Frage von 21ES11, 96

Meine Freundin kommt ins Heim, Stiefmutter behandelt sie wie eine Sklavin, Mutter und Vater halten nicht zu ihr, was tun?

Hallo, Ich bin mit meiner Freundin (14) seit fast 5 Monaten zusammen. Es gibt zurzeit Probleme bei ihr Zuhause. Ich bekomme immer mehr von der Stiefmutter zu Ohren und was sie ihr alles antut und wie sie von ihr schlecht behandelt wird. Die Mutter ist auch nicht besser als die Stiefmutter und meine Freundin kann kein Elternteil wirklich leiden. Man kann also ausschließen, dass sie zur Mutter zurückziehen könnte.

Die Stiefmutter und der Vater sind nicht verheiratet, aber haben die Hochzeit für dieses Jahr geplant. Sie sind seit 5 jahren oder mehr zusammen..meine Freundin muss mit ihr klar kommen, sieht jedoch nicht ein, dass sie von der Stiefmutter so behandelt werden kann, wie als wäre sie ihr Kind. Die Stiefmutter ist psychisch krank und schlägt sich jedes mal selber und hat nichts im Kopf außer meine Freundin grundlos zu beleidigen, sie zu erniedrigen und sie wie Dreck zu behandeln. Sie sucht sich immer einen Grund aus dem A um etwas zu haben um sie fertig zu machen und behandelt sie meist wie ihre Dienerin oder sogar Sklavin. Meine Freundin wird von beiden Elternteilen fast jeden Tag so behandelt und es geht so weit, dass man sie trotz Verletzungen in das Bad schickt, um das Bad komplett zu putzen...sie bekommt meist irgendwelches rumgeschreie von der Stiefmutter und festes Greifen (nahezu Verletzende) Handergriffe an die Schulter und die Hand wird auch meistens gehoben, sowie Tritte falls sie nicht das Bad putzt, trotz der Verletzungen am Fuß. Da meine Freundin eine echt schwere Vergangenheit hatte mit wechselndem Elternteilwechsel und Depressionen sowie Suizidgedanken und Panikataken kommt sie mit der Bleibe Zuhause nicht klar und wird jetzt von der Stiefmutter und dem Vater aus ins Heim geschickt und das vorraussichtlich nächste Woche. Mit nur 5 euro Taschengeld pro Monat und Verbieten einer warmen Mahlzeit an jedem tage und ständiges Zwingen zu irgendwelchen Strafen, bei denen unnötige Gründe genannt werden um sie zu erniedrigen und um die Kindheit zu zerstören, ist meine Freundin jetzt am Ende und setzte sich vors Fenster aus dem 2ten Stock und hat darüber nachdenken müssen, runter zu springen. Ich konnte von Glück reden, dass ich sie davon überzeugt habe, es nicht zu tun.

Ich hätte dazu Fragen

  1. Was soll ich jetzt tun als ihr Freund ?

  2. Wie könnte man Verhindern, dass sie ins Heim geschickt wird?

  3. Ist es gesetzlich überhaupt erlaubt, dass ein Kind so behandelt wird zuhause und das von einer Fremden Frau, die nicht einmal das Sorgerecht hat?

  4. Ist ein Heim immer schlimm oder sogar gut (besser) bei solchen Bedingungen zuhause?

Vielen Dank schon mal fürs Lesen.

Antwort
von Fledermaus92, 37

Ersnsthaft? Oh Mann, das klingt heftig. Nein, das ist natürlich verboten und fällt unter Kindesmisshandlung. Also im Normalfall sind Heime nicht so schlimm wie es klingt, bei 14-jährigen kann es sogar sein, dass man nicht ins Heim kommt sondern in so eine Art betreute WG mit anderen Jugendlichen. Das ist nicht tragisch und sicherlich besser als die Situation deiner Freundin. Man muss in diesen WGs zwar recht viel selbstständig tun (Wäsche waschen, gemeinsam kochen usw.) aber man kriegt auch Taschengeld (wenn mich nicht alles täuscht so etwa 50 Euro im Monat) und unterstützende Sozialarbeiter, besser ist es sicher. Aber auch Heime sind sicherlich ok und nicht so tragisch wenn es zuhause so schlimm ist.

