Jetzt stehe ich vor der Endscheidung selber pflegen oder in ein Altenheim geben. Die Endscheidung fällt mir nicht leicht.Wie würdet ihr handeln?

Wenn du alles selber machen willst, bist du in einem halben Jahr ausgebrannt. Versuch für die pflegerischen Tätigkeiten eine Sozialstation zu engagieren, dass sie noch zu HAuse bleiben können. Fülle du die Zeit mit deinen Eltern mit Qualität. So hab ihr alle mehr voneinander.

Wenn ich es nicht schaffen würde dann vielleicht mobile pflege und altersheim nur wenn es gar nicht mehr anders geht

beide Elternteile pflegen gilt schon als Selbstaufgabe - Du wirst absolut keine eigenes Leben mehr haben.
Eine grosse Aufgabe, die da auf Dich zukommt.
Nur Du allein kannst Dich dafür oder dagegen entscheiden !!!

Ich pflege meine Mutter seit 3 Jahren. Sie hat Pflegestufe 3 und noch Demenz dazu. Meinen noch rüstigen Vater unterstütze ich auch noch (waschen, kochen etc.). Hast Du Pflegestufen beantragt?
pezzi am 26. März 2009 20:22 Leider hast du nicht dazu geschrieben, wie es dir geht!!
Genau. Wahrscheinlich nicht so gut, oder?
Ich bin in Frührente und gesundheitlich sehr angeschlagen.P.s Danke für eure tollen Antworten
attaatta am 26. März 2009 20:33 Meine Frau hat MS und meine Eltern sind Beide Pflegefälle. wir wohnen alle zusammen in einem Haus und mit einer Pflegerin zusammen mache ich das schon seit 8 Jahren neben meinem Job ,den ich von zu Haus aus erledige ( 2 Kinder 17und 15 sind auch noch da) ,wo bitte ist das Problem?
hartzerroller am 26. März 2009 20:31 Ja. Es ist sehr nervenaufreibend. Aber seit sie straff liegt, ist es etwas ruhiger geworden - nur wirklich Zeit habe ich nicht mehr (spontane Sachen sind nur nach Absprache möglich)

Hängt von vielen Faktoren ab. Wieviel Hilfe brauchen sie, wie fit bist Du selber körperlich, was hast Du sonst noch für Verpflichtungen, wie wäre das Heim, in das sie kommen und und und...
Und - ganz wichtig - was möchten sie?
was wollen deine eltern haben sie dich auch im heim gesteckt wo du in den windeln gemacht hast
Meine Güte, welch ein Vergleich!!!!
Wurde ja schon eine menge geschrieben. Gerade wenn die Eltern zwar gebrechlich aber geistig fit sind, ist es wirklich schwierig mit ihnen das Thema Pflege zu erörtern. Auch der Umzug in ein Altersheim, betreutes Wohnen etc.ist für viele ältere Leute schwierig. Sie möchte in ihrer vertrauten Umgebung bleiben, ihre Nachbarn und Bekannten um sich haben. Daher auch das Sprichwort einen alten Baum verpflanzt man nicht. Wenn Du die Pflege nicht persönlich leisten kannst, denk mal darüber nach eine Haushaltshilfe zu engagieren. Es gibt z.b.die Möglichkeit über seriöse Vermittlungsfirmen bezahlbare Pflegekräfte aus Polen oder Tchechien zu buchen (die haben sogar einen ziemlich guten Ruf). Mittlerweile wird das sogar von den Pflegekassen anerkannt und es gibt Zuschüsse...
Ich muß noch was zu meiner ersten Antwort ergänzen: Ich kenne durch meinen Beruf viele Leute, die ihre Eltern/Elternteil pflegen und sie sind einfach fertig. Man ist selbst nicht mehr so jung, es kommt die körperliche Anstrengung, aber auch die seelische dazu. Altenheime/ betreutes Wohnen ist überhaupt nichts Schlimmes ( gut, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber man schaut´s sich ja voher an) und man kann sie ja jederzeit besuchen. Ich sage ganz ehrlich, ich würde es nicht tun.

