Meine Haare werden sehr schnell splissig und fettig und ist es ungesund oft zu duschen?

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7 Antworten

Hallo Arlinda100,

ich versuche gern dir bei deinem Problem zu helfen.

Ich möchte dir erst kurz erklären wie fettige Haare entstehen. Unsere Kopfhaut produziert in der Regel 2-3 Gramm Sebum bzw. Talg pro Tag, der die Kopfhaut davor schützt auszutrocknen. Zu einer Überproduktion an Talg kommt es erst, wenn sich deine Kopfhaut nicht mehr in ihrem natürlichen Gleichgewicht befindet. Das kann durch verschiedene Ursachen begünstigt werden, wie beispielsweise Hormonumstellungen (z.B. die Pubertät), Stress, falsche Ernährung oder auch falsche Haarpflege.

Um deiner Kopfhaut zu helfen wieder in ihr Gleichgewicht zu finden, möchte ich dir ein paar Haarpflegetipps mit auf den Weg geben: Du solltest stets ein mildes, pH-hautneutrales Shampoo verwenden. Nimm nur einen kleinen Klecks in der Größe einer Euromünze und lass es gut auf deiner Kopfhaut einwirken. Spüle es anschließend gründlich mit lauwarmem Wasser aus, damit keine Shampoo- oder Stylingreste deine Talgproduktion anregen. Vermeide zu heiße Temperaturen auf deiner Kopfhaut, da dies ebenfalls die Talgproduktion anregen kann. Also stelle den Föhn am besten nur auf die niedrigste Stufe, denn dies schont deine Kopfhaut.

Du berichtest, dass deine Haare sehr schnell fettig werden. Wenn du stets ein mildes, pH-hautneutrales Shampoo verwendest, kannst du deine Haare allerdings auch ruhig täglich waschen. Auch wenn sich der Mythos hartnäckig hält, dass dann die Talgproduktion angekurbelt wird und deine Haare noch fettiger werden, stimmt er nicht – denn deine Kopfhaut produziert ja 2-3 Gramm Talg pro Tag – ganz unabhängig davon, ob du sie wäschst oder nicht.

Falls du einmal ein Shampoo von Head&Shoulders ausprobieren möchtest, würde ich dir das „Citrus Fresh“ empfehlen, welches extra gegen eine schnell fettende Kopfhaut entwickelt wurde. Es ist mild, pH-hautneutral und reinigt deine Kopfhaut sanft aber gründlich von überschüssigem Talg und Rückständen. Zudem hinterlässt es einen angenehmen Duft nach Zitrone in deinem Haar.  

Häufiges Duschen ist an sich nicht ungesund, wenn du auf die Haarpflegetipps achtest und stets ein mildes, pH-hautneutrales Shampoo und Duschgel verwendest.

Viele Grüße, 

Dr. Rolanda J. Wilkerson

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Duschen kannst du schon immer, nur allzu öfter Haarewaschen macht die Haare kaputt. 

Was ich dir empfehlen kann ist die neue Tonerdepflegeserie von Loréal Paris. Ich habe mir davon Shampoo, Spülung, Maske und Trockenshampoo gekauft. Bin davon echt begeistert und es ist ohne Silikone.

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Zum Duschen würde ich immer ein ph hautneutrales duschgeld verwenden. Das schadet der Haut weniger. Und das mit dem Haarewaschen kenne ich.. wenn meine Haare zu lang werden fetten sie schneller! Ich nehm meistens in klärendes shampoo zb herbal essences etc. 

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hallo, bin friseurin und es ist ganz normal das deine haare svhnell fetten das ist auch ein gutes anzeichen (kommt manchmals auf alter an) , verwende produkte gegen schnell fettendes haare und arganöl für spliss , und oft duschen ist garnicht ungesund aber man sollte nicht mit zu warmen wasser die haare waschen denn es ist auch ein grund für schnell fettendes haar

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Kommentar von Andreas Schubert
28.02.2016, 18:25

Aus der "Feder" einer Fachkollegin sollte schon etwas mehr und effektivere Information kommen.  Wir müssen uns über solche Verbraucherfragen nicht wundern, wenn unsere werten Fachgollegen/innen dermaßen dürftig informieren und beraten.

Die Omas und Mütter, die ihren Kindern noch wirklich richtige, sinnvolle und nachhaltige Ratschläge mit auf den Weg geben, gibt es in der Masse einfach nicht mehr  . . . daher sind wir mehr den je gefragt, was Aufklärung und Beratung angeht.

Dermaßen viele Salons klagen über Kundenschwund, rückläufigen Produktumsatz, u.s.w.

Wenn Kunden das Gefühl haben, deren Haare und Wohlbefinden liegt einem wirklich am Herzen und man berät zudem auch noch völlig neutral und objektiv  .... und nicht nur gezielt in Richtung Verkauf der eigenen Produkte  ....  dann funktioniert es auch mit der engeren Kundenbindung   ... sogar ohne irgendwelche Bonuskärtchen, etc.

