Frage von DunkelElfe3344, 223

Meine Eltern planen meine Zukunft, was ich beruflich machen soll, wo ich meine Ausbildung machen soll, mit wem ich zusammen sein soll ohne mich zu fragen!?

Hi,

ich bin gerade echt verzweifelt und sitze hier heulend vor´m PC. Es sind wuttränen, ich hasse meine Eltern so!

Sie planen alles für mich, ohne mich zu fragen! Sie wissen jetzt schon ganz genau welchen Beruf ich machen werde und wo ich am besten die Ausbildung oder evtl. das Studium mache. Sie sind sich auch total sicher das ich auf ein weiter führendes Gymnasium muss, und sie wissen auch schon genau wie ihr Schwiegersohn aussehen soll. Wenn ich mit nem anderen ankomme, wir der nicht akzeptiert. Punkt.

Dabei sind wir keine Muslime! Bei Muslimen sind arrangierte Ehen ja nicht mal so selten (glaube ich, verbessert mich wenn ich falsch liege.) Und das Frauen weniger rechte haben ist auch bekannt ( laut meinen Eltern.) Wir sind ne normale, 4-köpfige Durchschnitts deutsche Familie, katholisch, mit normalem Leben.

Zu mir, ich bin w/15, gehe in die 9.Klasse einer Realschule, meine Noten sind (abgesehen von Mathe ) echt gut. Mein plan war es, nach der Schule eine Ausbildung in der Fachrichtung Pferdehaltung-und Service mache, da ich seit einigen Jahren reite und ich gerne mit diesen tollen Tieren arbeiten würde. Falls der Beruf doch nicht´s wäre, hätte ich noch an Tierarzthelferin, eben irgendwas mit Tieren. Falls ich leider nichts mit Tieren machen könnte, fände ich Journalistin oder Jugendpsychologin sehr interessant, ich habe ne zeit lang auch mal an Immobilienmakler gedacht.

So, das waren meine Pläne. Meine Eltern wollen das ich was "richtiges mache", und zwar sowas tolles wie Chemielaborant, Biologin oder irgendwas, wo man im Labor arbeitet. Sie wissen schon genau wo ich das Studium/Ausbildung machen könnte, und auf welche weiterführende Schule ich gehen könnte. Außerdem soll ich einen Mann heiraten, der genau ihren Vorstellung entspricht, d.h auf keinen Fall jmd. mit schlecht Bezahlten Beruf oder gar jmd. der mit Tieren arbeitet, weil " das sind keine richtigen Berufe".

Es ist ihnen total egal was ich machen will, mit Tieren ist alles sch.. , Immobilienmakler lohnt sich nicht, Journalismus passt nicht zu mir und Psychologie studiert doch keiner, damit wird man nicht glücklich mit den Problemen anderer. Außerdem soll ich schauen das ich hier in der nähe bleibe und ja nicht - wie ich es will- nach Bayern oder gar nach Niedersachsen ziehen.

Mit diesen Sachen schlage ich mich rum seit ich 13 bin. In dem alter haben sie mir zu ersten mal gesagt was ich beruflich tuen muss. Ich sage immer wieder das ich sowas nicht weil, nein nein, mit Tier-Berufen wird man nicht reich & glücklich. Sowas regt mich einfach total auf! Was soll ich den machen? Schließlich werden sie mir ja mal das Studium oder was auch immer ich mache, bezahlen, und irgendwie können sie dann ja darüber bestimmen: Journalismus- ne zahlen wir Biologie Studium- klar zahlen wir.

Es ist doch mein Leben, meine Zukunft! Die können mir doch nicht vorschreiben was ich mein Leben lang tuen werde!!! Und mit wem ich zusammen Lebe!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Turbomann, 52

@ DunkelElfe3344

Das tut mir sehr leid für dich. Dass sich Eltern Gedanken machen, dass ihr Kind einen ordentlichen Beruf erlernt um mal auf eigenen Beinen stehen kann, ist normal.

Aber das was deine Eltern machen, finde ich geht weit über das Ziel hinaus.

