Frage von Happiness88, 32

Meine Frage bezieht sich auf den 3. Paragraphen Was meint der Autor genau, wenn er sagt, dass das Bildsehen als ein 2-stöckiger Prozess vorzustellen ist?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von berkersheim, 8

Jetzt mal ehrlich, wenn der Autor vor Schülern und Studenten so daherredet, braucht er erst gar keine Bilder mehr zu zeigen. Bei der Sprache kann man eigentlich nur noch raten, was gemeint sein kann. Ausdruck einer guten Philosophie ist eine einfache und klar verständliche Sprache. Der muss das falsch rum gelesen haben. Bevor er mit Bildern mehr Verstehen philosophischer Probleme bekommen will, sollte er vorher erst mal seine angeberische Ausdrucksweise überprüfen.

Kommentar von Happiness88 ,

İch gebe İhnen vollkommen recht!

Antwort
von Hamburger02, 9

Ich würde das so interpretieren:

Das Auge fasst ein vielfaches an Informationen von dem auf, was das Gehirn tatsächlich verarbeiten kann. Daher findet vor der Interpretation des Gesehenen eine Filterung statt, die nur wichtige Informationen durchlässt.

Ist ein Bild unvollständig, kann das Gehirn die fehlenden Informationen leicht ergänzen, indem es z.B, auf Erfahrungen zurückgreift. Die Ergänzung ist allerdings auch stark von der Erwartungshaltung abhängig. Wegen dieser Eigenart sehen wir auch Gesichter in Wolken.

Wir haben also 2 Quellen, aus denen im Gehirn ein Bild erzeugt wird:

Die erste Stufe (1. Stock) ist das Aufnehmen und Filtern der Bildinformation. Der Filter arbeitet aber nicht objektiv sondern entsprechend von kultureller Hintergrund, individuelle Vorerfahrung und Erwartungshaltung. 

Die zweite Stufe (2. Stock) ist die Ergänzung und Interpretation des Gesehenen. Auch hier spielen kultureller Hintergrund, individuelle Vorerfahrung und Erwartungshaltung eine entscheidende Rolle, was ergänzt wird und was man am Ende glaubt zu sehen.

Kommentar von Happiness88 ,

Herzlichen Dank !

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