Frage von dreamygirl99, 143

Meine Mutter hat ein Alkoholproblem - was soll ich machen?

Hallo liebe Community,

Meine Mutter hat ganz offensichtlich ein Problem mit Alkohol. Jeden Tag trinkt sie 1 Liter oder mehr Wein und fängt an Wochentagen direkt an wenn sie nach Hause kommt (so gegen 16). An Wochenenden schon mittags / morgens (ca 11/12). Sie War auch einmal richtig betrunken weil sie ouzo getrunken hat. Laut ihr weil es ihr nicht gut ging. Trotzdem trinkt man dann kein Alkohol!! Ob sie schon morgens vor der Arbeit trinkt weiß ich nicht genau. Sie trinkt immer Saft und ich weiß nicht ob sie was dazu schüttet. Sie verändert sich immer total wenn's später wird. Sie redet dummes Zeug, vergisst immer Sachen und fragt am nächsten Tag genau dasselbe und ist direkt genervt wenn ich sie irgendwas frage. Außerdem meckert sie mich ständig an wenn sie getrunken hat. Auch für Sachen die richtig unnötig sind. Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich würde so gerne zu meinem Vater ziehen aber dann lasse ich sie alleine und dann hab ich angst dass ihr iwas passiert. Aber Zuhause hab ich auch Angst. Bei meinem Vater geht's mir besser! Was soll ich machen?? Ich möchte nicht mehr bei ihr wohnen!! Ich fühle mich überhaupt nicht mehr wohl!! Und wie kann ich ihr helfen?

LG und danke schon mal

Ps: laut einer Frau die mir nahe steht habe ich auch deswegen Depressionen.

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Antwort
von pingu72, 104

Rede mit ihr. Sage ihr dass du ausziehen wirst wenn sie sich nicht ändert. Da sie dich liebt wird sie das nicht wollen und sich hoffentlich helfen lassen. Wenn das nichts bringt rede mit deinem Vater, deinen Großeltern oder ihren Geschwistern, vielleicht können die was tun. 

Antwort
von BellaBoo, 99

Du bist nicht dafür verantwortlich dafür zu sorgen, das deiner Mutter nichts passiert. Daher: zieh zu deinem Vater, vielleicht ist das für sie auch ein wichtiges Signal.

Deine Mutter muss ihr Problem selbst erkennen und bereit sein sich helfen zu lassen, solange sie ihre Situation nicht erkennt, wird sich daran nichts ändern lassen.

Antwort
von emily2001, 66

Hallo,

hier erfährst du, wie du deiner Mutter besser helfen kannst.

Siehe:

http://www.alkoholismus-hilfe.de/alkohol-probleme.html

Der Kontakt zu einer Suchtberatung wird empfohlen. Schau mal im Internet / im Telefonbuch nach: "Anonyme Alkoholiker" oder "Guttempler". Von beiden Organisationen wird Alkoholikern kostenlose Hilfe angeboten.

Ich wünsche dir eine Besserung deiner Lebensumstände.

Wenn du zu deinem Vater ziehen willst, dann muß er das Aufenthaltsbestimmungsrecht für dich bei Gericht anfordern, das geht viel schneller als für das Sorgerecht, Dies gilt, wenn du noch minderjährig bist.

Mit 14 Jahren kann man schon bestimmen zu welchem Elternteil man ziehen möchte. Sind deine Eltern denn geschieden?

Bedenke eins: wenn du zu deinem Vater ziehst, werden die Katzen bei deiner Mutter nicht mehr so gut gepflegt, also müssen sie lieber ins Tierheim, wo sie weiter vermittelt werden können.

Emmy

Kommentar von dreamygirl99 ,

Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Ja, ich bin schon 16. woher weißt du von den Katzen? Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht und es wäre wirklich schrecklich für mich!!! Aber ich bin schon für unsere vorherige Katze (die vor einem Jahr gestorben ist) bei meiner Mutter geblieben und danach hätte ich wegziehen können. Die beiden Katzen sind die einzigen die mich bei meinen Depressionen noch aufmuntern und ich fände es so schrecklich wenn sie weg müssten!!

Kommentar von emily2001 ,

Dann wäre es besser, wenn du sie mitnehmen könnstest!

Kommentar von dreamygirl99 ,

geht leider nicht. die eine ist zwar noch klein und geht noch nicht raus aber die große (an die mein Herz - so schwer es zu sagen ist - sogar noch ein bisschen mehr hängt) geht scuon raus. als Erklärung: die große haben wir seit einem Jahr. die kleine erst seit ein paar Monaten. beide gegen meinen Willen aber ich weiß nicht wieso - die große ist mein ein und alles!! so wie eine Schwester auch wenn's bescheuert klingt :D

Antwort
von hertajess, 52

Naja, Alkoholismus ist eine chronische Erkrankung die nur durch die betroffene Person zum Stillstand gebracht werden kann. 

