Frage von SweetBumblebee, 60

Meine Mutter interessieren meine Sorgen nicht?

Hi zusammen.

Ich habe ein Problem mit meiner Mutter, das mich sehr verletzt. Und zwar, wenn mich etwas beschäftigt, es mir schlecht geht oder so, dann will sie das nicht wissen. Sie hört sich das dann ein, zwei Mal an aber dann wird sie richtig zickig und meint, ich soll nicht so einem Stress machen. Z.b. lebe ich im Moment im der Erwartung eines Briefes von einer Schule, in dem steht, ob ich angenommen bin oder nicht. Diese Warterei ist aufwühlend und anstrengend und ich würde mir meinen Kummer so gern ab und an von der Seele reden aber sie blockt nur ab und sagt, ich soll sie in Ruhe lassen. Genauso war ich letztens beim Arzt, der mir aufgrund meiner Beschwerden einen Laktose- und Fruktoseibtoleranztest verordnet hat. Ihre einzigen Bedenken dabei sind, welche Unnehmlichkeiten damit für sie einhergehen, sollte ich so etwas wirklich haben. Wie es mir damit geht oder dass ich dann vielleicht demnächst mein kompletes Essverhalten auf den Kopf stellen muss, ist ihr egal. Ich habe teilweise den Eindruck, dass es sie nicht kümmert, wie es mir geht oder was ich mache, hauptsache es hat keinen Einfluss auf sie. Hauptsache, sie muss nichts machen, sich nicht nach mir richten, hat keinen Stress und ich funktioniere.

Das macht mich so traurig. Habt ihr eine Idee, wie ich das nicht mehr an mich ranlassen könnte?

LG

Antwort
von autmsen, 13

Nun ja. Auch Mütter sind nur Menschen. Es sind also auch ihre Kräfte begrenzt. 

Hinzu kommt natürlich auch die eigene Erfahrung einer Mutter die sie im gleichen Alter gemacht hat. Diese ist gerne mal so prägend dass sie einfach an die eigenen Kinder weiter gegeben wird. 

Und schlicht und ergreifend bist Du jetzt auf dem Weg hin zum Erwachsenenleben. Da ist es durchaus sinnvoll auf die jeweils bekannte Weise das eigene Kind auf die Erwachsenenwelt vorzubereiten. In der Erwachsenenwelt bleibt halt oft genug gar keine Zeit um ein Thema öfter zu wiederholen. 

Die Frage welche ich aus Deiner Ratsuche lese ist ja eigentlich:

Wie kann mit einer belastenden Situation so umgegangen werden dass Erleichterung erlebt wird? Und zwar ohne die Mitmenschen deswegen zu sehr zu belasten.

Tatsächlich gibt es da Möglichkeiten. Sie sind nicht allen Menschen bekannt. Das gleich mal vorweg. Denn eine Mutter kann nur geben Was sie hat. 

Allgemein tut es gut von Hand auf Papier Tagebuch zu schreiben. Bestenfalls täglich eine halbe Stunde lang bevor eingeschlafen wird. Brennt ein Thema arg so kann das Tagebuch auch sonst genutzt werden.

Gegen die Reue von Gestern
und die Furcht von Morgen
hilft nur die Tat von Heute

Tatsächlich hat die Fachwelt nachgewiesen dass diese Weisheit stimmt. Anstatt Dir also den Kopf verrückt zu machen erledige eine der zahlreichen Aufgaben im Wirtschaftsunternehmen Haushalt. 

Es macht auch Sinn sich einem kreativen Hobby zu widmen. 

Natürlich ist es bedeutend besser für die Schule zu lernen als sich in Ungeduld zu baden. 

Und wenn da der Verdacht auf eine Allergie besteht dann kommst Du doch viel weiter wenn Du ein Ernährungstagebuch führst als wenn Du in das innere Zimmer Selbstmitleid gehst. Das Ernährungstagebuch führe bitte ausführlich. Und richte eine extra Rubrik Flüssigkeit ein. 

Zu den von Dir genannten vermuteten Allergien gibt es online reichlich Informationen, Rezepte und so fort. Es macht also viel mehr Sinn wenn Du danach schaust als mit Deiner Mutter Hypothesen durchkauen zu wollen. Denn

Nur wer sein Gestern und Heute akzeptiert, 
kann sein Morgen frei gestalten. 
Nur wer loslässt, 
hat freie Hände die Zukunft zu ergreifen. 

