer Gemeinde/Stadt oder hier
https://www.anonyme-alkoholiker.de/angehoerige/

Antwort
von Qochata, 30

Sie bräuchte einen Alkohol-Entzug, der stationär in einem Krankenhaus durchgeführt wird, ca. 1 - 2 Wochen. Das verordnet der Hausarzt. Wenn deine Mütter nicht will, dann setze du dich oder dein Vater mit einer Familienberatungsstelle (Caritas ect.)  in Verbindung.

Antwort
von Francesco2502, 21

Kuschel dich an sie ran, zeig ihr das du für sie da bist, das du sie liebst und du ihr wichtig bist

Antwort
von Lustmolch4u, 26

Sag deiner Mutter mal, dass schon geringe Mengen Alkohol, neuen Krebs auslösen können.
Am besten wäre, deine Mutter bekäme professionelle Hilfe, Alkoholentzug, Therapie usw

Kommentar von Abbygalesms ,

Hab es schon versucht, aber sie verleugnet es und es ist ihr auch egal. Sie denkt die ganze Zeit nur an Alkohol. 🙈

Kommentar von Lustmolch4u ,

Geh doch mal zusammen mit deinem Vater zu ihrem Arzt und sprecht mit ihm.
Vielleicht kann er euch weiterhelfen. Ich weiss nicht, ob es da vielleicht eine Zwangsbehandlung geben könnte/dürfte.

Antwort
von Ille1811, 9

Hallo!

Sowohl dein Vater als auch du können zu Al-Anon gehen. Das ist eine Selbsthilfegemeinschaft für Menschen, die ich Sorgen um einen Menschen, der zu viel Alkohol trinkt, machen.

Schau mal auf die Webseite Al-Anon.de.

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