Eltern sollten auch die Begabung, das Talent ihrer Kinder berücksichtigen und sie nicht irgendwo reinzwängen, wo sie evtl. nicht glücklich sind und es vielleicht nie werden. Im Gegenteil, sie sollten das Kind unterstützen, so viele Kinder stehen heute ohne Motivation da, was man auch an vielen Fragen hier erkennen kann.

Nicht jeder will studieren und auch hier hat man keine Garantie, dass man dann auch die geeignete Arbeitsstelle bekommt.

Geldverdienen ist sinnvoll und auch nötig, aber nur wenn Geld an erster Stelle steht, macht das auch nicht glücklich.

Auch dass sie nur einen Freund oder Schwiegersohn akzeptieren, der nur ihnen gefällt, ist nicht ok. Sicher können Eltern auf gewisse Dinge hinweisen und dich aufmerksam machen, wenn an dem Freund was nicht ok ist.

Aber ab einem gewissen Alter musst du deine eigenen Erfahrungen machen und wenn es schief geht, dann musst du dafür die Konsequenzen übernehmen.

DU musst mit dem Mann dann leben und nicht deine Eltern. Ja es ist dann dein Leben und ich glaube deine Eltern täuschen sich, denn für deine Ausbildung - wenn du was anderes lernen willst, als sie wollen - kommen sie nicht herum, dich trotzdem zu unterstützen.

Keine Ahnung warum deine Eltern so reagieren, vielleicht wegen der Leute, was die denken?

Hast du keine Großeltern oder gute Freunde, die dich da etwas unterstützten können?. Notfalls ein Lehrer, der sich mal mit deinen Eltern unterhalten könnte, der kennt dich sicher gut und kann deine Fähigkeiten einschätzen.

Ich möchte dir trotzdem - wenn du das erlaubst - einen Rat mitgeben, was das wegziehen betrifft. Bleibe trotzdem so lange zuhause wohnen, bis du mit deiner Ausbildung fertig bist und so viel Geld angespart hast, dann ist du Volljährig und kannst tun und lassen, was du willst.

Wenn du ganz genau willst, was dein Berufswunsch ist, dann solltest du darum kämpfen, denn auch wenn es Eltern aus ihrer Sicht gut meinen, dann sollten sie auch auf deine Wünsche eingehen.

Ich drücke dir die Daumen, dass du deine Eltern - notfalls mit Hilfe von aussen - mit vernüftigen Argumenten ihren engstirnigen Ansichten zu etwas mehr Offenheit zu deinen Wünschen bewegen kannst.

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Vielen dank für die antwort.

Ich habe darüber schon einige mal mit meiner BFF geredet. Aber wirklich helfen kann sie auch nicht. Großeltern habe ich keine und auch nie gekannt, Verwandte wohnen auch nich in der nähe.

Kommentar von Turbomann ,

Dankeschön für den Stern

Antwort
von rotreginak02, 51

Hallo,



Es ist doch mein Leben, meine Zukunft! Die können mir doch nicht vorschreiben was ich mein Leben lang tuen werde!!!

Ganz genau, dein Leben, deine Zukunft!!! Und frei entscheiden darfst du erst, wenn du 18 bist.

Wenn du also gut in der Realschule bist, so bietet sich doch tatsächlich das Gymnasium und das Abitur an.
Denn danach bist du dann 18 und kein Papa und keine Mama muss mehr mit dir zusammen einen Ausbildungsvertrag unterschreiben. Vorher müssen sie das nämlich schon, da wärst du also nicht so frei in deiner Entscheidung.

Was ein mögliches Studium betrifft: deine Eltern müssen dich in jedem Fall bei deiner ersten Ausbildung (auch Studium) finanziell unterstützen, ob sie wollen oder nicht.
Dabei können sie nicht selber wählen, für welches Studium sie bezahlen und für welches nicht, da sind deine Ängste also schon einmal komplett unbegründet. Du bewirbst dich ab 18 an den Unis nach deiner freien Wahl, nicht die Eltern.
Und sollten sie bei 4 Kindern nicht in der Lage sein, jedem ein Studium zu finanzieren, so hast du Anspruch auf BaFöG und bist dann gänzlich unabhängig von ihnen.

