Frage von mamywoto, 67

Meine Freundin entzieht mir nach einem Streit den gemeinsamen Hund und lässt ihn tagsüber bei dem Freund ihrer Mutter. Was kann ich tun, ist es nicht Diebstahl?

Ich besuchte gemeinsam mit meiner Freundin und unserem Hund die 'Schwiegereltern'. Wir wollten übers WE bleiben, dazu kam es allerdings nicht. Während des Abends kam es zu einem Streit zwischen mir und dem Freund der Mutter und ich wurde rausgeschmissen. Meine (noch) Freundin blieb, ebenso unser Hund, ich fuhr nach Hause. Am nächsten Tag kam meine Freundin samt Mutter in mein Haus und sie packten einige Sachen ein. Ich lies sie gewähren. Beruflich musste ich in der folgenden Woche ein paar Tage weg. Während meine Freundin arbeitete, lies sie den Hund bei den 'Schwiegereltern'. Als ich wiederkam, war meine Freundin samt Hund noch immer nicht zurück. Klar, offensichtlich ist sie ausgezogen. Aber jetzt wo ich da bin und mich gerne um meinen eigenen Hund kümmern möchte und kann, wird er mir vorenthalten. Seit dem Streit mit dem 'Schwiegervater' sind 10 Tage vergangen. Mir wurde lediglich das Angebot gemacht, eine Runde mit 'Gassi' gehen zu dürfen. Dies empfinde ich allerdings wie ein Schlag ins Gesicht. Auch das Angebot, den Hund nur tagsüber zu beaufsichtigen und Abends wieder abholen zu lassen, weil meine Freundin nachts nicht ohne Hund leben kann, wurde mir verweigert. Jetzt kümmert sich der Freund ihrer Mutter um meinen Hund. Meine Freundin will sich nicht von mir trennen und setzt den Hund als Druckmittel ein, perfide wie ich finde, um so eine Klärung zwischen mir und dem Freund ihrer Mutter zu erzwingen. Man muss sich das mal vorstellen, mein Hund wird eingesetzt um mich zu etwas zu zwingen was ich momentan nicht möchte. Alle Versuche einer Klärung mit meiner Freundin blieben erfolglos, ich leide unter dem Entzug meines Hundes, es verletzt mich seelisch und nun weiss ich nicht mehr weiter. Im Falle einer Trennung habe ich meinen Anspruch auf den Hund abgetreten, da er auf meine Freundin eingetragen ist. Da ja leider nur eine Person als Besitzer eingetragen werden kann. Macht Sinn, da ich beruflich auch mal unterwegs bin. Momentan habe ich noch 10 Tage am Stück frei und möchte gerne meinen Hund, mindestens tagsüber, bei mir haben, doch es wird mir verweigert. Weder Freundin, ihre Mutter, noch der Freund der Mutter äussern sich, es wird geschwiegen. Was kann ich rechtlich tun, welche Möglichkeiten habe ich, um den Hund zurück zu bekommen? Soll ich es einfach hinnehmen, Tee trinken und die Freundin behalten, die ja aus meinem Haus, zumindest halbwegs, ausgezogen ist und den Hund tagsüber bei ihren Eltern lässt, obwohl ich auch da bin und Zeit habe mich um ihn zu kümmern? Nur gut, das es hier nur um einen Hund geht und nicht um ein gemeinsames Kind.

Antwort
von Lumbago666, 30

Meine Meinung:

Dein Hund ist letztlich nur eine Sache. Derjenige der den Hund bezahlt hat, hat auch Anspruch darauf. Hier würde ich um Herausgabe unter angemessener Fristsetzung bitten.

Wer als Halter eingetragen ist, ist meiner Meinung nach irrelevant, weil Halter muss nicht gleich Eigentümer sein.

Wenn ihr den gemeinsam gekauft habt, also jeder die Hälfte, ist es wie mit einem Tisch. Nur einer kann diesen haben, der Andere hat Anspruch auf Erstattung seines Anteils in Geld. Allerdings solltest Du das auch noch beweisen können. Wer den Hund hier behalten darf, müsst ihr untereinander klären.

Ein Sorgerecht wie bei Kindern gibt es hier nicht, auch dann nicht, wenn der Hund hier ein Ersatz war. Alle Vereinbarungen, wie das nachmittagliche Gassi gehen sind Vereinbarungen zwischen euch.

Falls der Hund unrechtmäßig einbehalten wird oder die Sache nicht geklärt werden kann, kannst Du das nur anwaltlich lösen lassen.

Kommentar von mamywoto ,

Traurig aber wahr. Ja, so ist es. Ein Hund ist leider ein Gegenstand. Gemeinsam erworben bedeutet, Teilung bei Trennung, zumindest der bezahlte Kaufpreis. 