Also als dein Freund kann ich dir folgendes vorschlagen: Sorge dafür, dass sie so schnell wie möglich von zuhause wegkommt. Geh mit ihr gemeinsam zum Jugendamt und schildere den Leuten dort gemeinsam mit ihr die Situation. Fragt nach, ob eine betreute WG für sie in Frage kommen könnte (Das ist mit 14 denke ich schon besser, da man da mehr Freiheiten hat.) Frage, ob sie von der Krankenkassa eine Therapie bzw. eine Familientherapie bekommen könnte. Schildere dort auch, dass deine Freundin jederzeit deine Unterstützung hat, und dass es ihr sicherlich besser gehen würde, wenn sie aus dieser Situation rauskommt, mach denen quasi klar, dass sie ein gesichertes und liebevolles Umfeld von dir aus hat, aber dass sie einfach von ihrer Familie weg muss. Ansonsten: Sei einfach verständnisvoll und für sie da, es ist sicher alles sehr schwierig für sie, aber wenn sie erstmal da raus kommt wird sie die Möglichkeit haben, sich neu zu entwickeln.

Kommentar von Fledermaus92 ,

Achja, was ich vergessen habe: Erzähl das alles auch deinen Eltern. Verstehen sich deine Freundin und deine Eltern? Beim Besuch beim Jugendamt ist es natürlich auch gut wenn deine Eltern mitkommen könnten. Wenn auch Erwachsene die Situation als unerträglich schildern, und deine Eltern sich das vorstellen könnten, könnte es sogar sein, dass deine Freundin bei euch wohnen darf.

Antwort
von wilees, 35

Wenn Deine Schilderung der Realität entspricht, wendet Euch ans Jugendamt.

Es gibt Die Möglichkeit der Heimunterbringung, Unterbringung in einer Pflegefamilie bzw. Jugendeinrichtung wie betreutes Wohnen in einer Jugendwohnung.

Antwort
von Yin060, 28

Also erst mal mein Beileid.

1. Du kannst da recht wenig tun, da du noch nicht alt genug bist sie irgendwie zu unterstützen. Du musst ihr einfach seelisch als Freund beistehen. Wenn das mit den Suizid-Gedanken wieder kommt solltest du das melden. So eine Behandlung die dann kommt klingt für viele schlimm, hilft aber meistens wirklich.

2. Verhindern könnte man das, indem man einen Sorgeberechtigten findet, bei dem sie sich wohl fühlt. (Vielleicht Großeltern oder so) Zu not kann das Sorgerecht auch übertragen werden.

3. Also körperliche Züchtigung ist erstmal so verboten. Wegen der 5€ Taschengeld würde ich jetzt nicht meckern, da es kein gesetzliches Recht auf Taschengeld gibt. Das mit der warmen Mahlzeit ist schon krass. Ich kann nichts genaues sagen, aber es muss einen guten Grund geben, warum sie das nicht darf.

4. Ein Heim ist nicht schlecht. So wie du die Situation schilderst würde ich das Heim wirklich vorziehen. Meistens geht es den Kindern und Jugendlichen dort besser. Natürlich fehlt eine echte Mutter bzw. echter Vater aber in ihrer Situation kann es eigentlich kaum schlimmer werden. Es kommt aber auch Auf das Heim an. Man kann natürlich nichts pauschalisieren.

Ich kann auch nicht aus Erfahrung sprechen, weil ich noch nie im Heim war, aber ich bin mir sehr sicher, dass es besser als Sklaverei ist. (Was in Deutschland übrigens verboten ist)

Viel Glück euch!!!

PS: Hausarbeiten, wie Müll raus bringen, Geschirr abwaschen oder mal das Bad putzen, sind keine Sklaverei.

Antwort
von kach110, 46

Geht beide mal zum Jugendamt die können euch da am besten helfen

Antwort
von Nevermind1992, 31

Im Heim ist sie aus der Familie raus das ist schon mal ein Anfang. Trotzdem zum Jugendamt damit, vor allem bei Suizidandrohung Hilfe suchen

Antwort
von selimix14, 28

Ich würde auch mal zum Jugendamt gehen

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community