Ich gehe auch davon aus, dass sich deine beruflichen Vorstellungen in den nächsten Jahren noch erheblich ändern können, denn das ist erfahrungsgemäß bei den meisten Jugendlichen so, auch und besonders wenn sie sich dann gezielt über die verschiedenen Berufe informieren und gezielt Bewerbungen schreiben.
 Auch da kommt manchmal ein "Realitätsschock", wenn es trotz der erfüllten Voraussetzungen (z.B. Mittlere Reife)  dann doch nicht sofort klappt, da man nicht der einzige Bewerber für den gewünschten Ausbildungsplatz ist....und oft Abiturienten bevorzugt werden.

Also warte doch erst einmal ab...hast ja noch Zeit... 

Was mich allerdings an dem Konflikt mit deinen Eltern viel mehr schockt, ist, dass ihr solche Diskussionen bereits seit deinem 13. Lebensjahr führt.... das deutet auf wenig Gelassenheit hin und wirkt auf mich sehr angstbesetzt, was generell das Thema "berufliche Zukunft" betrifft. Solche Eltern kann ich nicht verstehen...denn sie sollten zum gegebenen Zeitpunkt (und nicht mit 13) mit dem Kind über berufliche Perspektiven nachdenken, die realistisch sind und dann das Kind unterstützen.

Auch dass sie dir zu einem "Biologiestudium" raten mit der Aussicht auf eine gut bezahlte berufliche Karriere, ist in der heutigen Zeit absolut realitätsfern. Das ist ein sehr lernintensives Studium, bei dem schon seit einigen Jahren die meisten Absolventen, selbst mit einem super guten Abschluss keine adäquate und langfristige Stelle finden, und sich stattdessen von einem Praktikum zum nächsten hangeln....bis sie sich schließlich umschulen lassen. Darauf könntest du deine Eltern bei Gelegenheit auch mal hinweisen ;-)

Also, ich wünsche dir mal etwas weniger Stress zuhause, damit du in Ruhe zur Schule gehen kannst und später deinen eigenen Weg findest, irgendwo zwischen Realität und "Berufung".

Antwort
von superkeks888, 61

Wow das ist wirklich krass...
Okay du musst was dagegen tun. Nicht nächstes Jahr sondern sobald es geht. Du musst dich jemanden anvertrauen denn alleine schaffst du es nicht. Und damit meine ich nicht eine Freundin, sondern wirklich jemanden, der für dich Eintritt. Hast du einen Lehrer der sich für dich Einsetzten könnte?
Der nächste Rat wäre eine Psychologin aufzusuchen. Ich glaube du kannst das ohne deine Eltern beantragen. Informiere dich mal bei einer ambulanten. Die Psychologen setzt sich da wirklich für dich ein, da es dann auch viele Gespräche mit deinen Eltern geben wird. Und sie hilft dir weiter für die Zukunft, falls deine blöden Eltern (tschuldigung) sich nicht für dich verändern können.

Denk dran, es ist dein Leben! Du kannst alles tun was du willst. Du hast ja noch ein Jahr Zeit ehe du dich Entscheiden musst, was Du machen willst. Du hast auch locker die Möglichkeit eine Ausbildung zu machen und danach zu studieren... Ich empfehle dir (natürlich nur wenn du willst) nach der Realschule Abitur zu machen und danach was du willst. 1. Du häst deine Eltern weiter hin 2. Du kannst nach der Ausbildung sofort studieren.
Aber darum geht es ja nicht wirklich.. Es haben schon andere geschafft ohne finanzielle Unterstützung durchzukommen.
Nach dem Abitur oder während, solltest du sofort ausziehen. Schau mal ob du Unterstützung bekommst oder ob deine künftige Schule weiter weg ist, so dass es sich sogar lohnt (als Begründung) das du von Zuhause ausziehst. Du kannst Bafög beantragen (wenn das Gehalt deiner Eltern nicht zu hoch ist) oder beim Studium einen Nebenjob anfangen um über die runden zu kommen.