Wie kann ich aber dem Psychoterror begegnen, der ja ganz offensichtlich sehr bewusst und von mehreren Parteien bzw. Personen ausgeübt wird. Zumindest wird dieses Verhalten tolleriert und durch das fernhalten/einbehalten des Hundes unterstützt und akzeptiert, dass ich seelischen Schmerz erleide. Gibt es da eine rechtliche Möglichkeit dem entgegen zu wirken? Die Polizei kann da nichts machen. 

Kommentar von Lumbago666 ,

Das kannst Du nur mit deiner Freundin klären. Ihr müsst - schon im beiderseitigen Interesse für klare Verhältnisse sorgen. Du kannst auf die Parteien / Personen nicht einwirken. Sie aber schon.

Hier wird ein Gespräch auf neutralen Boden fällig. Klärt, was noch zwischen euch ist. Klärt auch, ob Ihr beide an einer Beziehung noch interessiert seid. Versuch den Hund soweit erstmal außen vor zu lassen. Der ist das Druckmittel. Finde raus wofür. Was will die Gegenseite.

Falls das Gespräch mit den Eltern damals wegen Dir aus dem Ruder gelaufen ist, solltest Du dich auch mal hinterfragen. Hier kann eine Entschuldigung, etwa für gefallene Beleidigungen, für Frieden sorgen. Ich meine damit nicht, dass Du denen in der Sache Recht geben sollst. Falls ein persönliches Gespräch nicht so klug  wäre, tut es im zur Not auch ein ganz gewöhnlicher Brief.

Wenn die Zeichen auf Trennung stehen dann ist es dann eben so. Zieh das durch. Einen Kontakt mit den Eltern / Verwandten etc. würde ich gar nicht halten. Wenn die sich melden, einfach nicht rangehen. Ein normaler Mensch wird das nicht oft versuchen.

Den Hund... Naja wenn Du mit einer Freundin keine Einigung herbeibringen kannst, die verbindlich ist und eine freundschaftliche Fortführung des Kontakts ausgeschlossen ist, dann mach hier einen Schnitt, auch wenn es weh tut.

Falls dann noch was kommt, Psychoterror etc. dann informiere dich über Stalking und wie man das am besten beweisen kann. Dann ist auch die Polizei zuständig.

Antwort
von astroval18, 25

Ich denke, dass du wenig Chancen hast, wenn der Hund bei ihr eingetragen ist. Eine Möglichkeit wäre halt dann noch, dass ihr eure Probleme wieder hin bekommt. Vielleicht gehts euch dann auch so wieder besser

Kommentar von mamywoto ,

Genau das wünsche ich mir natürlich, obwohl ein fader Beigeschmack bleibt. Was wäre wenn es irgendwann um mein Kind und den Hund geht..., gar nicht auszudenken. 

Kommentar von astroval18 ,

Dann musst du halt beantragen dass du der Besitzer deiner Kinder bist :D

Kommentar von mamywoto ,

oha, na das kann ja was werden. Hinbekommen wäre das Beste für alle. Aber je länger der 'Entzug' und die damit verbundenen seelische Schmerzen andauern, desto schwieriger wird eine Klärung. Ich schwanke zwischen Wut, Hass, Verzweiflung und Aufgabe hin und her. Da ich ein Lösungsorientierter Mensch bin, komme ich nur zur Ruhe, wenn schnellstmöglich eine Lösung gefunden ist. So oder so. Das alles künstlich in der Schwebe gehalten und rausgezögert wird, macht mich einfach nur traurig. Ich hätte das nie erwartet. Daher ist selbst eine Trennung für mich eine gute Lösung, denn es sind klar Verhältnisse geschaffen worden und jeder weiss wo er dran ist. Aber auch das wird blockiert und nicht auf meine Vorschläge und Aussagen reagiert. 

Kommentar von astroval18 ,

Dann dreh den Spieß um. Du bekommst den Hund, dafür machst du demnächst erstmal noch nicht Schluss

Antwort
von Peter501, 24

Damit musst du dich leider abfinden oder dich weiterhin um eine friedliche Lösung bemühen.Sie ist als Eigentümer eingetragen und kann machen was sie will.

Mal ehrlich,ich würde den Spieß umdrehen und sie unter Druck setzen indem ich sie auffordere ihre restlichen Sachen bis zum .......... abzuholen.Dann hat sie zwei Möglichkeiten.1.Sie kommt zurück und dann hast du beides wieder. 
2.Sie holt ihre Sachen und du bist beide los. 
So ein hin und her würde ich nicht mitmachen.

Kommentar von mamywoto ,

Diesen Vorschlag habe ich ihr auch mehrfach unterbreitet, jedoch noch keine adäquate Antwort erhalten. 

