Meine Frau ist arbeitslos, ich bin in Vollzeit beschäftigt. Kann das Arbeitsamt Sie wegschicken?

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6 Antworten

Wenn ihr heiratet kann sie über dich in die Familienversicherung,wenn du nicht privat versichert bist !

Was einem da in einem persönlichen Gespräch gesagt wird und was nicht,spielt doch erst mal keine Rolle.

Ich würde immer einen Antrag stellen,den bekommt man auch aus dem Netzt zum ausdrucken und dann muss das Jobcenter einen schriftlichen Bescheid erlassen und nur gegen einen solchen kann man dann etwas unternehmen.

Der erste Schritt bei einer Ablehnung würde dann ein schriftlicher Widerspruch sein,den man innerhalb der 1 monatigen Frist nach Erhalt des Bescheides einlegen müsste.

Es kommt beim ALG - 2 ( Hartz - 4 ) tatsächlich auf dein Brutto und Nettoeinkommen an,was ihr für die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) zahlen müsst und wie hoch deine monatlichen Aufwendungen wegen deiner Beschäftigung sind,also was du z.B. an Fahrkosten hast bzw.wie viele km du hin und zurück zur Arbeit fahren musst.

Dabei spielt es keine Rolle das ihr nicht verheiratet seid,nach dem BGB - bist du der Mutter zwar nicht zum Unterhalt verpflichtet,im SGB - ll ( Hartz - 4 ) hingegen schon.

Denn da bildet ihr schon alleine wegen dem gemeinsamen Kind eine so genannte BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) und in dieser bist du nicht nur deinem Kind,sondern auch der Kindsmutter zum Unterhalt verpflichtet,soweit wie das finanziell möglich ist.

Ich gebe dir mal kürz einen Überblick was euch nach dem SGB - ll an Leistungen zustehen würde.

Bedarf :

- Regelsatz du 364 €

- Den Beitrag den du für die KV - für sie zahlen musst

- Regelsatz sie 364 €

- Regelsatz Kind ab 6 - 13 Jahren derzeit 270 €

- KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete )

Dazu könnten dann ggf. noch Aufwendungen kommen,die deine Berufstätigkeit betreffen und nicht mit dem anrechenbaren Teil deiner 100 € Grundfreibetrag abgedeckt werden können bzw.evtl.noch ein Mehrbedarf dazu käme,weil z.B. eine Krankheit eine kostenaufwändige Ernährung bedarf.

Die KDU - würde dann durch 3 Personen geteilt,dass ergibt dann den Kopfanteil der KDU und dazu kommt dann der Regelsatz,hier der von 270 € für das Kind und davon wird dann das Kindergeld von 190 € als Einkommen des Kindes vom Bedarf abgezogen.

Du kannst von deinem Bruttoeinkommen erst mal diese 100 € Grundfreibetrag abziehen,ab 100 € - 1000 € Brutto stehen dir 20 % Freibetrag zu und weil ihr in der BG - min. 1 minderjähriges Kind habt,liegt die letzte Stufe der Freibeträge bei 1000 € - 1500 € Brutto und davon dann noch mal 10 % Freibetrag,sonst ginge diese nur bis 1200 € Brutto.

Verdienst du also angenommen min. 1500 € Brutto,dann kannst du von deinem Netto erst mal 330 € an Freibeträgen abziehen,was dann übrig bleibt ist vorerst dein anrechenbares Nettoeinkommen und dazu käme dann das Kindergeld von 190 €,ergibt dann das gesamte anrechenbare Einkommen.

Das wird dann auf den obigen Bedarf angerechnet und wenn dann noch ein Bedarf bestehen würde,dann käme ggf.eine Aufstockung in Betracht,vorrangig aber Wohngeld und Kinderzuschlag.

Dazu findest du im Internet jeweils einen kostenlosen Rechner.

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Das kann doch so nicht richtig sein?

Im Grunde schon. Bei der Agentur für Arbeit (BA) beantragt man ALG I, darauf hat sie aber keinen Anspruch, weil sie ja nicht gearbeitet hat und keine Beiträge entrichtet hat. Also fehlen Vorversicherungszeiten.