Sei mit der Person zusammen, mit der du zusammensein willst. Da hat dir wirklich keiner etwas vorzuschreiben. Vielleicht versteht diese Person es ja und akzeptiert, dass er nicht zu dir darf.

Eine Frage noch: Schreist du auch mal Zuhause rum aus verzweiflung oder weinst du im geheimen?

Ansonsten wünsche ich dir viel Erfolg für die Zukunft!!

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Eine Frage noch: Schreist du auch mal Zuhause rum aus verzweiflung oder weinst du im geheimen?

Ja , gelegentlich, vor allem wenn es um das Thema geht.

Vielen dank für diese ausführliche Antwort! Genau aus einem der gründe die du genant hast fände ich Psychologin so interessant. Man hilft anderen, und dann könne ich vielleicht auch Jugendlichen helfen, die in der gleichen Situation sind. 

Kommentar von superkeks888 ,

Ja und man verdient auch gut. Ich verstehe überhaupt nicht, warum das kein ordentlicher Job sein sollte. Klar muss man dafür gemacht sein, aber das muss man in jedem verdammten Job auf dieser Welt.

Da bin ich froh. Ich weiß nicht wie es mit dem Jugendamt steht... Oder ob du jemanden in deiner Familie (Tante, Oma....) hast. mit dem du auch reden kannst.

Antwort
von jerkfun, 73

Du hast genau zwei Möglichkeiten.Tue so ,als wäre Dir das alles Recht und Du tust alles was Deine Eltern möchten und sagen.Das könnte dann geschickt sein,wenn Du nach außen hin ein intaktes Familienleben haben möchtest.Mit 18 ziehst aus.Solange bekommst möglicherweise einige Dinge erlaubt,die Du sonst nicht,oder nur im Einzelfall erlaubt bekommst.

Die zweite Möglichkeit: Entweder noch einmal klarmachen,was es heute für Gesetze und Richtlinien im Zusammenleben gibt,und welche Rechte Du hast.Hier kannst Dich besonders auf die Selbstbestimmung ab 14 Jahren ,Gesundheit,Religion,Sexualität und Partnerwahl beziehen.Wenn Du schon alles versucht hast,könntest Du Dir auch direkt einen Termin bei Deinem zuständigen Jugendamt machen.

Noch einmal gut überlegen.Wenn niemand aus der Bekanntschaft Deiner Eltern vermitteln kann,auch keine Großeltern,dann warte nicht zu lange und entscheide Dich grundlegend.Du musst natürlich wissen,das es zu einem Bruch ,ganz oder auf Zeit, mit Deinen Eltern führen könnte.Im Zweifel musst Du die Kompromisslinie des Jugendamtes mittragen.Da wird es Dinge geben,die Dir dann auch nicht gefallen. Liebe Grüße,viel Erfolg bei einer nicht leichten Entscheidung.


Antwort
von MisterX85, 43

Hi,

das mit deiner Situation Tut mir leid. Ich persönlich bin der Meinung das man beruflich eine Tätigkeit machen sollte mit der man sich identifizieren kann.

Wenn Du beruflich in die Richtung Tierpflege tendierst, solltest Du aber wissen, dass es dort nicht sehr viele freie Stellen gibt und die Verfügbaren hart umkämpft sind.

Es wäre deshalb nicht schlecht, wenn Du erstmal die Möglichkeit eines weiterführenden Gymnasiums akzeptierst. Wenn das vorbei ist, bist Du volljährig. Deine Eltern können dich dann nicht mehr davon abhalten eine Ausbildung in diesem Bereich zu absolvieren. Zudem verbesserst Du deine Chancen auf die gewünschte dadurch Stelle erheblich.

Antwort
von wilees, 61

Welchen Beruf Du einmal erlernen wirst, mußt letztendlich Du entscheiden. Sollten Deine Eltern hier ihre "elterliche Macht" ausspielen wollen, bleibt Dir vielleicht nur die Möglichkeit Dich ans Jugendamt zu wenden, wenn Du eine Ausbildung nach Beendigung der Realschule anstrebst.