Trennen will sie sich nicht, einen Zeitpunkt für den 'Wiedereinzug' kann sie auch nicht nennen, geschweige über einen vollständigen Auszug nachzudenken. Ich habe für mich beschlossen, diesen Psychoterror nicht mehr mitzumachen. Entweder sie kommt zurück oder sie zieht ganz aus. Das der Hund bewusst bei der Person bleiben darf, mit der es den Streit gab, macht das ganze nicht einfacher. Eine Klärung wird durch längeres entziehen nur noch schwieriger. Das Lustige ist, dass die 'Schwiegerelter' ab Freitag im Urlaub sind. Bleibt also das WE, wo meine Freundin natürlich frei hat. Sie wird sich Urlaub nehmen müssen, bis die 'Schwiegerreltern' wieder da sind. Sollte das so passieren, bin ich aus der Nr. raus. Dann bleibt nur, eine Frist zu setzen.  

Antwort
von Kandahar, 32

Einer Frau, die dich mit solchen Mitteln unter Druck setzt, solltest du keine Träne nachweinen.

Ich würde den Kontakt komplett abbrechen, auch wenn es wegen dem Hund weh tut. Er ist nun mal offiziell ihr Eigentum. Daran kannst du nicht rütteln.

Stell dir mal vor ihr habt irgendwann mal Kinder und sie setzt diese als Druckmittel ein! Das mag ich mir nicht mal vorstellen.

Kommentar von KaeteK ,

Genau das Gleiche habe ich auch gerade gedacht....

Kommentar von mamywoto ,

Genau das geht mir auch durch den Kopf. Da kann man nur von Glück reden, dass es nicht um ein gemeinsames Kind geht sondern nur um den 'Gegenstand' Hund. Doch es ist schwer sich von jemandem zu trennen den man liebt, auch wenn viele Argumente dafür sprechen. 

Kommentar von Kandahar ,

Ja, das ist schwer und ich kann das gut nachvollziehen.

Aber hauptsächlich frage ich mich, warum sie so grausam ist, denn sie weiß ja sicherlich, dass du sehr an dem Tier hängst. Beim erst besten Streit erpresst sie dich damit und denkt auch noch, du würdest zu ihr zurück kommen.

Den Gefallen würde ich ihr nicht tun, denn dann hättest du ein für alle Mal bei ihr verloren und sie würde dich nur noch nach ihrer Pfeife tanzen lassen.

Liebe ist das jedenfalls nicht, denn wer liebt, der verletzt seinen Partner nicht so sehr.

Kommentar von mamywoto ,

Naja, ich habe sie ja auch verletzt, denn in dem Streit ging es um sie. Ich beschwerte mich über ihr zu geringes einbringen im gemeinsamen Haushalt. Wir wohnen gemeinsam in meinem Haus, das ich schon vor der Beziehung gebaut habe. Ich habe sie beleidigt, da sie manchmal recht schlampig ist und es nicht mal schafft, den Wäschekorb mit ihrer Wäsche aus dem Keller zu holen. Ihre Umzugskartons stehen noch nach einem 3/4 Jahr ungeöffnet im Keller. Ihre Schränke im Dachgeschoss sind teils leer. Da kann doch der Eindruck entstehen, dass sie nie so richtig angekommen ist, oder?   

Antwort
von Saisonarbeiterr, 24

Beruflich musste ich in der folgenden Woche ein paar Tage weg. Während
meine Freundin arbeitete, lies sie den Hund bei den 'Schwiegereltern'

da kam dir das ganze ganz recht und jetzt wieder nicht.

wer würde denn auf das tier aufpassen, wenn es bei dir wäre und du arbeiten gehst?

wer steht in den papieren des hundes als halter? wer zahlt bspw. steuer und versicherung?

Kommentar von mamywoto ,

Hallo erstmal, so ganz kann ich dir nicht zustimmen, denn es war vor Anschaffung des Hundes klar, wer sich wann um den Hund kümmert. Die 'Schwiegereltern' boten sich an, auszuhelfen, wenn es nötig sein würde, dafür bin ich ihnen auch dankbar. Meine Freundin arbeitet von Mo-Fr, ich habe dagegen keine festen Arbeitszeiten und kann meine 'Abwesenheit' recht gut steuer, meist auch übers WE. Es sind eigentlich wenige Tage an denen unser Hund zu den 'Schwiegereltern' muss. 

Meine Freundin und ich haben uns den Hund gemeinsam erworben. Wir haben einen gemeinsamen Haushalt und wohnen in meinem Haus. Alle Kosten, wie Anschaffung, Steuern,  Versicherungen, Tierarzt, Futter, Hundeschule etc., etc. tragen wir gemeinsam. Im Kaufvertrag stehen beide Namen. Leider ist es ja so, dass nur eine Person als Halter eingetragen werden kann und das ist meine Freundin. 

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