Wenn sie ALG II haben möchte (Hartz IV), müsste sie zum Jobcenter, nicht zur BA.

Es kommt im SGB II darauf an, ob ihr bedürftig seid. Als zusammenlebendes Paar bildet ihr eine Bedarfsgemeinschaft. Dein Einkommen, sowie das Kindergeld sind auf den Bedarf von euch dreien anzurechnen, dazu kämen die angemessenen Kosten der Unterkunft (die ersten 6 Monate würden die tatsächlichen Kosten bezahlt werden). Und wenn dein Einkommen höher ist, als euer Bedarf, gibt es eben keine Kohle.

Ich verweise allerdings hierbei nochmal auf § 26 SGB II.

Heiraten löst übrigens das KV-Probem.

Ansonsten hat der Sachbearbeiter ja gesagt, dass er ihr gerne Adressen von Arbeitgebern zuschicken kann, mehr kann er auch nicht tun.

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Da ihr ein gemeinsames Kind habt, bildet ihr auf jeden Fall eine Bedarfsgemeinschaft. Ihr könnt also nur gemeinsam einen Antrag auf aufstockendes AlG 2 stellen. Dabei hast du einen Freibetrag von 100 € plus 20 % vom Mehrverdienst.

Euer Problem mit der Krankenversicherung wäre sofort gelöst, wenn ihr heiratet.

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Hallo,

Beiträge zur SV werden von der Agentur für Arbeit nur gezahlt, wenn auch ein Anspruch auf ALG besteht. Das hat damit zu tun, dass die Arbeitsagentur eine Versicherungsleistung zahlt. (§335 SGBIII)

Eine Vermittlung kann durch die Arbeitsagentur immer erfolgen. Da spielt es keine Rolle ob jemand arbeitsuchend, arbeitslos (mit oder ohne Leistungsbezug) oder ratsuchend gemeldet ist. Ausnahme: Jemand bezieht bereits ALG II - dies soll  doppelte Vermittlungsbemühungen von zwei Behörden vermeiden. Deine Freundin kann sich telefonisch arbeitsuchend oder persönlich Arbeitslos ohne Leistungsbezug melden. Eine Arbeitslosmeldung hat den Vorteil, dass die Zeiten an die RV gemeldet werden (Beiträge werden nicht gezahlt!!)

Anders ist das beim ALG II (Sozialleistung) hier werden die Beiträge gezahlt wenn die Hilfebedürftigkeit vorliegt. Beim ALG II werden alle im Haushalt lebenden Personen berücksichtigt (Bedarfsgemeinschaft). Stellt doch beim Jobcenter mal einen Antrag. (SGBII)

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

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Sie hat keine Ansprüche auf ALG, weil sie zu lange aus dem Job raus ist. Von daher ist es richtig, dass das Jobcenter ihr nur Arbeitsvorschläge machen kann. 

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Kommentar von steveho
16.02.2016, 21:46

Danke für die Antwort, aber es geht nicht um den Bezug von ALG, sondern um Wiedereingliederung ins Berufsleben, Unterstützung bei der Arbeitssuche, usw. Dafür ist das AA doch letzten endes da, oder nicht?

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Ehrliche Frage: Warst du DABEI, als deine Freundin bei der ARGE war??? Hast du miterlebt und mitgehört, dass sie weggeschickt wurde? Hat deine Freundin deine Gehaltsbescheinigungen mitgenommen? Wenn du nur eine Frage mit Nein beantworten kannst, dann tippe ich mal darauf, dass deine Freundin dich nach Strich und Faden verar***t hat.

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Kommentar von steveho
16.02.2016, 21:44

Nein, ich war nicht dabei.
Nein, hat sich nicht mitgeommen. Wie gesagt handelt es sich nicht ums Jobcenter, wo man als Bedarfsgemeinschaft existiert, sondern ums Arbeitsamt. Da geht es den individuellen Bearbeiter meiner Freundin nichts an, was ich verdiene. Dass ich "genug" verdiene weiß er daher, weil wir andernfalls zum Jobcenter gegange wären.

Dass Sie auch da war bestätigt mir ein Schreiben welches sie mitgebracht hat, mit Zugangsdaten für die Jobbörse.

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