Oder Du gehst den schulischen Weg weiter - d.h. besuchst die gymnasiale Oberstufe und entscheidest als dann Volljährige selbst.

Antwort
von biybiy, 50

Also, zum ersten solltest du nicht sagen dass du deine Eltern hasst, weil die einfach nur dein bestes wollen! Außerdem ist es im Islam normalerweiße auch nich erlaubt das mit Zwangsheirat, es hat NULL mit dem Islam zu tun, aber das stimmt schon das FRÜHER viele Türken Zwangsverheiratet wurden aber das lag auch daran weil die Eltern entweder kein Geld hatten oder einfach nur das "beste" wollten , natürlich rechtfertigt das die Eltern nicht , aber wollte es nur mal so nebenbei gesagt haben :)

Zu dem anderen: egal wie viel bestes deine Eltern für dich wollen ist das nicht oke, rede mit ihnen und entscheidet euch vllt für einen Beruf was beide Seiten toll finden, was dir Spaß macht & deine Eltern wohl. Nachdem du 18 bist haben sie eh keinen Sagen mehr über dich, da kannst du machen was du willst, mit wem du willst. Pferdepflegerin werden deine Eltern höchstwahrscheinlich nicht erlauben, nach deinen Aussagen, aberichtet statt Tierärztin könntest du ja normale Ärztin werden, oder halt auch was in dem Bereich und dich mit Tiere als Nebenjob in deiner Freizeit beschäftigen. 

Noch will ich sagen dass das Wort "Hass" echt nicht korrekt war, wie auch schon gesagt wollen die dein bestes & es gibt soo viele Weisenkinder die auch für sowas deren Leben geben würden.. 

Naja hoffe konnte dir mehr oder weniger helfen

,LG BY.

Antwort
von Empylice, 24

Allein deine Ausdrucksweise sagt mir, dass du für die Berufe, die du gern lernen würdest und oben aufgezählt hast, auf jeden fall geeignet bist. Das mit dem Beruf ist wahrscheinlich so gesagt worden, weil deine Eltern das Beste für dich wollen, was ihnen aber dennoch nicht das Recht gibt, dir deine Zukunft zu planen.

Am schlimmsten finde ich, dass sie deinen Ehepartner oder allgemein Lebenspartner vorschreiben wollen. Das geht ja mal gar nicht.

Naja, für ein Psychologiestudium bräuchtest du leider trotzdem Abitur. Und ja: Als Psychologin brauchst du sehr starke Nerven, was nicht heißt, dass du die nicht hast.

Hast du deine Eltern mal gefragt, warum deine Traumberufe keine "richtigen" Berufe sind/sein sollen? Ohne triftigen Grund sollte keiner so eine Aussage treffen.

Übrigens hab ich dann auch keinen "richtigen" Beruf, ich bin Schriftstellerin. *grins 

Antwort
von tryanswer, 67

So sind Eltern nun einmal. Das werden sie auch noch tun, wenn du in Rente gehst (sollten sie dann noch leben). Deine Aufgabe ist es, deinen eigenen Weg zu finden und ihn notfalls auch gegen den Willen deiner Eltern durchzusetzen. Aber mach dir mal keine Sorgen, es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Antwort
von Tomysailor, 12

Ich habe mich leider auch zu sehr von meiner Mutter beeinflussen lassen mit dem Ergebnis das ich erst mit Ende Zwanzig eine für mich passende Zweitausbildung begonnen und mit 32 J. beendet habe. Die Jahre davor sehe ich beruflich als verlorene Zeit an. irgendwann ist man nicht mehr in den Fängen seiner Eltern und macht dann doch was man will. Nur sollte bis dahin nicht so viel Zeit wie bei mir verstreichen.  Versuch das Deinen Eltern klar zu machen und das Du sonst nicht glücklich wirst und nicht erfolgreich im Beruf werden kannst.

Antwort
von BlueFoxy, 61

Hat nichts mit Religion Herkunft etc. zutun. Es sind die Menschen in deinem fall deine Eltern die das Problem hier darstellen... Du musst dich zu wehr setzen rede mit ihnen klartext un wenn das nicht hilft hole dir dann die hilfe sie dürfen gar nichts bestimmen.