Wenn du das machen willst, kann ich nur sagen Respekt!
ES ist sehr anstrengend und kostet viel Kraft. Es wird beiden Eltern auch im Lauf der Zeit immer schlechter gehen.
Ich würde meine Eltern aus heutiger Sicht in ein Heim geben.
Mein Vater war nach einem Schlaganfall über ein halbes Jahr bettlägerig, und musste rund um die Uhr versorgt werden, bis er starb.
Meine Mutter war 3 Jahre auf Pflege angewiesen. Zum Schluss konnte keiner mehr von uns und sie kam in ein Heim. Dort starb sie nach 3 Monaten.
Es gibt kein Patentrezept.
Du kannst nur versuchen - aber sei auch bereit, den Versuch abzubrechen
Den ambulanten Pflegedienst rauskommen lassen.Das entlastet auch schon sehr stark.Die kommen ja morgens,mittags und abends raus,so,wie sie gebraucht werden.Wenn das nicht mehr ausreichen sollte,bleibt nur noch die Variante Altenheim.

Kümmere dich zunächst darum, dass sie Leistungen aus der Pflegekasse bekommen. Beantrage Pflegegeld.
Betreutes Wohnen ist nichts verwerfliches. Sie haben ja sich. So sehr ich meine Eltern auch liebe, das würde ich mir nicht "antun". Und sie würden es auch nicht wollen, das ich mir diese Hürde aufbürde. Meinst Du nicht, Deine Eltern sehen das auch so? UND, sie haben ja Gesellschaft in Seniorenheimen/Wohnungen.
richtig schieb die Alten zum Totpflegen ab ... Tolle Einstellung..sie haben sich Jahrelang den hintern für die kids aufgerissen und wenn sie nicht mehr können dann weg damit...Typisch Deutscher Egoismus
Na na na, mal langsam, ja? Keiner hat etwas davon, wenn man nach einem halben oder nach einem Jahr total fertig ist. Vielleicht noch berufstätig und eigene Kinder sind auch noch da? Hast Du Dir darüber auch mal Gedanken gemacht? Hast Du schon mal Leute gesehen, die gepflegt werden müssen? Bei Deiner Antwort scheint Dir gar nicht klar zu sein, was da alles auf einen zukommt!

wenn du die möglichkeit hast, würde ich sie zu dir nehmen! klar ist das auch ne belastung für dich, aber denk auch an die eltern. das wäre sicher viel schöner für sie. du möchtest später sicher auch lieber zu deinen kindern als ins heim? was anderes ist es natürlich, wenn sie ehrlich sagen, dass es ihnen nichts ausmacht ins heim zu gehen.
Das ist keine leichte Angelegenheit, aber wenn du die Zeit hast für sie da zu sein, dann tue es, sie sind schon sehr alt und wenn sie mal nicht mehr da sind, wirst du darüber froh sein es getan zu haben. Ich spreche aus Erfahrung.
So viel wie ich kann würde ich machen. Sonst würde ich versuchen, das mit einem Pflegedienst zu machen. Alters/Pflegeheim käme für mich als letztes infrage.

Das kann man nicht so pauschal beantworten. Es kommt ja immer auf die Umstände an (Arbeit, Wohnung, Finanzen) in denen sich die Eltern und man selber befindet. Beide Schritte wollen jedoch sehr gut durchdacht sein.
Du könntest auch einen Pflegedienst beauftragen, der Deine Eltern zu Hause pflegt.
In der aktuellen Ausgabe von Stiftung Warentest (Mai 2009) wurden Pflegedienstvermittler getestet. Positiv abgeschnitten hat z.B. die Firma Actiovita.
lg
Sandy

kommt auf den tatsächlichen pflegebedarf an. selbst ganz viel liebe und opferbereitschaft des\der pflegenden kann zu problemen führen.aussage einer sehr erfahrenen pflegerin:ich möchte nicht wissen, wie oft schon kissen längere zeit auf gesichter gedrückt worden sind... folgende schritte sind nötig: beantragung einer pflegestufe über die pflegekasse der gerade zuständigen krankenkasse;wenn eine pflegestufe (von3) festgelegt wurde, unbedingt einen pflegedienst einschalten, der den hilfebedarf ermittelt. die können auch tipps zu hilfsmitteln und deren handhabung geben dann kannst du einigermaßen realistisch einschätzen, was du selbst zu leisten in der lage bist. mit der selbstaufgabe von pflegenden angehörigen ist niemandem gedient!!!