Fragt z.B. mal eure Kundinnen, wer denn täglich Kopfhaut und Haare gründlich bürstet, wer nach der Haarwäsche ausschließlich mit einem möglichst grobzinkigen Kamm durch die Haare geht, wer lediglich auf dem Kopf shampooniert/massiert, wer nasse Haare nicht durchrubbelt, was sie denn wo wirklich an Produkten im Bad stehen haben, u.s.w.    . . . .   und das nicht mit erhobenem Zeigefinger, denn man will ja ehrliche Antworten.  ;-)  

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Was die freundliche Fachkollegin "moon35" hier mit "Arganöl für Spliss" meint, erkläre ich ich weiter unten genauer, denn sonst könnte der Eindruck entstehen, Arganöl könnte generell gegen Spliss helfen.  Es hällt einfach die Haarspitzen geschmeidig und dadurch etwas weniger Spliss-anfällig.

Schnelles Nachfetten kann unter Anderem hormon-, stress- und ernährungsbedingt sein (Pubertät, FastFood, viel Zucker, u.s.w.)

Duschen sollte man generell, wenn es notwendig ist. Vermeide dabei einfach aggressive und gesundheitsschädliche Duschgels (ebenso wie Shampoos)  . . . .  wenn Du auf codecheck.info nach Produkten suchst und Dich an die Produkte hälst, deren Kreis neben dem Namen komplett grün ist, liegst Du dahingehend schon in der richtigen Richtung.

Spliss kannst Du kaum 100%ig vermeiden, aber Du kannst sehr wohl die häufigsten Spliss-Ursachen drastisch reduzieren, die Du selbst generieren könntest  .... oder eben schon lange selbst generierst ohne darüber Bescheid zu wissen.

Wenn Spliss entsteht, immer gleich ab zum Friseur und zum fachgerechten Spliss-Schnitt. Solange der Spliss quasi "frisch" ist, genügt ein Spliss-Schnitt, der Dich kaum bis gar nichts an Haarlänge kostet.   Erst wenn Du zu lange wartest und sich der Spalt in den Haaren nach oben hin erweitert hat, muss auch mehr abgeschnitten werden.

Selbstversuche mit der falschen Schere, der falschen Scherenhaltung und -führung können noch mehr Schaden anrichten und dann zwangsläufig zu Dauerspliss bzw. richtig übelst offenen, zerfransten Haarspitzen führen.

Bei Einhalt der wichtigsten Maßnahmen gegen die häufigsten selbst generierten Spliss-Ursachen, kommen die meisten Menschen mit 2, 3 bis maximal 4 reinen Spliss-Schnitten pro Jahr aus   .....  dass die Haarpitzen irgendwo anstoßen und/oder sich reiben können und sich dadurch spalten, kannst aber dennoch niemand wirklich vollständig vermeiden.

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschan und
massieren. Für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim
Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst,
streicht den während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut
gradlinig mit den Fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nasses Haar auch nicht durchbürsten, sondern immer nur mit einem grobzinkigen Kamm vorsichtig durchkämmen

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die
Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und
nicht mehr.

Für die Haarspitzen-Pflege sind diese 4 leichten, reinen Naturöle geeignet
... und auch wirklich ausschließlich die reinen Naturöle: Macadamia-,
Jojoba-, Mandel- und Arganöl (ein paar Tropfen zwischen den Fingerkuppen
verteilen und sachte/sanft bei trockenem Haar an die Spitzen geben.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss - deshalb
empfiehlt sich spätestens ab Schulterlänge die Haaransatzwäsche, die dem
Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser erspart:

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei 
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann 
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für
8,50 EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut)
weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos,
fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care,
Schönes Sein, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w.   . . . an einem konkreten
Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Bei den Shampoos von MARIAS ist zudem nicht einmal Zuckertensid im Einsatz  ...  das ist zwar auch 100% natürlich, aber wir haben jetzt im Betrieb
von Sanoll auf MARIAS umgestellt, weil ca. 5% unserer Kundinnen davon
ein leichtes Jucken auf der Kopfhaut bekommen. Es gibt mittlerweile recht
viele Allergieren (unter Anderem auch gefördert durch sehr viele
herkömmliche Chemie-Shampoos ... und nicht  nur von denen aus Drogerien
und Supermärkten, denn auch Friseurmarken wie Paul Mitchell, Redken,
Kerastase, Schwarzkopf, Wella & Co. tragen keinen "Heiligenschein").

Mischst Du auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es
auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage
in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf die
Kopfhaut.

Und wenn Du natürlich geschmeidges und glänzendes Haar züchten
willst, beherzigstDu nicht nur eine gesunde Ernährung und den stabilen
Flüssiegkeitshaushalt Deines Körpers, sondern auch die täglichen Bürstenstriche.

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR.  Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die
Bauweise der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf führen
kannst und so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst. Außerdem
entfällt so die "Hebelwirkung" mit dem  Anfassen am Griff und somit geht
das bei  50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz  ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig!  Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz
über den Kopf bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen
hinaus ... und das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

So solltest Du dann immer geschmeidiges Haar haben, das weniger bis
gar nicht "bruchanfällig" ist und mit max. 3 - 4 Spliss-Schnitten pro
Jahr locker auskommen können.

Wenn Du sonst noch Fragen zur Haarpflege hast,  schreib mich einfach
direkt an.

Außerdem gibt es seit Anfang Februar auch jede Woche ein
hilfreiches, fachlich fundiert ausgearbeitetes Thema zur sinnvollen
Haarpflege:   www.shampoolounge.de/ratgeber

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Duschen kannst du, so oft du willst. Nur solltest du dir nicht jedes Mal die Haare mitwaschen. 

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Ich würde sie nicht zu viel waschen weil das ungesund für die Haaren sind. Du kannst sie aber jeden dritten Tag waschen.

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