Meine Mutter drängt mich zur Abtreibung was soll ich tun?

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13 Antworten

Deine Mutter verwechselt Ursache und Wirkung.

Zwar haben viele Frauen, die jung Kinder bekommen, Probleme im Beruf erfolgreich zu sein. Aber die Ursache sind nicht die Kinder, sondern andere Umstände, die aber gleichzeitig eben auch zu schlechterer Verhütung führen (z.b. wer faul und schlampig ist, der verhütet schlechter und hat folglich eher jung und ungeplant Kinder und wird gleichzeitig im Beruf nicht sonderlich erfolgreich sein).

Ob und wie erfolreich du sein wirst, hängt also gerade nicht davon ab, ob du jetzt abtreibst, sondern vielmehr von anderen Dingen, z.b. ob du eine stabile Partnerschaft hast, ob du mit Stress zurecht kommst, ob du diszipliniert bist, etc.

Die meisten verbocken es nicht wegen dem Kind, sondern würden es so oder so verbocken und haben halt auch noch ein Kind.

Desweiteren kannst du dich darauf berufen, dass auch wenn es Deppen gäbe, die dich verlachen sollten, das Recht, die Menschenwürde und die Grundwerte unsererer Gesellschaft auf deiner Seite sind. Und zwar vollständig und ohne Einschränkung, denn das oberste deutsche Gericht, das Bundesverfassungsgericht, hat zum Thema Abtreibung entschieden:

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html

"1.Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben, auch das
ungeborene, zu schützen. Diese Schutzpflicht hat ihren Grund in Art. 1
Abs. 1 GG; ihr Gegenstand und - von ihm her - ihr Maß werden durch Art. 2
Abs. 2 GG näher bestimmt. Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen
menschlichen Leben zu. Die Rechtsordnung muß die rechtlichen
Voraussetzungen seiner Entfaltung im Sinne eines eigenen Lebensrechts
des Ungeborenen gewährleisten. Dieses Lebensrecht wird nicht erst durch
die Annahme seitens der Mutter begründet.


2. Die Schutzpflicht für das ungeborene Leben ist bezogen auf das einzelne Leben, nicht nur auf menschliches Leben allgemein.
3. Rechtlicher Schutz gebührt dem Ungeborenen auch gegenüber seiner
Mutter. Ein solcher Schutz ist nur möglich, wenn der Gesetzgeber ihr
einen Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich verbietet und ihr damit die
grundsätzliche Rechtspflicht auferlegt, das Kind auszutragen. Das
grundsätzliche Verbot des Schwangerschaftsabbruchs und die
grundsätzliche Pflicht zum Austragen des Kindes sind zwei untrennbar
verbundene Elemente des verfassungsrechtlich gebotenen Schutzes.
"

Dein ungeborenes Kind hat das Recht auf Leben nach Artikel 2 Grundgesetz und dementsprechend ist es selbstverständlich richtig, wenn du dich gegen eine Abtreibung entscheidest.

Der einzige Grund, warum Abtreibung nicht platt verboten ist sondern unter gewissen Umständen zugelassen wird, ist - wie im Prinzip in dem Urteil auch geschrieben - der Grund, dass der Staat dich ja auch nicht so richtig gegen deinen Willen zum Austragen zwingen darf oder auch nur könnte; das ist aber wirklich der einzige Grund; wenn du sowieso selber nicht abtreiben willst, gibt es überhaupt keinen Grund deinem Kind nicht das Leben zu lassen.

Nebenbei sagt das Bundesverfassungsgericht auch explizit, dass:

"d) Das Beratungsverfahren löste die ihm zukommende
Aufgabe nicht hinreichend, wenn nicht berücksichtigt würde, daß
Personen, die der schwangeren Frau nahestehen - insbesondere der Vater
des ungeborenen Kindes und die Eltern einer minderjährigen Schwangeren
-, zu ihrer Unterstützung berufen sind und sie in ihrer Entscheidung für
oder gegen das Kind beeinflussen können. Jede Beratung muß es deshalb
unternehmen zu klären, ob die Hinzuziehung des Vaters, naher Angehöriger
oder Vertrauter angezeigt erscheint und die schwangere Frau dafür
gewonnen werden kann. In Fällen, in denen die Schwangere von vornherein
von einer solchen ihr nahestehenden Person begleitet wird, ist es
hingegen geboten zu prüfen,
ob von dieser ein für das ungeborene Leben schädlicher Einfluß zu
befürchten und die Schwangere daher aufzufordern ist, noch einmal ohne
Begleitung zu einem Beratungsgespräch zu kommen."

die Eltern einer minderjährigen Schwangeren, also z.b. deine Mutter, zur Unterstützung der Schwangeren, also dir, "berufen" sind und ggf. aus dem Beratungsprozess draußen zu halten sind, wenn von ihnen "ein für das ungeborene Leben schädlicher Einfluß zu befürchten" ist; im Klartext, wenn deine Mutter dir nicht in irgendeiner Weise für eine Bejahung des Kindes helfend zur Seite stehen will oder kann, dann soll sie den Mund halten, denn es geht hier um dich und darum, soweit eben möglich, dein ungeborenes Kind am Leben zu lassen.

