Frage von ThePr013, 214

Meine Eltern schreiben mir vor, was ich in der Zukunft machen soll. Was kann ich tun?

Hey,

Ich bin 16 und gehe in die 10. Klasse. Nach der 10. Klasse möchte ich den beruf elektroniker für Automatisierungstechnik ergreifen. Jedoch steht etwas zwischen mir und meinem berufswunsch im weg und zwar meine eltern. Sie wollen unbedingt, dass ich auf's gymnasium gehe was nicht nachvollziehbar ist, weil ich während des berufes trotzdem noch in die Berufsschule kann. Ich kann mir das einmaligen Angebot der firma nicht entgehen lassen, aber da ich nicht 18 bin, muss meine mum unterschreiben. Die leute der firma sagen, dass sie mich noch vor februar zu 100 Prozent nehmen würden, weil ich gute arbeit während meines praktikums zeigte. Wenn ich versuche es meiner mutter zu verdeutlichen, dass das der besser weg meines leben ist, widerspricht sie mir jedes mal und ist jedes mal anderer Meinung. Nun steht das Bewerbungsgespräch um den Arbeitsvertrag an und ich denke, dass sie den vertrag nicht unterschreiben wird.

Wie kann ich eine ablehnung des arbeitsvertrages aus der Perspektive meiner mutter verhindern?

Ich bitte um eure hilfe. Danke.

Antwort
von kiniro, 115

Vielleicht beruhigt es deine Eltern, insbesondere deine Mutter, wenn du ihr sagst, dass du das Abitur auch mit einem Fernkurs oder einer Abendschule machen kannst.

Erkläre ihr, dass es dein Leben ist und ein (höherer) Schulabschluss immer noch nachgeholt werden kann.
Dafür gibt es keine Altersgrenze.
Aber die Chance, die dir die Firma jetzt gegeben hat, wird sie - besonders bei der heutige Arbeitsmarktlage - nicht so schnell wiederholen.

Und lasse sie wissen, dass der Besuch eines Gymnasium nicht zwingend für "kommt danach sofort wo unter" oder "wird bestimmt studieren" sorgt.

Wenn sie so versessen aufs Abi ist, kann sie es doch selbst machen.
Falls sie es nicht haben sollte.

Antwort
von TimeosciIlator, 86

Interessanterweise verlief es bei mir genau umgekehrt: Nach Klasse 10 wollte ich weiter zur Schule gehen und hatte bereits den Eignungstest der Praktikumsstelle zur Fachoberschule FOS 11 bestanden, aber leider dann nicht das Klassenziel der 10 erreicht. So habe ich notgedrungen eine Lehre als Radio- und Fernsehtechniker begonnen. 3,5 Jahre Lehrzeit waren ganz und gar kein Zuckerschlecken, da ich täglich 12 Stunden aufgrund der langen Zugfahrt von zuhause weg war.

Ok, ich ging in diesem Beruf auf, da er mich sehr interessierte - aber ständig fragte ich mich, was gewesen wäre, wenn ich weiter zur Schule hätte gehen können. Ich meine vor allem, dass man in jungen Jahren besser lernen kann. So betrachtet würde ich eher zur Schule tendieren, wenn ich das ganze Spiel noch mal erleben dürfte.

Dass Deine Eltern ausgerechnet sich in diesem Punkt so sehr durchsetzen wollen, gefällt mir ganz und gar nicht. Die Fronten sind nun höchstwahrscheinlich beiderseits verhärtet, was einfach nur schade ist ! Denn eigentlich sollten Deine Eltern und Du zusammenarbeitend eine Lösung für Dich finden. Und diese Lösung sollte selbstverständlich vor allem Dir gefallen !

Du hast hier ja schon einige Tipps erhalten, wie Du Dein Recht mithilfe Dritter durchsetzen könntest. Versuch aber vielleicht vorher nochmal mit Diplomatie an Deine Eltern heranzutreten. Benutze dazu die --> Ich-Sprache. Sie besitzt den Vorteil, dass sie keine Abwehrmechanismen beim Gegenüber aufbauen kann. Und versuche sachlich und respektvoll zu sein.

Es wäre schön, wenn Du Dich mit Deinen Eltern noch arrangieren könntest. Sie wollen ja grundsätzlich sicherlich nur Dein Bestes. Nur müssen sie Dir auch genügend Freiheit einräumen. Viel Erfolg ! :)

Antwort
von lupoklick, 57

Nach dem "erzwungenen" Abi kommt wahrscheinlich ein "erzwungenes" Studium. Wenn Du dieses nach etlichen Semestern abbrichst

fehlt diese Zeit in einer späteren Rente...