Antwort
von Zumverzweifeln, 45

Nur Mut - es ist dein Leben und nur deine Pläne zählen.

Lass deine Eltern reden, nimm es dir nicht zu Herzen!

Wenn es soweit ist, dann sag und tu das, was  willst.

Hast du einen Verbündeten? Oma oder Opa?

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Ne, keine Großeltern mehr. Verwante wohne entweder in Bayern oder Niedersachsen.

Antwort
von amdros, 39

Frag sie doch.. ob sie jemals an dein Wohlbefinden gedacht haben?

Jedes Elternteil ist darauf bedacht, das Wohlergehen ihres Kindes im Auge zu haben..solche Eltern wie deine, sollten sich darüber im klaren sein.

Das, was du möchtest sollten sie in Einklang bringen mit dem, was sich mit ihren Vorstellungen deckt..decken könnte, aber nicht diktatorisch dir ihren Willen aufzwingen.

Setz dich zur Wehr und mach es ihnen deutlich genug, vllt. finden sie doch den Weg zur Umkehr??

Ich drück dir die Daumen..

Expertenantwort
von latricolore, Community-Experte für Italien, Italienisch, Deutsch, Sprache & Schule, 18

Versuche alles, um weiterem Stress möglichst aus dem Weg zu gehen, damit dies

meine Noten sind (abgesehen von Mathe ) echt gut.

so bleibt!

Das könnte auf deiner Seite so aussehen, dass du alle deine möglichen Berufswünsche im Blick behältst = du machst deinen guten RS-Abschluss, sodass du dann auch das Abi in Angriff nehmen könntest. Denn für Psychologie brauchst du es ja eh.

Gleichzeitig informierst du dich aber auch, welche "Pferde-Ausbildung" (sorry, weiß nicht, wie die heißen) du genau machen willst, wo das geht, wann du dich wo anmelden musst, ob das ohne Einwilligung deiner Eltern geht, usw.
So bist du für alles gewappnet und hast vor allem genügend Wissen, mit dem du dann argumentieren kannst.

Die anderen Dinge - dein perfekter Ehemann, dein späterer Wohnort - die sind noch lange kein Thema, daher: zum einen Ohr rein, zum anderen raus.
Mit dieser Haltung fährst du sicherlich besser.

Alles Gute! :-)

Antwort
von Wurzelstock, 28

Eltern können nicht nur mitreden, sondern tun es auch immer! Im Grunde ist dagegen nichts einzuwenden. Entscheidend ist, wie sie mitreden. Tun sie es im Sinne einer Beratung und durch eine sanfte Motivation, ist das in Ordnung. Verlangen sie es kategorisch, oder verbieten sie einen Beruf oder ein Lebensziel, sehe ich das kritisch.

Was Du beschreibst, ist relativ harmlos. Übel wird es erst, wenn es eine Lobby außerhalb deiner Familie gibt, die dein Leben von kleinauf über deinen Kopf hinweg verplant, und die Eltern dazu instrumentalisiert. 

Manchmal gibt es sogar mehrere Lobbys mit entgegengesetzten Konzepten. Das führt oft zu einer gescheiterten Existenz. Die Schuld daran wird dem Betroffenen zugewiesen. Der hat selbstverständlich einen Anteil daran. Er kann es aber auch bei klugem Verhalten selten vermeiden; und für den Anteil seiner elterlichen und sonstigen Sponsoren gibt es keinen Verantwortlichen mehr.

Kommentar von Wurzelstock ,

PS.: Ich möchte noch anmerken, dass niemand je in seinem Leben machen kann, was er will. Jedermann ist in ein soziales Umfeld eingebunden, und bleibt es.

Das schränkt ganz entschieden die Umsetzung seiner Pläne ein. Vor allem verlangt das Umfeld die nützliche Einfügung. Das setzt individuell immer Grenzen.

Es versteht sich, dass ein Jugendlicher gegen diese Tatsache rebelliert. Auch Erwachsene rebellieren bisweilen. Der Begriff des "Aussteigers" ist ja geläufig. Nicht jeder Aussteiger verbessert sich. Verschlechtert er sich, nennt man solche Aussteiger "Penner".

Lass dich bei allem Durchsetzungswillen nicht vom scheinbar grenzenlosen Recht auf Selbstverwirklichung bluffen. Es gibt auch ein Recht zum Scheitern.

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Ich weiß nicht ob ich dich falsch verstehe, aber für mich hört es sich an als ob du es okay findest des meine Eltern mir meine Zukunft verplanen wollen

Kommentar von Wurzelstock ,

ich finde es nicht OK. Schon gar nicht, wie sie es anscheinend machen, und dass sie das schon in diesem Alter machen, was ja auch Rotregina kritisiert.

Es ist aber die Regel, dass Eltern es machen. Tun sie es nicht, werden sich andere an ihre Stelle setzen. Es ist ohnehin eine Frage, welche Ratgeber deine Eltern haben. Die setzen sich nämlich ebenfalls über Kinder und Jugendliche hinweg. Manchmal geht es schon kurz nach der Geburt los.

Doch es gibt noch einen weiteren wichtigen Aspekt: Als Fünfzehnjährige wirst Du von deinen Eltern noch garnicht als eigenständige Persönlichkeit ernst genommen. In zwei Jahren kannst Du besser argumentieren. Verfolge deine Pläne zunächst mit etwas Gelassenheit. Ich denke, das letzte Wort ist da noch lange nicht gesprochen ;-)

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Ach so, okay vielen dank :)

Antwort
von stubenkuecken, 44

Deine Ziele erreichst Du auch ohne Hilfe der Eltern. Werde erstmal 18.

Antwort
von AceTheMaskedMan, 71

Du hast mit 15 kaum Lebenserfahrung. Du weißt noch garnicht was gut für dich ist. Deine Eltern wollen nur, dass es dir gut geht. Sie wollen, dass du Karriere machst und erfolgreich wirst. Da ist doch nichts schlimmes dabei. Stell dir vor sie würden sagen:"Nach der Schule musst du sofort einen Job suchen wir wollen dich nicht mehr weiter finanzieren. Was du machst ist uns egal. Hauptsache du sitzt uns nicht mehr auf dem Geldbeutel." Also sei froh gute Perspektiven zu haben. Vor 50 Jahren war es noch unvorstellbar, dass Frauen auf eine weiterführende Schule gehen und Karriere machen. Irgendwas mit Tieren machen hört sich nicht realistisch an. Da wirst du wohl bei weitem nicht so gut verdienen wie bei den Jobs deine Eltern vorschlagen. Ich schüttel heute noch den Kopf wenn ich daran denke was ich für Berufe als 14 Jähriger machen wollte. Einen Monat wars mal Feuerwehrmann, den nächsten Monat wars ein Olympia Goldmedallien Ringer und im anderen Monat war es der eines Spieleentwicklers.

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Das denken verstehe ich ja. Wirklich. Aber es macht keinen sinn wenn ich etwas mache was ich nicht will.

Kommentar von AceTheMaskedMan ,

Bei meinen Bruder wars mal so. Seine Klassenlehrerin wollte, dass er Chemielaborant wird da er sehr gut in Chemie war und auch ein Fachwissen darüber hatte. Mein Vater erlaubte das nicht. Er überredete ihn eine Ausbildung auf der Baustelle zu machen. Wenn er fertig ist mit der Ausbildung ist konnte er dann entscheiden was er machen wird. Er wollte danach gar nicht mehr weg von der Baustelle. Er ist ihm heute dankbar deswegen.

Kommentar von wilees ,

Und was vor 50 Jahren so war , muß auch heute noch so sein. Na prima.

Kommentar von AceTheMaskedMan ,

Hast du den Text eigentlich gelesen? Es ging darum, dass Frauen früher garnicht Karriere machen durften. Es wurde von der Gesellschaft abgelehnt. Sie sollte deswegen froh sein, dass wir in einer anderen Zeit leben und sie die Möglichkeit hat Karriere zu machen. Außerdem kann nicht jede Familie ihre Kinder finanziell ausreichend unterstützen sodass sie studieren könnten.

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

So kann es natürlich auch kommen, aber das ist nicht die regel denke ich

Kommentar von AceTheMaskedMan ,

Außerdem. Wenn du Jugendpsychologin oder Journalistin werden willst musst du studieren. Es gibt dazu keine Ausbildung. Deine Möglichkeiten wären dann entweder nach der Realschule die Fachhochlschulreife zu machen welche 2 Jahre dauert oder du gehst auf das Gymnasium und machst dein Abitur. Anderst kannst du nicht studieren. (Fernstudium ist eine Ausnahme, da wird aber auch oft mindestens eine Fachhochschulreife verlangt)

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Das weiß ich, in dem Fall würde ich noch auf ein Gym. gehen

Kommentar von AceTheMaskedMan ,

Du hast aber nur noch ein Jahr um dich zu entscheiden. Wobei. Besser gesagt nur ein halbes Jahr, da die ganzen Bewerbungsfristen für Ausbildungen und Schulen meistens im ersten Jahresquartal enden.

Antwort
von Odenwald69, 36

dir fehlt noch einiges an lebenserfahrung aber die kommt mit der zeit..

will es dir nicht madig machen .. aber ich würde empfehlen mach mal ein praktikum in deinem wunschberuf, so viel mit "tierliebe" hat das dann nicht immer zu tun , sprich nicht jeder kann blut sehen und auch ist eine kräftige hand und starke nerven gefragt auch besonders wenn ein tier verletzt ist und z.b. alt und krank ist sprich eingeschläfert werden muss...  das sollte einem  klar sein ist nix für schwache nerven.. wenn du so jemand bist lass besser die finger weg.. da bringt es nix mit den menschen "kunden" zusammen zu heulen.

wenn du einen eiseren willen hast und starke nerven warum nicht ?

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Ich habe schon ein ... naja nenne wir es mal Praktikum.. bei einerm Tierarzt und bei einer Reitschuel gemacht. In der 8. Klase mussten wir  irgendwo hin und uns den Beruf anschauen, insgesammt 35h mussten wir da "arbeiten". Ich habe mit der Schule vereinbart, das ich ca 16h da mache und den rest da. Beide berufe haben wir zugesagt, auch wenn Tierarzt natürlich nicht sehr einfach ist...

Antwort
von hediderjedi, 61

Also bei solchen rassistischen Eltern wundert es mich nicht das du so behandelt wirst... Sag es deinem Lehre oder dem Jugendamt

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Wieso rassitisch?

Kommentar von hediderjedi ,

Wenn ich das mit arrangierten Ehen USW. lese...

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Stimmt doch. Meine Freundin ist Türkin und ihre Eltern sind fast wie meine, sie wird zB gezwungen Kopftuch zu tragen und sie darf auf keinen fall einen deutschen heiraten...

Kommentar von biybiy ,

Die Eltern haben das mit dem Kopftuch wahrscheinlich nur gezwungen, weil es im Islam Haram ist die Haare zu zeigen , also wollten sie hier auch nichts schlechtes, zwar auf einer schlechten Art aber sie wollten nix schlechtes. & das mit dem Deutschen : Es ist im Islam ebenfalls haram eine/n nicht Muslimischen zu heiraten, falls der junge also zum Islam wechseln würde glaube ich nicht das die Eltern noch was sagen würden 

Kommentar von hediderjedi ,

Ja ich kenn auch nen deutschen der sehr rechts ist.., und sind jetzt alle deutsche Nazis nur weil ich einen kenne?

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Sorry, aber ich dachte das ist halt bei Muslimen oft so der fall.

Kommentar von dulanggsicht ,

"Es gibt keinen Zwang im Glauben" (Sure 2, 256)

für deine freundin

Kommentar von latricolore ,

Mag sein - aber es gibt den Zwang der Familie und/oder der Gemeinde.

Kommentar von hediderjedi ,

Ist nicht schlimm,nur unterinformiert :D

Kommentar von hediderjedi ,

Ach ja und das vorhin war nur informativste gemeint, no offense :D

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Danke ihr beiden ;)

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