Frage von Melanie9292, 82

Meine beste Freundin ist eine schlimmer Hypochonder was tun?

Meine beste Freundin ist seit Anfang Oktober komplett anders. Sie hatte Verstopfung hatte gegoogelt und raus kam Darmkrebs. Sie hat sich so reingesteigert und war überzeugt das zu haben mittlerweile hat sie ne Koloskopie hinter sich. Nix bösartiges Reizdarm. Dann könnte man doch eigentlich denken sie wäre beruhigt .ist sie aber nicht seitdem klagt sie über Übelkeit und aufstoßen nach dem Essen und jetzt glaubt sie hätte Magenkrebs! Sie glaubt es nicht nur sie ist überzeugt! Sie hat Angst einzuschlafen weil sie ja sicher Krebs mit metastasen hat und vielleicht nicht mehr aufwacht!! Durch den Stress hat sie auch 2 oder 1 kg verloren? Was kann ich tun es macht mich kaputt sie so zu sehen Sie hat an nichts mehr Freude und Lust denkt nur an Krebs und Tod

Antwort
von ThorstenBW87, 37

Auf keinen Fall Aussagen wie "Reiß dich zusammen" oder "das wird schon wieder" äußern! Hier hilft es, ihre Ängste ernst nehmen. Das heißt nicht, dass Du auch denken musst, dass sie tatsächlich erkrankt ist. Du bist eine Bezugsperson für sie und darfst sie hier deshalb nicht als "verrückt" abstempeln.

Viel wichtiger in solch einer Situation ist, dass sie das Gefühl hat, dass Du sie ernst nimmst. Ein "Reiß dich zusammen" bewirkt bei solchen Ängsten immer das genaue Gegenteil, nämlich oft eine Hilflosigkeit der betroffenen Person.

Die einzige Hilfe ist hier Verständnis für ihre Ängste zu zeigen und das Bekräftigen, sie eventuell zu einem Therapeuten zu begleiten, ihr zur Seite zu stehen, wenn keine organische Ursache gefunden werden kann. Wenn tatsächlich eine hypochondrische Angsstörung vorliegt, kommt neben den schon vorhandenen Grundängsten die Angst hinzu, abgewiesen und nicht ernst genommen zu werden.

Antwort
von Nordseefan, 38

DEmnach dürften ja viele Leute gar nicht mehr Leben. Verstopfung haben ab und an viele Leute. Und auch aufstoßen nach dem Essen. Und wenn man sich da so reinsteigert, dann passiert es einfach weil man es Erwartet. Und Übelkeit kann man sich insofern sogar "herbeiwünschen"

Finde Leute die auch Verstopfung haben aber sonst kerngesund bist. Gerne kannst du mich als Beispiel nennen. Und viele, viele andere auch.

Antwort
von Kischmonsum, 51

Nach symptomen zu googlen, ist grundsätzlich schon eine schlechte Idee, da kommt IMMER Krebs oder eine andere schlimme Krankheit raus.

Ich würde vorschlagen, du redest mal mit ihr, beruhigst sie und erklärst ihr, dass das ganz normale Zustände sind, dass das jeder mal hat und dass sie sich keine zu großen Sorgen machen soll. Ansonsten einfach viel Tee trinken, eventuell anders ernähren.

LG

Antwort
von Babymama27, 41

Sprich nochmal offen mit ihr in einer ruhigen Minute. Mache ihr keine Vorwürfe, sondern bleibe neutral. Sage ihr, dass sie schon beim Arzt war und dass dieser nichts festgestellt hat. 

Wenn sie so weiter macht, macht sie sich selbst krank. Wenn nichts helfen sollte, dann sollte sie vielleicht professionelle Hilfe annehmen. 

Antwort
von Woropa, 45

Vielleicht beruhigt es deine Freundin, wenn sie nochmal zum Arzt geht und sich gründlich untersuchen lässt. Wenn der Arzt ihr dann bestätigt, das sie keinen Magenkrebs hat, dann hört sie vielleicht auf sich verrückt zu machen. Ausserdem könntest du ihr sagen, das jede Krankheit, alle Beschwerden, immer mehrere Ursachen haben kann. Man muss nicht immer vom Schlimmsten ausgehen und sollte sich durch Google und dergleichen nicht verunsichern und verängstigen lassen.

Antwort
von Hexe121967, 34

sag deiner freundin einfach das sie sich lächerlich macht. wenn du ihren wahn auch noch unterstützt, steigert sie sich da noch mehr rein.  wenn sie von dem thema anfängt würde ich sagen "lass mich mit deinen albernheiten in ruhe, sei froh das du gesund bist" und gut ist.

Antwort
von DocStyle, 25

Das ist echt schlimm. Gab es denn zu der Zeit als das begann in der familie eine Krebserkrankung.

Es ist wichtig, dass du für sie Verständnis aufbringst. Frag sie danach, warum sie sich slche Sorgen acht. Eventuell hilft es auch, sie etwas mehr über Krebs aufzuklären. Der Arzt kann ihr ja auch nochmal bestätigen, dass sie keinen Krebs hat. 

Mehr kann und möchte ich auch nicht sagen, da ich kein Psychologe bin und vielleicht eine falsche Auskunft geben könnte.

Kommentar von Melanie9292 ,

Ja Ihr Oma ist dieses Jahr an Darmkrebs gestorben und sie war bei der Diagnose und bei ihrem Leidensweg dabei 

Kommentar von DocStyle ,

Dann liegt es wohl daran, dass sie Angst hat, ihr könnte auch so etwas zustoßen(wegen der Vererbbarkeit). Man sollte versuchen, ihr zu erklären, dass das Schicksal ihrer Großmutter nicht automatisch dazu führt, dass sie auch an Krebs erkrankt.

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