. Schlimmstenfalls mußt Du Deiner greisen Mum dann auf der Tasche liegen. .... WILL sie das ???

Berufsausbildung aber kann durchaus Grundlage für Abi und betrieblich gesponsortes Studium sen

Antwort
von Goodnight, 9

Mit dem Jugendamt oder einem Anwalt, deine Eltern dürfen dich nicht zwingen einen Beruf nach ihren Wünschen zu ergreifen.

Antwort
von LustgurkeV2, 111

Vielleicht  könnte dein zukünftiger Ausbilder/Chef deine Mutter in einem Gespräch überzeugen/umstimmen...


Antwort
von sojosa, 97

Wie meinst du das, vor Februar? Da hast du doch sicher die Abschlussprüfungen noch gar nicht fertig.

Kommentar von ThePr013 ,

richtig. aber sie sind trotzdem von mir überzeugt.

Kommentar von sojosa ,

Du hast aber schon vor den Abschluss zu machen? Ansonsten würde ich deine Eltern verstehn. Wenn du aber ganz normal deinen Abschluss machst ist es nicht nachvollziehbar was sie von dir verlangen. Notfalls red mit deinem Vertrauenslehrer und frag den ob er nicht mal mit deinen Eltern reden kann.

Kommentar von hummpelbein ,

Ich nehme mal an, mit Februar ist gemeint, dass er den Vertrag bis Februar unterzeichnet haben sollte, da sie sonst die Lehrstelle anderweitig besetzen würden, weil die Firma natürlich an einem Lehrling interessiert ist. Ich habe meinen Lehrvertrag im November 2013 unterschrieben und bin erst im August 2014 ins 1. Lehrjahr gekommen :D Das ist normal... Man ist spät dran, wenn man erst im Mai etwas hat.... 

Ich meine die Firma sieht ja anhand der Semesterzeugnisse wie der Schüler in der Schule ist und im Praktikum wie der Schüler arbeitet. Und in die Berufsschule geht man sowieso noch. Man kann dann trotzdem studieren, nach der Ausbildung und kann danach sogar noch mehr Geld verdienen xD Und man ist immer auf der sicheren Seite, weil man sowohl Praxiserfahrung gesammelt hat und ein sehr gutes theoretisches Wissen hat... 

Kommentar von sojosa ,

Danke, das hab ich so nicht gewusst. Nur was macht man mit solchen Eltern.

Antwort
von undNichtAnders, 73

Suche einen Vermittler, der das Gespräch zwischen deinen Eltern und dir begleiten könnte. Je nachdem wieviel Zeit du noch hast, kannst du zum Beispiel eine Termin bei der Berufsberartung oder der Familienberatung ausmachen. Vielleicht gibt es aber auch jemand aus eurer Familie, einen Freund, die Eltern von einem Kumpel, die euch helfen könnten. Das ist eine wichtige Entscheidung, die von dir/von euch getroffen werden will, kein Wunder, dass es bei unterschiedlichen Meinungen zum Konflikt gekommen ist. Aber das lässt sich bestimmt lösen. Ein ruhiges Gespräch wirkt Wunder.

Viel Erfolg bei deiner Berufswahl!

Antwort
von DahleRieger, 54

Wende dich an das Jugendamt mit denen zusammen kannst du notfalls vor Gericht die Unterschrift erzwingen. 

Dein Weg Deine Zukunft 

Viel Erfolg

Antwort
von Shalidor, 75

Das ist echt asozial. Man hat seinem Kindnicht vorzuschreiben, welchen Berufsweg es zu gehen hat. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen von seinen Zielen. Die können einem nicht vorgeschrieben werden. Mach auf jeden Fall das, was du dir wünscht! Und da hat sich deine Mutter in keinster Weise einzumischen. Du bist 16 und wahrlich alt genug selber zu wissen, was du tust.

Und mal abgesehen ist es doch vollkommen bescheuert, noch auf das Gymnasium zu wechseln. Vor allem mit deinem Berufswunsch bringt dir das Null Komma nichts. Das muss deiner Mutter klar werden. Du hast dein eigenes Leben! Du bist nicht mehr ihr kleines Bübchen.

Und wie du sie vielleicht zur Vernunft bringen kannst? Zeig ihr doch einfach die Antworten hier, die du bekommst. Es wird keiner schreiben, dass deine Mutter recht hat. Und das soll schon was heißen.

Kommentar von ThePr013 ,

das ist wohl war, aber der arbeitsvertrag ist das problem, weil ich nicht 18 bin.

Kommentar von Shalidor ,

Mutter das hier zeigen, damit zur Vernunft bringen, mit ihr den Arbeitsvertrag unterschreiben. Ganz einfach.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten