Frage von Dreal1988, 51

Meine Freundin leidet unter Borderline. Wie kann ich sie unterstützen?

Ich bin mit meiner freundin knapp ein halbes jahr zusammen habe relativ früh bemerkt das sie sich selbst ritzt ahnte jedoch noch nicht das es sich dabei um eine krankheit handelt erst später wie mir einfach unverständliche dinge im streit mit ihr wiederfahren sind stellte ich mir die frage da kann doch was nicht ganz glatt rennen nun den versuchte ich bei bekannten herauszufinden, um was es sich dabei handeln könmte bis mir jemand sagte, das es borderline sein könnte.

gut nachdem hab ich dann im internet gesucht und mich damit ein wenig befasst und siehe da viele dinge treffen haargenau auf sie zu die sie tut.

jetzt stellt sich meine frage, da ich sie sehr liebe und mit all meiner kraft versuche die beziehung aufrechtzuerhalten, wie kann ich sie unterstützen bzw ihr helfen danke schon im voraus für die antworten liebe grüße 

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Antwort
von xXmennXx, 51

Da ich eine kenne die unter dem borderline syndrom leidet.

Zum Artz gehen so schnell wie möglich das borderline syndrom ist eine persöhnlichkeits-störung (BPS) sie können nicht kontrollieren wie ihr verhallten ist.

Antwort
von AnnikaKue, 50

Hallo,

sie braucht einen Psychologen, vielleicht auch einen Psychiater - je nachdem wie sie zu Medikamenten steht und wie schwer ihre Persönlichkeitsstörung ausgeprägt ist. Ich empfehle eine DBT Therapie. Da lernt sie sich selber besser kennen, lernt zu verstehen, ihre Impulsivität besser zu kontrollieren und sie lernt Skills (das sind Dinge, die auch weh tun, aber keine Narben hinterlassen).

Ich habe selbst eine Borderline-Störung und sie hat einen langen, sehr schweren Weg vor sich, aber es wird sich lohnen - nicht nur für sie selbst, sondern auch für dich, ihre Familie und Freunde. Allerdings solltest du das Thema behutsam angehen, weil Borderline Patienten manchmal nicht krankheitseinsichtig sind und schnell auf stur schalten und dann niemanden mehr an sich ran lassen. 

Bitte versuche nicht auf eigene Faust ihr zu helfen. Denn a) kannst du es nicht schaffen b) machst du dich damit selbst fertig und c) könntest du unter Umständen mehr Schaden als Nutzen bewirken. 

Ich wünsche ihr schnelle Erfolge und dir Nerven wie Drahtseile und viel Durchhaltevermögen!

Liebe Grüße, Annika

Kommentar von AnnikaKue ,

Hier sind noch ein paar meiner liebsten Skills, die du ihr vielleicht vorab beibringen kannst, anstatt sich selbst zu verletzen:

  • Chilli essen
  • Ein Gummiband (schmerzhaft) gegen die Pulsadern schnippen lassen
  • Einen harten Massageball fest kneten
  • Mit einem roten Marker Striche auf Arme/Beine malen (psychischer Trick -> das Gehirn denkt, sie hätte sich verletzt und schüttet Adrenalin und Endorphine aus)
  • Ein Dankbarkeitstagebuch führen (Meine Aufgabe war es täglich 3 kleine Dinge zu finden, für die ich dankbar bin; es konzentriert die Energie auf das Positive und lenkt von Negativem ab)
Kommentar von Dreal1988 ,

Viele dank für diese ausführliche antwort ich habe mir schon einen termin bei einer beratungsstelle für angehörige psychischerkrankter ausgemacht vielleicht hilft mir das ein wenig die krankheit besser zu verstehn ich geb mir wirklich nühe damit umzugehn es is verdammt schwer aber ich möchte das es ihr besser geht und auch mir weil ich bin auch schon durch meine vergangenheit relativ angeschlagen und achte leider nicht mehr auf mich sondern konzentriere mich nur noch auf sie und langsam spür ich das es mir immer schlechter geht :/ 

Kommentar von AnnikaKue ,

Das klingt, als hättest du schon eigene Erfahrungen mit psychischen Krankheiten gemacht. Das tut mir leid für dich. Niemand sollte so leiden müssen. 