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Da Du noch minderjährig bist solltest Du zum Jugendamt gehen u Dir Hilfe zu holen. Auch solltest Du Dich an die Caritas, Pro Familie usw. wenden. Sei Dir im Klaren ein Kind zu bekommen in dem Alter ist nicht einfach. Wahrscheinlich steckst Du gerade noch in der Schulphase, hast natürlich noch keine Ausbildung, was Du spätestens nach der Entbindung in Angriff nehmen musst. Denn man kann sich nicht nur auf den Kindsvater verlassen, Du musst auch was dafür tun. Denn ein Kind bekommt man nicht nur durch Liebe und Luft groß, da gehört schon einiges mehr dazu. Da man in der Schwangerschaft Stress vermeiden soll, solltest Du in ein Mutter-Kind Heim ziehen, damit Du dort zur Ruhe kommst und alles durch planen kannst. Auf keinen Fall solltest Du zu Deinem Freund ziehen. 

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Kommentar von 123Vari321
31.10.2016, 07:35

Ι¢н aber eine Ausbildung und die Stelle wird mir erhalten bleiben hat mein Chef gesagt

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Es ist ganz alleine deine Entscheidung und du musst danach mit den Konsequenzen zurecht kommen.

Ein Kind selbst großzuziehen, es in einer Pflegefamilie oder zur Adoption zu geben, kann genauso schwer sein, wie mit den Gewissenbissen einer Abtreibung zu leben.

Lass dich eingehend von verschiedener Seite beraten. Prüfe auch, was für Unterstützung du im Falle der Geburt (und wenn du es behalten willst) haben wirst. Wie steht dein Freund und seine Familie zu dem Kind?

Und höre auf dein Herz oder dein Gewissen. Wenn du sicher bist, dass du eine Abtreibung nicht verantworten kannst, ist die Entscheidung eigentlich schon gefallen.

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Nur damit du die Position deiner Mutter besser nachvollziehen kannst, solltest du vielleicht mal in einem ruhigen Moment versuchen, dich in ihre Lage zu versetzen.

Gerade in der heutigen Zeit, wo es extrem wichtig ist auch zu einem gewissen Teil erfolgreich zu sein, um eben nicht zu den unteren 30% unserer Gesellschaft zu gehören, die sich so gut wie nichts leisten können, ist es wichtig eine gute schulische und berufliche Ausbildung zu haben.

Wenn du nun mit gerade mal 17 Jahren bereits schwanger bist, hast du dir mindestens für die nächsten vier bis fünf Jahre, wenn nicht sogar noch länger, diese Möglichkeiten komplett selbst weggenommen, weil ihr ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt habt.

Selbst wenn das Kind in ein paar Jahren dann in die Kita geht oder in die Grundschule, wirst du aufgrund des zeitlichen Bedarfs kaum in der Lage sein, eine entsprechende Ausbildung nachzuholen, sodass du dich wohl größtenteils mit Teilzeitjobs über Wasser halten musst. Und wenn du dich irgendwo bewerben gehst nach all den Jahren, bist du 23, 24 dann werden dort in der gleichen Schlange 18 oder 19 jährige stehen mit dir zusammen. Das macht es auch nicht einfacher.

Solange da ein Lebensgefährte neben dir steht, der ein entsprechendes Gehalt nach Hause bringt, ist das alles hab so wild zumindest vom Finanziellen her.

Aber die Frage muss doch auch sein, wie es mit deinen Wünschen und Zukunftsplänen aussieht. Möchtest du lieber irgendwann eine Ausbildung machen und einen entsprechenden Beruf, und dich vielleicht selbst im Arbeitsleben verwirklichen, mit was auch immer? Oder war es schon immer dein sehnlichster Wunsch, Mutter zu sein?

Das sind die Dinge, die deine Mutter beschäftigen. Wann willst du deine Kinder nur das Beste, und eine Schwangerschaft mit 17 gehört nicht dazu.

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Kommentar von 123Vari321
31.10.2016, 09:37

Erstens uns ist das Kondom gerissen zweitens mein Freund kümmert sich ums Kind und ich mach meine Ausbildung fertig
Trotzdem danke

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Finde raus, welche Möglichkeiten du hast! Mach einen Termin bei Pro Familia oder einer anderen Beratungsstelle. Du kannst auch zum Jugendamt gehen. Sag deiner Mutter, dass du dich erst gründlich informieren willst, und bitte sie zumindest um eine "Überredungspause" bis zu deiner Entscheidung.

