Frage von FFralle, 60

Meine Frau hat mir vor Ihrem Tod 25.000,- Euro geschenkt Anrechnungsbestimmung, muss das Geld jetzt zum Nachlass gerechnet werden?

Meine Frau hat mir vor Ihrem Tod 25.000,- Euro geschenkt, muss das Geld zum Nachlass gerechnet werden? Die finanzielle Zuwendung wurde ohne Bestimmung von Meiner verstorbenen Frau getroffen, dass diese Zahlungen auf das Erbe anzurechnen sind (Anrechnungsbestimmung). Unsere Kinder wollen Ihren Pflichtteilsanspruch durchsetzen und verlangen, dass das Geld mit zur Erbmasse zählt. Wiederrum haben unsere Kinder jeden Monat von uns geld auf Ihr Konto bekommen, aber auch ohne Anrechnungsbestimmung. Wer kennt sich aus mit solchen Dingen ?

Danke für hilfreiche Antworten

Antwort
von VictoriAlli, 9

Aus lebzeitigen Schenkungen können sich sogenannte Pflichtteilsergänzungsansprüche für die Kinder ergeben. (vgl. http://www.pflichtteilrechner.de/010_was_versteht_man_unter_dem_pflichtteilserga...)
Pflichtteilsergänzungsrelevante Schenkungen gehören zum fiktiven Nachlass.

Wenn die Kinder neben dem normalen Pflichtteil auch Pflichtteilsergänzungsansprüche geltend machen, dann müssen sie sich die Schenkungen, die sie selbst von der Erblasserin erhalten haben, anrechnen lassen. Beim Pflichtteilsergänzungsanspruch ist dafür keine Anrechnungsbestimmung (http://www.pflichtteilrechner.de/077_was_ist_eine_anrechnungsbestimmung.html) notwendig - anders als beim "normalen" (sog. ordentlichen) Pflichtteil.

Die Kinder müssen sich aber stets nur die Schenkungen der Erblasserin anrechnen lassen. Bei Schenkungen, die sie von den Eltern gemeinsam erhalten haben, wird folglich nur der Anteil angerechnet, der von der Mutter stammte (also in der Regel die Hälfte).

Antwort
von Panikgirl, 35

Ich würde mich mit dieser Frage lieber an einen Anwalt wenden........ich könnte mir aber vorstellen, dass sie erst Anspruch darauf haben, wenn kein Elternteil mehr lebt - aber wie gesagt weiss ich nicht. Ich musste jetzt nur mal meinen Senf wie folgt abgeben: Du hast furchtbare Kinder - ich finde es so widerlich, dass sie keine anderen SOrgen haben - als schnell mal aus ihrem Mutters Tod an Kohle zu kommen - einfach nur geschmacklos

Antwort
von SaVer79, 23

Es kann u.U. sein, dass dieses für die Pflichtteilsberechnung zum nachlas gerechnet wird und dich dadurch Pflichtteilsergänzungsansprüche der Kinder ergeben!

Kommentar von wfwbinder ,

stimmt genau.

Expertenantwort
von ichweisnix, Community-Experte für Erbe, 8

Zunächstmal muß man den Pflichtteil von einen Erbteil unterscheiden. In Bezug auf den Pflichtteil sind alle ( Anstandsschenkungen ausgenommen ) Lebzeitigen Schenkungen Ihrer Frau an sie den Nachlass hinzuzurechnen.

Der Pflichtteil beträgt hierbei die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Da der Ehegatte gesetzlich 1/4 erbt und 1/4 Zugewinnausgleich hat, ergibt sich damit für die Kinder zusammen ein Pflichtteil in Höhe 1/4 des Nachlasses ( Vermögens des Erblassers).

Gibt es kein Testament, erben die Kinder zur Hälfte. Hier kann ein Pflichtteilanspruch enstehen, wenn das geerbte den Pflichtteil rechnerisch unterschreitet. Das geerbte ist dann aber anzurechen.

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