Allerdings muss ich dir jetzt etwas sagen, dass du nicht hören willst: Du musst auf dich achten und genau feststellen, wann deine Grenzen erreicht sind. Dann muss sie eben mal ein paar Stunden/Tage ohne dich auskommen, denn es macht keinen Sinn, wenn es dir am Ende richtig mies geht und ihr wahrscheinlich auch nicht wirklich besser. 

Der Termin in der Beratungsstelle ist wirklich ein guter Schritt für dich. Ich hätte eine Buchempfehlung zu dem Thema "Ein Jahr mit ohne Lola". Vielleicht eröffnet dir das Buch eine neue Ansicht oder auch ein paar Anregungen. Klar, es ist Fiktion, keine Dokumentation, aber es ist immer Wahrheit mit dabei. Versuche es! :)

Kommentar von Dreal1988 ,

Naja ich hatte es auch ziemlich schwierig und habe das altbekannte helfersyndrom sprich ich will helfen und selbst geh ich zu grunde nur hatte ich bisher keine partnerin mit solchen problemen und ja es is sehr schwierig diese sagen wir es so manch sehr verletztenden worte zu verarbeiten ich lebe durch ihre krankheit in einem sehr complexen gestrüb wo ich nie weiß wo ich bei ihr stehe sehr schwierig aber ich kämpfe leidenschaftlich gerne um das was ich liebe!

Kommentar von AnnikaKue ,

Ich kenne dein Problem nur zu gut und das, was du da beschreibst ist typisch für Borderliner. Entweder alles oder nichts - das ist wohl soweit ich weiß die am stärksten ausgeprägte Form und leider auch die Schlimmste für Angehörige. 

Dir ist klar, dass du sie zwangseinweisen lassen kannst, wenn sie sich nicht helfen lassen will (kann) und eine Gefahr für sich selbst und/oder andere darstellt, oder? Das mag eurer Beziehung gegenüber zwar abträglich sein, aber die Hoffnung, dass sie es irgendwann versteht und dir dafür dankbar ist. Das sollte aber wirklich der allerletzte Ausweg sein.

Vielleicht schämt sie sich auch nur ihre Probleme einem fremden Menschen persönlich zu gestehen. Dann könntet ihr anfangen mit einer psychiatrischen Notfallhotline der einer Nummer gegen Kummer. Machmal wirkt Anonymität Wunder. :)

Kommentar von Dreal1988 ,

Das mit der zwangseinweisung weiß ich kann ich nur nicht machen wegen ihren kindern mit diesem gedanken hab ich schon oft gespielt ich versuche es einfach mit fakten damit sie begreift das sie der beziehung schadet und sich und mir ich hoffe so sehr das sie sich drauf einlässt wenn ich mit der tür ins haus falle :/ 

Kommentar von AnnikaKue ,

Ich würde mir mehr Sorgen um die Kinder machen, wenn sie da ist... Vielleicht tut sie eines Tages etwas Dummes und eines der Kinder leidet darunter. Stell dir nur mal vor, wie es dir dann gehen würde!

Hat sie keine Eltern oder Freunde, die sich um die Kleinen kümmern könnten für ein paar Wochen?? Sie wird vielleicht 6-8 Wochen stationär in der Psychiatrie bleiben, sofern sie sich benimmt, danach wird sie noch jahrelang eine Therapie machen müssen.

Du merkst bestimmt schon, worauf ich hinaus will... Je früher man anfängt, desto besser für den Heilungsprozess und es geht besser. Außerdem, je länger sie ihr Verhalten beibehält desto schwieriger wird es, ihr helfen zu können.

Kommentar von Dreal1988 ,

Wie ich es mir gedacht habe sie blockt direkt ab und meint ich soll nicht auf hobby psychologe machen -.-

Kommentar von AnnikaKue ,

Es ist schwer für sie ihre Krankheit zu akzeptieren und sich dir zu öffnen. Wie gesagt, Anonymität kann helfen.

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