Um den Stillstand herbeiführen zu können braucht es zunächst mal Krankheitseinsicht. Krankheitseinsicht wird durch zu viel Rücksicht verhindert. 

Wir Alkoholiker müssen erst mal so richtig auf die eigene Nase fallen. Was Das im Einzelnen bedeutet ist sehr unterschiedlich. In Deinem Fall kann schon ausreichen dass Du zu Deinem Vater ziehst. Solche Fälle habe ich tatsächlich einige erlebt. 

Ist die Einsicht da braucht es Bereitschaft. Auch hier ist unbedingt wichtig dass die nächsten Angehörigen vor allen Dingen sich raus halten. 

Ist Bereitschaft da geht Deine Mutter zur nächsten Beratungsstelle der Landesstelle für Suchtgefahren. 

Du gehst da bitte für Dich hin. 

In jedem Fall haben sie Informationen zum Thema. Bieten sie einen Kurs für Angehörige an nehme auf jeden Fall daran teil. 

Das Blaue Kreuz arbeitet seit manchem Jahr mit der Fachwelt zusammen zum Thema Kinder von Alkoholkranken. Alkoholismus ist eine Familienkrankheit. Ob es angemessen ist Deinen Zustand als Depression zu bezeichnen - wage ich persönlich zu bezweifeln. 

Ich wünsche Dir von Herzen kundige fachliche Begleitung

Den Mut, Dinge zu ändern die DU ändern kannst,

Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die Du NICHT ändern kannst

Und die Bereitschaft zu lernen, das Eine vom Anderen unterscheiden zu können. 

Ich bin jetzt 30 Jahre trocken wie es so schön heißt wenn eine Alkoholikerin keinen Alkohol mehr trinkt. Es gibt Milliarden Menschen die es geschafft haben. Und also keinen Grund dass Deine Mutter es nicht schafft. 

Aber beachte:

Du bist das Kind. Nicht Deine Mutter. 

Kommentar von dreamygirl99 ,

Ich habe Depressionen. wurde schon diagnostiziert

Kommentar von dreamygirl99 ,

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!! "Du bist das Kind, nicht deine Mutter" habe ich schon oft gehört. Aber ich persönlich wage es zu bezweifeln, dass sie sich jemals helfen lassen will / wird. Sie ist unglaublich dickköpfig und sie hat immer Recht -.- Ich finde es toll, dass Sie es so lange geschafft haben und wünsche Ihnen einen weiteren positiven Fortschritt!! Und wenn wir Grade dabei sind: Wenn man als trockener Alkoholiker bzw ehemaliger Alkoholiker wieder einen kleinen Schluck trinkt - wird man dann wieder in die sucht verfallen?

Antwort
von Aquilaya, 62

Wenn du einen verantwortungsvollen Vater hast, wende dich an ihn. Sag ihm, du möchtest bei ihm wohnen weil die Mama trinkt. Ich glaube es ist besser, wenn er das alles regelt. Du bist ein Kind und vermutlich ist deine Mama momentan nicht in der Lage vernünftig zu reagieren wenn du mit ihr zuerst sprichst. 

Es gibt einfach Dinge, die für Kinder nichts sind und wo man besser Erwachsene handeln lässt. Suchtverhalten gehört dazu.

Antwort
von Martnoderyo, 76

Versuch mal in wirklich ruhiger Atmosphäre mit ihr darüber sachlich zu reden.Ohne das jemand laut werden muss. Ansonsten... versuche vielleicht einen Freund/eine Freundin deiner Mutter mal darauf anzusprechen, ob sie nicht mit ihr mal darüber reden können.

Antwort
von DerSchokokeks64, 53

Naja. Du kannst ihr das Sorgerecht entziehen lassen, bzw. kann dein Vater das. Oder einfach beim Jugendamt nachfragen, die haben spezielle Mitarbeiter, die deiner Mutter helfen können.

Kommentar von hertajess ,

Baut Dein Körper Schokolade in Alk um oder wie kommst Du zu diesen abstrusen Behauptungen?

Wegen einer Erkrankung greift das JA sicher nicht ein. Und spezielle Mitarbeiter die einem Alk helfen können - Kopfschüttel. 

Antwort
von Ille1811, 27

Hallo dreamygirl!
Schau mal auf die Webseite Al-Anon.de oder ins blog.al-anon.de und gib dort 'was-ist-eigentlich-alateen' ins Suchfeld ein.
Al-Anon ist eine Selbsthilfegemeinschaft für Menschen, die Probleme durch das Alkoholtrinken eines nahestehenden Menschen haben.

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