Frage von Lobo12, 40

Meine Ex Frau hat Ansprüche auf Unterhalt trift das auch auf mein Vermögen zu?

Hallo Leute, wer kennt die Antwort auf meine Frage. Ich habe ein gutes monatliches Einkommen und meine Ex Frau lebt nur von 760,-Euro Rente. Da ich hier für zwei minderjährige Kinder Unterhaltspflichtig bin reichte mein Einkommen nicht aus, um noch Unterhalt für meine Ex zu zahlen. Dass sie einen Unterhaltsanspruch gegen mich hat ist Fakt. Vorausgesetzt die Kinder verdienen nicht so viel, dass sie die Ansprüche der Mutter bedienen können ist meine Frage. Wird hier nur mein monatliches Einkommen zur Berechnung zu Grunde gelegt, oder muss ich auch meine Spareinlage, die ich nach der Scheidung aufgebaut für den Unterhalt meiner Ex mit auf wenden. Ich danke Eusch für die Antworten Gruß lobo12

Antwort
von DFgen, 40

Nur, wenn der Ex-Frau im Rahmen des Scheidungsverfahrens "nachehelicher Unterhalt" zugesprochen wurde.......

Dass sie einen Unterhaltsanspruch gegen mich hat ist Fakt. 

hat sie Anspruch darauf, sonst nicht. Ansonsten hätte sie lediglich im Trennungsjahr (bis zur Scheidung) Anspruch auf "Trennungsunterhalt" an dich.

Die Höhe des Unterhaltes errechnet sich ausschließlich anhand eurer monatlichen "unterhaltsrelevanten" Einkommen (Verdienst, Rente...) - Ersparnisse, Vermögen... werden nicht angerechnet.

Hast du noch minderjährige (oder "privilegierte" volljährige) leibliche Kinder (egal, aus welcher Beziehung), so hat deren Unterhalt erstmal Vorrang vor den möglichen Ansprüchen der Frau. Dann bräuchtest du ihr nur noch Unterhalt zahlen, wenn dir von deinem Einkommen nach Abzug der Unterhalte für die Kindern noch mehr als 1200 Euro (Selbstbehalt gegenüber der Frau) verbleiben.

Vorausgesetzt die Kinder verdienen nicht so viel, dass sie die Ansprüche der Mutter bedienen können

Die minderjährigen Kinder sind nicht unterhaltspflichtig für ihre Mutter. Der Unterhalt, den diese Kinder bekommen. ist ausschließlich für ihren Lebensunterhalt zu verwenden, nicht für den der Mutter. 

Sollten diese Kinder bereits ein eigenes Einkommen haben (z.B. Ausbildungsentgeld), müssen sie dieses für ihren eigenen Lebensunterhalt einsetzen, nicht für die Mutter. Durch dieses Einkommen würde sich allerdings ihr Unterhaltsanspruch an den Vater reduzieren, er müsste weniger Unterhalt an das jeweilige Kind zahlen.

Antwort
von Neuundgierig, 27

Auf ein Vermögen, dass nach dem Stichtag aufgebaut wurde, dürfte die Unterhaltsverpflichtung nicht zutreffen.

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