Du kannst natürlich auch einen Spaziergang machen bis der Anfall vorbei ist. Oder schwimmen gehen. Oder Gymnastik machen. .... Am Ende noch mal in langer Form:

Gestern - Heute - Morgen

Es gibt in jeder Woche zwei Tage, über die wir uns keine Sorgen machen sollten. Zwei Tage, die wir freihalten sollten von Angst und Bedrückung.

Einer dieser zwei Tage ist Gestern mit all seinen Fehlern und Sorgen, geistigen und körperlichen Schmerzen. Das Gestern ist nicht mehr unter unserer Kontrolle! Alles Geld dieser Welt kann das Gestern nicht zurückbringen: wir können keine einzige Tat, die wir getan haben, ungeschehen machen. Wir können nicht ein Wort zurücknehmen, das wir gesagt haben. Das Gestern ist vorbei!

Der andere Tag, über den wir uns keine Sorgen machen sollten, ist das Morgen mit seinen möglichen Gefahren, Lasten, großen Versprechungen und weniger guten Leistungen Auch das Morgen haben wir nicht unter unserer sofortigen Kontrolle.

Morgen wird die Sonne aufgehen: entweder in ihrem vollen Glanz oder hinter einer Wolkenwand. Aber eins steht fest. Sie wird aufgehen!

Bis sie aufgeht, sollten wir uns nicht über Morgen Sorgen machen, weil Morgen noch nicht geboren ist.

Da bleibt nur ein Tag übrig: heute!

Jeder Mensch kann nur die Schlacht von einem Tag schlagen. Dass wir zusammenbrechen geschieht nur wenn Du und ich die Last dieser zwei fürchterlichen Ewigkeiten ~ gestern und morgen - zusammenfügen. Es ist nicht die Erfahrung von heute, die die Menschen verrückt macht, es ist die Reue und Verbitterung für etwas, was gestern geschehen ist oder die Furcht vor dem, was das Morgen wieder bringen wird.

Also unterstelle Deiner Mutter nicht dass sie sich nicht für Dich interessiert. Sie will Dir nur helfen die Lebensrealität so akzeptieren zu lernen dass Du Dir mit Deiner Umgangsweise nicht selbst ein Bein stellst. 

Kommentar von maulmau ,

Gut gesagt!

Antwort
von Bambi201264, 30

Ich gehe davon aus, dass Du 16+ bist und mit Deiner Mutter allein in einer Wohnung lebst und sie auch den Lebensunterhalt verdient.

Versetze Dich in ihre Situation. Überlege, wie Du ihr helfen kannst.

Stressiger Job, fast erwachsene Tochter, Haushalt führen, einkaufen - das kann megastressig sein.

Bietest Du ihr ihr Lieblingsgetränk an, wenn sie müde und erschöpft von der Arbeit nach Hause kommt - oder bist Du dann gar nicht da oder hast auch noch Besuch?

Zeige ihr, dass sie wichtig für Dich ist - Du wirst staunen, wie nett und lieb sie nach ein paar Tagen sein wird :)

Viel Glück!

Antwort
von amaya24, 21

Ich würde dir raten, wenn du Kummer hast zu einem Psychologen zu gehen...Das, was du beschrieben hast, klingt für mich ähnlich wie ein Narzisst... Rede mit einem Familienberater erstmal alleine &der wird dann evtl. noch mit dir und deiner Mutter reden wollen.

und ich will dir keine Angst machen - hab ja vlt auch unrecht.

Btw kannst du dich auch bei einer guten Freundin 'ausheulen' wenn du das Gefühl hast nicht gehört zu werden...

Link folgt . :)

Kommentar von amaya24 ,

http://www.narzissmus.org/eigenschaften-narzisstischer-mutter/

ich nehme mal an, du bist ein Mädchen :P

Antwort
von kokomi, 30

du machst dir zuviel unnötigen stress, das nervt deine mutter, sie hat auch ihre probleme, werde gelassener, mach dir keine sorgen, um dinge, die du nicht beeinflussen kannst, z.b. wann der brief ankommt

Antwort
von HelpfulMasked, 25

Hast du sie schon einmal nach ihren Sorgen gefragt?

Lg

HelpfulMasked

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