Bleib aber realistisch! Der Kleinmädchentraum von der glücklichen Familie erfüllt sich bei so jungen Schwangeren nur in den allerwenigsten Fällen. Meist endet es mit alleinerziehenden Müttern im HartzIV-Bezug, Vätern, die wenig bis gar keinen Unterhalt zahlen (können) und Großmüttern, die für die überforderten Töchter einspringen müssen.

Wenn du wirklich meinst, stark genug zu sein, dein Kind im Notfall auch alleine großziehen zu können - viel Erfolg. Aber dann solltest du einen besseren Plan als "Ich will aber" bereithalten.

Und auf die Einwände deiner Mutter nicht mit Nervenzusammenbrüchen oder Trotzanfällen reagieren, sondern mit guten Argumenten!

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hast du einen schulabschluss und einen beruf? und dein freund ist auch "in lohn und brot" und fähig, seine familie zu ernähren? wenn du diese fragen mit "ja" beantworten kannst, spricht schon mal ziemlich viel für das kind. könntet ihr euch eine eigene wohnung leisten (ich gehe jetzt mal davon aus, dass du noch bei deinen eltern wohnst) 

lange rede, auch ein sinn: es kann alles gut gehen. eine freundin von mir hat auch so jung ihr erstes kind bekommen, allerdings hatten ihr mann und sie jeweils einen sicheren job. 

ob du aber eine neue "hartz4 generation" hervorbringen solltest, kannst du nur selbst entscheiden

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Kommentar von 123Vari321
31.10.2016, 07:34

Also ich bin in der Ausbildung und mein Freund verdient genug Wohnung brauchen wir uns keine sorgen zu machen haben eine und müssen keine Miete zahlen haben auch mit unserem Chef heute morgen gesprochen und er steht auch hinter uns und ich werde meine Ausbildung fertig machen

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Lass dir da bloß nicht von deiner Mutter reinreden, Menschen wie du, die zur Abtreibung gedrängt werden, sind genau DIE die hinterher Psychische Probleme bekommen würden! 

Du willst das Kind? Dann bekomme es auch! Deine Mutter soll mal im heute ankommen! 

Da du in der Ausbildung bist, gehe ich mal davon aus, das du mindestens 16 bist. Heute bekommen manche schon mit 14 Kinder und sind dennoch erfolgreich in ihrem Leben. 

Ich bin ganz klar für die freie Entscheidung der Mutter für oder gegen eine Schwangerschaft. Andere haben DIR da nicht reinzureden. 

Ich würde dir raten, deiner Mum mal Berichte von Mädels vorzulegen, die zur Abtreibung überredet oder gar genötigt wurden, und sie dann zu fragen ob sie sich DAS für dich wünscht! 

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Kommentar von 123Vari321
09.11.2016, 15:44

Ich bin 17 werde 18 ;) aber trotzdem danke

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Höre nicht auf Deine Mutter, sondern auf Dein Gewissen. Denn unsere Grundüberzeugungen begleiten uns unser Leben lang, und sie sind wie ein Geländer an dem man sich langangeln kann, wenn der Weg rauh und steinig wird. Kannst Du etwas Distanz zu Deiner Mutter bekommen, indem Du zuhause ausziehst, und zu Deinem Freund ziehst? Wei stehen  denn die Eltern Deines Freundes zu der Schwangerschaft?

Ein Mutter-Kind-Haus wäre auch noch eine Variante.

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Es ist DEIN Körper, DEIN Kind und DEINE Entscheidung. Deine Mutter hat keinerlei Recht dir zu einem der drei Punkte irgendwelche Vorschriften zu machen.

Allerdings musst du sie auch verstehen. Du bist vermutlich noch sehr jung und deine Mutter will halt, dass deine Karriere und Zukunft nicht durch ein Kind gefährdet ist. Sie macht sich nur Sorgen. Das machen Eltern so. Rede mit ihr mal darüber und überzeuge sie, dass es dein Wille ist, das Kind zu behalten. Sie kann es dann entweder akteptieren oder weiter rum zicken und sich quer stellen.

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Und du bist wie alt?

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Kommentar von 123Vari321
31.10.2016, 07:25

17 mein Freund 22 ich bin dann18 wenn das Kind kommt

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Es ist euer Kind und eure Entscheidung. Lass dich nicht beeinflussen, du kämst damit nicht klar, würdest du deiner Mutter zuliebe abtreiben.

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Arbeit? Du bist ü18? Zieh schnellstens aus. Damit du nen klaren Kopf bekommst.

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Kommentar von 123Vari321
31.10.2016, 07:29

Ich werde 18 bin noch 17

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diene Mutter hat KEINEN Einfluss darauf, ob du das Kind bekommst oder nicht!

das ist ganz allein DEINE Entscheidung !

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